Fenster undicht?

Liebe/-r Experte/-in,
leider habe ich in meiner wohnung ein feuchtigkeitsproblem.
und zwar ist regelmäßig, vor allem jetzt, wo der winter kommt, innen am fenster meines schlafzimmers beschlag bzw wasser.
er verbreitet sich unter, links und rechts an der scheibe. vor allem ist aber auch die unterseite des rahmensnass, auf dem silikon rinnen viele tropfen.
jeden tag wische ich dieses wasser ab.
außerdem habe ich mir ein luftentfeuchtungsgerät gekauft.dieses entzieht der raumluft wasser bis zu unter 60% luftfeuchtigkeit.
aber selbst, wenn ich dieses gerät täglich benutze und mit eine normale luftfeuchtigkeit angezeigt wird, ist das fenster immer wieder nass.
eine ursahce kann sicher das badezimmer 2 räume weiter sein, das kein fenster hat. aber auch hier setze ich das entfeuchtungsgerät ein. also sollte eigentlich diese ursache nicht infrage kommen.
ist es möglich, dass das fenster einen materialfehler hat? dass es undicht ist?
oder kann es am mauerwerk liegen? das haus ist über 100 jahre alt und hat sehr dicke wände.
das fenster ist ein teures qualitätsfenster und wurde vor ca 10 jahren von einer firma gesetzt. ich wundere mich erst jetzt, da diese räume ein paar jahre lang nicht intensiv genutzt wurden.
wie kann ich mein problem beseitigen bzw den fehler eingrenzen?
für ein paar ratschläge wäre ich sehr dankbar.
viele grüße
wolfgang

Hallo Wolfgang,

es kann sein dass die (Gummidichtung ) nichtmer ganz dicht ist und sollte alle 7-10Jahre ausgetauscht werden.

sollte dann immernoch das Problen da sein, empfehle ich Ihnen einen Energieberater, der die Wandfeuchte misst.

Disbezüglich könnte es sein dass Die außenwand gedämmt gehört.

es wäre nett von Ihnen wenn sie mir hierzu ein par bilder zusenden würden

[email protected]

Mit freundlichem Gruß
Stefan Fleig

Ihr Problem liest sich ganz wie ein Lüftungsproblem. Wenn Sie ein so altes Haus haben hatten Sie früher fenster die nicht dicht waren so konnte ein ständiger Luft- und feuchtigkeitsaustausch stattfinden.
Mit neuen „modernen Fenstern“ erhalten Sie jetzt aber elemente die sehr dicht sind und der Austuasch der Luft und der Feuchtigkeit muss manuell erfolgen. Eigentlich sollten Sie mit den neuen fenstern auch ein Lüftungsanweisung erhalten haben.
Gerade in Schlafzimmer, Bad und Küche sind die beschriebenen Probleme typisch da in diesem Räumen die meiste Feuchtigkeit erzeugt wird.
Sie sollten ca 14 Tage lang täglich 2-3 mal für 5-10 Minuten die Fenster ganz öffnen, danach die Heizungen voll aufdrehen und wenn Temparatur da ist wieder das Fenster für 1-2 Minuten ganz öffnen. Dananch müßte die grundfeuchtigkit heraus sein und Sie können mit „normalem“ Lüften fortsetzen d.h. täglich mind. 2x für 5-10 Minuten ganz öffnen.
Aus der ferne ist so ein problem natürlich nur sehr schwer zu beurteilen, Ihre Schilderungen weisen jedoch deutlich auf ein Lüftungsproblem hin.
mfg

Hallo Wolfi,

das ist ein komplexes Thema, das man eigentlich nur messtechnisch und rechnerisch exakt auswerten kann.

Rein technisch ist die Ursache i.d.R. ganz einfach:
Warme Luft kann mehr Wasserdampf speichern als kalte. Wenn diese warme, feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft, kondensiert sie dort (siehe Wassertropfen am Kochtopfdeckel). Gerade im Winter haben wir erst die kritischen Temperaturdifferenzen von warmer Raumluft und kalten Wandoberflächen, auf denen der Wasserdampf der Luft kondensieren kann.

