Feedback nach Arztbesuch. Eure Meinung ist gefragt

Hallo
Ich war heute beim Arzt und habe ihn persönlich besucht anstatt dass er mit die Ergebnisse über das Telefon gesagt hat.
Ich war also eigentlich schon darauf aus, ihm richtig zu durchlöchern.
Ich habe deshalb mir gestern meinen Fragenkatalog gemacht, damit ich alles strukturiert mit ihm durchsprechen kann, was mich sonst noch so besorgt…
Ich hatte 18 Fragen, schön gegliedert.

Pro Frage hatte ich mir wohl so 1-2 Minuten Gesprächszeit einkalkuliert…

Nach ca. 15 Minuten sprich nach der 7 Frage hatte der Arzt wohl kein Bock mehr und meinte, ach, sie haben ja nen richtiger Fragenkatalog und meinte, dass das wichtigste nun besprochen wurde und ist dann mehr oder weniger gegangen…

Ist es denn zu viel mit einem Arzt nach dem Laborergenisse seine ganzen Bedenken zu besprechen um mit der Erkrankung abschließen zu können?
Ich war seit 3 Monaten von der Infektion betroffen und wollte nun mal eben alles noch besprechen, was mich besorgt hat. Mein Gespräch hätte also zwischen minimal 25 und maximal 40 Minuten gedauert…
Ich habe ja auch extra einen Termin gehabt. Sonst hätte ich auch nur am Telefon mit ihm sprechen können, bin ja schließlich auch 20 Minuten angereist… Die 10 Min hätter er auch mit mit Telefonieren können…

Ich bin privatversichert & der Arzt bekommt doch bei mir eigentlich Geld und muss nicht umsonst arbeiten… Wie wird das dann erst bei gesetzlich Versicherten sein?

War es nun also zu viel von mir verlangt , dass ich mit ihm so lange alle meine Bedenken ( auch wenn sie noch so klein erscheinen sollten) vollständig diskutieren wollte, oder war es vom Arzt her unverschämt mehr oder weniger elegant mich zu verlassen…

Habe ich zu hohe Erwartungen? Hat der Arzt recht?
Wie würdet ihr reagieren? Neuer Termin ausmachen?

Danke für eurer Feedback

Tach

Ich würde mir einen anderen Arzt suchen! sowas unverschähmtes! ich würde den neuen arzt aufsuchen und dem alten Arzt noch schnell sagen, das er deine Daten zum neuen schicken/faxen soll. Für sowas studiert man mindestens 6 Jahre! Aber eine andere Frage: war an dem Tag viel betrieb? oder war es eher ruhig? Wenn viel los war kann ich den Arzt verstehen… er hat auch zu tun… aber wenn nicht, trifft das oben genannte zu!

MfG

Der Arzt ist gut, der hatte da gefunden, was der Pfeifenarzt vom Dorf nicht gefunden hat.
Weiss nicht ob es voll war. war 12.45 Uhr Ende der Sprechstunde…
Aber dennoch habe ich ja Fragen, die mich gedrängt hatten… Ich gehe ja nicht zum Spass zum Arzt.
Gut ist er denke ich schon, hatte mich auch eigentlich gründlich beim ersten Besuch untersucht im Gegensatz zum ersten Arzt, der nur die Hälfte Gefunden hatte…

Hallo,

du scheinst dir ja echt Gedanken gemacht zu haben.

Ich glaub halt der Arzt rechnet nur so mit max. 15 Minuten pro Patient. Und da warst du ja eindeutig drüber. Schande über dich. Mich nervt es auch manchmal, dass ich kaum Hallo gesagt habe und schon wieder zur Tür gebracht werde.

Ich denke das ist so ein allgemeines Problem und das wird sich auch nicht ändern. Da kannst du noch sowas von privat sein.

Vermutlich war er einfach nicht auf so ein langes Gespräch eingestellt und der nächste Pat. hat schon gewartet…?

Gruß Lulea

Hallo,

du scheinst dir ja echt Gedanken gemacht zu haben.

