Fensterscheiben sind nass!

Hallo,
ich habe ein kleines Problem. Seit dem das so kalt draußen ist, sind meine Fenster immer vollkommen nass von innen.
Ich wische die jeden Morgen trocknen, damit es nicht anfängt zu schimmeln oder so.
Aber woher kommt das? Und was kann ich dagegen unternehmen?
Freue mich auf Vorschläge!

Hallo NomenestOmen,
dieses Erscheinungsbild tritt zu der kalten Jahreszeit häufiger auf. Das in der Luft enthaltene Wasser schlägt sich an kalten Oberflächen ab. Dies sind meistens die Glasscheiben der Fenster. So ähnlich wie der Spiegel im Bad noch dem Duschen.
Abhilfe bringt hier nur lüften, aber richtig. Morgens nach dem aufstehn 5-10 Min. die Fenster auf machen(nicht nur kippen). Und das mehrmals am Tag widerholen. Über diese Sache gibt es viele Weißheiten und Vorschläge. Das www ist voll damit, da bestimmt jeder dritte das Problem hat.
Gruß

hallo,

ein guter tipp: lüften.
am besten 3x täglich 3 minuten.
dabei so lüften, dass durchzug herrscht.
wasser am inneren der scheine ist ein zeichen für zu hohe luftfeuchtigkeit. die schlägt sich am kältesten punkt nieder (dem fenster).
gruß und viel erfolg :smile:

Die Glasscheiben sind schlecht. Feuchtigkeit setzt sich immer an den kältesten Punkten ab - in deinem Fall die Glasscheibe. Neue Wärmeschutzverglasung einbauen lassen oder neues Fenster (kommt auf den Zustand des Fensters an).

Weniger Feuchtigkeit im Raum kann aber auch helfen (beim beschlagen - nicht beim Heizkosten sparen). Dazu öfters am Tag mal lüften.

Hallo, leider kann ich bei diesem Problem nicht helfen. SG Lothar Schaller

Hallo
Luftfeuchtigkeit zu hoch.
mehr und richtig Lüften.
MFG
Ingo

Bitte nachlesen bei:

http://www.fensterbau-suedbaden.de/info/Kondensat/fe…

Ich denke, da steht alles Wissenwerte drin.

Schöne Grüße

Hallo, kommt auf die Verglasung an, Luftfeuchtigkeit schlägt an den kalten Scheiben an (Kondenswasser). Entweder Luftfeuchtikeit senken (lüften) oder neue Isolierglasfenster einbauen. Früher gab es da schöne Eisblumen an den Fenstern.

LG
Ganges

Bin leider ein paar Tage unterwegs gewesen.
Also: Die Fenster beschlagen immer zuerst an den Scheiben - respektive an den Scheibenrändern das diese Stelle bei Isolierglasfenstern die kälteste Stelle ist.
Kommen wird das von der Luftfeuchtigkeit; ggf. wird in diesem Raum nicht sehr viel geheizt; d.h. die Luft in dem Raum kann nicht soviel Luftfeuchtigkeit aufnehmen, und an der kältesten Stelle im Raum (die Scheibe) kondensiert dann die Luftfeuchtigkeit.
Abstellen kann man das nur bedingt indem man event. mehr heizt- die Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann - es kann weniger an den Scheiben kondensieren.
Man könnte ggf. die Verglasung verbessern;
Ein kleiner Test wäre, mal die Heizung voll aufdrehen und schauen ob es dann weniger wird bzw. ganz weg ist.
Ich hoffe ich konnte etwas Klarheit schaffen…

mfg Thomas

Wir haben auch das Problem mit nassen Fenstern. Ich kann aber sagen dass es nicht nur von der Luftfeuchtigkeit abhängig ist. Denn wir haben oft zwischen 40 und 50% gemessene Luftfeuchtigkeit, teilweise drunter (je nach dem wie wie heizen) und trotzdem sind die Fenster naß. Raumtemperatur zwischen 20 und 22°C. Es hilft wirklich nur öfter lüften bzw wenn die Heizkörper direkt unter dem Fenster ist auch in der Nacht laufen lassen.

Hallo NomenestOmen!

Bitte entschuldige die verspätete Antwort, denn ich hatte so viel beruflich fast genau zum Thema Deiner Frage zu tun, dass ich erst jetzt zur Beantwortung Deiner Frage komme.

