Festplatten - Garantie auch auf Datenrettung?

Hallo,

Herr H. kauft im November 2010 bei Firma F. zwei Festplatten à 1 TB. Beide Festplatten funktionieren zunächst ordnungsgemäß. Im Juni 2011 quittieren beide plötzlich gleichzeitig ihren Dienst ohne daß Herr H. sie Erschütterungen, Feuchtigkeit ausgesetzt hätte o. Ä…

Angenommen, die Defektursache liegt in den Festplatten, hätte Herr H. dann gemäß seiner Garantie ein Recht nicht nur auf zwei neue Festplatten, sondern auch auf Wiederherstellung der auf den Festplatten befindlichen Daten?

Könnte ein mit der Datenrettung beauftragtes Labor die Ursache für den Defekt rechtsverbindlich analysieren bzw. wäre die Rettung der Daten quasi gleichzeitig eine rechtsverbindliche Fehleranalyse, da (vermutlich) die Art und Weise der Rettung der Daten von der Art des Fehlers abhängt?

Gruß
Uwe

Antworten bitte ausschließlich in vordeformatorischer Rechtschreibung. Danke.

Hallo,
der einzige Hersteller (den ich kenne) der die Datenrettung, zumindest den Versuch, garantiert ist die Fa Trekstore. Bei allen anderen das kleingedruckte Lesen denn leider kann niemand sagen was in der Gebrauchsanweisung dazu steht.
Gruß SUnny

Was sagen die Garantiebestimmungen?

Angenommen, die Defektursache liegt in den Festplatten, hätte
Herr H. dann gemäß seiner Garantie ein Recht nicht nur auf
zwei neue Festplatten, sondern auch auf Wiederherstellung der
auf den Festplatten befindlichen Daten?

Hat er seine Sorgfaltspflicht erfüllt und auf anderen Medien Sicherungskopien erstellt?

Antworten bitte ausschließlich in vordeformatorischer
Rechtschreibung. Danke.

Aber sicher nicht.

Hallo,

wenn man sich ein wenig mit Computern und Speichermedien auskennt,
müsste man wissen, dass man nach jedem Arbeitstag eine Datensicherung
machen sollte. Darauf wird aúch in jeder PC-Schulung hingewiesen.

Wenn man das vergisst, bzw. ignoriert, kann man doch den Hersteller einer Festplatte nicht verantwortlich machen wenn man auf Daten nicht mehr zugreifen kann.

Dass eine Festplatte nicht mehr richtig funktioniert, kann mehrere Ursachen haben: z.B. Überspannung, Blitzeinschlag, Magneteinwirkung,
Feuer, Überhitzung, Nässe usw.

Gruß

wenn man sich ein wenig mit Computern und Speichermedien
auskennte, müßte man wissen, daß man nach jedem Arbeitstag eine
Datensicherung machen sollte. Darauf wird auch in jeder PC-Schulung
hingewiesen.

Schlauberger! Herr H. weiß das. Angenommen, das Blöde ist: es sind zwei HDs und es sind genau DIE Festplatten mit den Datensicherungen abgekackt - beide auf einmal!

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Wenn man das vergißt, bzw. ignoriert, kann man doch den
Hersteller einer Festplatte nicht verantwortlich machen, wenn
man auf Daten nicht mehr zugreifen kann.

Das würde ich so pauschal nicht sagen. Falls es eine Fehlfunktion der HDs ist? Angenommen, im vorliegenden Fall sind es sogar ZWEI HDs gleichen Typs gewesen, die gemeinsam ihren Geist aufgegeben haben (hingen an zwei unterschiedlichen USB-Ports). Auf beiden HDs war annähernd dasselbe drauf. Eine diente zur Sicherung der jeweils anderen.

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Daß eine Festplatte nicht mehr richtig funktioniert, kann
mehrere Ursachen haben: z.B. Überspannung, Blitzeinschlag,
Magneteinwirkung, Feuer, Überhitzung, Nässe usw.

Ja, ja, all diese Faktoren sind ausgeschlossen. Herr H. läßt grüßen und ausrichten, daß er nicht ganz doof ist.

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Angenommen, die Defektursache liegt in den Festplatten, hätte
Herr H. dann gemäß seiner Garantie ein Recht nicht nur auf
zwei neue Festplatten, sondern auch auf Wiederherstellung der
auf den Festplatten befindlichen Daten?

.

Hat er seine Sorgfaltspflicht erfüllt und auf anderen Medien
Sicherungskopien erstellt?