Ja klaro, geht ja um meine Gesundheit. Hatte ca. 1 Stunde ein Mindmap gemacht, was mich bedrückt, hatte dann alles schön thematisch strukuriert und wollte ihn dann mit meinen Fragen löchern…

Ich glaub halt der Arzt rechnet nur so mit max. 15 Minuten pro
Patient. Und da warst du ja eindeutig drüber. Schande über
dich. Mich nervt es auch manchmal, dass ich kaum Hallo gesagt
habe und schon wieder zur Tür gebracht werde.

So wird es wohl gewesen sein.
Sollte ich dann nochmals extra ein Termin ausmachen bezüglich Besprechung?
Sicherlich wurde alles wichtige gesagt, aber dennoch habe ich noch nicht alle Fragen darauf beantwortet bekommen.
2 Meinung von anderem Arzt will ich auch nicht, denn ich habe schon oft gemerkt, das sich Ärzte widersprechen, danach ist man nur noch verwirrter… Lieber gut falsch beraten und einen guten Plazeboeffekt als schlecht beraten und fertig…

Ich denke das ist so ein allgemeines Problem und das wird sich
auch nicht ändern. Da kannst du noch sowas von privat sein.

So sieht es wohl leider aus…

Vermutlich war er einfach nicht auf so ein langes Gespräch
eingestellt und der nächste Pat. hat schon gewartet…?

Das vermute ich mal…

Bin ich ein Einzellfall, der er so genau wissen will, oder muss man wenn man länger als 15 Minuten mit einem Arzt reden will, nen extra Gesprächstermin ausmachen?

Gruß Lulea

Hallo,

ich mache das so:
Fragen, Berichte und ggfls. Meßergebnisse usw. Tage vorher einreichen. Auch ein erfahrener Arzt hat nicht auf alles stante pede eine Antwort (sieht sich jedoch einem entsprechenden Erwartungsdruck ausgesetzt [wenn auch nicht unbedingt zurecht]), erhält so die Gelegenheit, nachzuschlagen, was das sein könnte.

Ich würde mir wünschen, dass der Hausarzt, wenn er mich schon untersucht und meine Laborbefunde im PC hat usw., auf Anfrage Vermutungen und Ratschläge per E-Mail erteilen würde.

Viele PKVs (sind ja auch sauteuer) bieten inzwischen Hotlines an, wo man im akuten Fall oder auch bei allgemeinen Fragen wenn nicht besser aber doch schneller als im W-W-W Beratung erhält. Man wird mit Geduld beraten, oder im Extremfall schicken die auch den Notarzt.

Seufz, - hatten wir alles im vorigen Jahr…

Marzeppa

hi Wissensdurstiger,
@Baris,
Ihr Guten, was habt Ihr denn für eine Vorstellung von unserem Gesundheitssystem…?
Wissensd.: wenn sich Dein Arzt über 15 min Zeit für Dich nimmt, dann solltest Du ihm dankbar sein, vielleicht nicht gerade die Füsse küssen, aber zufrieden sein!
Dein Arzt bekommt für 10 min Aufmerksamkeit 20,-€ für Dich als Privatversicherter, wohlgemerkt Umsatz, nicht brutto oder gar netto.
Und um 12.45 Uhr hat er vielleicht sogar Hunger, auch er ist lediglich ein Mensch.
Allenfalls könntest Du ihm vorher sagen, dass Du etwa 40 Zeit brauchst, aber wenn Du so viel zu erzählen hast, wende Dich an Deinen Psychiater, der hat 50 min Zeit für Dich für eine Therapiesitzung.
@Baris: so viele Ärzte gibt es gar nicht, dass man täglich seinen Arzt wechseln könnte…, wenn Wissend. ansonsten zufrieden ist…
meint synapse

7 „Gefällt mir“

Hossa :smile:

Der Arzt bekommt pro Patient und Quartal für die Beratung einen festen Betrag von der Krankenkasse. Ob dieser Patient einmal kommt oder 100-mal, ob er nur 1 Minute beraten wird oder 1 Stunde, ist dabei völlig egal. Mit anderen Worten, der Arzt verdient nichts, wenn er dich zu lange berät.