Dein Problem ist rein physikalisch zu erklären und betrifft eine Vielzahl Menschen in der Winterzeit. Das Phänomen ist keineswegs ungewöhnlich und schon so lange bekannt, wie es Fenster gibt.
Die Erklärung liegt einfach darin, dass geheizte Raumluft in der Lage ist, eine recht große Menge Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf zu speichern. Je wärmer Luft ist, um so mehr Feuchtigkeit kann sie speichern. Im Umkehrschluss bedeutet dies natürlich, dass die Luft immer weniger Wasser speichern kann, je mehr sie abkühlt. Die logische Konsequenz ist, dass die Luft das gespeicherte Wasser beim Abkühlen verliert.
Das beim Abkühlen von Luft verlorene Wasser hat verschiedene Namen, je nachdem wo es sich befindet. In der Natur nennt man es Tau, der, wenn die Temperatur am Boden (Bodenfrost) unter den Gefrierpunkt sinkt, dann zu Rauhreif wird. Draußen in der Natur gehört diese Form Wasser zur großen Kategorie Niederschlag. Findet man dieses Wasser an Fenstern, Geräten, Rohren oder sonstigen Leitungen, wird oft von Schwitzwasser gesprochen.
Physikalisch nennt man dieses Wasser Kondensat, weil der Wechsel des Aggregatzustandes von Wasserdampf zu Wasser als das Kondensieren bezeichnet wird.
Kalte Luft kann weniger Wasserdampf speichern, als warme Luft. Daher ist es eine Tatsache, dass die trockenste Luft auf dieser Welt nicht etwa in einer Wüste zu finden ist, sondern in den Polarregionen. Und was viele Menschen ebenfalls nicht wissen ist, dass die Außenluft eines kalten, verregneten Herbsttages, bei dem sogar Nebel zu sehen ist, die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung stark reduziert, wenn man durch Lüften die Raumluft gegen die Außenluft austauscht. Denn die Außenluft ist nur von Wasser gesättigt, weil sie kalt ist. Wärmt man diese Luft in einer Wohnung auf, so ist sie viel trockener, als die alte Raumluft!
Übrigens ist Wasserdampf grundsätzlich gasförmig und unsichtbar. Sieht man eine weiße Wolke, die umgangssprachlich fälschlicherweise als Wasserdampf bezeichnet wird, ist bereits Wasserdampf zu Wasser kondensiert und man sieht lediglich winzige Wassertröpfchen, die so leicht sind, dass sie von warmer nach oben strömender Luft getragen werden können. Daher muss man sich nicht wundern, wenn behauptet wird, in der warmen Raumluft wäre eine große Menge Wasserdampf gespeichert ohne dass man eine Wolkenbildung sehen kann.

Zurück zum konkreten Problem! Wie oben beschrieben ist in warmer Raumluft eine recht große Menge Wasserdampf enthalten, der nach und nach von der Luft wie ein Schwamm aufgesogen und gespeichert wird. Selbst in Räumen, in denen nicht viel Feuchtigkeit produziert wird, sammelt die warme Raumluft dann eben über einen langen Zeitraum so viel Wasserdampf, wie sie tragen kann. Gelangt diese mit Wasserdampf mehr oder weniger gesättigte Luft in einen Bereich, in dem es kühler als in anderen Bereichen ist, beginnt die Luft damit, den Wasserdampf zu verlieren. Dabei wechselt der Wasserdampf durch Kondensation den Aggregatzustand von gasförmig zu flüssig. Öffnet man an einem kalten, trockenen Wintertag ein Fenster, so sieht man, wie sich sofort in der heraus strömenden Luft Wölkchen bilden und dass sich die Fensterscheibe beschlägt. Das ist ein extrem Beispiel, an dem man diesen Effekt sofort erkennen kann.
Bei dem von Dir beschriebenen Problem handelt es sich um den gleichen Effekt, der sich jedoch so langsam entwickelt, dass man dies nur durch lange und sehr intensive Beobachtung nachvollziehen kann.
Innerhalb eines Raumes ist die Fensterscheibe die dünnste Trennstelle zwischen warmer Raumluft und kalter Außenluft. Die Scheibe wird von der kalten Außenluft so stark herab gekühlt, dass sich ein extremer Temperaturunterschied zwischen der Raumtemperatur und der Oberflächentemperatur auf der Scheibeninnenseite ergibt. Streicht nun die warme Raumluft an der kalten Scheibe vorbei, kühlt sie sich ab und verliert ihre Fähigkeit einen Teil des Wasserdampfes behalten zu können. Sie muss daher soviel Kondensatz abwerfen, wie über der maximalen Kapazität zum Tragen von Wasserdampf liegt. Wie oben beschrieben, ist die Kapazität abhängig von der Lufttemperatur. Je größer der Temperaturunterschied zwischen Luft und Oberfläche ist, um so mehr wird die Luft herab gekühlt und um so mehr Wasser wird sie verlieren. Je wärmer die Raumluft ist oder je länger man der Raumluft ermöglicht, Wasserdampf aufzunehmen und je kälter, entweder durch extrem kalte Außentemperatur oder schlechte Wärmedämmwerte, die Scheibe wird, um so stärker wird es zur Kondensatbildung kommen.

