Fankultur beim Fussball in D

Hi!

ich halte

nix davon unbedarfte Gästefansw den Heimweg zu vermiesen.

Da bin ich eben anderer Meinung als du. Nähere Diskussionen
erübrigen sich aber aus bestimmten Gründen. Übrigens gelten
die Grundrechte für alle.

Sag ich doch!
Vom Stadion bis zum Bahnhof muss es eine durchgehende Blutspur geben.

Was waren das früher für Zeiten!

Grüße
Heinrich

Wo kommze wech?
Hi!

Ich stimme dir da voll zu!

Auch nüchtern? *scnr*

Mal ersthaft: Wo (in welchen Stadien) hast Du Dich rumgetrieben?

Bis auf zwei böse Vorkommnisse in den 80ern (in Düsseldorf und Anfang der 90er in Dresden) hatte ich nie Angst!

Klar kenne ich die Idioten, die sich nach dem Spiel zur dritten Halbzeit verabredet haben, aber der „normale“ Fan wurde dadurch eigentlich nie belästigt!
Klar gibt es immer einen sehr geringen Anteil verblödeter Irrer, die IM Stadion Randale machen (auch heute noch, dafür braucht man keine bengalischen Fackeln oder andere verbotene Gegenstände - volle Bierbecher fügen auch nicht unerhebliche Schmerzen zu!), aber deshalb aus einem regelmäßigen Wochenendevent etwas zu machen, was man sich eben nicht (immer) wöchentlich leisten kann, halte ich für einen falschen Weg!

LG
Guido, der am Samstag trotz Karten nicht zum Fußball konnte (abgesagt)

Hi!

Guido, der am Samstag trotz Karten nicht zum Fußball konnte
(abgesagt)

Sag ´mal als Duisburger Insider:
Waren die Zufahrtswege wirklich so arg vereist oder hatte man aufgrund der großen Zahl der verletzten Spieler, keine Lust gegen Köln zu spielen?
Gruß!
Stephan

(offtopic)
Hi!

Waren die Zufahrtswege wirklich so arg vereist oder hatte man
aufgrund der großen Zahl der verletzten Spieler, keine Lust
gegen Köln zu spielen?

Vorhin hörte ich, dass die gesamten Umgebungsstraßen zum Zeitpunkt der Begehung tatsächlich völlig weiß und vereist waren!

ABER:
Am Samstag gab es hier in Duisburg eine lang angekündigte DGB-Demo.

Seit einigen Wochen ist bekannt, dass sich zum gleichen Zeitpunkt ein paar Nazis (waren angeblich 200) zu einer Demo/Kundgebung trafen.

Der DGB hat direkt gesagt: Dann lasst uns doch das Sinnvolle mit dem Nützlichen verbinden und eine Gegendemo anzetteln.
Außerdem riefen noch die Parteien, die Anti-Nazis und die Kirche zu einer Gegendemo auf!

IMHO war es der Polizei ganz lieb, dass es zu einem Wintereinbruch kam - ich denke, dass der DFB sich da ein wenig hat überzeugen lassen :wink:

Und die Kölner haben ja keine soo weite Anfahrt. Ich bin mir nicht sicher ob die überhaupt schon in Köln losgefahren waren.

Also: JA, die Straßen waren schwer passierbar (auch die A59), aber bis 14 Uhr hätte man das vermutlich in den Griff bekommen können…

LG
Guido, kein wohnhafter Duisburger

Hi!

du sprichst ein Thema an, welches nicht nur den Fußball
betrifft. Auch im Eishockey zum Beispiel geht der Trend immer
mehr zu wunderbar geschützten Sitzplatzarenen (liebevoll von
deren Gegnern auch „Popcornarenen“ gennant).

Pfui!!!
Ich war das letzte Mal vor 12 (?) Jahren in Düsseldorf an der Brehmstr. gegen Köln. Es war kalt, verkommen aber genial und vor allem LAUT! :wink:

Dass auch dort jetzt „amerikanische“ Verhältnisse eingeführt werden…pfui

Beim Fußball vertrete ich eine ähnliche Meinung: Ich bin kein
Ultra für einen bestimmten Verein, aber ich finde es einfach
schrecklich, dass ich 90 Minuten sitzen muss und mir in den
neuesten Stadion überhaupt nicht die Möglichkeit gegeben wird,
mich für etwas zu entscheiden.

Ja!
Uns hier in Duisburg wurde schon Anfang der 90er ein neues Stadion versprochen. Uns Fans hätte es völlig gereicht, die Stehplätze (und im alten Wedaustadion gab es nur auf der Haupttribüne, also nur auf EINER Geraden, Sitzplätze) mit einem Wellblechdach für 3,5 Mio DM zu „modernisieren“, statt ein neues (zugegeben tolles) Stadion für 43 Mio. € (?) zu bauen! Das sind ca. 2 Jahresetats!

