Familienbett

Hallo,

mein Sohn ist sieben und schläft immer noch bei uns im Bett. Inwiefern ist er deiner Meinung nach in der Entwicklung gehemmt? Welche Schäden hat er erlitten? W a r u m braucht ein Kind sein Bett? Abgesehen davon hat er ein Bett in seinem Kinderzimmer, nur kuschelt er sich halt lieber an uns. Uns stört es nicht, also was solls?

Wegen Kommentaren wie deinem habe ich trotzdem vor kurzem eine Psychologin zu diesem Thema befragt: Ihre Antwort: Wenn alle Beteiligten einverstanden sind, ist es absolut o.k. Kinderzimmer sind eine Erfindung der Neuzeit; vor 150 Jahren hat die ganze Familie in einem Bett geschlafen, in südlichen Ländern ist das auch heute noch der Fall. Und dort haben die Eltern komischerweise viel weniger mit Alpträumen oder Schlafproblemen ihrer Kinder zu kämpfen.

Mein Sohn hatte übrigens soweit ich weiss noch nie einen Alptraum.
Aber bitte klär mich auf, inwieweit er schon verkorkst ist.

PS: Sexualleben ist vorhanden

Grüße
Birgit

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Senf von mir
Hallo Ausnahmefall!

Ich hatte es in allen Varianten: Beim ersten Kind bin ich x-Mal die Nacht aufgestanden und dann jedes Mal beim Stillen im Sessel eingeschlafen. Irgendwann mit schlechtem Gewissen aufgewacht, das Kind gewickelt (das war mir so erklärt worden).
Beim Zweiten habe ich es nciht mehr so genau genommen und ihn nachts zum Stillen ins Bett mitgenommen und die beiden anderen waren dann schon mehr oder weniger selbstverständlich in den Stillmonaten bei uns im Bett.

Merkwürdigerweise machte es nie etwas aus, dass sie bis zum morgen in durchgeweichter Windel bei mir lagen. UInd sie gewöhnten sich ohne Probleme an ihr eigenes Bett. Allerdings wqaren sie zum Einschlafen immer im Bett oder Kinderwagenoberteil und erst nachts zum Stillen blieben sie dann da…

Allerdings kannte ich den Begriff Familienbett nicht - das klingt für mich schrecklich! :smile: Wir sind nämlich ansonsten sehr gerne unter uns!

Viele Grüße, Claudia

Hallo,

hier noch mal eine sehr gute Seite zum Thema Schlafen und Familienbett:

http://das-kind-muss-ins-bett.de/

Wir gehören übrigens zum Typ „Familienbett light“, d. h. Kind und Katzen gesellen sich irgendwann in der Nacht zu uns.

VG,

Birgit

Hallo Birgit,

mein Sohn ist sieben und schläft immer noch bei uns im Bett.
Inwiefern ist er deiner Meinung nach in der Entwicklung
gehemmt? Welche Schäden hat er erlitten? W a r u m braucht ein
Kind sein Bett? Abgesehen davon hat er ein Bett in seinem
Kinderzimmer, nur kuschelt er sich halt lieber an uns. Uns
stört es nicht, also was solls?

Klasse :smile:

Wegen Kommentaren wie deinem habe ich trotzdem vor kurzem eine
Psychologin zu diesem Thema befragt: Ihre Antwort: Wenn alle
Beteiligten einverstanden sind, ist es absolut o.k.
Kinderzimmer sind eine Erfindung der Neuzeit; vor 150 Jahren
hat die ganze Familie in einem Bett geschlafen, in südlichen
Ländern ist das auch heute noch der Fall. Und dort haben die
Eltern komischerweise viel weniger mit Alpträumen oder
Schlafproblemen ihrer Kinder zu kämpfen.

Jaaaa genau! Das ist nämlich auch mein „Problem“ mit dem allein schlafen lassen (also theoretisch, bin ja noch nichtmal schwanger *lol*). Jahrtausende lang haben Kinder IMMER bei den Eltern geschlafen und wurden die ersten Jahre praktisch nie allein gelassen und haben sich großartig entwickelt. Evolutionsbedingt BRAUCHT das Baby die Mama also GANZ in der Nähe. Das zu ändern fände ich sogar eher fatal.

Mein Sohn hatte übrigens soweit ich weiss noch nie einen
Alptraum.
Aber bitte klär mich auf, inwieweit er schon verkorkst ist.

