Fankultur beim Fussball in D

Hallo,

könnt ihr das was in diesen Artikel

http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B27…

dazu steht für eure Mannschaft nachvollziehen/bestätigen.

Ich halte den Artikel für gut und ohne Hystrrerie geschrieben ohne Problemzonen aussen vor zu lassen.
Ob das Erscheinungsdatum etwas mit dem geplanten Fanprotest an diesem Wochenende (vgl.
http://www.kicker.de/content/news/artikel.asp?folder…
) zu tun hat ist mir nicht klar. Der DFB hat anscheinend die Vereine gebeten Transparente der Ultras zu untersagen. Ob solche Erfahrungen zu Gesängen wie „Fussballmafia DFB“ führen ?

Ciao maxet.

hi,

das wort kultur im selben satz bzw noch schlimmer in verbindung mit fussball zu nennen…das widerspricht sich doch!!!

Hi!

Fußball ist ein (nicht unwesentlicher) Teil der gerade jüngeren deutschen Kultur!

Finde es toll, oder lass es bleiben - an der Tatsache wirst Du nichts ändern!

Gruß
Guido

Nicht so ganz falsch!
Hi!

Da steht EINIGES drin, was ich in den letzten 17 Jahren gesehen habe!

Auch, wenn ich nie großartig mit Fanklamotten ins Station ging, fällt mir (komisch! Erst nach dem Lesen!!!) auf, dass ich mittlerweile nicht mehr zur kleinen Minderheit zähle…

Allerdings bin ich so ein klein wenig Nostalgiker - ich fand es früher mit dem angeblich baufälligen Stadion, wo alles ein wenig unorganisierter war, wesentlich schöner! Es war nicht nur familiärer, es war vor allem auch finanzierbar!

Ach so - MSV-Fan bin ich. Im alten Stadion gab es auf der Geraden Stehplätze für 7,50 € und einen Tribünenplatz der besseren Sorte war bereits füe knapp über 20 € aufer Haupttribüne zu bekommen.
Jetzt gibt es Stehplätze nur noch in der Kurve und die Sitzplätze auf der Geraden kosten mindestens 30 €!

Natürlich ist das Stadion wunderschön geworden, aber gerade hier in Duisburg sollte man vielleicht eher an die echten fans (die sind rar genug) denken, statt an die Leute, die sich ein Spiel nur ansehen, weil es trendy ist!

Aber das alles hat mit dem Thema nicht viel zu tun

LG
Guido

hi guido,

Fußball ist ein (nicht unwesentlicher) Teil der gerade
jüngeren deutschen Kultur!

was viele machen ist noch lang keine kultur.

oder bezeichnest du macdonald´s als esskultur?!

Finde es toll, oder lass es bleiben - an der Tatsache wirst Du
nichts ändern!

ne, ich finde es nur anmassend, was fussballer von sich und ihrem sport halten.
das seh ich doch immer wieder auf vereinssitzungen.
die meinen sie sind die könige und bringen ausser dem klassenerhalt kene leistung.

mir hat mal eine patientin gesagt, dass sie fussballer in ihrem verein genauso sind und dnn noch „es gibt sportler und es gibt fussballer“

gruß

michl

bei manchen meint man, dass zuviel köpfen und bier nach dem spiel dann doch ihre spuren hinterlassen…

Wenn Du keine Ahnung der Begrifflichkeit hast…
Hi!

was viele machen ist noch lang keine kultur.

Zur Erläuterung:
_Kultur (Deutsch)
[bearbeiten]
Substantiv, f
Kasus Singular Plural
Nominativ die Kultur die Kulturen
Genitiv der Kultur der Kulturen
Dativ der Kultur den Kulturen
Akkusativ die Kultur die Kulturen
Silbentrennung: Kul·tur, Plural: Kul·tu·ren

Bedeutungen:

[1] Gesamtheit des vom Menschen Geschaffenen und damit wesentliche Teile seiner Lebenswelt
[2] (häufig nur im Plural) Produkte von
[a] Landwirtschaft, [b] Forstwirtschaft, [c] Biotechnik
[3] Ethnologie, Archäologie: die Kultur[1] einer bestimmten Gemeinschaft_

Ergo gehört alles vom Menschen Geschaffene zur Kultur!

oder bezeichnest du macdonald´s als esskultur?!

