Familienfest durchstehen

Hallo,

ich war mir jetzt etwas unsicher über das richtige Brett. Ich hab mich für dieses entschieden, weil ich gerne dieses Fest diplomatisch überstehen will.

Hintergrund: meine Nichte heiratet. Wir (ich und mein Mann) mussten deswegen ein tolles Event absagen. Unseres war schon lange gebucht/verabredet (zwei verschiedene) und die Nichte hat erst nach meinem Anfragen, den Hochzeitstermin fix gemacht.

Gut, ich muss dort erscheinen, wenn ich kein Familienzerwürfnis will (will ich eigentlich nicht) Ich muss auch in die Kirche. Ich habe eine Kirchenallergie, allerdings legt meine Nichte so großen Wert drauf, es ist mein Patenkindchen und ich möchte sie natürlich auch nicht enttäuschen.

Jetzt stehe ich echt in der Zwickmühle, alleine, wenn ich an den Tag denke, dass ich dafür mein Event canceln musste, krieg ich schon so einen Hals. Auf Kirche hab ich auch keinen Bock. Ich hab mir schon überlegt, ob ich mir nicht einen Player und Kopfstöpsel dazu verpasse.

Eigentlich will ich es ja jedem Recht machen, aber das fällt mir schwer. Wie kann man diplomatisch durch solche Klippen schiffen? Ich will ja deshalb keinen Familienkrieg raufbeschwören (und den gäbe es, hat meine Schwester schon durchblicken lassen)

Wie komme ich bloss heil über jenen Tag? Die meisten Familienmitglieder flippen aus, ob der Freude, und ich denke mir nur, Sch… dass ich mein Mädelstreffen (mein Mann ein Trecki-Treffen) absagen musste. Ich hasse diese Feste, die sich dehnen wie Kaugummie und besonders diese ach-so-lustigen Spiele, die alles zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

Bin für jeden noch so einfachen Tipp dankbar.
Ich bin wirklich ratlos, wie ich das jedem Recht machen soll. Ich bemühe mich ja wirklich.

LG

Sarah *der mit Sicherheit das Kreuz aufs Haupt fällt, sollte sie mal eine Kirche betreten

Denkfehler
Hallo Sarah,
du sei mir nicht böse, aber irgendwie klingt es nicht so, als würde dir besonders viel an deiner Nichte liegen. Ein Mädelstreffen kann man verschieben, nachholen oder man hat einfach Pech gehabt. Aber eine Hochzeit „sollte“ einmal im Leben sein.

Und ich finde, das sollte dir wichtiger sein, nur schon der Nichte zuliebe.

Gut, ich muss dort erscheinen, wenn ich kein
Familienzerwürfnis will (will ich eigentlich nicht) Ich muss
auch in die Kirche. Ich habe eine Kirchenallergie, allerdings
legt meine Nichte so großen Wert drauf, es ist mein
Patenkindchen und ich möchte sie natürlich auch nicht
enttäuschen.

und genau aus dem Grund solltest du die Zähne zusammen beißen und auch mal das Positive sehen. Wenn du schon mit so´ner schlechten Einstellung heran gehst…

Jetzt stehe ich echt in der Zwickmühle, alleine, wenn ich an
den Tag denke, dass ich dafür mein Event canceln musste, krieg
ich schon so einen Hals. Auf Kirche hab ich auch keinen Bock.
Ich hab mir schon überlegt, ob ich mir nicht einen Player und
Kopfstöpsel dazu verpasse.

was ja wohl hoffentlich ncht dein Ernst ist

Eigentlich will ich es ja jedem Recht machen, aber das fällt
mir schwer. Wie kann man diplomatisch durch solche Klippen
schiffen? Ich will ja deshalb keinen Familienkrieg
raufbeschwören (und den gäbe es, hat meine Schwester schon
durchblicken lassen)

Du musst einfach dem Tag etwas schönes abgewinnen, he deine Kleine heiratet!! Das ist ein wunderbarer Tag, du hast sie aufwachsen sehen und nun geht sie ihren Weg.

