Fit werden und abnehmen

Meine Persönlichen Daten:
Ich bin 18 jahre alt
1,83 groß
wiege ca. 86 kg
ich habe viel früher Fußball gespielt und das wurde immer weniger, im Sommer spiele ich manchmal Tennis. Jetzt habe ich vor etwa 2 monaten angefangen täglich 2*10 Liegestütze 3*35 crunches und 2*50 liegestütze zu machen. Ich mache das in der Regel aber nur 2-4 mal pro woche. Seitdem habe ich von 90 auf 86 kg abgenommen. Und (darauf bin ich ganz stolz) man erkennt sogar schon muskeln am oberarm.

Das will ich:
Ich will wie oben schon gesagt allgemein fitter werden und ich würde auch evtl. gerne eine Kampfsportart lernen, wie z.B. Tae Boo und so etwas, weil ich gehört habe, wie gut das für Fitness, Kondition, Gleichgewichtssinn… ist. Aber ich habe keine Lust in irgendeinen Kurs zu gehen, weil ich Angst habe, dass ich mich da viel zu dumm anstelle und weil ich befürchte, dass in einem Anfängerkurs entweder alle unter 14 oder über 60 sind.

Ich habe allerdings das problem, dass ich mich zu tode langweile, wenn ich 30min durch den wald laufe oder so etwas. Ich verstehe auch nicht, dass ich mich manchmal abends wiege, da habe ich dann z.B. 85kg und obwohl ich dann direkt schlafen gehe ohne irgendetwas zu essen oder zu trinken, habe ich am nächsten morgen plötzlich 86kg. Auch wenn ich mich vor dem Kniebeugen machen wiege und danach, habe ich danach immer 0,5kg mehr. kann mir das jmd. erklären?

PS: Fitnessstudio und schwimmen gehen will ich nicht, weil ich dazu nicht die richtige Figur habe.

Hallo,
bzgl. Gewichtsschwankungen - schau’ mal ins Medizinbrett, da wurde eine ähnliche Frage gestellt. Solo trainieren mag vielleicht noch beim Joggen angehen (wenn man diesbzgl. schon Erfahrung hat) aber für Muskelaufbau taugen die Übungen, die durch das eigene Körpergewicht beschränkt sind (Liegestütze et al.) herzlich wenig. Bedeutend effektiver würde sich das in einem Fitnessstudio gestalten und Deine Bedenken kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das „Normpublikum“ in solchen Studios ist bunt gemixt und besteht definitiv nicht nur aus Arni-Clones oder perfekt durchtrainierten Ausdauersportlern (die stellen die klare Minderheit dar). Kampfsport ohne Leitung auf Wald und Wiese zu erlernen (evtl. noch aus einem Buch) ist blanker Unsinn. Wer soll Deine Haltungsfehler, fehlerhafte Bewegungsabläufe korrigieren ?

Gruss
Enno

welcher kampfsport?
Ich bin inzwischen ziemlich überzeugt, dass ich irgendeinen Kampfsport machen will, weil ich aus verschiedenen Quellen gehört habe, dass Kampfsportarten beweglichkeit, Fitness, Kraft, Koordination und Gleichgewichtssinn am besten schulen. Außerdem macht mir soetwas mehr spaß, als 1std. laufen oder fahrradfahren… Ich hoffe einfach, dass da mehr Abwechslung ist und dass ich davon einen größeren Nutzen habe. Könnt ihr mir empfehlen, welcher Kampfsport für mich der richtige ist? Wovon hängt das überhaupt ab? Was sind die unterschiede? Bei einem Test in so einer Zeitschrift, kam bei mir „Tae Boo“ raus.

Hallo aristos,

es ist weniger entscheidend, welche Kampfsportart Du genau machst, sondern vielmehr, wie genau das Training abläuft und wie gewissenahft Du auch zu Hause weitertrainierst. Du kannst nämlich ein und dieselbe Sportart auf „Rentner- oder Hausfrauen-Niveau“ (soll nicht abwertend sein) machen, oder richtig mit Power. Am besten, Du schaust Dir mal ein paar Verein in Deiner Umgebung an.

Ich selbst mache seit ein paar Jahren Karate. Bei uns gibt’s einige, die das sehr gemütlich machen und sich da auch nicht antreiben lassen wollen, wenn man aber richtig mitmacht, ist das echt hartes Training (teilweise sind wir alle schon nach 10 Minuten kurz vorm Streben, halten aber dennoch immer die 2 Stunden durch…).

Grüße, Nina

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Hi,
Ich habe aber noch ein paar bedenken:

  • Blamiere ich mich nicht, weil ich so unbeweglich und unsportlich bin?
  • Bin ich im Anfängerkurs nicht der älteste (wenn die ganzen 8-12 Jährigen anfangen, dann ist es peinlich, wenn ich als 18 jähriger mit denen trainiere und dann wahrscheinlich auch noch schlechter bin)
  • Oder das gegenteil (alles rentner oder Hausfrauen über 60)
  • Du hast gesagt 2std. training+ zu Hause das heißt jeden tag ca. 3 std. training? soooo viel zeit wollte ich da nicht dranhängen, ich habe bestimmt keinen oder zumindest nicht viel spaß daran, ich such nur etwas, wo mich nicht allzusehr langweile und etwas fit werde.

mfg
aristos

Sport…

Hi,
Ich habe aber noch ein paar bedenken:

  • Blamiere ich mich nicht, weil ich so unbeweglich und
    unsportlich bin?

Bei den Anfängern sind das die meisten. Aber man kommt sich am Anfang trotzdem etwas blöde vor wenn man die ganzen Bewegungsabläufe nicht kennt…

  • Bin ich im Anfängerkurs nicht der älteste (wenn die ganzen
    8-12 Jährigen anfangen, dann ist es peinlich, wenn ich als 18
    jähriger mit denen trainiere und dann wahrscheinlich auch noch
    schlechter bin)

Kommt auf die schule/den Verein an. Ich hab mit 13 Jui - Jutsu angefangen. Bei dem Verein war ich der Jüngste. Die ham in einer Turmhalle trainiert, aufwärmen alle zusammen danach Trennung nach Gürtelklasse.

  • Oder das gegenteil (alles rentner oder Hausfrauen über 60)

Die machen nich sooft Kampfsport.

  • Du hast gesagt 2std. training+ zu Hause das heißt jeden tag
    ca. 3 std. training?

Das ist wenn man auch was vom Kampfsport haben will. sonst kannste gleich Gesellschaftstanz machen - soll heißen Du willst ja Dich ja ggf. auch mal wehren können… Man kann natürlich auch nur so zum Spaß trainieren - Tae Bo z.B. ist gar kein Kampfsport sondern sone art Kampfsport aerobic…
Mal im ernst meist trainiert man als nicht Leistungskampfsportler 2 - 4 mal die Woche.

soooo viel zeit wollte ich da nicht
dranhängen, ich habe bestimmt keinen oder zumindest nicht viel
spaß daran, ich such nur etwas, wo mich nicht allzusehr
langweile und etwas fit werde.

Wenn Du jetzt schon meinst Du wirst daran eh keinen Spaß haben ist das unterfangen wohl eher unsinnig. Beim Kampfsporttraining wirst Du nämlich - je nach Trainer - ziemlich gejagt, d.h. wenn Du eh keinen richtigen Bock hast Dich auszupowern wirst Dus schnell wieder seinlassen - aber dazu ist der Trainer nun mal da. Kampfsport ist für Dich wohl am ungünstigsten, weil Du wirkliche Erfolge, also perfektion in der Ausführung der Bewegungen und die intuitive Kombination von Bewegungsabläufen erst nach vielen Jahren, intensivem Training gelernt hast.

Ich hab nach 4 Jahren mit Kampfsport aufgehört weil ich tatsächlich gemerkt hab mit meiner Körperkoordinationsfähigkeit und Gelenkigkeit ist das nix für mich (kann auch nich vernünftig Ballspielen), bin auf Radrennen umgestiegen, das lag mir besser, heute (bin jetz 32 *heul*) halt ich mich mit Joggen und Fitness fit (idR 5-6x die Woche Sport) und das in meinem Alter nur damit ich nich wien Turnbeutel aussehe. Aber von nix kommt nix, ganz egal welche Sportart Du Dir aussuchst, darüber must Du Dir klar sein - und der Anfang ist am schwersten.
Also am besten Du entschließt Dich, ab jetzt „sportlich“ zu werden und alles dafür zu tun, suchst Dir was aus was Dir auch einigermaßen liegen könnte, fängst es an und hälst durch… Sport bedeutet immer den inneren Schweinehund überwinden und das mehr oder weniger bei jeder Trainingseinheit. Sonst wirds ein kurzer Ausflug, aber in Deinem Alter isses noch recht einfach.

M.

  • Tae Bo z.B. ist
    gar kein Kampfsport sondern sone art Kampfsport aerobic…

Und was wäre zum Beispiel besser?

Wenn Du jetzt schon meinst Du wirst daran eh keinen Spaß haben
ist das unterfangen wohl eher unsinnig. Beim
Kampfsporttraining wirst Du nämlich - je nach Trainer -
ziemlich gejagt, d.h. wenn Du eh keinen richtigen Bock hast
Dich auszupowern wirst Dus schnell wieder seinlassen -

Irgendetwas muss ich tun und es ist das am wenigsten unangenehmste, glaube ich.

Kampfsport ist für Dich wohl
am ungünstigsten, weil Du wirkliche Erfolge, also perfektion
in der Ausführung der Bewegungen und die intuitive Kombination
von Bewegungsabläufen erst nach vielen Jahren, intensivem
Training gelernt hast.

Was ist denn besser?

Ich bin auf
Radrennen umgestiegen, das lag mir besser, heute (bin jetz 32
*heul*) halt ich mich mit Joggen und Fitness fit (idR 5-6x die
Woche Sport)

Radrennen, joggen und Fitness sind Dinge, die mir überhaupt nicht gefallen.
Ich bin auch keiner von denen, die sich irgendwo in den wald auf eine Bank setzen, oder Wandern gehen, um die „Natur zu genießen“. Das finde ich eher langweilig. Im Fitnessstudio 2.000 mal dieselbe bewegung zu machen und mich dann an einer 0,3 sec. besseren Zeit freuen, kann ich auch nicht.
Das soll jetzt keine Kritik an dir sein, ich weiß nichtmal, ob dir sowas gefällt, aber ich wollte zeigen, was ich nicht mag.

  • Tae Bo z.B. ist
    gar kein Kampfsport sondern sone art Kampfsport aerobic…

Und was wäre zum Beispiel besser?

Ich habe früher Karate und Tae Kwon Do (jetzt weiss ich nicht mal mwhe wie das geschrieben wird *g) betrieben. Jetzt mache ich Tae Bo.
Bei Tae Bo geht es ausdrücklich um Fitness und Spass. Mir gefällt es besser, weil die Fähigkeit sich optimal wehren zu können wenn man Kampfsport macht, ist oft nur eine Illusion. Bei Tea Bo hingegen hat man Musik bei der ganzen Geschichte und ist vielleicht am Ende einfacher schneller beim weglaufen :wink:
Am Anfang sieht man immer doof aus und man denkt man lernt es nie. Aber gerade beim Sport zählt für mich: ausprobieren. Mag man die Bewegungen, den Trainer, die Leute …
Nur durch nach und nachfragen und hin und her überlegen tut sich garnichts.
cheers