Fankultur beim Fussball
Hallo,
könnt ihr das was in diesen Artikel
http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B27…
dazu steht für eure Mannschaft nachvollziehen/bestätigen.
Habe den Artikel gelesen und: ja ich kann es zum großen Teil nachvollziehen. Bevor ich dies aber tue, möchte ich mich darüber beschweren, daß hier nicht auf die anfangs gestellte Frage geantwortet wird, sondern dies zum Anlaß für irgendwelche Gerüchte, Angriffe und Unterstellungen genommen wird, was ich respektlos gegenüber dem Fragenden finde. Andrerseits will ich mich lobend über die Beiträge von Guido äußern, der denen die von Dingen schreiben, von denen sie keine Ahnung haben, stilvoll die Leviten gelesen hat. Ich habe einige Teile des Artikels herausgenommen und möchte diese kommentieren(nur diese, denn in fast 19 Jahren Ultra/Fandasein hätte ich, wie viele Andere auch, einiges zu erzählen). Ich kann nur aus meinen persönlichen Erfahrungen berichten, die ich in Italien und D’land gemacht habe, daher gilt das was ich sage sicher nicht immer und Überall!
Man lehnte Trikots und kommerzielle Fanartikel ab, um statt dessen in Zivil zum Spiel zu kommen und alle für den „Support” wichtigen Gegenstände selbst zu basteln
Ersteres nicht mehr, letzteres definitiv ja. Das Trikot hat jetzt sehr viel mehr Bedeutung, da es die FArben des Vereins darstellt. Die für den Support wichtigen Gegenstände werden selber gemacht, damit man selber bestimmen kann wie sie aussehen (Flaggen/Banner)Schals der Ultragruppen werden selber hergestellt, da es viele verschiedene Gruppen gibt
Wir können aber die Farben zeigen, die wir hochhalten
Genau darum geht es den Ultras. Der Verein als Ganzes ist wichtig, nicht nur der Einzelspieler, der wie so oft, nach wenigen Saisons den Verein wechselt. Respektvon den Ultras gebührt dem Spieler, der einen „ordentlichen“ Abgang macht. Also nicht HEUTE noch das Vereinswappen küßt und Lobeshymnen auf die Fans singt, obwohl er heimlich GESTERN schon bei dem Konkurrenzverein unterschrieben hat.
(Ultraszene, Support…)…und der das gewaltsame Austragen der Konkurrenz nach dem Schlußpfiff fast ganz abgelöst hat
DAS stimmt leider nicht immer, denn bei den Ultras ist es auch Usus, sich gegenseitig Flaggen, Banner oder Schals abzuluchsen, was natürlich nicht freiwillig passiert. ABER (und das wird natürlich die „Normalos“ zu verständnislosem Kopfschüteln verleiten)es ist „ok“ wenn es nach bestimmten „Regeln“ passiert, die eben Wurzel und Teil dieser bestimmten Kultur (ja, KULTUR)sind! Niemand würde auf die Idee kommen da etwa eine Anzeige zu erstatten…Auch bestehen zwischen einigen Ultragruppen, aus was für Gründen auch immer (wie es bei anderen Menschen übrigens auch ist) Abneigungen, die bei Gelegenheit ausgelebt werden. Natürlich ist es schlimm wenn Messer und Verletzte das Ergebnis sind, aber die Leute, die dabei sind wissen genau auf was sie sich einlassen. Und solche schlimmen Vorkommnisse sind auch nicht die Regel!
Man klammert sich an die Idee des Vereins, die Gemeinschaft des Vereins. An traditionnelle Werte wie Wappen und Farben.”
Jaja ich weiß, in Deutschland sind so Sachen wie Tradition, Werte und Wappen von einem unangenehmen Beigeschmack begleitet (für mich nicht)aber man muß nicht immer an die Geschichte denken wenn sowas gesagt wird.Ja, ichhänge an den Farben meines Vereins. Ja ich bin stolz auf das was die Mannschaft, für die ich bin gewonnen hat und sportlich geleistet hat. Ja ich nehme mein Banner, Wappen oder Flagge als Ausgangspunkt, damit die Spieler (und die -auch gegnerischen- Fans) wissen, daß wir da sind uns unsere Mannschaft supporten!
Auf der Kurve”, sagt Klaffke, „sollte es aber gewachsene Rituale geben, die toleriert werden.” Denn längst werde die Jugendkultur der „Ultras” eingeholt von einer „Klingelton-Generation”, die mit Freundin im Arm und Fanshop-Tüte in der Hand ins Zentrum des Fanblocks eindringt, das doch nach alter italienischer Sitte den Ultras gehört, und sich dann, wenn die ganze Kurve hüpft, über Schmutzflecken auf ihren empfindlich weißen Turnschuhen beschwert
Super beschrieben! Ja es gibt Rituale, und wer nicht hüpfen, singen, choreos machen und supporten will, soll nicht in die Kurve kommen, sondern in die Tribüne gehen. Im Übrigen ist die Kurve nicht immer der beste Platz von demman das Spiel am besten sehen kann, aber der Platz von dem aus der Support und das Anfeuern am besten zu den Spielern auf dem Feld gelangen, und darum geht es!
Sorry, wurde etwas lang, aber ich wollte nix auslassen!
marrio64
Immer und überall für den AC Milan