Hallo Alex,
Neben der galvanischen Verbindung gibt es noch eine
Kapazitive, welch du auch noch in deine berechnung einbeziehen
musst !
Wie darf ich das denn verstehen? Könntest du mir dies bitte
naeher erläutern? Meinst du das die legierung das dielektrikum
darstellt und der wannenrand und das wasser die beiden
Kontakte vom Kondensator ergeben? ( -| dielektrikum |- =
wasser legierung wannenrand? )
Bei 50Hz und 230V ergeben sich für einen Strom von 30mA etwa 400nF.
Nehmen wir eine emalierte oder K’Stoff beschichtete Stahlwanne:
Eine Elektrode ist die Stahlwanne und die Andere das Wasser. Das Dielektrikum ist die Beschichtung.
Nun noch zur (alten) Definition des Farad:
2 Platten mit je 1m2 mit 1mm Abstand und Luft als Dielektrikum = 1 Farad.
Ich schätze mal die Oberfläche der Wanne auf 1.5m2, der Plattenabstand wird wohl einige 1/10 mm betragen und Glas oder K’Stoff hat eine DK von wesentlich über 1…
Somit kommst du lässig über die nötigen 400nF.
Du kannst jetzt das Ganze auch noch mit einer reinen K’Stoff-Wanne und Stahlbeton (Die Wanne steht ja irgendwo) als zweite Elektrode berechnen …
Vergiss dabei nicht, dass Mauerwerk immer Feuchtigkeit enthält und somit kein Isolator ist.
Zudem haben wird gar noch nicht darüber gesprochen, dass der Kondensator erst einmal aufgeladen werden muss …
Normales Leitungswasser enthält aber diverse Salze, je nach
Gegend in sehr unterschiedlichen Konzentrationen.
Badewasser enthält zudem noch einiges anderes als
Leitungswasser (Salz aus dem abgewaschenen Schweiss, diverse
Badezusätze).
Ok das stimmt, somit würde der Wiederstand runtergehen, aber
reicht es aus den LS Schalter binnen 0,4 Sek. zum abschalten
zu bringen?
Kennst du die Tauchsieder, welche nur aus zwei Platten bestehen oder die Luftbefeuchter (Verdampfer) nach dem gleichen Prinzip ??
Dabei ist der Heizwiderstand normales Leitungswasser. Also Leitungswasser als Isolator zu bezeichnen ist da schon etwas daneben.
Da ja der Fön Schutzisoliert ist und kein PE
Anschluss besitzt?
Die Schutzisolierung kannst du getrost vergessen, diese funktioniert nur wenn du mit deinem Finger am Föhn rumfummelst (Dazu gibt es in den Normen extra einen Prüffinger). Bereits mit einem Frisierkamm (http://www.friseurversand.com/friseurbedarf_shop/pop…), die mit dem Metalldraht als Griff, kannst du schon die Leitenden Teile eines Föhns berühren.
oder würde der stromfluss ueber die
kapazitaet ( wie oben beschrieben) zustande kommen und so den
FI auslösen?
In irgendeiner Form muss der Strom von L nach PE fliessen, damit der FI auslöst, aber es muss kein Ohmscher Widerstand sein.
Nein ich meinte den LS Schalter. Gehen wir mal von aus es
handelt sich um eine uralt anlage ohne FI Schalter. Würde der
LS schalter auslösen?
Das ist schwierig zu beantworten. Auf jeden Fall nicht so schnell wie ein FI.
Ich schätze so irgendwo zwischen 5-10 Minuten bis gar nicht.
Der Strom hängt zuerst einmal von minimalen Abstand der Kontakstellen ab zwischen denen der Strom fliesst. Das müssten minimal etwa 3mm sein.
Dann spielen aber noch elektrolytische Effekte mit, welche dann den Leitwert des Wassers vergrössern …
Ob dann zuerst die Kontakte wegkorrodiert sind, das Wasser in der Wanne verdunstet ist oder der LS auslöst ist nicht allgemein vorhersagbar.
Ein Regelbarer Leistungs-Widerstand.
Allerdings weiss ich nicht ob da reines Leitungswasser
verwendet wurde oder ob man noch Kochsalz hinzugefügt hat.
um ehrlich zu sein, weiss ich das nicht. Mir ist nur bekannt
das die Technik ( Wasser als Wiederstand) damals genutzt wurde
Ich habe diese Dinger noch in Betrieb erlebt, z.B. bei einem Riesenrad und das so mitte der 70er.
MfG Peter(TOO)