FH vs. Uni

Hallo Ihr,

ich habe mal eine Frage:

Ich stehe jetzt kurz vor meinem Abi und wollte mal fragen, was ist denn bei den Firmen besser angesehen, ein Uni-Abschluss oder FH-Abschluss?
Ich wäre froh, wenn vielleicht irgendwelche Unternehmer sich zur Antwort melden würden.

Euer Andreas

Hallo Ihr,

ich habe mal eine Frage:

Ich stehe jetzt kurz vor meinem Abi und wollte mal fragen, was
ist denn bei den Firmen besser angesehen, ein Uni-Abschluss
oder FH-Abschluss?
Ich wäre froh, wenn vielleicht irgendwelche Unternehmer sich
zur Antwort melden würden.

Hallo Andreas,

das hängt nicht unwesentlich davon ab, welcher Disziplin Du Deine Studien widmen möchtest. Im operativen Sinne empfehle ich die FH, im elementaren Sinne eine Uni. Haben wir uns verstanden?

Klaus

Also ich weiß nur, dass die Uni sehr theoretisch ist und die FH halt sehr praxis nah. Wolltest du das ausdrücken?

Hallo,

so pauschal, finde ich, kann man das gar nicht sagen.

Es kommt auch darauf an, was Du aus Deinem Studium machst. Ob Du Dich nur auf Dein Studium konzentrierst, wie schnell Du es durchziehst, wie Deine Leistungen sind und vor allem, ob Du in den Semesterferien praktische Erfahrungen sammelst! Damit hebst Du Dich u.a. von der grauen Masse ab, füllst Deinen Lebenslauf an und kannst auch schon herausfinden, welche Branche Dir später liegt.

Du musst Dein Studium individuell gestalten und dann damit die Firmen und die Bosse überzeugen.

Jede Firma hat andere „Vorlieben“ für junge Nachwuchskräfte. Vielleicht kannst Du Dich ja bei Firmen, die Deinem späteren Berufsfeld ungefähr entsprechen, auf den Internetseiten erkundigen, was die Kräfte von morgen mitbringen sollen. Die eine legt Wert auf einen Uni-Abschluss, möglichst mit Doktor, die anderen wollen ein Diplom von der FH, oder einen Abschluss mit Auslandserfahrung…

Liebe Grüße Aline

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Also ich weiß nur, dass die Uni sehr theoretisch ist und die
FH halt sehr praxis nah. Wolltest du das ausdrücken?

Lieber Andreas,

Du unterschätzt mich. Das wird kaum Auswirkungen auf Dein Leben haben. Gehst Du ähnlich an Dein Studium, könnte das schon mehr Auswirkungen haben. Soll ich mich wiederholen? Gut! FH oder Uni? - diese Frage hängt damit zusammen, was Du studieren möchtest und was Du später machen möchtest. Also, nun Schluß mit Frage und Gegenfrage, ein Professor hätte Dich bereits immatrikulieren lassen. Was möchte der gnädige Herr denn gerne machen? Sollte es sich dabei um Wirtschaft, Technik oder eine Mischform handeln, könnte ich Dir vielleicht wertvolle Tipps geben!

Klaus

Ganz klare Sache…
…FH!!!

Wir stellen gar nie und nimmer Leute von der Uni ein; kannst du zum Arbeiten glatt vergessen. Reine Theoriehengste sind das und die haben null Ahnung von der Praxis.Können meistens nicht mal Unternehmen schreiben, geschweige denn wissen, was das ist.
Übrigens stehen wir da nicht alleine da, die meisten Mittelständler die ich kenne handeln genauso. Bei Siemens (das ist der große Beamtenladen) mag das vielleicht etwas anders aussehen, aber das ist ja auch nicht das Maß der Dinge!

Jedi

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Wieso??
Hey Jedi !

Wir stellen gar nie und nimmer Leute von der Uni ein; kannst
du zum Arbeiten glatt vergessen. Reine Theoriehengste sind das
und die haben null Ahnung von der Praxis.Können meistens nicht
mal Unternehmen schreiben, geschweige denn wissen, was das
ist.

Is bei den Naturwissenschaften völlig anders!

Bei Siemens (das
ist der große Beamtenladen) mag das vielleicht etwas anders
aussehen, aber das ist ja auch nicht das Maß der Dinge!

Ich dachte Beamte gibt es nur bei staatlichen Unternehmen?!?
Oder gibts die auch bei Siemens?
Wie misst Du denn die Dinge??