PS: Sexualleben ist vorhanden

Wie? Also nicht daß du jetzt dein Liebesleben ausbreiten sollst. Aber wie stellt ihr das an, daß euer Sohn davon nichts bzw. möglichst wenig mitbekommt? Kannst dich gerne auch per Mail melden, wenn dir das öffentlich zu intim ist. Aber mich interessiert echt, wie das dann praktiziert wird. Ich möchte nämlich, wenn es mal soweit ist, auch das Familienbett einführen.

Liebe Grüße
ausnahmefall

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Hallo Leonora,

vor 23 Jahren gab es ein Buch von Tine Thevenin „Das
Familienbett“, vielleicht kannst Du es noch irgendwo finden…

Mal in der Bibliothek schauen :smile:

Es ist praktikabel, wie nahezu alles :smile: Man kann ja einfach
einen Anbau ans Elternbett konstruieren, der dann später
wieder abmontiert wird.

Och… Wir liegen eh nur auf einer Seite in einem 180x200 Bett, da ist ausreichend Platz…

Und was Deinen Egoismus betrifft: es gibt ja meistens noch
andere Räume im Haus, als nur das Schlafzimmer :wink:

Stimmt *grins*

Man merkt, ob ein Kind nachts die Nähe wirklich braucht, oder
ob es auch allein gut schlafen kann. Es gibt Kinder, die
schlecht einschlafen und nachts oft aufwachen und weinen. Da
ist dann auf längere Sicht ein Familienbett unter Umständen
das „Richtige“ damit die gesamte Familie zu einem erholsamen
Schlaf kommt. Andere Kinder vermissen nachts nichts und
schlafen immer seelenruhig in ihrem eigenen Bett.

Ich finde es einfach evolutionär bedingt eine gute Sache. Jahrtausende lang war es so und jetzt soll es auf einmal nicht mehr so sein.

Für den älteren meiner Söhne hatten wir entegen der Ratschläge
aller Freunde und Bekannten damals ein Familienbett gebaut,
nachdem wir sehr viele Monate lang keine Nacht durschlafen
konnten. Von der ersten Nacht im Familienbett schlief er durch
und somit wir Eltern auch. Als er ein wenig sprechen konnte,
dauerte es nicht mehr lange, bis er sich auch in seinem
eigenen Bett wohl fühlte :smile:

Also nach Gefühl. Gut :smile:

Danke schön :smile:

Liebe Grüße
Anja

Im Familienbett die Eltern, der Baby und das eine oder andere größere Geschwister beim Kuscheln, Toben und Herumalbern - das ist halt Glücklichsein, wie es eher nimmer geht.

Gruß

Ze

Danke schonmal an alle soweit
Hallo ihr Lieben,

einen herzlichen Dank an alle Poster schonmal.

Ich bin mir wohl bewußt, daß ein Kind nichts unter der eigenen Decke zu suchen hat, sondern wie n.h. schreibt ein eigenes Bett im Bett haben sollte.

Das mit dem Sexualleben war wohl mal echt dämlich gedacht von mir. Zumal man mit Kindern ja eh nicht mehr immer dann loslegen kann, wenn man gerade mal Lust hat :wink:

Vielen Dank jedenfalls für die unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen.

Mein Mann und ich werden es, wenn es dann mal soweit ist wohl praktizieren, mit dem Bewußtsein, es nicht zu erzwingen. Also wenn es nicht klappt und entweder sein oder mein Schlaf dadurch gestört ist, wird es geändert.

Liebe Grüße
ausnahmefall

Hi Ze,

Im Familienbett die Eltern, der Baby und das eine oder andere
größere Geschwister beim Kuscheln, Toben und Herumalbern - das
ist halt Glücklichsein, wie es eher nimmer geht.

Hü? Wie habe ich das zu verstehen? Warum sollte das nicht gehen? Und das nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, ist ja klar.

Hmmm… ich bin verwirrt O_o

Liebe Grüße
ausnahmefall

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Lieber Ausnahmefall,

Hmmm… ich bin verwirrt O_o

Tschuldigung, das war O-Ton Süd. Gemeint war die höchste Glückseligkeit.

LG

Ze

Hallo Ausnahmefall,

Ich bin mir wohl bewußt, daß ein Kind nichts unter der eigenen
Decke zu suchen hat, sondern wie n.h. schreibt ein eigenes
Bett im Bett haben sollte.