Mein bester Freund ist selber Arzt, Orthopäde und Sportmediziner. Für ihn sind Patienten nur Nummern. „Guten Tag“, AOK-Dreieck (=den obersten Hemd-Knopf öffnen zum Abhören), „Der nächste bitte.“

Das ist eine Folge der Rationierung der Kassenmedizin, wie sie von der Politik seit Jahren betrieben wird. Da kannst du nicht viel dran ändern. Ich habe gelernt, damit zu leben. Der Arzt soll die Diagnose stellen und Rezepte generieren, alles Weitere organisiere ich mir aus dem Netz…

Viele Grüße

Hase

Hossa :smile:

Der Arzt bekommt pro Patient und Quartal für die Beratung
einen festen Betrag von der Krankenkasse. Ob dieser Patient
einmal kommt oder 100-mal, ob er nur 1 Minute beraten wird
oder 1 Stunde, ist dabei völlig egal. Mit anderen Worten, der
Arzt verdient nichts, wenn er dich zu lange berät.

Dass das so ist, das ist mir auch bekannt, aber deshalb bezahle ich ja freiwillig in die Private Krankenversicherung ein. Kann den Arzt ja auch verstehen, Moral ist gut, Helfen ist besser, aber Ausgebeutet will keiner werden…

Außerdem ging es mir ja nicht ums Geld. Er darf mir ja auch ruhig eine saftige Rechnung schreiben… Ob er jetzt 1 Mal 10.92 Euro pro Beratung oder es 10 mal 10.92 Euro auf meine Rechnung schreibt, das ist mir egal, bezahle ja nicht wenig im Monat für die Krankenversicherung und bei Gesundheit hört bei mir der Giz auf…

Allenfalls könntest Du ihm vorher sagen, dass Du etwa 40 Zeit
brauchst, aber wenn Du so viel zu erzählen hast, wende Dich an
Deinen Psychiater, der hat 50 min Zeit für Dich für eine
Therapiesitzung.

Was will ich dem denn dann erzählen? Der kennt sich doch nicht damit spezifisch aus :wink:

Hallo,

frag doch einfach bei der netten Arzthelferin nach einem Termin am Abend als letzter Patient und mach Sie darauf aufmerksam, daß es evtl. ein bisl länger dauern möge.
Bei unserem Hausarzt ist das problemlos möglich. Dann hat er sicherlich keinen solch großen Zeitdruck mehr (Hausbesuche etc.)

Viel Glück

Motorradmieze

Hallo,

Bin ich ein Einzellfall, der er so genau wissen will, oder
muss man wenn man länger als 15 Minuten mit einem Arzt reden
will, nen extra Gesprächstermin ausmachen?

das wäre eine sehr gute Möglichkeit. Alles andere wäre den anderen Patienten gegenüber unfähr, weil sie dann warten müssten.
Wie soll der Arzt denn bitte wissen, dass - abweichend von den üblichen Terminen - jemand 3mal so lange brauchen wird und entsprechend Zeit einzuplanen ist.

Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier die Mentalität vorliegt „Ich bin Privatpatient, also muss der Arzt mir zu Füßen liegen“.

Gruß, Niels

6 „Gefällt mir“

Hallo,

Habe ich zu hohe Erwartungen?

Du hast völlig falsche Erwartungen

Hat der Arzt recht?

Ja.

Zur Erklärung:

  1. Die Zahl der Fragen:
    Ich, meine Verwandtschaft und Bekanntschaft sind ordentlich gebeutelt von manch Zipperlein, darunter auch sehr schwere, wie bspw. Krebs. Die meisten sind recht kritische Zeitgenossen, die auch Fragen stellen, sich Notizen machen. Noch nie ist da jemand, auch bei ernsten Sachen, auf 18 Fragen gekommen. (Zumindest nicht bei den Terminen, bei denen ich dabei war - und ich habe einige begleitet)

  2. Die Dauer je Frage:
    Ich habe jetzt mal mit Blick auf den Sekundenzeiger einer Uhr einige Fragen samt Antworten Revue passieren lassen, die ich so erlebt habe. Nimmt man mal 2, 3 große Einstiegsfragen weg, dann sind die Frage und Antwort normalerweise innerhalb von max. 15-20 Sekunden beantwortet.

Damit stellen sich zwei Fragen:

ad 2: Wer hat da geredet, wenn das je Frage 2 Minuten gedauert hat? (Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass spätestens ab der 3. Frage der Arzt so lange geredet hat)

ad 1: Waren die Fragen wirklich alle erforderlich?