Am schnellsten kondensiert die Luft am kältesten Punkt im Raum. Früher waren das die Einfachglasscheiben. Dafür hat man dann auch auf der Innenseite spezielle Nuten z.B. in die Fensterbank eingebracht, um das Wasser aufzufangen und wegzuwischen. Gute Fenster in einem alten Haus verlagern diesen kalten Punkt an die nächste Schwachstelle. Das sind oft die Fensterbankanschlussstellen, die untere Glaskante oder die Sprossenebenen, seitliche Laibungen, Raumecken usw. Dort wachsen dann auch die Schimmelpilze gern und reichlich.

Bei Oberflächentemperaturen über 10 Grad Celsius fällt dieser Effekt meist weg. Deshalb untersucht man die gesamte Bau- und Montagesituation auch vor einer Sanierung und rechnet genau aus, wo die Isothermen (Temperaturkurven) liegen. Ist bei einer rechnerischen Temperaturdifferenz im Winter die Oberflächentemperatur an allen Stellen warm genug, wird kein „Schwitzwasser“ anfallen.

Übrigens geben wir pro Person und Nacht soweit ich weiss ca. 1 Liter Wasser ab. Das muss ja irgendwo hin.

Für die ganze Problematik (dies ist nur eine Erklärung) wäre es von Vorteil, einen Sachverständigen vor Ort zu haben, der die Situation beurteilt und dann Empfehlungen aussprechen kann. Im allgemeinen ist aber der richtige Umgang mit Lüften und Heizen wichtig, da der Feuchtehaushalt damit reguliert werden kann. Zu kalte Oberflächen sollten gedämmt werden (aber fachlich geplant!). An welcher Stelle und wie das bei euch am besten gemacht werden sollte, kann dieser Sachverständige ebenso errechnen.

Eine interessante Site zu diesem Thema: http://www.test.de/themen/umwelt-energie/meldung/Feu…

Ich hoffe, ich konnte ein wenig zur Aufklärung beitragen und wünsche viel Erfolg

Maik

Es ist sehr schwer via Ferndiagnose hier eine seriöse Meinung abzugeben. Es kann ein Baumangel sein. Muss aber nicht. Ein großes Minus ist aber bestimmt, in ein altes Haus neue Fenster einzu bauen. Diese sind zu dicht und das Haus kann nicht mehr Atmen. Leider passiert das immer wieder. Weil der Verkauf vor der Beratung steht. Und auch weil die meisten „Fachleute“ nicht mit alter Substanz umgehen können.
Wenn es Geographisch sinnvoll ist würde ich mir gerne die Situation an Ort und Stelle ansehen.
Mit herzlichen Grüßen
Andreas Scheinast
www.scheinast.at
0664/6408952

Hallo Wolfgang,

das Problem ist sehr komplex und kann viele Ursachen haben. Gerne versuche ich zu helfen, wenn ich zum Beispiel weiß ob es das eigene Haus / die Eigene Wohnung ist und aus welchem Material die Fenster gefertigt wurden. (Fensterhersteller?) Weiter sollte ich wissen, ob unter den Fenstern Heizkörper montiert wurden. Wichtig auch, wie hoch die durchschnittliche Raumtemperatur am Tag und der Nacht ist.

Gruß Wolfgang

Hi
Super ein funktionierendes Haus.
Die haben halt vor 100 Jahren gewusst wie man Häuser baut und dann noch einen Handwerker gehabt, der die Fenster „vernünftig“ einbaut.(oder hast du Schimmel in der Leibung?). Welch ein Glück!!

So Zu Deinem „Problem“
Beim schlafen (ohne Sport) Verdunstet eine Persohn pro Nacht 1 - 1,5 Liter Wasser diese schlagen sich an den Kältesten stellen im Raum nieder, Also dem Rand der Iso Scheibe ( Wärme leitendem Abstandhalter im Glas)
wenn der Rahmen auch nass ist hast du wahrscheinlich ein Kunstoffenster mit 2 Dichtungen, kann Passieren ist aber nicht schlimm.

