Noch nie ist da jemand, auch bei ernsten Sachen, auf 18 Fragen
gekommen. (Zumindest nicht bei den Terminen, bei denen ich
dabei war - und ich habe einige begleitet)
Naja bei mir ist es eben so, entweder es ist mir egal im Leben, oder ich will es ganz genau wissen…
- Die Dauer je Frage:
Ich habe jetzt mal mit Blick auf den Sekundenzeiger einer Uhr
einige Fragen samt Antworten Revue passieren lassen, die ich
so erlebt habe. Nimmt man mal 2, 3 große Einstiegsfragen weg,
dann sind die Frage und Antwort normalerweise innerhalb von
max. 15-20 Sekunden beantwortet.
Da gebe ich dir Recht, eine Frage ist mit Ja und Nein schnell beantwortet…
Nur etwas zu begrüden und so dass ich es als Leihe nachvollziehen kann, braucht denke ich schon 1 Minute
ad 2: Wer hat da geredet, wenn das je Frage 2 Minuten gedauert
hat? (Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass spätestens
ab der 3. Frage der Arzt so lange geredet hat)
Ja das stimmt, der hat nicht lange geredet, der hatte entweder ja, nein, keine Ahnung gesagt.
Bei keine Ahnung was es dumm von mir, Zeit zu verschwenden und nochmals nachzuhaken, somit habe ich Zeit verschenkt
ad 1: Waren die Fragen wirklich alle erforderlich?
Erforderlich waren sicherlich nicht alle 18 Fragen, ich hatte halt 4 Monate ein Leiden, mehere Ärtzte haben an mir rumgedoktert und der letze, hatte es dann wirklich geblickt, was ich hatte…
Deswege wolle ich halt nicht „nur“ einfach geheilt werden, sondern auch genau wissen, wieso, weshalb und warum…
Zu beidem mal hier die Erinnerung an Kant (vereinfacht):
Handle steht so, dass dein Handeln Grundlage für das Handeln
aller wird. Oder noch einfacher: Was wäre, wenn das alle
machen würden? Antworte dir selbst vor dem Hintergrund:
Das ist ein guter Denkanstoss.
- dass der Arzt nur einen Patienten zeitgleich behandeln kann.
Ist er mit dir beschäftigt, kann er sich nicht um andere
Patienten und ihre (akuten? schlimmeren?) Probleme kümmern
Ja das stimmt, mein Problem war schlecht, aber nicht Lebensbedrohlich
- Wenn der Arzt sich mit dir 40 Minuten beschäftigt, eine
Befundbesprechung in der Regel aber mit 10 Minute abgehandelt
ist*, dann sitzen im Wartezimmer zeitgleich 3 Patienten, die
10, 20, 30 Minuten warten müssen.
Naja das ist mir in dem Sinne egal. Ich habe ein Termin und ein guter Arzt sollte ein gutes Zeitmanagement betreiben und nicht gleich 3 Personen zu einem Termin bestellen…
Ich bin privatversichert & der Arzt bekommt doch bei mir
eigentlich Geld und muss nicht umsonst arbeiten… Wie wird
das dann erst bei gesetzlich Versicherten sein?
- Auch als Privatversicherter bekommt der Arzt nicht endlos
Geld für deinen Besuch! Auch für einen Privatversicherten wird
der Arzt nicht nach Zeit bezahlt! Auch hier wieder Kant:
Berücksichtige, wenn das alle so machen würden. Irgendwer
müsste die Ärzte bezahlen. Das heißt: Wenn das alle so machen
würden, dann würden die - auch deine (!) -
Versicherungsbeiträge ins Astronomische gehen.
Ja, das wäre es mir eigentlich auch wert, wenn ich den Arzt so lange Fragen könnte, wie ich will, bin ich gerne Bereit im Monat auch 100 Euro oder 200 Euro mehr zu bezahlen…
Geiz hört bei der Gesundhiet auf
Ist es denn zu viel mit einem Arzt nach dem Laborergenisse
seine ganzen Bedenken zu besprechen um mit der Erkrankung
abschließen zu können?