Thomas

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Hallo Andreas,

erstmal herzlichen Glückwunsch, daß du das Abi bald geschafft hast und studieren möchtest! Ist zwar kein Garant für eine gute Stelle später, aber ermöglicht dir meiner Meinung nach die interessanteren Jobs.

Ich schließe mich der Einschätzung der einiger anderer an: Welche Richtung möchtest du studieren? Ich meine, welches Fach? Und was willst du damit möglicherweise später machen? Ich arbeite in einer Abteilung, in der ausschließlich Uni-Leute arbeiten, aber das ist halt auch technische Forschung und Entwicklung und damit eher theorielastig. Wenn du lieber Maschinen entwickeln willst, ist vermutlich eine FH geeigneter.

Was jedoch viel wichtiger ist als die Wahl „FH Uni“ ist, daß du dein Studium richtig durchziehst. Bei Personalchefs kommem kurze Studienzeiten, gute Noten und (gerade bei FH) diverse Praktika bei verschiedenen Firmen gut an. Ich kann das allerdings natürlich auch nur durch meine Brille sagen, und die ist halt die eines Großkonzerns.

Ich hoffe, das hilft dir etwas, wenn nicht, dann frag’ bitte nach!

Chris

Hallo Andreas,

ohne einen Hinweis darauf, in welcher Richtung Du Studieren möchtest, ist es - wie andere schon bemerkt haben - schwer, Dir einen abschließenden Rat zu geben. Ich für meinen Teil finde, daß in dem folgenden Artikel die Sache recht anschaulich dargestellt ist:

http://www.ingenieurkarriere.de/bewerberservice/karr…

Bis denn dann,

Felix

Hi Andreas,

was liegt dir mehr:
Herauszufinden, warum ein technischer Sachverhalt so ist wie er ist (Uni), oder diesen Sachverhalt einfach einzupauken und ihn für neue Erfindungen zu nutzen (FH)?
War dir die Schule theoretisch genug (FH) oder bevorzugst du deutlich mehr Freiräume, Verantwortung und Selbständigkeit (Uni)?
Naturwissenschaften kann man nur an Unis studieren.
Ingenieurswissenschaften an beiden, wobei FH fast keinen wissenschaftlichen Anspruch hat, da sie wie Schule aufgebaut ist (auch wenn dies oft anders gesagt wird)
Andere Sichtweise:
Als FH-ler kann man im Beruf sofort gewinnbringend loslegen.
Als Uni Absolvent wird man eher in Gebieten eingesetzt, die nicht so klar durchforscht sind, und wo erst mal grundsätzliches Verständnis geschaffen werden muss.

Das Uni Studium erzieht eher zum hinterfragen, während die FH eher zum Macher ausbildet.

Man kann es auch so sehen:
Immer wenn ein Gebiet hinreichend erforscht ist, wird ein FH Studienfach erfunden, damit möglichst viele Leute möglichst schnell in der neuen Technologie eingesetzt werden können.
Deshalb gigt es so viele verschiedene FH Studiengänge

Gruss,

Hallo Ihr, danke dass ihr so vielzählig geantwortet habt.

Ich möchte in der Zukunft Informatik studieren und dann Informatik im Bezug auf Softwareentwicklung machen.

Ist der Fall jetzt klarer?

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas

Ach sooo!
Dann gebe ich dir nochmal einen ganz anderen Blickwinkel.
Ich arbeite bei einer grösseren, weltweit operierenden Firma. Wir stellen Systemlösungen her. Davon ist ein sehr grosser Anteil Firmware und Software.
Die überwiegende Mehrzahl unserer Soft und Firmware-ler haben an Unis studiert, und zwar: E-technik, Maschinenbau, Elektronik, Mathematik.,…
Merkst du was? Kaum ein Informatiker dabei.
Alles Leute, die das Fachwissen der jeweiligen Branche mitbringen, und nebenher sich mit Software beschäftigt haben.

Abgesehen von zuvor Geschildertem plädiere ich in deinem Fall eher für Uni, da der Bereich Software abstraktes Denken und ständiges Hinterfragen erfordert. Ausserdem kommt ständig irgend was Neues, in das man sich immer wieder hineindenken muss.

Gruss,

Hi,

Ich möchte in der Zukunft Informatik studieren und dann
Informatik im Bezug auf Softwareentwicklung machen.

Ich habe Helges Beitrag mit Interesse gelesen. Ich sehe das anders: wenn du unbedingt Softwareentwicklung machen willst und in die Industrie gehst, würde ich dir empfehlen, auf der FH zu studieren.