Wie komme ich bloss heil über jenen Tag? Die meisten
Familienmitglieder flippen aus, ob der Freude, und ich denke
mir nur, Sch… dass ich mein Mädelstreffen (mein Mann ein
Trecki-Treffen) absagen musste. Ich hasse diese Feste, die
sich dehnen wie Kaugummie und besonders diese ach-so-lustigen
Spiele, die alles zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

wenn du so abwertend darüber redest, solltest du wirklich versuchen, den anderen dieses SCHÖNE Fest nicht zu versauen. Denn ich glaube, darüber wäre jeder andere sehr sehr traurig. Schade, das du so schlecht über diese Hochzeit denkst. Und ein Mädelstreffen ist ja nun echt kein Grund.

Grüße
Doggy

Liebe Sarah,
ich sehe das ähnlich wie Sarah,
bloß nicht moralisch:

Wir (ich und mein Mann)mussten deswegen ein tolles Event absagen.

„Tolles Event“ und „Kirchenallergie“ klingen zunächst mal viel aufregender als es tatsächlich später nach Deinen Worten zu sein scheint: „Mädeltreff“.
Was sagt eigentlich Dein Mann konkret dazu? („ich und …“)
Wieso „müsst“ Ihr absagen?

Gut, ich muss dort erscheinen, wenn ich kein
Familienzerwürfnis will (will ich eigentlich nicht)

Wann sagen wir „eigentlich“? Meistens benutzen wir das Wort, wenn wir das Gegenteil meinen.

Wer sagt, dass es ein Familienzerwürfnis wird?
Vielleicht werden verlogene (geheuchelte) Beziehungen endlich einmal in ehrliche umgewandelt.

Ich finde es gut, dass Du auf Dich achtest. Ein verschieb- oder wiederholbares Treffen mit von Dir Auserwählten scheint Dir wichtiger zu sein, als die Enge in einer unfreiwillig zusammengewürfelten Familiengemeinschaft und ihren Ritualen.

Aber warum bist Du dann nicht konsequent und meidest die, an denen Dir weniger zu liegen scheint? Das kostet natürlich Kraft.

Es scheint mir, dass Du unter Heucheleien in dieser Familie zu leiden scheinst, sie aber zugleich auch pflegst.

Warum hörst Du nicht auf damit, um es besser zu machen?

Brauchst Du wirklich die Anerkennung dieser Verwandten so sehr dringend?

Durch reinigende Ehrlichkeit können sich aber die Familienbeziehungen vielleicht wieder verbessern.

Vielleicht (rein hypothetisch, ich weiß es nicht) möchtest Du aber auch dieses nicht.

(Ich frage mich, wie Du es überhaupt in Beziehungen hälst, ob sie Dir eher Angst machen, ob es oft nicht verhandelte Abstand-Nähe-Konflikte gibt. Aber diese durch die Kürze der Worte entstandene Frage geht mich auch nichts an.)

Die „Kirchenallergie“ wird Dir jedenfalls kein Mediziner attestieren.

Mut zur Ehrlichkeit wünscht
Ole (uneigentlich ein Familientier)

Hi Sarah,
entweder Du nimmst das Zerwürfnis in Kauf oder versuchst das Beste daraus zu machen, indem Du möglichst viele Familienmitglieder in peinlichen Situationen fotografierst (wenn Du ein Album daraus machst, kannst Du es ja bei späteren Feiern als Argumentationshilfe benutzen) :wink:

MfG

Tai

Der übrigens auch eine „Kirchenallergie“ hat, nämlich eine gegen Weihrauch :smile:

Hi Sarah,
so, wie du über die Hochzeit, die Kirche usw. schreibst, ist es wahrscheinlich besser, du bleibst der Hochzeit fern. Warum?
Weil du halbherzig dabei wärst, nur, um des Familienfriedens Willen (glaubst du, deine Nichte würde das nicht spüren und sich darüber kränken?).
Weil „dein Wert“ in dem anderen „event“ liegt und du dir durch das Fernbleiben dessen etwas antust, was du anscheinend nicht in der Lage bist, zu akzeptieren.

Oder aber, ein anderer Weg: denk einmal drüber nach, was dir wirklich mehr Wert ist.
Wäge genau ab. Aber sei ehrlich, und lasse deine Vorurteile, wie z.B. Kirchenallergie beiseite.