Da ich macdonald’s nicht kenne und noch nie gesehen habe, kann ich mich dazu nicht äußern.

Wenn Du aber die Fastfoodkette McDonald’s meinst, dann: Natürlich ist das ein Teil der (Ess)kultur!

ne, ich finde es nur anmassend, was fussballer von sich und
ihrem sport halten.

Da Du offensichtlich ein Problem damit hast, zu wissen, wovon Du überhaupt sprichst, ist es sinnlos darauf näher einzugehen!

LG
Guido

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Fühlt sich mal wieder ein Königssportler auf…
…auf die Füsse getreten, hä?!

Hi!

was viele machen ist noch lang keine kultur.

Zur Erläuterung:
_Kultur (Deutsch)
[bearbeiten]
Substantiv, f
Kasus Singular Plural
Nominativ die Kultur die Kulturen
Genitiv der Kultur der Kulturen
Dativ der Kultur den Kulturen
Akkusativ die Kultur die Kulturen
Silbentrennung: Kul·tur, Plural: Kul·tu·ren

Bedeutungen:

[1] Gesamtheit des vom Menschen Geschaffenen und
damit wesentliche Teile seiner Lebenswelt

[2] (häufig nur im Plural) Produkte von
[a] Landwirtschaft, [b] Forstwirtschaft, [c] Biotechnik
[3] Ethnologie, Archäologie: die Kultur[1] einer bestimmten
Gemeinschaft_

Ergo gehört alles vom Menschen Geschaffene zur Kultur!

Ja, man kann´s aus dem Duden wörtlich nennen.

macdonald´s

Da ich macdonald’s nicht kenne
Wenn Du aber die Fastfoodkette McDonald’s meinst,

Aber anschenend hast du gewußt was gemeint ist.

Da Du offensichtlich ein Problem damit hast, zu wissen, wovon
Du überhaupt sprichst, ist es sinnlos darauf näher einzugehen!

Warum tust du es dann?
Um deinen „Königssport“ - manche sagen Proletensport dazu - zu verteidigen.

Es ist manchmal wirklich anmassend, was dem Fussball zugesprochen wird.
ZB war es anscheinend während den letzten Olympischen Spielen wichtiger ein Nachholspiel der 2.BL eher zu nennen als den Gewinn einer Goldmedaille eines deutschen Sportlers.

Hi!

Hallo Michl,

das wort kultur im selben satz bzw noch schlimmer in
verbindung mit fussball zu nennen…das widerspricht sich
doch!!!

Wie Guido unten schon richtig zitiert hat, ist Kultur etwas vom Menschen geschaffenes. Das was in den Stadien (auf den Rängen) stattfindet gehört m.E. zur Popkultur, genauso wie die Skater, Punker etc. ppp. Ich weiss nicht, woher du dein absolutes Negativurteil schöpfst. Je nach Interessenlage könntest auch Du eine Fankultur kennenlernen, die für Dich aktzeptabel ist.
Vielleicht ist ja die Seite von „Pro Fan“
http://profans.de/index.php?page=forderungen
ein Hinweis darauf, worum es einer nennenswerten Anzahl von Fans geht. Sicher weiss nicht jeder der 220.000 Zuschauer von heute damit was anzufangen, aber eine fünfstellige Zahl könnte Dir locker zu den Punkten was sagen.

Ciao maxet.

Hallo,

Es war nicht nur familiärer, es war vor allem auch finanzierbar!
Ach so - MSV-Fan bin ich. Im alten Stadion gab es auf der
Geraden Stehplätze für 7,50 € und einen Tribünenplatz der
besseren Sorte war bereits füe knapp über 20 € aufer
Haupttribüne zu bekommen.
Jetzt gibt es Stehplätze nur noch in der Kurve

und was kosten die ?

und die Sitzplätze auf der Geraden kosten mindestens 30 €!

Bei uns fängt man mit 8 EUR Stehen ohne Dach an, für ein EZUR mehr steht man bei den Ultras unterm Dach. Sitzen ohne Dach sollte etwa 12 EUR kosten, mit Dach je nach Sitzkomfort 15 EUR- über 20 EUR.

Natürlich ist das Stadion wunderschön geworden, aber gerade
hier in Duisburg sollte man vielleicht eher an die echten fans
(die sind rar genug) denken, statt an die Leute, die sich ein
Spiel nur ansehen, weil es trendy ist!