Zu beidem mal hier die Erinnerung an Kant (vereinfacht): Handle steht so, dass dein Handeln Grundlage für das Handeln aller wird. Oder noch einfacher: Was wäre, wenn das alle machen würden? Antworte dir selbst vor dem Hintergrund:

  • dass der Arzt nur einen Patienten zeitgleich behandeln kann. Ist er mit dir beschäftigt, kann er sich nicht um andere Patienten und ihre (akuten? schlimmeren?) Probleme kümmern

  • Wenn der Arzt sich mit dir 40 Minuten beschäftigt, eine Befundbesprechung in der Regel aber mit 10 Minute abgehandelt ist*, dann sitzen im Wartezimmer zeitgleich 3 Patienten, die 10, 20, 30 Minuten warten müssen.

Ich bin privatversichert & der Arzt bekommt doch bei mir
eigentlich Geld und muss nicht umsonst arbeiten… Wie wird
das dann erst bei gesetzlich Versicherten sein?

  • Auch als Privatversicherter bekommt der Arzt nicht endlos Geld für deinen Besuch! Auch für einen Privatversicherten wird der Arzt nicht nach Zeit bezahlt! Auch hier wieder Kant: Berücksichtige, wenn das alle so machen würden. Irgendwer müsste die Ärzte bezahlen. Das heißt: Wenn das alle so machen würden, dann würden die - auch deine (!) - Versicherungsbeiträge ins Astronomische gehen.

Ist es denn zu viel mit einem Arzt nach dem Laborergenisse
seine ganzen Bedenken zu besprechen um mit der Erkrankung
abschließen zu können?

War es nun also zu viel von mir verlangt , dass ich mit ihm
so lange alle meine Bedenken ( auch wenn sie noch so klein
erscheinen sollten) vollständig diskutieren wollte,

So - vor diesem Hintergrund: Ja, es war ganz eindeutig zu viel verlangt! Und um irgendetwas bis ins Detail mit dir auszudiskutieren, ist der Arzt bestimmt nicht da! Da hätte ich als Versicherter, der auch Beiträge zahlt, ein ganz enormes Problem damit, wenn sich der Arzt darauf einlassen würde. Denn so ein Debattierbedürfnis, was man auch in der Kneipe (oder im Internet) ausleben kann, mag ich nicht mitfinanzieren!

Wenn ich mir so einige Beiträge von dir angucke, dann ahne ich nämlich, was das für Fragen waren und in welcher ausführlichen Verpackung du sie gestellt hast. (Btw: Würdest du die Fragen mal hier rein stellen?)

Du hast von Mindmap gesprochen. Wenn du die Technik richtige erlernt hast, dann müsstest du wissen, dass ein Mindmap nur dann sinnvoll eingesetzt werden kann, wenn nach dem Mindmap eine Priorisierung erfolgt. Diesen Schritt hast du ganz offensichtlich völlig übersprungen.

Insofern- was du jetzt machen sollst? Sind die offenen Fragen wirklich erforderlich, um mit deiner Krankheit, so sie überhaupt noch besteht, oder einer eventuellen Wiederholungsgefahr, umzugehen? Oder sind das Fragen, die eher dahin gehen, dass du den 3-monatigen Infekt innerlich noch nicht verarbeitet hast bzw. dich in irgendwelche Was-Wäre-Wenns reingesteigert hast? (Dafür sprechen Beiträge zum Thema Infektion von dir). Dann würde ich mal in Erwägung ziehen, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Der ist für so etwas zuständig. Und der wird dann auch nach Zeit bezahlt!

LG Petra

* Ich habe diverse Zeitanalysen von Arzt-Patienten-Kontakten gemacht. Bei guten Ärzten, die sich auch Zeit nehmen für ihre Patienten. Glaub mir oder lass es bleiben. Aber 40 Minuten hat da kein Patient gefordert.

Nachtrag
Wenn du nicht die Fragen einstellen magst - nur so aus Neugier: Beantwortest du die Frage, was für ein Infekt das war?

Hi,

Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier die Mentalität
vorliegt „Ich bin Privatpatient, also muss der Arzt mir zu
Füßen liegen“.