Geh mit dir in einen Dialog. Fühle, wohin es dich zieht - und dann, du wirst sehen, ist deine Entscheidung, wie immer sie auch ausfallen mag, ganz leicht und du wirst sie auch nie bereuen.

Grüße
Irene

Hallo,

Danke erst mal, für Eure Meinungen bzw. Tipps

Ich werd jetzt mal versuchen, die Sache positiver zu bedenken, vielleicht hilfts ja.

LG

Sarah

Hallo, Hallo Sarah,

ich war mir jetzt etwas unsicher über das richtige Brett.

Kommt wohl drauf an, WARUM du tatsächlich nicht zu diesem Fest möchtest. Was genau steckt denn dahinter? Ist es dir wirklich nur lästig? Gerätst du vielleicht „in Panik“, weil du meinst, du müsstest bei all den Verwandten einen guten Eindruck hinterlassen?

Ich hab mich für dieses entschieden, weil ich gerne dieses Fest
diplomatisch überstehen will.

Was kann dir denn passieren? „Diplomatisch überstehen“ klingt so, als würdest du von dir selbst glauben, dass du völlig ausrasten könntest.

Hintergrund: meine Nichte heiratet. Wir (ich und mein Mann)
mussten deswegen ein tolles Event absagen. Unseres war schon
lange gebucht/verabredet (zwei verschiedene) und die Nichte
hat erst nach meinem Anfragen, den Hochzeitstermin fix
gemacht.

Klingt mir irgendwie nach „Ausrede“. So, als sei dein „tolles Event“ nicht der wahre Grund, weshalb du nicht zu dieser Hochzeit möchtest? Sollte deine Nichte wirklich bei der Festlegung des Hochzeitstermin darauf achten, dass er auf keinen Tag fällt, an dem du oder jemand anderes sich mit seinen Freundinnen treffen wollte?

Gut, ich muss dort erscheinen, wenn ich kein
Familienzerwürfnis will (will ich eigentlich nicht) Ich muss
auch in die Kirche. Ich habe eine Kirchenallergie, allerdings
legt meine Nichte so großen Wert drauf, es ist mein
Patenkindchen und ich möchte sie natürlich auch nicht
enttäuschen.

Hast du denn ein gutes Verhältnis zu deinem Patenkind? Oder ist es eher eine Verpflichtung für dich?

Jetzt stehe ich echt in der Zwickmühle, alleine, wenn ich an
den Tag denke, dass ich dafür mein Event canceln musste, krieg
ich schon so einen Hals. Auf Kirche hab ich auch keinen Bock.
Ich hab mir schon überlegt, ob ich mir nicht einen Player und
Kopfstöpsel dazu verpasse.

Das wäre wohl noch unschöner als (körperlich) fernzubleiben.

Eigentlich will ich es ja jedem Recht machen,

Und hier liegt aus meiner Sicht das Hauptproblem. Du willst es jedem Recht machen. Erstens kannst du es nie allen recht machen, zweitens sollte der wichtigste Mensch in deinem Leben du selbst sein und drittens tut es weder dir noch anderen gut, wenn du es anderen nicht mit dem Herzen recht machst.

aber das fällt mir schwer. Wie kann man diplomatisch durch solche Klippen
schiffen? Ich will ja deshalb keinen Familienkrieg
raufbeschwören (und den gäbe es, hat meine Schwester schon
durchblicken lassen)

Was denn für ein Familienkrieg? Setzen sich dann alle an einen Tisch und schmieden Rachepläne gegen dich?