Es war schon irgendwie komisch in dewr Arroganz-Arena in München. Obwohl 1860 soll ja auch im Grunewald nicht so toll supportet haben.

Aber das alles hat mit dem Thema nicht viel zu tun

Doch schon, denn nur mit Sitzplätzen klappt es ja mit der Stimmung nicht so (vgl. http://violett-weiss.at/*).

Ciao maxet.

*Ein Zusammenfassung der Ereignisse von Grund auf: http://violett-weiss.at/news-archiv.php

Fankultur beim Fussball

Hallo,

könnt ihr das was in diesen Artikel

http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B27…

dazu steht für eure Mannschaft nachvollziehen/bestätigen.

Habe den Artikel gelesen und: ja ich kann es zum großen Teil nachvollziehen. Bevor ich dies aber tue, möchte ich mich darüber beschweren, daß hier nicht auf die anfangs gestellte Frage geantwortet wird, sondern dies zum Anlaß für irgendwelche Gerüchte, Angriffe und Unterstellungen genommen wird, was ich respektlos gegenüber dem Fragenden finde. Andrerseits will ich mich lobend über die Beiträge von Guido äußern, der denen die von Dingen schreiben, von denen sie keine Ahnung haben, stilvoll die Leviten gelesen hat. Ich habe einige Teile des Artikels herausgenommen und möchte diese kommentieren(nur diese, denn in fast 19 Jahren Ultra/Fandasein hätte ich, wie viele Andere auch, einiges zu erzählen). Ich kann nur aus meinen persönlichen Erfahrungen berichten, die ich in Italien und D’land gemacht habe, daher gilt das was ich sage sicher nicht immer und Überall!

Man lehnte Trikots und kommerzielle Fanartikel ab, um statt dessen in Zivil zum Spiel zu kommen und alle für den „Support” wichtigen Gegenstände selbst zu basteln

Ersteres nicht mehr, letzteres definitiv ja. Das Trikot hat jetzt sehr viel mehr Bedeutung, da es die FArben des Vereins darstellt. Die für den Support wichtigen Gegenstände werden selber gemacht, damit man selber bestimmen kann wie sie aussehen (Flaggen/Banner)Schals der Ultragruppen werden selber hergestellt, da es viele verschiedene Gruppen gibt

Wir können aber die Farben zeigen, die wir hochhalten

Genau darum geht es den Ultras. Der Verein als Ganzes ist wichtig, nicht nur der Einzelspieler, der wie so oft, nach wenigen Saisons den Verein wechselt. Respektvon den Ultras gebührt dem Spieler, der einen „ordentlichen“ Abgang macht. Also nicht HEUTE noch das Vereinswappen küßt und Lobeshymnen auf die Fans singt, obwohl er heimlich GESTERN schon bei dem Konkurrenzverein unterschrieben hat.

(Ultraszene, Support…)…und der das gewaltsame Austragen der Konkurrenz nach dem Schlußpfiff fast ganz abgelöst hat

DAS stimmt leider nicht immer, denn bei den Ultras ist es auch Usus, sich gegenseitig Flaggen, Banner oder Schals abzuluchsen, was natürlich nicht freiwillig passiert. ABER (und das wird natürlich die „Normalos“ zu verständnislosem Kopfschüteln verleiten)es ist „ok“ wenn es nach bestimmten „Regeln“ passiert, die eben Wurzel und Teil dieser bestimmten Kultur (ja, KULTUR)sind! Niemand würde auf die Idee kommen da etwa eine Anzeige zu erstatten…Auch bestehen zwischen einigen Ultragruppen, aus was für Gründen auch immer (wie es bei anderen Menschen übrigens auch ist) Abneigungen, die bei Gelegenheit ausgelebt werden. Natürlich ist es schlimm wenn Messer und Verletzte das Ergebnis sind, aber die Leute, die dabei sind wissen genau auf was sie sich einlassen. Und solche schlimmen Vorkommnisse sind auch nicht die Regel!

Man klammert sich an die Idee des Vereins, die Gemeinschaft des Vereins. An traditionnelle Werte wie Wappen und Farben.”