Richtig, und wenn’s zum Beispiel nicht mit dem von n.h. empfohlenem Babybalkon klappt (bei mir paßte der seitlich mangels Platz nicht mehr hin), dann geht auch ein Snuggle Nest. War bei mir eine DER Anschaffungen, die sich wirklich gelohnt haben. Kannst ja mal bei Ebay z. B. eingeben, dann siehst Du wie’s ausschaut. Ist ideal für die ersten Wochen, manchmal auch Monate, wenn’s Baby nicht so riesig wird:wink:

Und apropos eigene Decke, ich bin vor 2 Tagen tatsächlich (wieder einmal) beim Stillen eingeschlafen und als ich aufwachte, sah ich meine Kleine nicht. Glaub ich war kurz vor einem Herzinfarkt, denn sie war tatsächlich gänzlich unter meine dicke Bettdecke gerutscht. Seit dem decke ich mich beim Stillen kaum mehr zu, damit mir das nicht noch einmal passiert.

Baby im Bett geht ansonsten sehr gut, wie viele hier ja schon berichtet haben. Meine Kleine hat einen Schlafsack und sonst nichts und liegt mindestens 30-40 cm von mir entfernt (zwangsweise, da sie fast immer mit weit ausgebreiteten Armen schläft). Ich kuschel mich schlafsackähnlich in meine Bettdecke, so daß meine Kleine auch nicht selbige an sich reißen kann (macht sie gerade mit allem, was sie greifen kann und zieht’s über den Kopf). Zudem paß ich halt noch auf, daß ich nicht direkt in ihre Richtung ausatme, so daß sie eben dann nicht meinen ausgeatmeten Atem einatmet. Damit sind wohl sämtliche Vorsichtsmaßnahmen geschaffen.

Übrigens kenne ich sogar eine Statistik (:wink:, die behauptet, daß in Schweden 80% der Kinder bis zum 5. Lebensjahr im Elternbett schlafen (steht womöglich in Schwedens meistgelesenem Elternratgeber, der bei uns auch gerade überall in den Buchhandlungen liegt, komme gerade nicht auf den Namen).

Das mit dem Sexualleben war wohl mal echt dämlich gedacht von
mir. Zumal man mit Kindern ja eh nicht mehr immer dann
loslegen kann, wenn man gerade mal Lust hat :wink:

Zumindest scheinen „Frischlinge“ dafür einen 7. Sinn zu haben und versuchen insofern sämtliche „Annäherungsversuche“ schon von vorneherein durch Geschrei im Keim zu ersticken:wink:)

So, mein Senf…

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo Ausnahmefall,

zum Sexualleben: es muss ja nicht immer nachts sein, da bin ich meist eh zu müd. Es muss auch nicht unbedingt im Schlafzimmer sein (stünde ja auch das leere Kinderzimmer zur Verfügung lol), ausserdem schläft er auch manchmal bei Oma und Opa. Und außeraußerdem muss er ja auch nicht j e d e Nacht bei uns im Bett schlafen (zumindest nicht die ganze Nacht).

Wir haben schon ein paarmal halbherzig versucht, ihn auszuquartieren, wobei er mitten in der Nacht dann aber trotzdem auftaucht und sich wieder zu uns legt. Die Betonung liegt aber auf halbherzig: mich stört es überhaupt nicht, wenn mein Sohn zu uns kommt, im Gegenteil, wenn er nicht da ist, kann ich gar nicht so gut schlafen :frowning:(

Der Grund, warum wir damit angefangen haben, war unter anderem paradoxerweise gerade die Angst vor dem plötzlichen Kindstod. Eine Schwester meines Mannes ist mit 6 Monaten daran gestorben und da die Veranlagung dazu ja anscheinend vererbbar ist, wollte ich mein Kind immer bei mir in der Nähe haben. Das mit dem Kind zerquetschen ist m.E. völliger Quatsch. Es gibt sowas wie natürlichen Mutter- und auch Vaterinstinkt. Gerade in den ersten Monaten ist der Schlaf superleicht, bei jedem „quäk“, den das Baby macht ist man hellwach. NIEMALS hätte ich mich auf mein Kind gerollt!!! Als Sicherheitsmaßnahme kann man in den ersten Wochen aber z.B. auch das Baby in der Kinderwagentasche im Grübchen schlafen lassen.