Wie komme ich bloss heil über jenen Tag? Die meisten
Familienmitglieder flippen aus, ob der Freude, und ich denke
mir nur, Sch… dass ich mein Mädelstreffen (mein Mann ein
Trecki-Treffen) absagen musste. Ich hasse diese Feste, die
sich dehnen wie Kaugummie und besonders diese ach-so-lustigen
Spiele, die alles zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

Du denkst sehr sarkastisch und ironisch über das Fest. Ich kann das total gut nachvollziehen, weil es mir meistens auch so geht. Aber bei mir steckt Angst vor der großen Gesellschaft dahinter und deshalb mach(t)e ich mir immer vor, dass ich solche Feste „hasse“.
Ein guter Weg wär vielleicht, deine Denkweise in eine andere Richtung zu lenken. In eine positive Richtung. Zum Einen brauchst du dich nicht darüber zu ärgern, dass du deine Freundinnen an diesem Tag nicht treffen kannst, weil du bereits entschieden hast, zu der Hochzeit zu gehen. Es bringt also nichts, sich weiter über die Absage bei den Mädels zu grämen, es sei denn, du hast dich doch noch nicht richtig entschieden. Zum Anderen hast du doch bestimmt auch schon die Erfahrung gemacht, dass solche Anlässe meistens im Endeffekt dann doch nicht so schlimm waren wie im Vorfeld befürchtet. Versuche, neutral an den Tag zu denken oder dich vielleicht sogar darauf zu freuen. Vergiss das Mädelstreffen und freu dich auch für deine Nichte. Wie hast du dich am Tag deiner Hochzeit gefühlt? Warst du an diesem Tag glücklich? Dann freue dich, dass dein Patenkind jetzt glücklich ist.
Und was die Spiele angeht: Wenn du mitmachst, wird die Zeit schneller vergehen und auf einmal ist es vielleicht doch ganz lustig?

Bin für jeden noch so einfachen Tipp dankbar.
Ich bin wirklich ratlos, wie ich das jedem Recht machen soll.

Wie schon gesagt, du kannst es nicht jedem Recht machen und das brauchst du auch nicht.

Ich bemühe mich ja wirklich.

Dann lass dich nicht von deinen negativen Gedanken gefangen halten.

LG

Sarah *der mit Sicherheit das Kreuz aufs Haupt fällt, sollte
sie mal eine Kirche betreten

Hallo Sarah
Als Ergänzung zu den andren guten Vorschlägen möchte ich heut mal etwas pragmatisch sein:
Wenn ich den EINEN event da schweren Herzens extra abgesagt hätte, würde ich mir den verbleibenden nicht auch noch schlechter reden, als er wahrscheinlich ist.
Mit anderen Worten: Ich würd diesen Kirchenbesuch auch einfach wie n event nehmen, ein Spektakel, wenn Du so willst. Erstaml fröhlich rein, und wenn es Dir alles zu lange dauert, dann ehts Du eben wieder. Zu ungebührlicher Länge von ungeliebten events kann Dich keiner verdonnern.
Gruß,
Branden

Hi Sarah,

ich habe erst vor kurzer Zeit auf die Hochzeit meiner Cousine gehen müssen. Sie kannte ihren Prinz drei Monate lang und traf ihn in einem Sonnenstudio. Tja… Das war GANZ groß. Mittlerweile sind sie wieder geschieden. Sie waren drei Monate verheiratet. Es git so Momente, da möchte man einfach „Scheisse!“ brüllen.

Mir fällt auf, dass du dich diplomatisch geben willst(!). Vielleicht ist genau das die Ursache dafür, dass du unter diesen Gedanken leidest. Ich muss dazu sagen, das es mir auch oft so geht. Man gibt sich sehr bedacht und will Nichts kaputt machen. Dafür gibt man sich sogar hier und da selbst auf. Man leidet jedoch innerlich darunter.

Auch wenn der Zusammenhang trivial ist, erinnert mich das an den Film „Die Wutprobe“, in dem Jack Nickelson den allem Anschein nach vollkommen normalen Adam Sandler zwangstherapiert, weil er in einem banalen Kontext auffällig wurde. Nickelson rechtfertigt das beantragen vieler weiterer Stunden mit „es gibt Menschen die expolodieren und welche die implodieren. Letztere drehen irgendwann voll durch.“
Das ist etwas überspitzt, aber ich glaube du verstehst, was ich meine. Tatsächlich ist es so, dass Mitmenschen es gar nicht so schlimm finden, wenn man mal nicht konform geht. Selbst wenn du dich dazu entscheidest hinzugehen, setzt du dich immens damit unter Druck so zu tun, als hättest du dich lange auf diesen Tag gefreut. Du bist nicht dafür verantwortlich deiner Nichte den schönsten Tag ihres Lebens zu bescheeren. Ich würde es an meiner Stelle nicht für mich behalten, dass du ein wichtiges Event absagen musstest um da zu sein, und dass du es auch sehr bedauerst.