Uni-Informatiker beschäftigen sich oft mit grundsätzlichen Dingen, entwickeln Verfahren und erforschen bestimmte Gebiete. Die Masse der Softwareentwickler nutzt dann deren Erzeugnisse, um konkrete Fragestellungen des Industriealltags zu bewältigen. Das sind aus meiner Erfahrung meist FH-Absolventen.

Zwar stimmt es, daß Softwareentwickler häufig keine Informatiker sind. Dann haben sie ihre Kenntnisse aus der Praxis, so daß ihre Ausbildung auf diesem Gebiet dann doch eher dem FH- als dem Unistudium ähnelt. Und daß man auf der FH nicht abstrakt denken lernt, möchte ich mir hiermit verbitten :smile:

Schönen Gruß
Sancho
FH-Studium Elektrotechnik ohne Abschluß, seit 10 Jahren Softwareentwickler als Datenbankspezialist

Was soll ich denn jetzt machen? Die Meinungen sind ja sehr unterschiedlich.

MfG Andreas

Was soll ich denn jetzt machen? Die Meinungen sind ja sehr
unterschiedlich.

Hallo Andreas,

wenn Du viele Leute um Rat bittest, erhältst Du viele Meinungen als Antwort, das ist nunmal so. Deine Entscheidung wird Dir hier niemand abnehmen.
Es kommen außerdem noch ein paar Fragen hinzu, die Du Dir stellen mußt.
Welche FH/Uni soll ich wählen? Die ZVS hat da auch ein Wörtchen mitzureden.
In welchem Bereich möchtest Du nach dem Studium tätig sein? Das wirst Du wahrscheinlich noch nicht wissen, oder?

Mal ehrlich, Du weißt zumindest schon, WAS Du studieren möchtest, soweit sind andere in Deiner Situation noch gar nicht. Egal, ob Du Dich für Uni oder FH entscheidest - solltest Du in den ersten Semestern feststellen, dass die Entscheidung falsch war, kannst Du immer noch wechseln.

Schöne Grüße und viel Erfolg
Andrea

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FH, ganz klar. Aus Erfahrung gut *g*, denn ich studiere selbst Inf an einer FH (damals stand auch die Uni zur Wahl).
Bin damit bis jetzt auch bei diversen Jobs sehr gut gefahren.
Wenn man mehr Wert auf die Praxis legt und keinerlei Ambitionen Richtung Dr-Titel hat, ist man mit der FH besser bedient.
Wichtig dabei: auch mal Sachen machen, die kein Mainstream sind, viele Jobs/Praktikas und sich eine gute FH aussuchen, es gibt enorme Unterschiede. Ich würde eine FH nehmen, die einem viel Freiraum bei den Zusatzfächern läßt, so daß eine gewisse Spezialisierung stattfinden kann.

Falls Du Dir noch vollkommen unschüssig bist:

  • surf mal auf die Seiten der Unis/FHs, die in Frage kommen, guck Dir die Studienpläne, Vorlesungsverzeichnisse und evtl. Unterlagen zur Vorlesungen an. Überleg dann, ob Dir das liegt.
  • viele Studiengänge machen Probevorlesungen oder geh einfach in eine normale Vorlesung und schau Dir das näher an.
    Danach solltest Du eigentlich schon klarer sehen, was mehr Dein Fall ist.
    Bei meinem ehemaligen Brötchengeber (mittelgroßer Hersteller im Halbleitertestbereich, HighTech pur, viel Elektrotechnik, komplizierte Software) waren Uni-Absolventen nicht gefragt, weil angeblich keine Ahnung von nichts und viel zu theoretisch. Andere Firmen dagegen bevorzugen Uni-Leute (s. JobPilot, vielleicht hilft Dir das weiter…)

