Ist Goethes Faust das Nationalepos der Deutschen Nation?
Heute ist Bloomsday, denn es war der 16. Juni 1904, heute vor 100 Jahren, als sich Leopold Bloom in eine Odyssee durch den Dubliner Alltag stürzte.
Im ersten Anlauf habe ich es nicht geschafft, Ulysses zu lesen, geschweige denn das Gelesene zu verstehen. Bereits nach 146 Seiten gab ich auf, mein Lesezeichen befindet sich mittlerweile seit geraumer Zeit zwischen den Seiten 146 und 147 meiner Taschenbuch-Ausgabe des Suhrkamp-Verlags.
Dennoch bin ich noch nicht fertig mit diesem Buch, übt es nach wie vor eine Faszination auf mich aus.
Während des Surfens zu diesem Thema gelang ich zu einer Amazon-Kundenrezesion (Link s. u., „Wer verreisst hier nur, weil er nicht versteht?“) die mit folgendem Schlußsatz endete: „Diese Buch ist das Nationalepos der irischen Nation, so wie der Faust das der unserigen ist …“.
Ist das so?
Ist Goethes Faust das Nationalepos der Deutschen Nation?
Und wodurch wird ein Werk eigentlich zum „Nationalepos“?
Nachdem was ich von Ulysses las kann ich das in etwas noch verstehen; ist denn Faust „typisch“ deutsch oder hat der Typ Quatsch geschrieben?
Das bedeutenste Werk des bedeutensten Schriftstellers/Dichters einer Nation muss doch nicht gleich ein „Nationalepos“ sein!?
Klärt mich auf, belehrt mich; dazu gibt es dieses Forum …
Grüße aus Duisburg
Garvey