In die Kirche setzte ich mich übrigens auch nicht. Jedenfalls nicht hier in Deutschland. Ich mache lediglich eine Ausnahme für meine ehemalige Gastfamilie in den USA. Die weiß aber auch, dass ich nicht an Gott glaube und auch nicht mitsingen will. Das ist auch okay für sie und sie schätzt es, dass ich trotzdem mitkomme. Das bestätigt mir, dass man ruhig Kanten zeigen darf.

Hoffe das hilft dir weiter.

Viele Grüße,

Hilmar

Hallo Branden,

wahrscheinlich hast Du Recht. Ich hab meines ja schon abgesagt, und mein Mann versucht an seinem teilweise teilzunehmen. (eben am Freitag und am Sonntag)
Da ich meins abgesagt habe sollte ich mich wohl langsam mal positiv auf das Fest freuen, sonst hab ich mir beides vergällt.

Wenn ich den EINEN event da schweren Herzens extra abgesagt
hätte, würde ich mir den verbleibenden nicht auch noch
schlechter reden, als er wahrscheinlich ist.

Recht hast Du. Es bringt ja auch nix, meinem abgesagten Wellness-WE nachzutrauern. Das ist Fakt, so freue ich mich jetzt mal auf das bevorstehende Fest.

LG

Sarah

Hallo Sonja,

Kommt wohl drauf an, WARUM du tatsächlich nicht zu diesem Fest
möchtest. Was genau steckt denn dahinter?

Jetzt bin ich mal in mich gegangen. Am meisten nervt mich wirklich, dass von mir immer erwartet wird, Rücksicht zu nehmen. Umgekehrt das allerdings nicht so ist.

Was denn für ein Familienkrieg? Setzen sich dann alle an einen
Tisch und schmieden Rachepläne gegen dich?

*lach, nein, wohl kaum. Aber als ich sagte, dass wir halt unsere Termine absagen, sagte meine Schwester „wenn wir das nicht täten, wäre dies das letzte Familienfest“. (in dem Sinne, dass sie dann nichts mehr mit uns zu tun haben wird)
Sie weiß, dass dieses jährliche Treffen meinem Mann sehr viel bedeutet und er dort schon seit es dieses Treffen (geht über ein ganzes Wochenende) gibt, teilnimmt. Ich hätte mir einfach eine andere Antwort gewünscht, oder ggf. gar keine Antwort, aber eine Drohung finde ich einfach daneben.

Du denkst sehr sarkastisch und ironisch über das Fest. Ich
kann das total gut nachvollziehen, weil es mir meistens auch
so geht. Aber bei mir steckt Angst vor der großen Gesellschaft
dahinter und deshalb mach(t)e ich mir immer vor, dass ich
solche Feste „hasse“.

Das kann durchaus auch ein tieferer Grund sein. Ich hasse solche großen Menschenaufläufe. Ich schätze, dass ich etwa ein drittel der Personen kenne, den Rest nicht. Normalerweise vermeide ich es, sowo überhaupt hinzugehen.
Außerdem sind mir diese typischen Hochzeitsspiele sehr unangenehm. Ich hoffe, dass ich da nicht irgenwo zwangseingebunden bin.
Dann habe ich auch noch (in einem Anflug geistiger Umnachtung) zu gesagt, eine Rede zu halten. Was hab ich mir nur dabei gedacht? Das muss ich auf jedenfall absagen, das krieg ich auf keinen Fall hin. Ich kann ja einen Artikel für die Hochzeitszeitung schreiben.

LG

Sarah

Hi,

das klingt für mich wie: Egoismus, Egoismus, Egoismus.

Mein Ratschlag: Triff Entscheidungen, und dann zieh sie dann auch voll durch, mit allen Wenns und Abers.