Um Dein Problem, insbesondere die Folgeprobleme durch Schimmelpilzbildung, beseitigen zu können, gibt es fünf Alternativen, die von oben nach unten immer realistischer werden:

  • Verhindern, dass Feuchtigkeit in die Raumluft gelangen kann.
  • Raumluft durch Luftentfeuchter trocknen.
  • Kondensation durch bessere Isolierglasscheiben mindern.
  • Durch Lüftungstechnik bessere Raumklimatisierung erzielen.
  • Raumluft häufiger gegen trockenere Außenluft tauschen (Lüften)
    Wie man sieht, ist das vielfach diskutierte und leidige Thema Lüften an letzter Stelle und damit als optimale Lösung genannt. So viel und so oft man auch zu diesem Thema kontrovers diskutieren mag, es ist und bleibt die beste Lösung. Der Grund ist ganz einfach: es ist auch die wirtschaftlichste Lösung. Sicher kann man mit Lüftungstechnik die Räume mindestens ebenso gut klimatisieren, doch was soll das kosten, insbesondere, wenn diese Technik nachträglich in einem Altbau eingebracht werden soll. Klimaanlagen, die auch nachgerüstet werden können und deren Betrieb mit Wärmetauschern sogar wirtschaftlich zu betreiben sind, wären eine recht annehmbare Alternative dazu, denn diese trocknen die Luft automatisch aufgrund deren Konstruktion. Aber davon wollen viele Mieter ebenso wie Vermieter nichts wissen, denn auch diese Lösung ist durchaus mit hohen Investitionskosten verbunden. Einfache Luftentfeuchter sind in der Anschaffung preiswert, doch auch sie verursachen beträchtliche Unterhaltskosten. Dabei sind sie nicht einmal besonders effektiv, weil sie in der Regel nicht im Zirkulationskreislauf der Raumluft integriert sind und damit nur die unmittelbare Umgebung entfeuchten. Etwas besser sind qualitativ hochwertigere Isolierglasscheiben. Deren Technik wird kontinuierlich weiterentwickelt, so dass immer bessere Isolationen erzielt werden, wobei gleichzeitig deren Anschaffungspreis kontinuierlich sinkt, weil die Ansprüche an Isolationswerten die Standards permanent nach oben treiben, wodurch die Preise besserer Scheiben immer mehr von der Massenfertigung profitieren. Die Nachrüstung mit oder der Austausch von Isolierglasscheiben ist fast immer möglich und in der Regel recht preisgünstig. Nahezu unmöglich ist es, die Feuchtigkeitsaufnahme der Raumluft zu verhindern. Allein das Leben in einer Wohnung produziert permanent Feuchtigkeit und es ist nur eine Frage der Zeit, wann diese so gesättigt ist, dass es zum Niederschlag von Wasser kommt. Diese Zwangsläufigkeit kann man letztendlich nur durch Lüften oder Lufttrocknung, egal in welcher Weise, rechtzeitig unterbrechen, bevor es zum Niederschlag von Wasser kommt.
    In den aller seltensten Fällen sind bauliche Mängel oder Schäden für die Feuchtigkeit verantwortlich. Das bedeutet aber, dass auch dies geprüft werden muss. Aber solange sind Kondensat primär in der kalten Jahreszeit an den Scheiben bildet, kann man fast sicher gehen, dass es keine baulichen Mängel oder Schäden gibt, denn andernfalls gäbe es parallel dazu Auffälligkeiten, die besorgniserregender als Wasser an den Scheiben wären.

Ich hoffe, dass meine Ausführlichkeit die Verspätung der Antwort entschuldigt und ich einen Beitrag zum Verständnis des Problems leisten konnte.

Mit freundlichem Gruß,
Peter Ralf Lipka
ActualVision ZILL-Fenster GmbH, Berlin

Meisten liegt die Bildung von Kondenswasser an den Fenstern am falschen Lüften. Nützliche Hinweise zu dem Thema findest Du hier: http://www.gastip.de/rubrik/19971/Fenster-Richtiges-…