Um die Feuchtigkeit los zu werden Morgens die Fenster eine halbe Stunde auf (nicht Kippen) und die Feuchtigkeit ist raus, abwischen wäre auch gut, dann ist es gleich weg aber trotzdem Lüften.

Wenn das Schlafzimmer der Kälteste Raum in der Wohnung/Haus ist gehört die Tür über Tag zu „Feuchtigkeit schlägt sich an den Kältesten stellen im Haus nieder“

Ich hoffe ich konnte Helfen
Gruß Claas

PS. Du Kannst auch den Gefrierer auflassen und das Eis raus tragen, Hilft ist aber teuer.:wink:

Augenscheinlich ist das Fenster die kälsteste Stelle im Raum, bzw. zu den angrenzenden Räumlichkeiten. Dort setzt sich nun einmal die Feuchtigkeit ab (analog Autoscheiben).

Vor dem Schlafengehen 10 Min. lüften, Tür nur anlehnen und nicht einklinken.

Wenn die Feuchtigkeit direkt am Glas sitzt, wird die Problemzone wohl nicht die Einbausituation des Fensters selbst oder das Mauerwerk sein, sondern das Glas, bzw. der Randverbund des Isolierglases sein.

Feuchtigkeitsniederschlag macht sich immer an der schwächsten (kälstesten) Stelle bemerkbar.

Allerdings ist die Isolierglasentwicklung in den letzten 10 Jahren auch beträchtlich weiter gegangen, so dass heutige Gläser weitaus stärker wärmedämmend sind und einen weitaus besseren Randverbund (das Material, das die beiden Glasscheiben verbindet) haben.

Materialfehler oder Undichtigkeiten des Fensters selbst sehe ich nicht. Bei einem undichten Fenster würden Sie die Feuchtigkeit wohl nicht bemerken, weil durch den dann zu großen Luftaustausch auch die Feuchtigkeit exportiert würde.

Feuchtigkeitsniederschlag (Kondensat) tritt seit Abschaffung von Einscheibenfenstern eher bei zu dichten Fenstern auf.

Vielleicht doch einmal den Fachmann das Ganze prüfen lassen.

So,also vorab mal Info soweit ich Sie Ihren Angaben herauslesen kann. Es handelt sich wahrscheinlich um ein Holzfenster ( Kunststoff-Fenster haben kein Silikon); Aber das ich nicht der Punkt:Wenn es draußen kälter wird passiert folgendes: Die Luft innen ist wärmer und die Fensterscheibe in dem Fenster ist wahrscheinlich der kälteste Punkt im Raum; Hier insbesondere bei Isolierglasscheiben der Randbereich der Scheibe, da dieser nicht so gut isoliert ist wie die Scheibe selber. Die Luftfeuchtigkeit die auch während des Schlafes entsteht kondensiert dann an dem Fenster bzw. an der Scheibe.Es wäre natürlich möglich das auch noch ein Teil am unteren Rahmen kondensiert wenn hier beispielsweise das Fenster ncht ganz dicht ist. (kann man aber bei etwas Wind mit einer Kerze feststellen). Hier kann man abhelfen, indem man den Anpressdruck des Flügels auf den Rahmen erhöht.
(Macht bestimmt auc hdie Firma die die Fenter montiert bzw. geliefert hat); Ist eine Sache auf ein paar Minuten. Ansonsten einen Luftfeuchtigkeitsmesser im Baumarkt holen und die Feuchtigkeit messen. ( Kostet vielleicht 10 €;
Es kann natürlich auch sein, das Sie das Schlafzimmer nicht heizen, was ein Grund wäre, das die Luft raumseitig nicht sehr viel Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann und diese deshalb an der Fensterscheibe kondensiert. (Der Durchschnittmensch schwitzt zwischen ein und 2 Liter jede Nacht);
Auch das kann man in einem Versuch testen:
1 Tag lang Heizung voll aufdrehen und sehen ob dann immer noch soviel Wasser kondensiert. Aufgrund der warmen Luft kann dann die Luft raumseits sehr viel mehr Feuchtigkeit aufnehmen und es kondensiert weniger an die Scheibe. Meiner Meinung nach liegt es def. nicht an dem Fenster (Qualitätsmäßig gesehen). Man könnte noch über eine bessere Wärmeverglasung nachdenken, hier müßte man wissen was damals eingebaut wurde.
Alle Vorschläge mal ausprobieren; Über ein Feedback würde ich mich freuen.
mfg Thomas