Entweder, Du läßt die Hochzeit platzen und stehst zu den Konsequenzen (das wäre zumindest ehrlich), oder Du gehst hin und ziehst es voll durch, mit Lächeln, beten und aus vollem Herzen. Sterben wirst Du davon sicher nicht.

Sich dorthin quälen und eine Fresse ziehen führt sicher zu Gerede und Zerwürfnissen; die Leute kriegen alles mit! Da hättest Du es Dir auch sparen können. Also entscheiden und dann durchziehen. So wird das gemacht.

Gruß
Moriarty

Hallo Sonja,

Kommt wohl drauf an, WARUM du tatsächlich nicht zu diesem Fest
möchtest. Was genau steckt denn dahinter?

Jetzt bin ich mal in mich gegangen. Am meisten nervt mich
wirklich, dass von mir immer erwartet wird, Rücksicht zu
nehmen. Umgekehrt das allerdings nicht so ist.

Was denn für ein Familienkrieg? Setzen sich dann alle an einen
Tisch und schmieden Rachepläne gegen dich?

*lach, nein, wohl kaum. Aber als ich sagte, dass wir halt
unsere Termine absagen, sagte meine Schwester „wenn wir das
nicht täten, wäre dies das letzte Familienfest“. (in dem
Sinne, dass sie dann nichts mehr mit uns zu tun haben wird)
Sie weiß, dass dieses jährliche Treffen meinem Mann sehr viel
bedeutet und er dort schon seit es dieses Treffen (geht über
ein ganzes Wochenende) gibt, teilnimmt. Ich hätte mir einfach
eine andere Antwort gewünscht, oder ggf. gar keine Antwort,
aber eine Drohung finde ich einfach daneben.

Du denkst sehr sarkastisch und ironisch über das Fest. Ich
kann das total gut nachvollziehen, weil es mir meistens auch
so geht. Aber bei mir steckt Angst vor der großen Gesellschaft
dahinter und deshalb mach(t)e ich mir immer vor, dass ich
solche Feste „hasse“.

Das kann durchaus auch ein tieferer Grund sein. Ich hasse
solche großen Menschenaufläufe. Ich schätze, dass ich etwa ein
drittel der Personen kenne, den Rest nicht. Normalerweise
vermeide ich es, sowo überhaupt hinzugehen.
Außerdem sind mir diese typischen Hochzeitsspiele sehr
unangenehm. Ich hoffe, dass ich da nicht irgenwo
zwangseingebunden bin.
Dann habe ich auch noch (in einem Anflug geistiger Umnachtung)
zu gesagt, eine Rede zu halten. Was hab ich mir nur dabei
gedacht? Das muss ich auf jedenfall absagen, das krieg ich
auf keinen Fall hin. Ich kann ja einen Artikel für die
Hochzeitszeitung schreiben.

Wenn du einen Artikel schreiben kannst, könntest du eigentlich auch eine Rede halten. Da du aber schreibst, dass du das auf keinen Fall hinbekommst, liegt die Vermutung nahe, dass es dir Angst macht, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Genauso wie bei den Spielen, in die du „zwangseingebunden“ werden könntest. Vielleicht bist du in sozialer Hinsicht etwas ängstlich/schüchtern. Aber die Aufmerksamkeit der meisten Leute wird dem Hochzeitspaar gelten, nicht dir. Fühlst du dich in der Gesellschaft dann dennoch „ständig beobachtet“?

LG

Sarah

1 „Gefällt mir“

Hi,

das klingt für mich wie: Egoismus, Egoismus, Egoismus.

Ich glaube nicht, dass man es - ohne die wahren Hintergründe zu kennen - einfach als Egoismus abstempeln sollte. Das hilft Sarah sicher nicht weiter. Für sie scheint es wirklich ein Problem zu sein. Allein am abgesagten Wellness-Wochenende mit Freundinnen kann es nicht liegen. Es taucht öfter der Satz „es allen rechtmachen zu müssen“ auf. Wenn jemand so ein Gefühl/Druck hat, kann es belastend sein. Es kann sein, dass der „Hass“ auf Spiele, Kirche, etc. unbewusst vorgeschoben wird. Das muss dann aber nicht bedeuten, dass der Mensch absolut egoistisch ist.