Diesen Eindruck teile ich mit dir.
Was eine PKV regelt, ist ganz klar in den Leistungen beschrieben. So ist es rechtens, ein Zwei- oder Einbettzimmer mit Chefarztbehandlung oder bestimmte Sätze des Zahnersatzes zu fordern. Dass einem privat Versichertem übermäßig viel Zeit mit dem Hausarzt zusteht, ist nirgendwo geregelt.
Ebenso wird mir schlecht, wenn solche Menschen nur aufgrund einer bestimmten Versicherung eine bessere Behandlung erwarten. Das ist gleichbedeutend damit, dass man fordert, dass alle anderen schlechter behandelt werden sollten.

Es ist eine Unverschämtheit, ein Buch voller Fragen mitzubringen, ohne vorher explizit danach gefragt zu haben, ob der Termin günstig ist, und sich dann noch aufzuregen, dass der Arzt keinen „Bock mehr gehabt hat“. Angesichts dieser Frechheiten kann er sicher gut und gern auf die paar Cent, die ihm ein Privatpatient bringt, verzichten.

Was die Infektionskrankheit anbelangt, so liegt der Verdacht nahe, dass es etwas mit dem in einem anderen Thread diskutierten Unwillen, sich und seinen Sexualpartner zu schützen, zu tun hat.

Gruß
Liete

P.S.: Die Zeit, die in das Erstellen der Mindmap investiert wurde, hätte man auch gut in Nachforschungen bezüglich der Krankheit stecken können.

5 „Gefällt mir“

Sorry, so funktioniert aber die Gebührenordnung nicht.

Die GOÄ 1 (10,72) ist je Sitzung nicht mehrfach berechenbar.

Allerdings hat die GOÄ hier Möglichkeiten, das abzubilden, wobei man (wenn man sich die einzelnen Punktwerte anschaut) von 20,11 € pro 10min Gespräch ausgehen kann.

Gesprächsziffern wären hier z.B. die
1 10 min
34 > 20 min und
30 (analog) > 60 min.

Allerdings sind diese Ziffern nicht in allen Fällen berechenbar (kommt auf die Diagnosen, Umstände oder weiteren Behandlungen an)…

In deinem Fall wäre der korrekte Weg, die GOÄ 3 zu berechnen und dazu eine Honorarvereinbarung zu unterschreiben (z.B. 9,0facher Satz, macht 78,66 €).

Das bekommst du aber nicht von Deiner PKV erstattet. Das was Du willst, ist nämlich eine Leistung auf Verlangen des Patienten und nicht aus der medizinischen Notwendigkeit des Behandlungsfalls gegeben.

Schöne Grüße, Bernhard.

4 „Gefällt mir“

Noch nie ist da jemand, auch bei ernsten Sachen, auf 18 Fragen
gekommen. (Zumindest nicht bei den Terminen, bei denen ich
dabei war - und ich habe einige begleitet)

Naja bei mir ist es eben so, entweder es ist mir egal im Leben, oder ich will es ganz genau wissen…

  1. Die Dauer je Frage:
    Ich habe jetzt mal mit Blick auf den Sekundenzeiger einer Uhr
    einige Fragen samt Antworten Revue passieren lassen, die ich
    so erlebt habe. Nimmt man mal 2, 3 große Einstiegsfragen weg,
    dann sind die Frage und Antwort normalerweise innerhalb von
    max. 15-20 Sekunden beantwortet.

Da gebe ich dir Recht, eine Frage ist mit Ja und Nein schnell beantwortet…
Nur etwas zu begrüden und so dass ich es als Leihe nachvollziehen kann, braucht denke ich schon 1 Minute

ad 2: Wer hat da geredet, wenn das je Frage 2 Minuten gedauert
hat? (Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass spätestens
ab der 3. Frage der Arzt so lange geredet hat)

Ja das stimmt, der hat nicht lange geredet, der hatte entweder ja, nein, keine Ahnung gesagt.
Bei keine Ahnung was es dumm von mir, Zeit zu verschwenden und nochmals nachzuhaken, somit habe ich Zeit verschenkt

ad 1: Waren die Fragen wirklich alle erforderlich?