Hallo Wolfi!

Das Fenster ist zwangsläufig die dünnste und damit bei kalten Außentemperaturen auch die kälteste Fläche in einem Raum. Vor 10 Jahren gab es nur Abstandhalter aus Aluminium in Isolierglasscheiben, die als perfekte Wärmeleiter im Randbereich der Isolierglasscheiben die Isolation minimieren und dafür sorgen, dass diese Bereiche die kälteste Stelle des Fensters sind. Warme Raumluft steigt nach oben und erwärmt dort den Randbereich des Isolierglases deutlich besser als unten, wodurch sich ergibt, dass der von Dir beschriebene Bereich unten, links und rechts am Rand der Isolierglasscheibe der ultimative Schwachpunkte der gesamten Raumisolation ist. Wenn es zum Niederschlag kommt, dann muss er genau dort auftreten.

Die Tatsache, dass dort Niederschlag auftritt, ist bei einem 10 Jahre alten Fenster selbst bei normaler Luftfeuchtigkeit bei sehr niedrigen Außentemperaturen weder ungewöhnlich noch zu verhindern. Ungewöhnlich ist nur die Menge, die Du beschreibst. Hin und wieder mal ein Tropfen, der bis auf die Fensterbank gelangt, ist in der Toleranz.

Interessant zu wissen wäre, wie groß das Temperaturgefälle von Raumtemperatur in 1 Meter Höhe an der dem Fenster gegenüberliegenden Wand im Vergleich zu der von Nässe betroffenen Scheibe ist. Ebenso wäre in diesem Zusammenhang interessant zu wissen, welche gemessene Raumtemperatur und welche absolute Luftfeuchtigkeit an der dem Fenster gegenüberliegenden Wand in 1 Meter Höhe gemessen wird.
Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent, die sich auf eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius bezieht, wäre die Menge an Niederschlag morgens an der Scheibe kein Wunder, wenn beispielsweise bei einer Raumtemperatur von 16 Grad Celsius zwei Personen schlafen. Dann bedeuten die 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit eine enorme Wassersättigung der Raumluft (absolute Luftfeuchtigkeit), die sich selbst bei geringem Temperaturgefälle schon an der Scheibe niederschlagen muss.
Wenn man davon ausgeht, dass von 60 Prozent absoluter Luftfeuchtigkeit die Rede ist oder alternativ die Raumtemperatur auf 20 Grad Celsius gehalten wird, dann besteht erst ein Grund, sich über die Ursache des Niederschlags wie folgt Gedanken zu machen:

Die recht hohe Feuchtigkeit ist offensichtlich in der Raumluft ebenso wie ein sehr deutliches Temperaturgefälle zum betroffenen Scheibenbereich vorhanden, denn sonst gäbe es keinen Niederschlag an der Scheibe. Wenn der Luftentfeuchter nicht permanent Unmengen an Wasser sammelt und dennoch eine Luftfeuchtigkeit von weniger als 60 Prozent anzeigt, dann kann es nur zwei Ursachen dafür geben:

  1. Der Luftentfeuchter, bzw. dessen Hygrometer ist kaputt.
  2. Es gibt im Raum keine Luftzirkulation, so dass der Luftentfeuchter abschaltet, nachdem er die ihn umgebende Luft getrocknet hat.