Mein Ratschlag: Triff Entscheidungen, und dann zieh sie dann
auch voll durch, mit allen Wenns und Abers.

Das ist sicherlich der richtige Weg.

Entweder, Du läßt die Hochzeit platzen und stehst zu den
Konsequenzen (das wäre zumindest ehrlich), oder Du gehst hin
und ziehst es voll durch, mit Lächeln, beten und aus vollem
Herzen. Sterben wirst Du davon sicher nicht.

Nein, wird sie nicht. Manche Menschen empfinden in großen Gesellschaften aber ein ähnliches Gefühl.

Sich dorthin quälen und eine Fresse ziehen führt sicher zu
Gerede und Zerwürfnissen; die Leute kriegen alles mit! Da
hättest Du es Dir auch sparen können. Also entscheiden und
dann durchziehen. So wird das gemacht.

Gruß
Moriarty

4 „Gefällt mir“

es geht dabei NICHT UM DICH!
sondern um deine nichte!

entweder sie ist dir soviel wert, daß du ihr zuliebe an ihrer hochzeit teil nimmst mit allem zipp und zapp (wobei es nicht die bohne interessiert, ob und wie du mit den anderen verwandten oder mit dem kirchgang klarkommst!) - oder aber du bleibst da weg. punkt.

WENN du aber hingehst, dann benimmst du dich auch bitte anständig. nix stöpsel in den ohren oder so, wo gibts denn sowas? (d-zug, kinderstube und so…?)

es ist übrigens noch niemand daran gestorben, daß er mal ein freundliches gesicht aufgesetzt und einen tag lang nicht an sich gedacht hat. auch langzeitschäden sind nicht zu erwarten.

also was soll das gejammere?

fragt sich
ann

Danke, danke, danke! :smile: owT
*chen!

1 „Gefällt mir“

Hei,

eine Frage: Warum bist Du ihre Patentante geworden? Auch nur wegen der Familie? Obwohl Du nichts mit der Kirche zu tun haben willst?

Wie auch immer - grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man sich nicht unter Druck setzen lassen sollte, auch nicht von der Familie. Allerdings ist sie Dein Patenkind, da solltest Du ein Gang runterschalten und auf der Hochzeit erscheinen. Das Welleness-Wochenende kannst Du sicherlich nachholen.

Egal, was Deine Schwester für einen Mist von sich gegeben hat (Familienkrieg usw.) - es ist nicht ihre Hochzeit, sondern die ihrer Tochter. Meinst Du, dass sie weiß, was ihre Mutter gesagt hat? Es soll ihr schönster Tag werden, sie will Dich gerne dabei haben, also freu Dich über die Einladung, auch wenns im Vorfeld chaotisch war.

Grüße
Natascha

*chen!

Hallo Nike,

bin gerade auf einen anderen Beitrag von dir gestoßen, der mir besser gefällt:

von Nike Datum: 13.3.2002 11:56 Uhr Bewertungspunkte: (38) Geklickt: 2188 mal
aus Forum Psychologie, mehr Informationen
Hallo liebe „Psychologie“-Poster,

uns ist in letzter Zeit eine Entwicklung hier im Psychologie-Brett aufgefallen, die uns ein wenig beunruhigt.

Gerade in den letzten Wochen kamen oft als Antworten auf eine Frage Postings, die nur eines zum Inhalt hatten: Denn Sinn und Zweck der Ausgangsfrage in Frage zu stellen, zu kritisieren oder lächerlich zu machen.

Ich denke, wir müssen jetzt keine konkreten Beispiele nennen. Gemeint sind Artikel, die alles Mögliche sein können vom Scherz bis zur plumpen Unverschämtheit, und die immer eines nicht sind: Eine Hilfe für den Fragenden.

Bisher haben Thomas und ich diese Postings nicht gelöscht - wir sind uns einig, dass wir nur in seltensten Fällen zum Löschknopf greifen wollen.