Jaja ich weiß, in Deutschland sind so Sachen wie Tradition, Werte und Wappen von einem unangenehmen Beigeschmack begleitet (für mich nicht)aber man muß nicht immer an die Geschichte denken wenn sowas gesagt wird.Ja, ichhänge an den Farben meines Vereins. Ja ich bin stolz auf das was die Mannschaft, für die ich bin gewonnen hat und sportlich geleistet hat. Ja ich nehme mein Banner, Wappen oder Flagge als Ausgangspunkt, damit die Spieler (und die -auch gegnerischen- Fans) wissen, daß wir da sind uns unsere Mannschaft supporten!

Auf der Kurve”, sagt Klaffke, „sollte es aber gewachsene Rituale geben, die toleriert werden.” Denn längst werde die Jugendkultur der „Ultras” eingeholt von einer „Klingelton-Generation”, die mit Freundin im Arm und Fanshop-Tüte in der Hand ins Zentrum des Fanblocks eindringt, das doch nach alter italienischer Sitte den Ultras gehört, und sich dann, wenn die ganze Kurve hüpft, über Schmutzflecken auf ihren empfindlich weißen Turnschuhen beschwert

Super beschrieben! Ja es gibt Rituale, und wer nicht hüpfen, singen, choreos machen und supporten will, soll nicht in die Kurve kommen, sondern in die Tribüne gehen. Im Übrigen ist die Kurve nicht immer der beste Platz von demman das Spiel am besten sehen kann, aber der Platz von dem aus der Support und das Anfeuern am besten zu den Spielern auf dem Feld gelangen, und darum geht es!

Sorry, wurde etwas lang, aber ich wollte nix auslassen!
marrio64
Immer und überall für den AC Milan

Hallo Guido,

du sprichst ein Thema an, welches nicht nur den Fußball betrifft. Auch im Eishockey zum Beispiel geht der Trend immer mehr zu wunderbar geschützten Sitzplatzarenen (liebevoll von deren Gegnern auch „Popcornarenen“ gennant). Leider werden die sportlichen Veranstaltungen immer mehr zu Events, bei denen es darum geht, zahlungskräftige Kunden zu locken. Ich gehe tausendmal lieber in unser altes, halboffenes, zugiges, eiskaltes Stehplatzstadion als in die Arena in Nürnberg, die so fehlkonstruiert ist, dass man als Gästefan das Tor nicht sieht und keine Akkustik herrscht.
Beim Fußball vertrete ich eine ähnliche Meinung: Ich bin kein Ultra für einen bestimmten Verein, aber ich finde es einfach schrecklich, dass ich 90 Minuten sitzen muss und mir in den neuesten Stadion überhaupt nicht die Möglichkeit gegeben wird, mich für etwas zu entscheiden.
Auch mein Eishockeyverein hat Ultras - sie nennen sich selbst Kultras - und denen gebührt auswärts wie daheim einfach Respekt. Viele empfinden es als Anmaßung, dass sich diese Kerle (und natürlich auch Frauen!) so in den Vordergrund spielen und alles an sich reißen wollen. Ohne sie funktioniert aber v.a. auswärts fast nichts.

Und ohne die Choreos wäre es, wie es der Autor des Artikels schon schrieb, doch nur halb soviel Gänsehaut.

Grüße,
die Lidscha

1 „Gefällt mir“

Moin!

Der (gut recherchierte) Artikel deutet an, wieweit wir in Deutschlands Stadien mittlerweile gekommen sind. Ziel der Fußballmafia (DFB/UEFA/FIFA) sind sterile Stadien. Es gibt nur noch Sitzplätze, überall Kameraüberwachung, ViP-Plätze en masse usw. Für die Fans gibt es unrechtmäßige Meldeauflagen. Doppelhalter und Pyro werden massiv bestraft. Die Grundrechte der erlebnisorientierten Fußballfans werden mit Füßen getreten. Hierzu zählen zum Beispiel auch Verstöße gegen Datenschutzrichtlinien, Beschneidung der Reisefreiheit und des Rechts auf Freizügigkeit im gesamten Bundesgebiet, Ausziehen bis auf die Unterhose (gezeigt in einem Bericht auf Kabel 1 vor ein paar Wochen).