Ich kenne übrigens sehr viele Eltern, die das Familienbett auch mit größeren Kindern (eines sogar 12) praktizieren

Also wenn du das mit dem Familienbett vorhast, dann probiers ruhig aus, ändern kann man es doch immer noch und spätestens mit 16 kommen sie eh nicht mehr:wink:Jedes Kind ist auch nicht gleich, ich kenne Geschichten von Kindern, die von alleine in ihr eigenes Bett zurückgehen, weil sie ihre Ruhe wollen, oder andere, die nachts so um sich schlagen, dass man es freiwillig bleiben lässt. Mein Sohn war aber vom ersten Tag an sehr verschmust und nähebedürftig und dann soll er das auch haben, warum nicht? Er ist übrigens „trotzdem“ ein sehr „harter“ Junge, falls jemand denkt, von zuviel Liebe wird man zum Weichei.

Also vertrau einfach deinem Gefühl, das ist schon richtig.

Viele Grüße
Birgit

Hallo ausnahmefall!

Wir haben ein Familiebett, seit unser Sohn im Oktober zur Welt gekommen ist. Eigentlich war geplant, dass er im Schlafzimmer in seinem eigenen Bettchen schläft, aber das wollte er partout nicht.

Mittlerweile ist es zwar so, dass er auch in seinem Bett schläft, wenn er gut drauf ist und recht müde. Ansonsten aber fühlt er sich im grossen Bett einfach wohler und schläft dort auch sofort ein, egal was vorher war.

Was mich persönlich stört, ist tatsächlich, dass wir als Paar nicht mehr so nahe beisammen sind wie vorher. Das liegt auch daran, dass wir ein Wasserbett haben. Wenn der Kleine aussen liegt und wir uns in der Mitte bewegen, müssen wir sehr aufpassen, dass er nicht raus"schwappt". Da hält man dann doch eher still. Oder er liegt sehr nahe bei uns, und da ist Nähe untereinander dann irgendwie doch nicht so prickelnd.
Dass er uns „zusehen“ könnte finde ich in seinem Alter noch nicht schlimm. Das hat auch mit dem Familienbett nichts zu tun, würde er in seinem eigenen Bettchen liegen, hätte er genauso freien Blick auf uns.
Wie das bei grösseren Kindern ist, kann ich nicht sagen, er ist unser erster. Das wird sich also mit der Zeit ergeben.

Der ganz klare Vorteil ist für mich, dass ich meinem Baby Nähe geben kann und Nähe bekomme. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich schön :smile:
Ich wache morgens auf, und neben mir liegt dieses winzige Bündelchen Mensch, ganz friedlich schlafend, ganz entspannt.
Wache ich durch sein Weinen auf, kann ich ihn sofort stillen, ohne gross durch die Gegend laufen zu müssen. Und er muss nicht erst laut und lange schreien, bis ich auf ihn aufmerksam werde.
Manchmal wache ich auch auf, und er sieht mich einfach nur an. Oder er spielt mit meiner Decke…und das ist wunderbar entspannt!

Bekommen wir wieder ein Baby, werden wir versuchen, das Wasserbett für diese Zeit gegen eine normale Matratze auszutauschen, aus Sicherheitsgründen. Die kommt dann auf den Boden, so dass ein mobiles Baby nicht herunterfallen kann. Diese Hürde müssen wir jetzt irgendwie umschiffen, und ich weiss noch nicht, wies am besten klappen kann. Aber das wird schon :smile:

Übrigens, gestern, als wir schon im Bett lagen, hat der Kleine sich abwechselnd zu mir und meinem Mann gedreht, uns beide angefasst, und als er gemerkt hat, der jeweilige ist da, hat er sich wieder zum anderen gedreht und diesen angefasst. Er ist im Moment in der Phase, in der so ein Baby lernt, dass die Eltern nicht immer da sind, sondern auch mal weg. Scheins braucht er deswegen jetzt auch vor dem Schlafen die Bestätigung, dass wir für ihn da sind.

Insgesamt finde ich persönlich diese Erfahrung wunderwunderschön, und ich kann es jedem nur empfehlen!

Liebe Grüsse
Bine :smile:

PS: „Irgendwann“ schläft jedes Kind im eigenen Bett, ich denke nicht, dass man sich darüber Sorgen machen müsste :smile:

Hallo ausnahmefall,

Ich finde die Idee vom Familienbett tendenziell ziemlich gut.
Aber ist es auch praktikabel? Ich meine da z.B. ganz
egoistisch das Sexualleben der Eltern. Wie lange ist das
praktikabel? Ab wann „muss“ ein Kind ins eigene Bett?

Unsere Tochter (jetzt gerade 4 geworden) schläft
schon seit jeher in einer Ecke im grossen Bett,
zumindest meistens.

Einer von uns beiden Eltern bringt sie ins
Bett (gegen/bis 9.00), wonach sie mindestens
~3,5 - 4h unerschütterlich und tief schläft.

In diesen 4h kann man so einiges erledigen,
sofern man nicht selbst vom Tag erledigt ist
und gleich mit einschläft …

Abgesehen davon; die halbe Stunden (manchmal
auch länger) beim Geschichtenerzählen/Ein-
schlafen sind die interessantesten und
spannendsten - dort werden die Fragen des
Tages besprochen und neue „Erkenntnisse“ gewonnen :wink:

Schon daher erschiene es mir subjektiv „barbarisch“,
mein Kind ins einsame Bett zu kommandieren und
sich selbst zu überlassen.

Aber möglicherweise hat die frühe & stärkere
emotionale Unabhängigkeit der Kinder in der
Einzelzimmerkostellation auch zu gegebener
Zeit ihre Vorteile? Ich kann es nicht sagen.
Möglicherweise. Aber unter 5/6 Jahren eher
nicht (meine Meinung).

Übrigens scheint dieses frühe und harte
emotionale „Absägen“ der Kinder eine
„Deutsche Eigenschaft“ zu sein, man findet
in den Bemerkungen französischer Schriftsteller
bisweilen ein Erstaunen darüber, dass die
„deutschen Kinder“ nach dieser „eigenartigen
Behandlung“, die sich auch in weiteren
eher harten, distanzierten Interaktionen
ausdrückt, doch noch zu vernünftigen und
normalen Leuten werden :wink:
(Quelle finde ich noch …)

Grüße

CMБ

Hallo,

Aber ich möchte zu bedenken geben, dass es ab einem bestimmten
Alter den Kindern nützt, wenn sie zu Schlafenszeit für sich
sind, weil es Mut und Selbstvertrauen erfordert, ohne
Elternteil sich der Entspannung hinzugeben.

Das verstehe ich nicht. Die Einschlafphase eine
„Mutprobe“, der sich die Kinder aussetzen müssen?

Was meinst Du damit? Das verstehe ich gar nicht?

Fördert man dann die Kinder noch ein bisschen
mehr, wenn man ihnen unterschwellig vor dem
Einschlafen etwas Angst macht? Dann bedürfen
sie ja noch mehr Mutes und das wäre ja dann
noch besser.

Und - wie kann man sich durch
„Aufbringen von Mut“ der „Entspannung hingeben“?

Hmmm …

fragende Grüße

CMБ

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Hi Loussy,

Bei uns war’s so, dass die Kinder immer im eigenen
Bett eingeschlafen sind (meist während ich vorgelesen habe).
Irgendwann nachts sind sie dann immer zu uns gewandert.
Unten hat das ja auch schon jemand beschrieben.
Ich hab durch „gute Ratschläge“ ermuntert, des öfteren
halbherzig versucht, diesem Brauch ein Ende zu setzen -
wahrscheinlich lags am Halbherzigen, dass es nie geklappt
hat, oder auch einfach daran, dass ich einen gesegneten
Schlaf habe und erst morgens merkte, dass wir wieder
ein bis zwei Mitschläfer hatten.

Ganz aufgegeben, sie zum Durchschlafen im eigenen Bett zu
kriegen habe ich, als mich einer unserer Söhne ganz naiv
(oder doch gerissen?) fragte: WArum soll ich allein schlafen?
Der Papa darf ja auch bei dir schlafen…
Eben.

PS: „Irgendwann“ schläft jedes Kind im eigenen Bett, ich denke
nicht, dass man sich darüber Sorgen machen müsste :smile:

Richtig. Unsere Söhne waren 6 und 11 als es endgültig aufhörte,
von ganz allein, ohne Stress. Ich vermisse es fast …
Wer sie kennt, weiß, dass sie in keinster Weise verhätschelt
sind. Ach und was das Sexleben betrifft -
auch das wurde schon gut beschrieben: es muss nicht immer
nachts sein und es muss nicht immer im Ehebett sein.

Gruß
Elke

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