Ja, denn beide HDs sind wechselseitig Sicherungskopien voneinander und auf beiden liegen Sicherungskopien des Systems und sämtlicher Daten. Ein Verlust einer der beiden HDs wäre daher verkraftbar. Beider auf einmal allerdings nicht.

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Antworten bitte ausschließlich in vordeformatorischer
Rechtschreibung. Danke.

Aber sicher nicht.

Dann bitte ich ausdrücklich darum, nicht zu antworten.

Beider auf einmal allerdings nicht.

Das ist blöd gelaufen; aber das Verhalten war auch nicht geschickt. Denn man sollte auch unterschiedliche Medientypen verwenden und auch getrennt lagern. Also z. B. Festplatte und DVD.

Dann bitte ich ausdrücklich darum, nicht zu antworten.

Kannste knicken.

Festplatten gehen auch kaputt, wenn sie nicht sicher vom PC getrennt werden (dazu gibt es unten rechts nen Knopf) und einfach der Stecker gezogen wird. ich vermute, das war die Ursache, oder eine kurze Unterbrechung der Stromversorgung durch Störung im Netz. Dafür wäre der Hersteller nicht haftbar zu machen. Wie ich schon gesagt habe, nimmt man auch nicht nur mindestens zwei verschieden Datenträger zur Sicherung, sondern auch unterschiedliche Typen. Z. B. Festplatte und DVDS

Hallo,

Festplatten gehen auch kaputt, wenn sie nicht sicher vom PC
getrennt werden (dazu gibt es unten rechts nen Knopf) und
einfach der Stecker gezogen wird.

Das wäre das erste mal, dass ich von einem Defekt dabei höre.

ich vermute, das war die
Ursache, oder eine kurze Unterbrechung der Stromversorgung
durch Störung im Netz.

Erst recht nicht.
Man müsste halt erstmal feststellen, was überhaupt defekt ist. Was Du beschreibst, ist kein Defekt, sondern ein Datenverlust.

Dafür wäre der Hersteller nicht haftbar zu machen.

Wenn er eine entsprechende Garantie gegeben hat aber schon.

Anyway, warum man sein System auf einer USB-Festplatte benutzt, ist mir ein Rätsel. Warum man zwei angebliche Backup-medien gleichzeitig im Einsatz hat, ebenfalls. Warum man das zwei Backups nennt, weiß ich auch nicht - offensichtlich ist es ja nur eins.
Was da genau
Was nun mit der angeblichen Herstellergarantie ist, wissen wir auch noch nicht.
Gruß
loderunner (ianal)

Hallo,

Festplatten gehen auch kaputt, wenn sie nicht sicher vom PC
getrennt werden (dazu gibt es unten rechts nen Knopf) und
einfach der Stecker gezogen wird.

Das wäre das erste mal, dass ich von einem Defekt dabei höre.

Festplatte während Betrieb gezogen = hinüber. Da läuft nichts mehr.Keine Ahnung, warum, ist aber so. Davor wir aber immer gewarnt. USB-Speichersticks sind da robuster.

Man müsste halt erstmal feststellen, was überhaupt defekt ist.
Was Du beschreibst, ist kein Defekt, sondern ein Datenverlust.

Ne, ich meinte schon Defekt, weil offenbar durch die unsachgemäße Trennung an der Festplatte etwas zerstört wird. Ein Datenverlust würde die grundsätzliche Funktion der Festplatte nicht beeinträchtigen. Doch dem ist halt nicht so.

Dafür wäre der Hersteller nicht haftbar zu machen.

Wenn er eine entsprechende Garantie gegeben hat aber schon.

Bei Fehlbedienung sicher nicht. Dafür würde aber auch niemand Garantie geben.

warum man sein System auf einer USB-Festplatte
benutzt, ist mir ein Rätsel.

System?

Warum man zwei angebliche
Backup-medien gleichzeitig im Einsatz hat, ebenfalls.

Vielleicht zum Beschreiben der Medien? Das kann schon sein, aber warum man nicht unterschiedliche Medientypen verwendet hat, zeugt von mangelnder Sachkenntnis in Bezug auf Datenträger.

Warum
man das zwei Backups nennt, weiß ich auch nicht -
offensichtlich ist es ja nur eins.
Was da genau
Was nun mit der angeblichen Herstellergarantie ist, wissen wir
auch noch nicht.

Festplatten gehen auch kaputt, wenn sie nicht sicher vom PC
getrennt werden (dazu gibt es unten rechts nen Knopf) und
einfach der Stecker gezogen wird. ich vermute, das war die
Ursache,

Nein, derartige Mutmaßungen sind fehl am Platze.