Die Folgen sind in der Szene klar zu beobachten: Fußball wird zu einem reinen Werbe- und Medienspektal. Die Stimmung in den Stadien sinkt gegen Null. Die Erlebnisorientierung verlagert sich in die unteren Ligen oder außerhalb der Stadien. So gibt es ernstzunehmende Ultra-Bewegungen bis in Ober- und Verbandsligen. Dort gibt es wenig Ordner, keine Cops, keine Kameras usw. Wenn es keinen anderen Weg gibt, müssen eben diese neuen Wege beschritten werden. Dies gilt auch für die anstehende WM! Ins Stadion kommt man nicht, und selbst wenn, ist es langweilig. So bleiben nur noch die Innenstädte.

Viele Grüße!

Axel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Die Grundrechte
der erlebnisorientierten Fußballfans werden mit Füßen
getreten.

Ich stimme dir da voll zu!

Früher, da gab es noch Erlebnisse im Stadion (oder davor). Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie einem Typen drei Meter neben mir von zwei anderen der Arm gebrochen wurde: einmal kurz übers Geländer und Knick! Ein anderes Mal hat es ein Mädel erwischt, die war sechzehn oder so. Bengalische Feuer links ins Gesicht. Mann, sah die nachher aus. Und die Keilereien nach dem Spiel in den Gängen oder auf dem Weg zum Parkplatz, wow, bis die Zähne flogen! In den Achtzigern, da gab es noch richtigen Erlebnisfussball. Aber heute? Da gilt es ja schon als kriminell, wenn mal einer 'ne Flagge abfackelt. Arme Fussballfans!

Grüße
Heinrich

Ist nehme mal an, dein Beitrag ist ironisch gemeint? Vielleicht solltest du die Ironie etwas genauer kennzeichnen, da man bei Geschriebenem den Tonfall nicht vernehmen kann und einige (wie ich) eine etwas lange Leitung haben.

Auch in den wilden Zeiten konnte praktisch jeder immer unbehelligt ein Spiel besuchen. Er musste nur ein Ticket für die Haupttribüne kaufen und bestimmten Situationen aus dem Weg gehen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Lydia,

du sprichst ein Thema an, welches nicht nur den Fußball
betrifft. Auch im Eishockey zum Beispiel geht der Trend immer
mehr zu wunderbar geschützten Sitzplatzarenen (liebevoll von
deren Gegnern auch „Popcornarenen“ gennant).

Vielen dank für den Einblick in die Fangebahren einer anderen Sportart!

Auch mein Eishockeyverein hat Ultras - sie nennen sich selbst
Kultras - und denen gebührt auswärts wie daheim einfach
Respekt. Viele empfinden es als Anmaßung, dass sich diese
Kerle (und natürlich auch Frauen!) so in den Vordergrund
spielen und alles an sich reißen wollen. Ohne sie funktioniert
aber v.a. auswärts fast nichts.

Das scheint fast überall das Problem zu sein.

Und ohne die Choreos wäre es, wie es der Autor des Artikels
schon schrieb, doch nur halb soviel Gänsehaut.

richtig

Ciao maxet.

Hallo Namensvetter,

Ich habe einige Teile des Artikels herausgenommen und möchte diese
kommentieren(nur diese, denn in fast 19 Jahren Ultra/Fandasein
hätte ich, wie viele Andere auch, einiges zu erzählen).

Welchen Verein gehört deine Liebe ?

Immer und überall für den AC Milan

oder gibt es auch ein dt. Verein ?

Sorry, wurde etwas lang, aber ich wollte nix auslassen!

Mir hat dein Posting gefallen.

Ciao maxet.

Hallo Axel,

entweder verwendest du einige Begriffe im falschen Kontext oder ich muss Dir hier und da Contra geben. Da ich den Eindruck habe, du weist, was du schreibst, hier meine Anmerkungen.

Der (gut recherchierte) Artikel deutet an, wieweit wir in
Deutschlands Stadien mittlerweile gekommen sind. Ziel der
Fußballmafia (DFB/UEFA/FIFA) sind sterile Stadien. Es gibt nur
noch Sitzplätze, überall Kameraüberwachung,

richtig

ViP-Plätze en masse usw.

naja, das hält sich m.E. noch in Grenzen.

Für die Fans gibt es unrechtmäßige Meldeauflagen. Hierzu zählen zum
Beispiel auch Verstöße gegen Datenschutzrichtlinien, Beschneidung der
Reisefreiheit und des Rechts auf Freizügigkeit im gesamten
Bundesgebiet,

Du meinst hier die Kat. C gecasteten

Doppelhalter und Pyro werden massiv bestraft.

ersteres nach meinen Infos eher nicht, allerdings häufig Verbot für die Gästefans
Für Pyro hast du Recht. Dafür hab ich ansatzweise Verständnis, da ein angemessener Umgang damit in der Szene nicht möglich scheint.