Erforderlich waren sicherlich nicht alle 18 Fragen, ich hatte halt 4 Monate ein Leiden, mehere Ärtzte haben an mir rumgedoktert und der letze, hatte es dann wirklich geblickt, was ich hatte…
Deswege wolle ich halt nicht „nur“ einfach geheilt werden, sondern auch genau wissen, wieso, weshalb und warum…

Zu beidem mal hier die Erinnerung an Kant (vereinfacht):
Handle steht so, dass dein Handeln Grundlage für das Handeln
aller wird. Oder noch einfacher: Was wäre, wenn das alle
machen würden? Antworte dir selbst vor dem Hintergrund:

Das ist ein guter Denkanstoss.

  • dass der Arzt nur einen Patienten zeitgleich behandeln kann.
    Ist er mit dir beschäftigt, kann er sich nicht um andere
    Patienten und ihre (akuten? schlimmeren?) Probleme kümmern

Ja das stimmt, mein Problem war schlecht, aber nicht Lebensbedrohlich

  • Wenn der Arzt sich mit dir 40 Minuten beschäftigt, eine
    Befundbesprechung in der Regel aber mit 10 Minute abgehandelt
    ist*, dann sitzen im Wartezimmer zeitgleich 3 Patienten, die
    10, 20, 30 Minuten warten müssen.

Naja das ist mir in dem Sinne egal. Ich habe ein Termin und ein guter Arzt sollte ein gutes Zeitmanagement betreiben und nicht gleich 3 Personen zu einem Termin bestellen…

Ich bin privatversichert & der Arzt bekommt doch bei mir
eigentlich Geld und muss nicht umsonst arbeiten… Wie wird
das dann erst bei gesetzlich Versicherten sein?

  • Auch als Privatversicherter bekommt der Arzt nicht endlos
    Geld für deinen Besuch! Auch für einen Privatversicherten wird
    der Arzt nicht nach Zeit bezahlt! Auch hier wieder Kant:
    Berücksichtige, wenn das alle so machen würden. Irgendwer
    müsste die Ärzte bezahlen. Das heißt: Wenn das alle so machen
    würden, dann würden die - auch deine (!) -
    Versicherungsbeiträge ins Astronomische gehen.

Ja, das wäre es mir eigentlich auch wert, wenn ich den Arzt so lange Fragen könnte, wie ich will, bin ich gerne Bereit im Monat auch 100 Euro oder 200 Euro mehr zu bezahlen…
Geiz hört bei der Gesundhiet auf

Ist es denn zu viel mit einem Arzt nach dem Laborergenisse
seine ganzen Bedenken zu besprechen um mit der Erkrankung
abschließen zu können?

War es nun also zu viel von mir verlangt , dass ich mit ihm
so lange alle meine Bedenken ( auch wenn sie noch so klein
erscheinen sollten) vollständig diskutieren wollte,

So - vor diesem Hintergrund: Ja, es war ganz eindeutig zu viel
verlangt! Und um irgendetwas bis ins Detail mit dir
auszudiskutieren, ist der Arzt bestimmt nicht da! Da hätte ich
als Versicherter, der auch Beiträge zahlt, ein ganz enormes
Problem damit, wenn sich der Arzt darauf einlassen würde. Denn
so ein Debattierbedürfnis, was man auch in der Kneipe (oder im
Internet) ausleben kann, mag ich nicht mitfinanzieren!

Ja aber wer ist denn dann für mich da? Es geht ja nicht darum, dass ich einen Psychologen brauche, sondern wer kann mich dann dann genau bei fachspezifischen medizinischen Fragen beraten, wenn es der Arzt nicht tut?

Wenn ich mir so einige Beiträge von dir angucke, dann ahne ich
nämlich, was das für Fragen waren und in welcher ausführlichen
Verpackung du sie gestellt hast. (Btw: Würdest du die Fragen
mal hier rein stellen?)

Würde ich gerne, aber ist mir peinlich, was ich für ne Krankheit hatte…

Du hast von Mindmap gesprochen. Wenn du die Technik richtige
erlernt hast, dann müsstest du wissen, dass ein Mindmap nur
dann sinnvoll eingesetzt werden kann, wenn nach dem Mindmap
eine Priorisierung erfolgt. Diesen Schritt hast du ganz
offensichtlich völlig übersprungen.