Auch mein Eishockeyverein hat Ultras - sie nennen sich selbst
Kultras - und denen gebührt auswärts wie daheim einfach
Respekt. Viele empfinden es als Anmaßung, dass sich diese
Kerle (und natürlich auch Frauen!) so in den Vordergrund
spielen und alles an sich reißen wollen. Ohne sie funktioniert
aber v.a. auswärts fast nichts.

Früher hießen die Ultras in Duisburg einfach nur „Nordkurvenfans“…

Und ohne die Choreos wäre es, wie es der Autor des Artikels
schon schrieb, doch nur halb soviel Gänsehaut.

Richtig! Und ich persönlich finde es doof, dass ich bei „Steeeeht auuuuf…“ wirklich aufstehen muss *g* (ok - bei den Duisburger Zuschauerzahlen kam es auch vor, dass man im Sommer auf der Stehgeraden schon mal lag…)

LG
Guido, der sich vielleicht mal wieder ein Eishockeyspiel im alten gammeligen Duisburger Eisstadion ansehen sollte - Nostalgie rules :wink:

Sag ich doch!
Vom Stadion bis zum Bahnhof muss es eine durchgehende Blutspur
geben.

Was waren das früher für Zeiten!

Grüße
Heinrich

Du bist wahrscheinlich einer von denen, die ab und zu bei den bedeutsamen Spielen ihres Vereins ins Stadion gehen und sich dann richtig toll fühlen. Wenn deine Mannschaft ein Tor schießt, stehst du kurz von deinem Sitzplatz auf und klatschst in die Hände. Zu Auswärtsspielen warst du wahrscheinlich noch nie mit. Wenn du mal im Stadion bist, zahlst du viel Geld für deinen Sitzplatz und kaufst das aktuelle Trikot und fühlst dich deshalb wie Superfan. Wenn von trouble die Rede ist, sagst du „Sowas hat mit Fußball nichts zu tun!!“ und forderst an deinem Stammtisch härtere Strafen für dieses Gesindel. Wenn deine Mannschaft absteigt, bist du plötzlich kein Fan mehr und wechselst zum FC Bayern, die gewinnen nämlich öfters. Vielleicht bist du beim Damen-Volleyball besser aufgehoben?

Viele Grüße trotzdem in die Friedensstadt!

Axel

Für die Fans gibt es unrechtmäßige Meldeauflagen. Hierzu zählen zum
Beispiel auch Verstöße gegen Datenschutzrichtlinien, Beschneidung
der Reisefreiheit und des Rechts auf Freizügigkeit im gesamten
Bundesgebiet,

Du meinst hier die Kat. C gecasteten

Irgendwelche Kategorien gibt es doch gar nicht offiziell.

Doch

Sie sind rechtlich ohne Bedeutung.

jein. Sie sind nicht gesetzlich definiert, aber man kann sie für diue Vewrhängung von Hausverboten heranziehen, weil sie Indizien liefern (sollen).

Wenn Peter Meier eine Straftat begeht und bei Karstadt ne Buddel Korn
klaut, gibt das dem Staat noch lange nicht das Recht, allen
Einzelhandelsunternehmen in Deutschland Peters Adresse zu
geben.

M.W. läuft dies auf privaten Wege über die DFL. Ein passender vergleich wäre hier also der „Verband der Kaufhäuser“. Die Polizei kommt dann wieder als Erfüllungsgehilfe zum Zuge.

Für Pyro hast du Recht. Dafür hab ich ansatzweise Verständnis,
da ein angemessener Umgang damit in der Szene nicht möglich
scheint.

Es geht hier um die massive Verfolgung, wenn jemand ein
Bengalo zündet. Was machen eigentlich alle Leute zu Sylvester?

Das Problem ist für mich, dass insgesamt mit Pyro zu häufig unverantwortlich umgegangen wurde. das Bengalo ist tendenziell harmlos, aber der Einsatz von Rauchbomben und Raketen Richtung gegnerische Fanblocks und oder Platz ist für mich inaktzeptabel… Daher tendiere ich in richtung Pyro-Verbot. Gerade erst kürzlöich sind (auf Schalke?) einige Menschen verletzt (einer davon schwer) worden, weil ihre Rauchbombe schiefgegangen ist.

Die Grundrechte der erlebnisorientierten Fußballfans werden mit
Füßen getreten.

Das was allgemein als „erlebnisorientiert“ definiert wird, hat
m.M. nach nix im Stadion zu suchen. Es ist mir wurscht, ob
sich entsprechende Gruppen jwd einen Termin machen, ich halte
nix davon unbedarfte Gästefans den Heimweg zu vermiesen.

Da bin ich eben anderer Meinung als du. Nähere Diskussionen
erübrigen sich aber aus bestimmten Gründen. Übrigens gelten
die Grundrechte für alle.

AUch die Gästefans haben ein recht auf Unversehrtheit des Lebens und der Gesundheit.

Ciao maxet.

Leicht OT (aber nur leicht)
Hallo Guido!

