Hallo Peter,
dies ist keine Beratung oder sonstige rechtliche Unterstützung. Mein Artikle stellt meine persönliche Meinung wieder und ersetzt keine Beratung beim Anwalt o. ä.
So jetzt gehts los:
Wie ich deinem Artikel entnehmen kann, bist du ziemlich am Ende. Es stellt sich mir in diesem Zusammnehang nur noch die Frage, ob die Übernahme der Firma per Vertrag geregelt worden ist. Bei den „normalen“ Verträge ist der Punkt „Übernahme von bestehenden und zukünftigen Rechten und Pflichten“ genauestens geregelt. In der gängigen Praxis werden für eine Firmenübernahme die Verbindlichkeiten und Guthaben aufgelistet. Bei éinigen Übertragungen werden auch die Banken mit einbezogen, damit diese sich über den neuen Partner ein Bild machen und die zukünftigen Konditionen festlegen.
Wenn ich deinen Artikel so sehe, kann einem schon ganz schön schlecht werden. Wie kommt ein Geschäftsmann dazu, ein Geschäft zu übernehmen und die grundlegenden kaufmännischen Gesetze außer acht zu lassen?? Wenn man sich so auf ein Abenteuer einläßt und „Hals über Kopf“ (jedenfalls sehe ich das so) ein Unternehmen kauft, brauch man sich nicht wundern, das dieses voll in die Hose geht.
Aufgrund deiner Darstellung sehe ich keine großen Möglichkeiten, das du aus der Haftung kommst. Ich gehe nämlich davon aus, das der ehemalige Chef genau wußte, was er macht und mehr Erfahrung hat in den Dingen. Was mich zum Schluß bringt, das in einem Vertrag oder Schriftstück garantiert der Punkt „Eintritt in Rechte und Pflichten“ behandelt wurde.
Da wir hier keine Beratung geben können und dürfen, bleibt dir nur noch der Weg zum Anwalt. Nimm dir schon mal einiges an Geld mit, da sich die Gebühren nach dem Streitwert richten.
Bei den Personalkosten hast du vielleicht die Option, mit den Mitarbeitern zu verhandeln, sodaß diese auf einen Teil Ihrer Forderungen verzichten oder wenigstens nach hinten schieben. Das also diese durch Erreichung eines Profits bedient werden. Weitere Möglichkeiten (Ratenzahlung, Beteiligung am Unternehmen).
„Was alles noch kommen kann??“ Laß es mich positiv versuchen zu formulieren:
Wenn du Glück hast, schaffst du einen Vergleich mit den Gläubigern. Wenn du den klarmachen kannst, das der Spatz in der Hand besser ist, als die Taube auf dem Dach!!!
Wenn es nicht so gut läuft, dann haftest du mit allem was du bißher erreicht hast und auch mit dem was du in Zukunft verdienen wirst!!! Das heißt auf deutsch; "Wenn die Forderungen rechtmäßig sind (was ich mal persönlich glaube), ziehen die dich aus und braten dich langsam auf dem Feuer bist du Gar bist!!!
Sorry das ich keinen positiveren Vergleich finden konnten.
Ich an deiner Stelle würde jetzt die Ärmel hochkrempeln und Versuchen die Karre aus dem Dreck zu ziehen. Geh ruhig und überlegt an die Sache heran. Versuche dir einen Beistand zu organisieren (Frag die IHK). Geh nochmal dein Geschäftskonzept durch und sprich mit den Angestellten (Situationsdarstellung). Eröffne Ihnen Perspektiven für eine gemeinsame Zusammenarbeit. Vergesse auf keinen Fall dein Geschäft!!! Deine Kunden können für die die Rettung sein. Laß Sie auf keinen Fall merken was los ist. Die Kunden wollen bei einem starken und sicheren Partner sein. Verkauf deinen BMW oder Porschel und schaff dir einen entsprechenden Wagen an, mit dem du deinen MA demonstrierst, das du bereit bist auf etwas zu verzichten. Sei der erste im Büro und der letzte der geht. Versuch deine Partnerin mit einzubeziehen und laß dir aber auch Freiräume um privat mal abzuschalten. Habe Spaß bei dem was du tust, denn du tust es für dich. Sei Konsequent und gehe nicht von deiner Zeit/Unternehmensplanung ab.
Also pack es an. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Weg und es würde mich freuen, wenn du uns auf dem laufenden halten würdest.
Gruß
Martin