Die Grundrechte der erlebnisorientierten Fußballfans werden mit
Füßen getreten.

Das was allgemein als „erlebnisorientiert“ definiert wird, hat m.M. nach nix im Stadion zu suchen. Es ist mir wurscht, ob sich entsprechende Gruppen jwd einen Termin machen, ich halte nix davon unbedarfte Gästefansw den Heimweg zu vermiesen.

Ausziehen bis auf die Unterhose (gezeigt in einem Bericht auf Kabel 1
vor ein paar Wochen).

Wärste kürzlich mit Dynamo nach Karlsrhe gefahren, hättest du das erleben können.

Die Folgen sind in der Szene klar zu beobachten: Fußball wird
zu einem reinen Werbe- und Medienspektal. Die Stimmung in den
Stadien sinkt gegen Null.

Mein Eindruck istt, dass es entsprechende Tendenzen gibt. Ob sie sich wirklich durchsetzen ist noch nicht raus.

Die Erlebnisorientierung verlagert sich in die unteren Ligen oder
außerhalb der Stadien.

Bei der Erlebnisorientierung im engeren Sinne ist das kein Verlust.

So gibt es ernstzunehmende Ultra-Bewegungen bis in Ober- und
Verbandsligen.

Das ist echt interessant entsprechende Berichte aus babelsberg, Stendal und Sondershausen zu lesen.

Ciao maxet.

Für die Fans gibt es unrechtmäßige Meldeauflagen. Hierzu zählen zum
Beispiel auch Verstöße gegen Datenschutzrichtlinien, Beschneidung der
Reisefreiheit und des Rechts auf Freizügigkeit im gesamten
Bundesgebiet,

Du meinst hier die Kat. C gecasteten

Irgendwelche Kategorien gibt es doch gar nicht offiziell. Sie sind rechtlich ohne Bedeutung. Wenn Peter Meier eine Straftat begeht und bei Karstadt ne Buddel Korn klaut, gibt das dem Staat noch lange nicht das Recht, allen Einzelhandelsunternehmen in Deutschland Peters Adresse zu geben. Er muss sich auch nicht zu den Ladenöffnungszeiten stündlich bei der Polizei melden.

Doppelhalter und Pyro werden massiv bestraft.

ersteres nach meinen Infos eher nicht, allerdings häufig
Verbot für die Gästefans

Ok, mein Fehler, Doppelhalter werden nicht bestraft, sondern die Mitnahme gleich untersagt.

Für Pyro hast du Recht. Dafür hab ich ansatzweise Verständnis,
da ein angemessener Umgang damit in der Szene nicht möglich
scheint.

Es geht hier um die massive Verfolgung, wenn jemand ein Bengalo zündet. Was machen eigentlich alle Leute zu Sylvester?

Die Grundrechte der erlebnisorientierten Fußballfans werden mit
Füßen getreten.

Das was allgemein als „erlebnisorientiert“ definiert wird, hat
m.M. nach nix im Stadion zu suchen. Es ist mir wurscht, ob
sich entsprechende Gruppen jwd einen Termin machen, ich halte
nix davon unbedarfte Gästefansw den Heimweg zu vermiesen.

Da bin ich eben anderer Meinung als du. Nähere Diskussionen erübrigen sich aber aus bestimmten Gründen. Übrigens gelten die Grundrechte für alle.

Die Folgen sind in der Szene klar zu beobachten: Fußball wird
zu einem reinen Werbe- und Medienspektal. Die Stimmung in den
Stadien sinkt gegen Null.

Mein Eindruck istt, dass es entsprechende Tendenzen gibt. Ob
sie sich wirklich durchsetzen ist noch nicht raus.

Guck dir mal so manche Bayern-Fans an. Die klatschen drei Mal in die Hände, wenn Ballack ein Tor gemacht hat.

Guten Morgen maxet

oder gibt es auch ein dt. Verein ?

Ja, Hertha BSC, aber nicht so fanatisch(und leider nicht so erfolgreich) wie ACM

Sorry, wurde etwas lang, aber ich wollte nix auslassen!

Mir hat dein Posting gefallen.

danke!

marrio64