War es nun also zu viel von mir verlangt , dass ich mit ihm
so lange alle meine Bedenken ( auch wenn sie noch so klein
erscheinen sollten) vollständig diskutieren wollte,
So - vor diesem Hintergrund: Ja, es war ganz eindeutig zu viel
verlangt! Und um irgendetwas bis ins Detail mit dir
auszudiskutieren, ist der Arzt bestimmt nicht da! Da hätte ich
als Versicherter, der auch Beiträge zahlt, ein ganz enormes
Problem damit, wenn sich der Arzt darauf einlassen würde. Denn
so ein Debattierbedürfnis, was man auch in der Kneipe (oder im
Internet) ausleben kann, mag ich nicht mitfinanzieren!
Ja aber wer ist denn dann für mich da? Es geht ja nicht darum, dass ich einen Psychologen brauche, sondern wer kann mich dann dann genau bei fachspezifischen medizinischen Fragen beraten, wenn es der Arzt nicht tut?
Wenn ich mir so einige Beiträge von dir angucke, dann ahne ich
nämlich, was das für Fragen waren und in welcher ausführlichen
Verpackung du sie gestellt hast. (Btw: Würdest du die Fragen
mal hier rein stellen?)
Würde ich gerne, aber ist mir peinlich, was ich für ne Krankheit hatte…
Du hast von Mindmap gesprochen. Wenn du die Technik richtige
erlernt hast, dann müsstest du wissen, dass ein Mindmap nur
dann sinnvoll eingesetzt werden kann, wenn nach dem Mindmap
eine Priorisierung erfolgt. Diesen Schritt hast du ganz
offensichtlich völlig übersprungen.
Den habe ich gemacht
Insofern- was du jetzt machen sollst? Sind die offenen Fragen
wirklich erforderlich, um mit deiner Krankheit, so sie
überhaupt noch besteht, oder einer eventuellen
Wiederholungsgefahr, umzugehen? Oder sind das Fragen, die eher
dahin gehen, dass du den 3-monatigen Infekt innerlich noch
nicht verarbeitet hast bzw. dich in irgendwelche
Was-Wäre-Wenns reingesteigert hast? (Dafür sprechen Beiträge
zum Thema Infektion von dir). Dann würde ich mal in Erwägung
ziehen, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Der ist für so
etwas zuständig. Und der wird dann auch nach Zeit bezahlt!
Nein, unbedingt notwendig ist es nicht.
* Ich habe diverse Zeitanalysen von Arzt-Patienten-Kontakten
gemacht. Bei guten Ärzten, die sich auch Zeit nehmen für ihre
Patienten. Glaub mir oder lass es bleiben. Aber 40 Minuten hat
da kein Patient gefordert.
Naja, was soll ich schreibe, ich will halt genau wissen, wieso etwas gemacht bzw. nicht gemacht wurde, wieso jemand genau dieses Medikament und nicht das andere verschreibt, wie es mit der Zuverlässigkeit des Testverfahrens gestellt ist usw… Das interessiert eben bestimmt die meisten nicht…
Hätte ich zum Beispiel nicht so hartnäckig beim ersten Arzt gefragt, dann hätte ich auch nie erfahren, dass es etwas nicht im Labor getestet hat… Dieser „Trottel“ meinte dann noch, machen Sie sich keine Sorgen, sie sind gesund… Wie kann er das behaupten, ohne alle Untersuchungen angeordent zu haben?
Erst der zweite Arzt, hatte nach dem ich ihn von mir aus gefragt hatte :" ob das alle Untersuchungen gewesen wären", gemeint dass da ja nur die hälfte Untersucht wurde, bei Privatpatienten man aber ruhig die teuren Test machen könnte… Da wurde dann natürlich auch etwas noch gefunden…
Ich bin eben deshalb so erbost, weil ich bewusst privatversichert bin und es ärgert mich deshalb um so mehr, wenn nur die Standardtests gemacht werden… Ich will ja, dass sich meine Krankenversicherung auch lohnt…
Letztendlich glaube ich aber, wenn man sich da zu sehr reinsteigert, dass es einem dann ehr schlechter geht, als wenn man ignorant ist… Hätte ich nicht nachgefragt, hätte ich zwar nun noch eine Krankheit mehr in meinem Körper, daran gestorben wäre ich aber bestimmt nicht & wenn ich 3 angesteckt hätte, dann wäre es halt so gekommen… Ich hätte mich dann ja guten Gewissens aus die Aussage vom ersten Arzt verlassen, dass ich gesund bin…
Danke für deine ausführliches Feedback, habe dir auch nen Stern gegeben 