Herr H. fährt seinen Rechner sogar immer herunter, wenn sich eine externe Platte mit dem Device-Manager nicht sicher abkoppeln läßt… Das kann also die Ursache nicht sein. Und ein kurzzeitiger Spanungsabfall hätte vermutlich nicht nur auf den externen HDs spürbare Folgen hinterlassen, sondern auch auf den internen.

Beide HDs sind übrigens zudem durch eine spezielle Polsterung vor Erschütterungen gesichert. Das sage ich schon mal prophylaktisch, bevor deine Mutmaßungen in diese Richtung gehen.

Anyway, warum man sein System auf einer USB-Festplatte
benutzt, ist mir ein Rätsel.

Wie bitte?? Davon war nirgends die Rede. Auf beiden externen USB-HDDs sind SICHERUNGSKOPIEN sämtlicher Daten.

Warum man zwei angebliche
Backup-medien gleichzeitig im Einsatz hat, ebenfalls. Warum
man das zwei Backups nennt, weiß ich auch nicht -
offensichtlich ist es ja nur eins.

Nein. Da hast Du was falsch verstanden.

Was da genau
Was nun mit der angeblichen Herstellergarantie ist, wissen wir auch noch nicht.

Das weiß Herr H. auch leider noch nicht. Er wird sich diesbezüglich erkundigen.

Gruß
Uwe

Herr H. fährt seinen Rechner sogar immer herunter, wenn sich
eine externe Platte mit dem Device-Manager nicht sicher
abkoppeln läßt…

Ist gut, dass er das weiß. Viele wissen es halt nicht.

Das kann also die Ursache nicht sein. Und
ein kurzzeitiger Spanungsabfall hätte vermutlich nicht nur auf
den externen HDs spürbare Folgen hinterlassen, sondern auch
auf den internen.

Nicht unbedingt. Das kommt drauf an, ob das Netzteil der internen genug Pufferung bietet - und das externe? Das ist in der Regel deutlich kleiner. Wurde ein PC verwendet oder Netbook? Netbook hat eingebauten Akku, der würde einen Spannungsfall auch puffern.

Beide HDs sind übrigens zudem durch eine spezielle Polsterung
vor Erschütterungen gesichert. Das sage ich schon mal
prophylaktisch, bevor deine Mutmaßungen in diese Richtung
gehen.

Nein, da im UP das ausgeschlossen wurde. Nur der Defekt durch falsche Ausschalten der Festplatte nicht. Daher habe ich angenommen, dass das sichere Trennen von Festplatten nicht bekannt wäre.

Beider auf einmal allerdings nicht.

Das ist blöd gelaufen; aber das Verhalten war auch nicht
geschickt. Denn man sollte auch unterschiedliche Medientypen
verwenden und auch getrennt lagern. Also z. B. Festplatte und
DVD.

Toller Tip! Die auf den HDs vorhandenen Datenmengen (jeweils ca. 700 GB) entsprächen ja auch nur ca. 150 DVDs… Da wäre man vermutlich ca. 1-2 Wochen mit Brennen beschäftigt. Danach wäre die Sicherheitskopie dann schon nicht mehr aktuell…

Kann ein ungewollter Magnetfeldeinfluss (Lautsprecher) ausgeschlossen werden?

waren beide Festplatten zur selben Zeit am Stromnetz, aber vielleicht nicht am Computer angeschlossen?

Selbst wenn die HDDs beide einen Herstellungsfehler hatten, ist es unwahrscheinlich, dass beide zur selben Zeit ausfallen. Kurz nacheinander, vielleicht.

Toller Tip!

ja, ich weiß.

Die auf den HDDs vorhandenen Datenmengen (jeweils
ca. 700 GB) entsprächen ja auch nur ca. 150 DVDs… Da wäre
man vermutlich ca. 1-2 Wochen mit Brennen beschäftigt. Danach
wäre die Sicherheitskopie dann schon nicht mehr aktuell…

Wie könne soviele Daten sich permanent ändern?
Auch denkbar ist die Lagerung auf verschiedenen Festplattentypen (verschiedene Hersteller) oder die Lagerung auf externen Servern, ähnlich Cloud-Computing.
Eine Blue-Ray-DVD hat übrigens 25 GB.

Hallo,

Angenommen, die Defektursache liegt in den Festplatten, hätte
Herr H. dann gemäß seiner Garantie ein Recht …

hat er denn eine Garantie? Wenn er sich da so sicher ist, müsste er doch auch wissen, welchen Umfang diese hat.