Wenn der Luftentfeuchter aber fleißig arbeitet und mehr als 2 Liter Wasser täglich Wasser sammelt, dann kommt regelmäßig neue Feuchtigkeit in die Raumluft und es ist zu kären, ob das normal ist oder nicht.
Bei 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und einer Raumtemperatur von deutlich weniger als 20 Grad Celsius, ist die Raumluft tatsächlich beinahe „tropfnass“ und der Luftentfeuchter dürfte nicht abschalten. Die Ursache der Feuchtigkeit liegt beinahe auf der Hand:

Ein Altbau kann in seiner Bausubstanz enorme Wassermengen speichern. Waren die Räume eine lange Zeit nicht bewohnt, hat sich bestimmt viel Feuchtigkeit gesammelt, die erst einmal trocken gewohnt werden will.
Teilweise noch bis in die 50er Jahre des vergangen Jahrhunderts war es üblich, dass der Erstbezug in den damaligen Neubauten besonders günstig war, weil die Wohnungen erst einmal trocken gewohnt werden mussten. Erst mit der Zentralheizung und Heizkörpern in allen Räumen änderte sich dies, weil es hier im Gegensatz zu den Ofenheizungen innerhalb der Wohnung nicht mehr zu den enormen Temperaturgefällen kam, wodurch sich die Nachteile der frischen Bausubstanz mit „fließendem Wasser in allen Räumen“ (gemeint war Kondenzwasser an den Wänden) bemerkbar machten.
Wenn Du nun in einer Wohnung wohnst, in der die Bausubstanz durch vorherige Nichtnutzung Feuchtigkeit aufnehmen konnte und Du Dein Schlafzimmer (wie üblich) deutlich weniger heizt als den Rest der Wohnung, dann hast Du letztendlich einen Zustand, der dem im Kleinen ähnelt, von dem man früher von „fließendem Wasser in allen Räumen“ sprach.
Durch die Aufheizung der Wohnung entsteht ein Temperaturgefälle zum Schlafzimmer und die Raumluft im Schlafzimmer muss weitgehend die Luftfeuchtigkeit der gesamten Wohnung entsorgen, die sich während der unbewohnten Phase in der Bausubstanz gesammelt hat.

Ein immer wieder kehrendes Problem ist das Lüften. Daher will ich das auch noch ansprechen. In einem relativ keinen Schlafzimmer, in dem 2 Personen bei recht niedriger Raumtemperatur schlafen, ist die Feuchtigkeit durch Atmen und Verdunstung eine ganz ordentliche Menge, die oft unterschätzt wird. Mindestens 2 Liter Wasser müssen pro Nacht von der Luft aufgenommen und über Tage wieder entsorgt werden. Wenn noch Pflanzen oder Tiere im Raum sind, erhöht sich die Wassermenge natürlich.

Im Herbst, wenn die ersten kalten Nächte noch ungewohnte Kälte bringen und es draußen auch noch sehr feucht ist, neigen selbst viele Menschen, die selbst im Winter bei offenem Fenster schlafen dazu, nachts die Fenster zu schließen. Die Energie kosten sind enorm gestiegen und viele Menschen, die früher bei geöffnetem Fenster geschlafen haben, haben auch aus diesem Grund das Schlafen bei geöffneten Fenster während der Heizperiode aufgegeben. Die modernen Fenster mit ihrem Kippmechanismus gaukeln eine Lüftungsfunktion vor, die physikalisch überhaupt nicht oder nur in viel zu geringem Maß vorhanden ist. Berufstätige Menschen können überhaupt nicht das Lüftungsverhalten (mindestens zweimal täglich durch Stoßlüften die komplette Luft in der Wohnung austauschen) realisieren, aufgrund dem moderne Fenster hinsichtlich ihrer Dichtigkeit ausgelegt sind.