Grüße

Helen

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Hallo Andreas,
ob Uni oder FH hängt davon ab, was Du studieren willst. Ich selber bin an der FH, weil ich Maschinenbau studiere und bin darüber auch froh, dies an einer FH zu machen. Wir haben viele Praktika, so dass ich mir unter der Theorie mehr vorstellen kann. Der Studienablauf ist auch besser organisiert. Ob Du am Ende zu den Vorlesungen gehst, ist bei Uni oder FH egal. Ich finde, wenn Du Ingenieurwissenschaften studierst, ist eine FH günstiger. Ich kenne Maschinenbauer von Unis, die nicht mal CAD-Systeme beherrschen, was sehr mager ist. An einer FH gibt es auch grundsetzlich ein Praktikumssemester, was Du bei einem Unternehmen machen mußt. An der Uni ist das sehr von der Studienrichtung abhängig.
Die Regelstudienzeit ist an der FH allgemein 2 Semester kürzer(8 Semester), Medizin und Jura ausgeschlossen. Diplomabschlüsse an der Uni werden oft besser bezahlt(z.B. bei BMW).
In der Automobilindustrie werden FH-Studenten bevorzugt. Zumindest ist unsere Fachhochschule bei Autoherstellern sehr angesehen.
An der Uni herrscht oft wenig Transparenz, was die Fächer anbetrifft, da Du viele Fächer kombinieren kannst, was oft dazu führt, dass Studenten Fächer kombinieren, die geringen Erfolg auf dem Arbeitsmarkt haben. An der Uni ist viel mehr Engagement gefragt. Falls Du wenig selbstständig bist, dann wirst Du Dich sehr schnell im Chaos wiederfinden, denn um Einschreibungen mußt Du Dich an der Uni selber kümmern. An Unis sind die Vorlesungen auch öfters überlaufen. Geisteswissenschaften, bzw. reine Naturwissenschaften kannst Du an einer FH nicht studieren. FHs sind eher wirtschaftsorientiert und praxisorientiert, haben aber weniger Forschungscharakter. Den Doktor kannst Du nur an Unis machen.
An der FH bist Du ähnlich wie in der Schule fast immer mit denselben Leuten zusammen, was günstig ist, weil Du dann z.B. Prüfungseinschreibungen nicht verpaßt und Du weißt, wenn man fragen könnte. An der Uni hast Du immer mit anderen Leuten Vorlesungen. Du solltest in der Lage sein, auf andere zuzugehen, sonst wirst Du wenig Leute kennen, die Dir beim Lernen helfen.
Viel Erfolg im Studium.

Susanne

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hi,

ich kenne beides, habe mal an der uni studiert (und bin dabei kläglich gescheitert) und bin nun an einer FH gelandet.
uni ist annonym! du bist nur eine nummer und die professoren sind eher mit sich und ihrer wichtigkeit beschäftigt. ausserhalb der sprechstunde vorbeikommen kommt einem todesurteil gleich. wenn die herren denn mal da waren, was auch nicht immer zutraf.
FH ist in der regel kleiner und überschaubarer. und als mich nach einem monat ein dozent mit namen ansprach wäre ich vor lauter verwirrung, dass ich hier als person gesehen werde, fast vom stuhl gefallen.

so genug vorgeplänkel:
jetzt stell dir mal die frage des geldes:
wenn du dir ein studium von 12 plus x semestern finanziell leisten kannst, dann denke über die uni nach.
wenn du nach ca 10 semestern fertig sein möchtest und direkt in den beruf einsteigen willst, dann geh lieber zur FH.

es heisst ja immer, dass uni-absolventen mehr verdienen. stimmt in gewisser hinsicht. aber als FH-absolvent bist du dann schon 2 jahre im beruf und hast dich dort -hoffentlich- profiliert und hast die ersten lohnerhöhugen in der tasche, während der uni-mensch gerade erst anfängt und sich in die firma einfinden muss.

so, ich hoffe ich habe dich jetzt nicht totgequatscht :smile:

Soso…

Wir stellen gar nie und nimmer Leute von der Uni ein; kannst
du zum Arbeiten glatt vergessen. Reine Theoriehengste sind das
und die haben null Ahnung von der Praxis.Können meistens nicht
mal Unternehmen schreiben, geschweige denn wissen, was das
ist.
Übrigens stehen wir da nicht alleine da, die meisten
Mittelständler die ich kenne handeln genauso. Bei Siemens (das
ist der große Beamtenladen) mag das vielleicht etwas anders
aussehen, aber das ist ja auch nicht das Maß der Dinge!

Hi,

gerade lese ich die neue „Junge Karriere“, S. 68, „Was ist mein Abschluss wert?“. Ich zitiere:
„Fundierte wissenschaftliche Ausbildung (…) und klassische Abschlüsse sind immer noch die Eintrittskarte für lukrative Jobs. Das ergibt eine Umfrage von Junge Karriere unter 43 Personalern aus den Dax-30-Unternehmen und den umsatzstärksten Unternehmensberatungen. Drei Viertel der Befragten stellen am liebsten Absolventen mit Uni-Diplom ein. (…) Drei Viertel nennen „theoretisches Wissen“ als Hauptgrund, warum ihnen das Diplom am liebsten ist.“

Gruß
Katharina

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Ich bin froh, daß Ihr keine Uni-Absolventen einstellt. Dann komme ich nie in Versuchung, bei Euch zu arbeiten. Denn in einer Firma, die keine Uni-Absolventen einstellt, möchte ich nämlich gar nicht arbeiten :wink: