Die Frage ist, was die Firewall an Nebeneffekten bringt.
Du meinst unerwünschte?
Jaja.
Ja, aber was hilft es einem weiter, wenn man ein Programm hat,
was „irgendwie manchmal funzt“. Nichts. Entweder man will
keine unerwünschte Kommunikation, dann installiert man halt
kein Programm, was das tun könnte oder es ist einem egal.
Naja, diese radikale Ansicht kann ich (vielleicht ja auch
einfach nur aus Unkenntnis, wer weiß) nicht teilen.
Wenn ein Programm in Teilen funktioniert, dann funktioniert es
zum Teil und nicht gar nicht.
… und zum letzen Drittel kontraproduktiv?
Und: Wenn man der Meinung ist, Software installieren zu
müssen, die evtl. unerwünschte Datenbewegungen nach „draußen“
haben könnte, dann ist eine weitere Software, die wenigstens
einige dieser „Verräter“ blockiert, besser als gar keine.
Hmm. Und wenn die Personal Firewall auch nach draussen telefoniert hat Du den Teufel mit dem Beelzebub…
Und: Wie soll der unbedarfte Anwender feststellen, welcher
Software er vertrauen kann?
Das ist beileibe nicht trivial - und lässt sich nicht generell beantworten. Der harte Weg ist: Sicherheitsrelevante Software muss im Quellcode offen liegen und einem entsprechenden „Review“ unterliegen. Ein anderer Weg wäre eine schriftliche (Haftungs-)Hereinbarung mit den Softwarelieferanten.
Zumal ja wohl auch die sog.
Fachzeitschriften z.T. Unfug schreiben…
Ich weiß - er sollte gar nichts installieren…
Nun ja…
Ok, wenn es die neuen Browser inzwischen können - umso besser.
Da klappts auch mit verschlüsselten Seiten.
Und der Anteil der angesurften verschlüsselten Seiten sollte
wohl eher gering sein, so dass dieses Thema eher marginal ist.
Nope. Gerade Webmail-Anbieter bieten zunehmand verschlüsselte Übertragung an. Andereseits haben dort andere (nämlich Mailversender) gute Chancen, Unerwünschtes zur Anzeige zu bringen.
[Microsoft Produkte sind komfortabel, Alternativen ein „Pain-in-the-ass“]
Das Widerliche an diesem Moloch ist ja, dass er leider mit
solchen Behauptungen (noch?) Recht hat.
Inwiefern?
Mich würde mal interssieren, was „den Leuten“ an meinem
Rechner an Komfort fehlt…
das „Aldi-Kochbuch Version 2.001a“ lässt sich zugegebermassen
nicht mal eben installieren. Nun denn.
Ich kann nur nach den bisher gehörten Aussagen von
Linux-Anwendern urteilen. Und die hatten bisher immer mal
wieder Probleme mit Software-Installationen.
Da werden Äpfel mit Birnen verglichen - in der Regel. Ein passendes RPM- oder DEB-Paket zu installieren ist trivialer als alles, was man unter Windows jemals gesehen hat. Programme zu kompilieren kann problematischer sein, ich habe da bislang wenig Probleme gehabt.
Das Hauptproblem scheint zu sein, daß Windows einem das Lesen von Dokumentationen gründlich abgewöhnt.
logisch ist. Nicht alle machen sich die Mühe, Software für
alle existierenden Plattformen zu entwickeln.
Ob es bei den Inkompatibilitäten nur um Aldi-Kochprogramme und
dergleichen geht, wage ich zu bezweifeln.
Nein. Natürlich. Aber mein Standardbeispiel: Wenn die ‚Anforderung‘ lautet: „wir wollen Windows-Media-Player-Dateien erzeugen“ ist es trivial, daß das am besten auf Windows geht.
Leider haben viele Leute schon verlernt, sauber Anforderungen zu formulieren.
„Wir wollen ein gut komprimierbares Format für Sounddateien nutzen“ wäre eine sinnvolle Frage. - Und die Antwort wäre möglicherweise ogg-vorbis…
… Oder was fehlt Dir bei den Alternativen?
Was mir fehlt? Die Zeit, mich in eine ganz andere Systemwelt
einzuarbeiten. Sollte ich mal dazu kommen, werde ich mir das
mal ansehen um einzuschätzen, wie aufwändig ein Umlernen ist.
Geh’ davon aus, daß du von Null auf anfängst. Die Konzepte sind anders, Du wirst gewaltig umdenken müssen [Das traue ich Dir aber absolut zu]. Es lohnt sich aber.
Tu es!
Und: ständiges Rebooten? Wann hast du einen Windows-Bildschirm
zum letzten Mal gesehen?
Gestern. Und ich werde heute wieder einen erleiden müssen.
Ja, ich weiss, worauf ich schimpfe.
„Problem im Druckertreiber. Bitte starten Sie Windows neu“
Als ein prominentes von vielen Beispielen.
Irgendwie fehlen bei mir die Aufforderungen, ständig
neuzustarten… Ist das eine neue Tücke von Gates?
Keine Ahnung.
Nö. Mein Mailprogramm ist 500 mal komfortabler als die Summe
alldessen, was MS je auf diesem Gebiet zusammengestrickt hat.
Ich nutze TheBat und bin sehr zufrieden.
Das glaube ich. Es hat einen „unixoiden“ also guten Ruf. Auch wenn ich es leider noch nie gesehen habe.
Aber sicher gibt es
Ähnliches auch für Linux…?
Gnus gibt es für nahezu alle Betriebssysteme.
schwarz - weiß ?
Ein Programm, welches nur einen Teil der Angriffe abwehrt, ist
ein teilweiser Gewinn von Sicherheit. Ohne, dass man sich
damit vollständig sicher fühlen darf.
Wenn man genau definieren kann, was es tut und wo es versagt ist es ein Gewinn. Leuider trifft das auf genannte Programmgruppe nicht zu.
Interessantes Gedankenspiel (ja, mehr ist es nicht): beim
Update der Firewall werden korrumpierte Daten untergeschoben
(Kleine Manipulation am DNS, sowas hat es schon gegeben), die
zu einem Buffer-Overflow führen und erlauben, daß das
installierte Programm fortan Dinge tut, die einem Angreifer
weiterhelfen könnten.
Das Gleiche kann mir beim Update meiner Virendefinitionen
passieren.
Bingo.
Wäre übel, aber wie sollte ich das vermeiden? Soll
ich Symantec bitten, mir die Updates auf Diskette zu schicken?
Du glaubst, daß SIE die Pakete an Dich nicht auspacken und den Inhalt der Diskette ändern.
Im Ernst: Alles, was von F-Prot kommt, trägt kryptographische Signaturen (PGP) und ist somit in seiner Authentizität verifizierbar.
Dummerweise trötet F-Prot nicht „Spiel mir das Lied vom Tod“ wenn es glaubt, einen Schlingel entdeckt zu haben und ist folglich für moderne Multimedia-Maschinen mehr als ungeeignet.
Se „Abgesehen davon: wozu Virenscanner?“ bastian