Wenn das Problem der Feuchtigkeit am unteren Randbereich der Isolierglasscheibe in einem Schlafzimmer deutlich intensiv morgens und weniger intensiv abends auftritt, während es am Nachmittag weitgehend behoben zu sein scheint, dann liegt die Ursache primär in der Entsorgung von Wasser, was durch normale Nutzung auftritt. Es handelt sich mit anderen Worten um unzureichendes Lüften. Morgens sieht man das Wasser, was die Luft über Nacht gesammelt, aber am kalten Fenster nicht behalten konnte. Am Nachmittag wird der Raum so warm und die Außentemperatur so hoch, dass die Luft bei dem dann vorhandenen Temperaturgefälle das Wasserhalten gerade noch schafft, und abends summieren sich der Abfall der Außentemperatur in Verbindung mit der Nachtabsenkung der Heizung zu einer neuen Problemsituation. Manchmal reicht abends schon das Abfallen der Außentemperatur, bevor die Nachtabsenkung der Heizung hinzu kommt und manchmal ist die Außentemperatur so niedrig, dass auch am Nachmittag noch Niederschlag zu sehen ist. Das Prinzip, morgens sehr viel, abends weniger und nachmittags noch weniger, bleibt aber bestehen.

Wenn es nicht am Lüften liegt, dann hat man das Problem den ganzen Tag mit Ausnahme der ersten Stunde nach einem ordentlichen Stoßlüften, bei dem wirklich die gesamte Luft des Raumes ausgetauscht wird. An einem sehr kalten Wintertag hat man vielleicht auch 2 Stunden nach dem Stoßlüften noch keine Niederschläge an der Scheibe, weil die sehr kalte Winterluft extrem trocken ist und bei langsamer Erwärmung im Raum reichlich Potential für die Aufnahme neuer Luftfeuchtigkeit bietet.

Ich hoffe, etwas geholfen zu haben oder zumindest Anregungen gegeben zu haben, die auf der Suche nach Ursachen und Lösungen behilflich sind.

Mit freundlichem Gruß,
Peter Ralf Lipka
ActualVision ZILL-Fenster GmbH, Berlin

kann man so gar nicht sagen

das fenster kann undicht sein
die fuge kann undicht sein
es kann in der luft durch kochen, wäsche, pflanzen zuviel feuchtigkeit sein, man kann so etwas nur messen

wo ist der taupunkt, welche temperaturen hat die fensterlaibung… usw.

ist nen schwieriges thema, kann man nicht allgemein aufs fenster schieben

Hallo Wolfi,
mein Gebiet ist, berufsbedingt, z.B. die Renovierung (Anstrich) alter Fenster.
Zu Ihrer Schilderung:
Sie erwähnten nichts von Stoßlüften.
In jedem Haushalt sollte, am besten, 2-3 mal täglich für ca 20-30 Minuten die Fenster ganz geöffnet werden.
Ein professineller Luftentfeuchter wird z.B. während einer Bauphase zu schnelleren Austrocknung der Wände eingesetzt.
Der Mensch selbst gibt täglich bis zu 2 Ltr Wasser ab.

Ich weiß nicht, ob ich Ihnen mit meinen Aussagen nützlich sein kann.

MfG
Willi

Hallo Wolfgang
Am Fenster liegt die Ursache meistens nicht.Der Fehler kann am Lüften oder an der feuchten Wand liegen,aber Ferndiagnosen sind sehr schlecht zu machen.mfg schorsch

Hallo Wolfgang,

das Problem ist nicht neu - schauen Sie auch mal in früheren Anfragen und Antworten in diesem Forum nach.
Auch beim „googeln“ finden Sie viele Anregungen zu diesem Thema

Ob nun das Fenster (eher nicht), das Mauerwerk, eine eventuell schadhafte Dämmung oder etwas anderes „Schuld“ hat, kann ich von hier aus nicht beurteilen.

Eventuell wird das Schlafzimmer nicht oder zu wenig beheizt. Das Wasser sammelt sich dann am kältesten Punkt - an der Scheibe eben.

Ich setze voraus, dass Sie richtig und regelmäßig lüften (Stoßlüften)und im Winter das Fenster nicht einfach kippen.

Sie sollten sich einen Fachmann in die Wohnung holen, der die genaue Ursache feststellt und dann die richtige Lösung vorschlägt.