Den habe ich gemacht

Insofern- was du jetzt machen sollst? Sind die offenen Fragen
wirklich erforderlich, um mit deiner Krankheit, so sie
überhaupt noch besteht, oder einer eventuellen
Wiederholungsgefahr, umzugehen? Oder sind das Fragen, die eher
dahin gehen, dass du den 3-monatigen Infekt innerlich noch
nicht verarbeitet hast bzw. dich in irgendwelche
Was-Wäre-Wenns reingesteigert hast? (Dafür sprechen Beiträge
zum Thema Infektion von dir). Dann würde ich mal in Erwägung
ziehen, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Der ist für so
etwas zuständig. Und der wird dann auch nach Zeit bezahlt!

Nein, unbedingt notwendig ist es nicht.

* Ich habe diverse Zeitanalysen von Arzt-Patienten-Kontakten
gemacht. Bei guten Ärzten, die sich auch Zeit nehmen für ihre
Patienten. Glaub mir oder lass es bleiben. Aber 40 Minuten hat
da kein Patient gefordert.

Naja, was soll ich schreibe, ich will halt genau wissen, wieso etwas gemacht bzw. nicht gemacht wurde, wieso jemand genau dieses Medikament und nicht das andere verschreibt, wie es mit der Zuverlässigkeit des Testverfahrens gestellt ist usw… Das interessiert eben bestimmt die meisten nicht…

Hätte ich zum Beispiel nicht so hartnäckig beim ersten Arzt gefragt, dann hätte ich auch nie erfahren, dass es etwas nicht im Labor getestet hat… Dieser „Trottel“ meinte dann noch, machen Sie sich keine Sorgen, sie sind gesund… Wie kann er das behaupten, ohne alle Untersuchungen angeordent zu haben?
Erst der zweite Arzt, hatte nach dem ich ihn von mir aus gefragt hatte :" ob das alle Untersuchungen gewesen wären", gemeint dass da ja nur die hälfte Untersucht wurde, bei Privatpatienten man aber ruhig die teuren Test machen könnte… Da wurde dann natürlich auch etwas noch gefunden…

Ich bin eben deshalb so erbost, weil ich bewusst privatversichert bin und es ärgert mich deshalb um so mehr, wenn nur die Standardtests gemacht werden… Ich will ja, dass sich meine Krankenversicherung auch lohnt…

Letztendlich glaube ich aber, wenn man sich da zu sehr reinsteigert, dass es einem dann ehr schlechter geht, als wenn man ignorant ist… Hätte ich nicht nachgefragt, hätte ich zwar nun noch eine Krankheit mehr in meinem Körper, daran gestorben wäre ich aber bestimmt nicht & wenn ich 3 angesteckt hätte, dann wäre es halt so gekommen… Ich hätte mich dann ja guten Gewissens aus die Aussage vom ersten Arzt verlassen, dass ich gesund bin…

Danke für deine ausführliches Feedback, habe dir auch nen Stern gegeben :wink:

H1N1-Grippe
und Scabies toll gell und das als anständiger Bürger…

Danke für die genaue Angaben, auch du bekommt wie alle aderen, die mir antworten ne Sternchen als Anerkennung :smile:

Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier die Mentalität
vorliegt „Ich bin Privatpatient, also muss der Arzt mir zu
Füßen liegen“.

Gruß, Niels

Auch du bekommt für deine kritische Bemerkung ein Stern als Anerkennung.
Zwar würde ich nicht sagen, dass mit der Arzt zu Füßen liegen muss. Idealerweise sollte er natürlich allen Patienten gleich zur Verfügung stehen bzw. dies von der Ernsthaftigkeit der Erkrankung abhängig machen…
Notfälle haben natürlich immer Vorrang, das ist logisch, ich will ja niemanden wegen meinem „Wewehchen“, was mich nicht umbringt eventuell unter die Erde bringen…

Ich erwarte vom Arzt jedoch schon, wenn es keine Notfall gibt und die Zeit knapp wird, dass er sich den Privatpatienten mit mehr Aufmerksamkeit widmet als anderen… Denn Privatpatienten zahlen ja auch mehr Beiträge…
Sicherlich ist das nicht fair, aber fair ist das Leben eh nicht…
Ein Privatpatient muss ja Vorteile habe, sonst würde er sich ja nicht privat versichern & tiefer in die Tasche greifen…