Wir möchten euch gerne bitten, darüber nachzudenken, was ihr sagen wollt UND was ihr damit möglicherweise bewirkt, bevor ihr posted. Auch wenn ihr eine Frage lest, bei der ihr denkt „Was ist denn das für ein Schwachsinn“, vergesst bitte nicht: Ein Mensch steht hinter der Frage. Dieser Mensch hat dieses Problem, auch wenn es euch lächerlich vorkommt.

Wenn ihr etwas Sinnvolles dazu sagen könnt, tut es. Wenn ihr nichts Sinnvolles dazu sagen könnt, sagt bitte lieber gar nichts. Denn auch Menschen am anderen Ende des Internets kann man mit einem Scherz, den die angesprochene Person vielleicht als plump empfindet, mehr verletzen, als man es vielleicht annimmt oder möchte.

Wir sind uns einig geworden, dass wir in Zukunft auf diese Dinge stärker achten und - wenn nötig - rigoroser vorgehen wollen. Davon wollten wir euch gern vorab informieren, damit ihr die Möglichkeit habt, eure Postings immer schon so zu formulieren, dass wir gar keinen Anlass haben, löschend tätig zu werden. Es wäre nicht schön, wenn das Lächerlich-Machen und kritisieren immer mehr in den Vordergrund treten und wirkliche Hilfsbereitschaft verdrängen würde.

Mit lieben Grüssen an alle,
Nike [Mod]

7 „Gefällt mir“

Willkommen in der Komplexität der Wirklichkeit
Hallo Moriarty

das klingt für mich wie: Egoismus, Egoismus, Egoismus.

Einfache Erklärung, zu einfach.
Und wenn sie zuträfe: Was macht Sarah dann? Einfach nicht mehr egoistisch sein? Den Charakter per Entschluss auf den Kopf stellen?

Mein Ratschlag: Triff Entscheidungen, und dann zieh sie dann
auch voll durch, mit allen Wenns und Abers.

Entscheidungen beziehen sich auf die Zukunft. Die kennt aber niemand.
Deshalb sind Entscheidungen immer vorläufig. Ob sie richtig sind, wird sich zeigen. Und dann muss man sich an die wahren Gegebenheiten anpassen und darf nicht stur das geplante Programm durchziehen, so als liefe alles nach Plan.
Fehler korrigieren, aus Erfahrungen lernen, Holzwege verlassen - all das wäre nach deinem Ratschlag nicht möglich.

Entweder, Du läßt die Hochzeit platzen und stehst zu den
Konsequenzen (das wäre zumindest ehrlich), oder Du gehst hin
und ziehst es voll durch, mit Lächeln, beten und aus vollem
Herzen. Sterben wirst Du davon sicher nicht.

Das sehe ich auch so.

Gruß, Tychi

4 „Gefällt mir“

Hallo Sonja!

Ich sehe den Zusammenhang zwischen Nike’s Posting als Moderatorin und Nikes Posting als Userin nicht ganz?

Ich sehe das so, dass sie Ann (ja - das wollte ich schon immer mal ausprobieren - der wievielte bin ich damit…) zugestimmt hat. Nicht mehr - nicht weniger.

Persönlich halte ich die Empfehlung von Ann für hilfreich, eröffnet es doch auch eine andere Perspektive. Hier wird nicht Verunglimpft oder Geblödelt, und niemand wird der Lächerlichkeit preisgegeben. Maximal ist es eine Ermahnung, dass sie - wenn die Nichte doch so wichtig ist - einen Tag primär an sie denken soll.

Da ist nichts dabei.

Ich persönlich würde es auch so durchziehen, wenn mir an dem Menschen etwas liegt. Und ich hasse die Kirche auch (zu viele Beerdigungen für meinen Geschmack bis jetzt). Und ich würde versuchen, eine Menge Spass zu haben.
Weil es DER Tag der Nichte ist.
Und nicht DER Tag der Tante.
Oder gerade deswegen AUCH der Tag der Tante.

Lieben Gruß
Patrick

P.S.: By-the-way:

Bisher haben Thomas und ich diese Postings nicht gelöscht -
wir sind uns einig, dass wir nur in seltensten Fällen zum
Löschknopf greifen wollen.

Wer ist Thomas… :wink:

2 „Gefällt mir“