In jedem Fall sollten Sie hier Abhilfe schaffen, sonst besteht die Gefahr einer Schimmelbildung! Und das ist vor allem im Schlafzimmer nicht wirklich gesund.

Sorry, aber vom Schreibtisch aus kann ich leider nicht entscheidend weiterhelfen.

Viel Erfolg, mfG
Walter

Hallo Wolfgang,
Bad und Schlafzimmer sind die Räume mit der höchsten Luftfeuchtigkeit. Ein Mensch atmet pro Tag ca. 2 Liter an Feuchtigkeit aus. Die muss irgendwo hin. Im Normalfall ist das Fenster das schwächste Glied, die Oberflächentemperatur ist meistens deutlich niedriger als die OF-Temperatur der Wände. Entsprechend kondensiert dort dass Wasser als erstes aus. Wenn jetzt die Räume unzureichend geheizt werden verstärkt sich dieser Effekt. Gleiches pasiert, wenn die Räume über einen bestimmten Zeitraum in der Heiztemperatur zu stark abgesenkt werden. Dann kommen zum Kondenswasser am Fenster noch feuchte und/oder schimmlige Wände dazu. Die einzige Möglichkeit ist bei ordnungsgemäßer, vernünftiger Beheizung (die Räume nicht auskühlen lassen), die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. Normalerweise erfolgt dies über ausreichende Lüftung des voll geöffneten Fensters (nicht Kippstellung!).

Dadurch, dass im Winter die Außenluft deutlich trockener ist, geht der Luftaustausch relativ schnell. Bei 5-10 Minuten kühlen auch die Wände nicht so aus. Ein weiterer Vorteil niedriger Luftfeuchtigkeit ist, dass sich trockene Luft schneller erwärmt als feuchte, da das Wasser in der Luft mehr Energie benötigt, als die reine Luft.

Normal sollte die Luftfeuchtigkeit bei 50% (±10%) liegen. Je niedriger, umso weniger Probleme gibt es.

Eine weit verbreitete Unsitte ist das indirekte Beheizen von weniger genutzten Räumen über häufig genutzte. Dabei wird die feuchte warme Luft in den kalten Raum abgegeben und kondensiert an den kalten Wänden und Fenstern ähnlich wie beim Bierglas im Sommer.

Ich hoffe die Angaben helfen dir etwas weiter zur Eingrenzung und Beseitigung deines Problems.

VG Robert

Hallo !

Es gibt nur zwei Ursachen die Tauwasser auslösen :

Luftfeutigkeit :
hier hilft nur Lüften oder „Trocken“ mittels Gerät oder die Feuchtequelle wie Wasserdampf, Blumen etc. zu minimieren.
Feuchte dringt über mauerwerk ein etc.

Oberflächentemperatur :
Temperatur im Raum erhöhen - bzw. Heizkörper so anbringen daß die problematischen Flächen erwärmt werden (Heizkörper unter dem Fenster etc.)
Vorhänge und ähnliches sind hier auch problematisch.
Wärmebrücken durch Isolierung eleminieren bzw. Fugen entsprechend abdichten.

Eine exatere Ferndiagnose ist leider nicht möglich - wenden Sie sich an einen örtlichen Bauphysiker.

m.f.G. aus Österreich.

Hallo ,
Das wichtigste bei kalten Temperaturen ,ist das ständige lüften und heizen im wechsel !!! Bei der Fensterfirma nachfragen ob ein Wärmeschutzglas mit warmer Kante eingesetzt wurde .Wärmeschutzglas hat einen UG- Wert von 0.8 Welches ich bezweifle,da es schon 10
Jahre alt ist.Abhilfe durch Wärmeschutzglas mit warmer Kante, regelmässiges lüften und heizen damit die feuchte
Luft abdampfen kann..An der Undichtheit oder Materialfehler liegt es in der Regel nicht !!!
Viel Erfolg Stiftel…

hi,

sorry, kann in dieser Anlegenheit leider nicht weiter helfen !