Moin moin,
Jedem Menschen, der im Falle eines Falles zu unrecht
gefoltert wurde, müßte nach deiner Überlegung des
Racheprinzips ja dann seinerseits das Recht der RacheIch bin natürlich komplet gegen folter und auch gegen
jegliche gewalt.
Dein Ausgangspost und der Titel des selbigen deutete eher an,
daß „Folter pro/kontra“ zum Thema gemacht wird.
Aber was gott angeht finde ich hat er
sehr viel mit unserem rechtssystem zu tun, das sollte
er auch.
Warum sollte jemand oder etwas das du noch nie gesehen
hast, das sich noch niemals konkret zu einem unserer
menschlichen Probleme hier auf Erden geäußert hat,
aufeinmal etwas maßgebliches in einem von Menschen
verfaßten Gesetzestext zu sagen haben?
Ich bin in der Lage ohne einen göttlichen Hintergrund
Gründ dafür zu nennen, warum töten keinen Sinn macht.
Nimm einfach Kants Imperativ. Da komm ich sehr gut ohne
göttliche Moral aus.
nur für mich gesehen hat jede religion den
gleichen gott und jede religion hat was gutes und
schlechtes, besonders was die moralischen und ethischen
aspekte angeht, den die gehören in unsere gesetze.
Ich habe nichts gegen Moral und Ethik. Aber hast du dir
schonmal Gedanken zu Moral und Ethik ohne Religion
oder Gott als Fundament gemacht? Das geht nämlich auch.
Und was den 3ten an geht, der handelt oft aus eigennutz
oder vorurteilen.
Wir haben im Vertrauen darauf, daß dieser 3. (also der Staat
respektive die Institutionen die diesen Staat repräsentieren)
im konkreten Fall objektiv bleibt und entsprechend agiert,
die Macht zu richten und zu strafen an eben diesen abgetreten,
immer im Vertrauen darauf, daß diese Macht zum Wohle der
Mehrheit, der Gesellschaft genutzt wird.
Sollte eine Person ihren eigenen Fall beurteilen, dürfte wohl eine
subjektive Verfälschung zu befürchten sein. Ein mehr oder
weniger Unbeteiligter dürfte deutlich weniger geneigt sein,
parteiisch zu werden. Der „Eigennutz“ im Falle des Staates
als 3.Person liegt darin, ein sicheres Umfeld zu schaffen.
Mit diesem „Eigennutz“ kann ich persönlich durchaus leben.
Letztenendes bist du Teil dieses Staates, somit also direkter
Profiteur dieses Eigennutzes.
und meine eigentlichen fragen sind:
wie sollte man sich verhalten und urteilen über die
mutter die gerade den mörder ihrer tochter erschlagen hat?
Sie gehört klar verurteilt. In unserem Rechtssystem hat
Lynch- und Selbstjustiz nichts, aber auch gar nichts verloren.
Schau dir Staaten, Länder, Regionen an in denen Ehrenmorde,
Clanrachen etc. noch Gang und Gebe sind.
und wie kann man dann das urteil kontrollieren? gehört sie
nicht in eine klinik anstatt in ein gefängnis wie jede
kriminelle?
Nein, sie gehört nicht in eine Klinik. Sie gehört ins Gefängnis.
Aber unser modernes Rechtssystem wird ihr höchstwahrscheinlich
mildernde Umstände gewähren.
wäre das nicht auch ein verrat an sie?
ich meine sie sollte schon bestraft werden aber wenn unser
system doch auf rehabilitation aufgebaut ist, wäre das der
falsche weg.
Ich will es mal grob wie Gandalf sagen:"…kannst du Leben geben?
Nein, dann sei auch nicht so schnell damit, Leben zu nehmen!"
Damit will ich sagen, daß die Gründe für einen Mord nicht
zu rechtfertigen sind. Wie auch immer die Argumentationskette
dargelegt wird.
Aber wenn jeder was beitragen würde dann wäre es möglich.
den ich finde wir sind alle mitschuld, das wir kriminelle
auf dieser welt haben.
Ich bin nicht schuld an irgendeinem Mörder. Komm mir bitte
nicht mit Ursünden oder ähnlichen sippenhaftartigen Beschuldigungen.
Wenn ein kleiner Taschendieb Taschen klaut, bin ich auch
nicht daran schuld. Egal um wieviel Ecken du versuchst
zu argumentieren, über gesellschaftliche Umstände oder
oder oder. Jeder ist für seine Handlungen selber verantwortlich,
muß also auch alleine die Konsequenzen für sein Handeln
tragen.
was ich allerdings finde ist das die religion nichts
mit dem land oder staat oder kontinenten zu tun haben sollte.
Dies ist aber nicht möglich! oder doch?
Wenn es kein christliches europa geben würde oder keine
islamischen arabischen länder, dann wäre es leichter die
kulturen näher zu bringen und es gebe mehr interesse an
aufklärung. und es würden weniger vorurteile beim richten
geben.
Mag sein. Vorurteile werden aber nicht nur durch die
fremde Religion genährt. Das Fremdsein als solches ist
schon grund genug für Vorurteile.
Grüße, René
PS: Bitte keine Fullquotes.
).