Das ist aber nett, dass es auch anderen Sportveranstaltungsbesuchern so geht wie mir ;o)

Ich war das letzte Mal vor 12 (?) Jahren in Düsseldorf an der
Brehmstr. gegen Köln. Es war kalt, verkommen aber genial und
vor allem LAUT! :wink:

Ja, das stimmt, bei den Eishockeyarenen wird oft die Akustik vergessen. In Regensburg z.B. kommt bei den unterschiedlichen Fanlagern das jeweils andere kaum an. Nürnberg kann man auch knicken.
V.a. muss es beim Eishockey kalt sein. Das ist doch so ein wunderbarer Mitsing- und Glühweintrinkgrund.

Dass auch dort jetzt „amerikanische“ Verhältnisse eingeführt
werden…pfui

Wobei die deutschen Arenen von ihren Dimensionen her kaum mit den amerikanischen vergleichbar sind. Ich glaube es ist ein himmelweiter Unterschied, ob 3000 oder 20000 Leute da sind. Wobei, wenn auch 20000 nicht singen, kommt auch keine Stimmung auf ;o)

Richtig! Und ich persönlich finde es doof, dass ich bei
„Steeeeht auuuuf…“ wirklich aufstehen muss *g* (ok - bei den
Duisburger Zuschauerzahlen kam es auch vor, dass man im Sommer
auf der Stehgeraden schon mal lag…)

Ja, „Steh auf“ ist cool. Es ist als Sitzplätzler irgendwie die einzige Möglichkeit, sich an der Stimmung zu beteiligen. Jedenfalls finde ich klatschen im Sitzen blöd.

Guido, der sich vielleicht mal wieder ein Eishockeyspiel im
alten gammeligen Duisburger Eisstadion ansehen sollte -
Nostalgie rules :wink:

Hey, Duisburg war letztes Jahr noch unser Gegner. Nur sind die auf- und wir abgestiegen :o( Stimmungstechnisch ist Duisburg nicht so der Bringer. Komm lieber mal zu uns - wir sind zwar nur dritte Liga, aber wenigstens ist es kalt und die Stimmung ist (meistens) gut.

Grüße,
die Lidscha

Hallo Lydia,

Komm lieber mal zu uns - wir sind zwar nur dritte Liga, aber
wenigstens ist es kalt und die Stimmung ist (meistens) gut.

Wohin gehst du ?
Chrimmitzschau oder Bamberg ?

Ciao maxet.

Hallo!

Chrimmitzschau oder Bamberg ?

Ersteres, wobei es CRIMMITSCHAU heißt ;o)
Gibt es in Bamberg Eishockey? In Bayreuth gab es mal welches, das ist aber diese Woche pleite gegangen. Schade drum.

Grüße!

Ciao maxet.

Hi!

Du bist wahrscheinlich einer von denen, die ab und zu bei den
bedeutsamen Spielen ihres Vereins ins Stadion gehen und sich
dann richtig toll fühlen. Wenn deine Mannschaft ein Tor
schießt, stehst du kurz von deinem Sitzplatz auf und klatschst
in die Hände. Zu Auswärtsspielen warst du wahrscheinlich noch
nie mit. Wenn du mal im Stadion bist, zahlst du viel Geld für
deinen Sitzplatz und kaufst das aktuelle Trikot und fühlst
dich deshalb wie Superfan. Wenn von trouble die Rede ist,
sagst du „Sowas hat mit Fußball nichts zu tun!!“ und forderst
an deinem Stammtisch härtere Strafen für dieses Gesindel. Wenn
deine Mannschaft absteigt, bist du plötzlich kein Fan mehr und
wechselst zum FC Bayern, die gewinnen nämlich öfters.
Vielleicht bist du beim Damen-Volleyball besser aufgehoben?

Viele Grüße trotzdem in die Friedensstadt!

Axel

Kicher!

Ich bin seit fünfzehn Jahren nicht mehr im Stadion gewesen. Früher war das anders (ich sag ja, die 80er). Allerdings habe noch nie im Stadion bei einem Fußballspiel gesessen (was für ein Käse, bei jeder Torchance aufzustehen, nur weil es die Reihe vor mir von den Sitzen reißt).

Das einzige, was mich am Fußball heute interessiert, sind die Wettquoten bei BetAndWin. Und Fan irgendeiner Mannschaft bin ich auch nicht mehr. Wozu auch? Heute blutet ja niemand mehr für seinen Club. Mir ist es ziemlich egal, wer auf- oder absteigt. Stop, Korrektur: Sollte der FC Bayern jemals absteigen, spendiere ich in meiner Stammkneipe Freibier (ich zehre heute noch von den letzten beiden Minuten, als ManU das Endspiel den FCB umgedreht hat!). In meinem Kleiderschrank wirst du kein einziges Trikot irgendeiner Mannschaft finden. Wie gesagt: Heute gibt es keine Fans mehr, allenfalls Flaggenschwinger und Hartschalenpupser.

Grüße
Heinrich