Da weder ein Verkäufer noch ein Hersteller verpflichtet ist, eine Garantie einzuräumen, gibt es auch keine rechtliche Grundlage, was eine Garantie umfassen muss.

Ein Blick in die Garantiebedingungen dürfte Klarheit bringen.

Ich persönlich kenne aber keinen Hersteller, der so wahnsinnig ist, derartig unkalkulierbare Risiken in der Garantie abzudecken. Schließlich obliegt es dem Käufer eine regelmäßige Datensicherung vorzunehmen. Das sieht die einschlägige Rechtsprechung genauso.

Gruß

S.J.

Dann meldet sich der Schlauberger mal wieder zu Wort!

Das würde ich so pauschal nicht sagen. Falls es eine
Fehlfunktion der HDs ist? Angenommen, im vorliegenden Fall
sind es sogar ZWEI HDs gleichen Typs gewesen, die gemeinsam
ihren Geist aufgegeben haben (hingen an zwei unterschiedlichen
USB-Ports). Auf beiden HDs war annähernd dasselbe drauf. Eine
diente zur Sicherung der jeweils anderen.

Ein PC-Spezialist scheint Herr H nicht zu sein, denn sonst würde er eine Interne-Festplatte und eine Externe-Festplatte mit USB-Schnittstelle für die Datensicherung verwenden.
Auch würde er die Externe-Festplatte nach der Datensicherung vom Kabel entfernen.
Auch solches lernt man in PC-Seminaren!

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Daß eine Festplatte nicht mehr richtig funktioniert, kann
mehrere Ursachen haben: z.B. Überspannung, Blitzeinschlag,
Magneteinwirkung, Feuer, Überhitzung, Nässe usw.

Ja, ja, all diese Faktoren sind ausgeschlossen. Herr H. läßt
grüßen und ausrichten, daß er nicht ganz doof ist.

Wenn alle diese Faktoren ausgeschlossen sind, wie kann es dann passieren, dass 2 Festplatten zum gleichen Zeitpunkt nicht mehr funktionieren.

Man sollte auch Systemfehler, Bios-Fehler usw. nicht ausschließen.
Aber das weiss Herr H. bestimmt auch und hat schon nachgeschaut.

Gruß

Hallo

Herr H. kauft im November 2010 bei Firma F. zwei Festplatten à
1 TB. Beide Festplatten funktionieren zunächst ordnungsgemäß.
Im Juni 2011 quittieren beide plötzlich gleichzeitig ihren
Dienst ohne daß Herr H. sie Erschütterungen, Feuchtigkeit
ausgesetzt hätte o. Ä…

Das heisst, es sind schon mehr als 6 Monate nach dem Kauf vergangen. Da für einen Sachmangel nur gehaftet wird, wenn er schon beim Kauf vorlag (was in den ersten 6 Monaten vermutet wird), müsste der Käufer nachweisen, das die Festplatten einen Defekt hatten, weil sie schon beim Kauf „mangelhaft“ waren

Angenommen, die Defektursache liegt in den Festplatten, hätte
Herr H. dann gemäß seiner Garantie ein Recht nicht nur auf
zwei neue Festplatten, sondern auch auf Wiederherstellung der
auf den Festplatten befindlichen Daten?

Dinge gehen nun mal kaputt. Wie andere schon geschrieben haben, ist es unwahrscheinlich, das der Hersteller das durch seine Garantie abdeckt, da müsstest du selbst nachlesen.

Ein Gewährleistung aus Sachmangelhaftung würde nur die Reparatur oder Ersatz der Festplatten abdecken, keine weiteren Kosten. Selbst wenn die ganze Produktreihe einen Fehler aufweisen würde, gäbe es nur einen Schadensersatz für die Sache selbst durch das Produkthaftungsgesetz, nicht aber für Folgeschäden (wie die verlorenen Daten).

Könnte ein mit der Datenrettung beauftragtes Labor die Ursache
für den Defekt rechtsverbindlich analysieren bzw. wäre die
Rettung der Daten quasi gleichzeitig eine rechtsverbindliche
Fehleranalyse, da (vermutlich) die Art und Weise der Rettung
der Daten von der Art des Fehlers abhängt?

Aller höchster Wahrscheinlichkeit nicht (ausser es handelt sich um ein generelles Problem dieser Bauart). Ein solches Labor kann nur feststellen, das evtl. ein elektronisches Bauteil ausgefallen ist, oder etwas mechanisch gebrochen ist oder so. Aber nicht warum das passiert ist. Da besteht eher andersrum die Chance, das man nachweisen kann, das die Festplatten nicht ordnungsgemäss bedient wurden.

DW.