Fond-Sparen

Hallo,

heute hat mir jemand folgendes Anlagemodel vorgestellt:

Man nehme 2 Konten

auf das 1. Konto zahlt man seine Vermögenswirksameleistung
6 Jahre lang ein dann 1 Jahr ruhen

auf das andere Konto (der eigentliche Fond) zahlt man
auch ein.

nach 7 jahren sollen dann die Zinserträge aus dem 1. Konto
die Beiträge des 2. Konto decken. Die Zinserträge aus dem 2. Konto sollen so um die 12% liegen

eine zusätzliche Versicherung bei Arbeitslosigkeit sichert die
beiträge.
das ganze läuft über die Firma Santana und nennt sich ‚Formel 7‘

Was haltet ihr davon?

MfG CB

Hi,

irgendwie fehlen da ein paar Informationen. Letztlich kommt es halt darauf an, wie hoch die Beiträge für Konto 2 sein sollen.

Gruß
Christian

Hi Christian,

heute hat mir jemand folgendes Anlagemodel vorgestellt:

Wer? Ein Vertreter, der Dich zu Hause oder in der Kneipe getroffen hat? Oder gar ein alter Freund, der einen neuen tollen Job hat:wink:

Man nehme 2 Konten

Ohne Inhalte zu kennen. Zwei Konten klingt nach einem Kombiprodukt, bei dem der Verkäufer doppelte Provison kassiert.

auf das 1. Konto zahlt man seine Vermögenswirksameleistung
6 Jahre lang ein dann 1 Jahr ruhen

Was ist das? Sparbuch? Tagesgeld? Girokonto?

auf das andere Konto (der eigentliche Fond) zahlt man
auch ein.

Also insgesamt eine höhere monatliche Anlage als nur VWL.

nach 7 jahren sollen dann die Zinserträge aus dem 1. Konto
die Beiträge des 2. Konto decken.

Wenn die monatlichen Eizahlungen auf beide Konten identisch sein sollen, dann müßte der garantierte Zinssatz für Konto 1 bei 14,29 % liegen(ohne Nebenkosten, rein netto).

Die Zinserträge aus dem 2.
Konto sollen so um die 12% liegen

Das ist, wie ich es bisher verstanden hat ein Fond. Egal ob Aktien, Renten, Immobilien oder Geldmarkt; wer Dr das verspricht ist absolut unseriös. Natürlich gibt es Jahre in denen Aktienfonds solche Renditen erwirtschaftet haben, aber es gehtr auch umgekehrt (50 % Verlust bei Neue Markt Fonds im letzten Jahr).

eine zusätzliche Versicherung bei Arbeitslosigkeit sichert die
beiträge.

Wozu das? Wenn Du in einen seriösen Fonds einzahlst, dann kannst Du bei einem finanziellen Engpaß (z.B.: Arbeitslosigkeit) einfach für eine gewisse Zeit die Einzahlungen aussetzen.

das ganze läuft über die Firma Santana und nennt sich ‚Formel
7‘

Noch nie gehört und meine kurze Google-Recherche war erfolglos. Scheint kein bekanntes Unternehmen zu sein.

Was haltet ihr davon?

Auf den ersten Blick wenig. Drei Produkte (Konto + Fonds + Versicherung) bedeutet drei Provisionen von Dir zu zahlen und von dem Verkäufer und den Gesellschaften zu kassieren. Außerdem verschlechtert die Verknüpfung dreier Produkte die Möglichkeit tatsächliche Kosten und Renditechancen zu kalkulieren.

Für diese relativ kleine Beträge auch noch eine private Arbeitslosenversicherung zu verkaufen halte ich schlicht für unseriös.

Einen Fonds mit einem Renditeversprechen von 12% anzubieten ist in meinen Augen Betrug.

Ciao

Uwe

Mir scheint, ich rieche eine Ratte…
Hi Christian
Ich bin ja nun weiss Gott kein Wirtschaftssachverständiger, aber irgendwas stinkt da.

Mal überschlagsweise gerechnet:
Du zahlst auf beide Konten 7 jahre lang gleich viel ein. danach zahlst du die Beiträge , die auf Konto zwei fliessen, aus dem Konto 1 (Dumme Frage, wohin fliessen dann deine Vermögenswirksamen Leistungen)

Sprich Du hast zum Zeitpunkt T= 7 jahre Soundsoviel Geld einbezahlt. Für das eine Konto lautet die Rendite 0, für das 2. die Rendite 12 %… also zusammen betrachtet 6 %…

Genau genommen hängt es vom Geldverhältniss zwischen Konto 1 und Konto 2 Ab, wie die Gesamtrendite ist.

Wie schaugts da eigentlich mit Gebühren aus?

Ganz ehrlich: Ich würd die Finger davon lassen. Wer mir ein derartige komplexes Anlagemodell aufschwatzen will, führt meist nichts Gutes im Schilde (absichtlich oder unabsichtlich)
Lass dich nicht von den 12 % blenden.

Ich meine, es gibt da sicherlich weniger verwirrende Anlagemodelle…

Gruß
Mike

Hallo,

erstmal danke für deine Antwort.

ein ehemaliger Arbeitskollege schlug mir das vor.

noch ein paar Details:

Santana arbeitet mit AXA, Volksfüsorge,Merkurbank etc…

1.Konto 40 € monatlich (VW-Sparvertrag)
nach 7 Jahren eingezahlt 2880,- €
durch Verzinsung dann 6650,- €

2.Konto 51 € Monatlich (Fond)
nach 7 Jahren eingezahlt 4284,- €
jetzt jährliche beiträge 612,- €
diese sollen gedeckt werden aus den
zinserträgen des ersten Konto

Die Versicherung kostet 0,50 € pro Tag.

Diese Modell soll 3 Jahre alt sein.

im kleingedruckten steht natürlich drin das
diese Werte nicht Garantiert werden sonder ergebnis
einer Prognose der Letzten 7 Jahre sind

Gibt es überhaupt eine Anlageform die ohne Risiko ist?

Mfg CB

Hallo,

erstmal danke für deine Antwort.

noch ein paar Details:

ein ehemaliger Arbeitskollege schlug mir das vor.

Santana arbeitet mit AXA, Volksfüsorge,Merkurbank etc…

1.Konto 40 € monatlich (VW-Sparvertrag)
nach 7 Jahren eingezahlt 2880,- €
durch Verzinsung dann 6650,- €

2.Konto 51 € Monatlich (Fond)
nach 7 Jahren eingezahlt 4284,- €
jetzt jährliche beiträge 612,- €
diese sollen gedeckt werden aus den
zinserträgen des ersten Konto

Die Versicherung kostet 0,50 € pro Tag.

Diese Modell soll 3 Jahre alt sein.

im kleingedruckten steht natürlich drin das
diese Werte nicht Garantiert werden sonder ergebnis
einer Prognose der Letzten 7 Jahre sind

Gibt es überhaupt eine Anlageform die ohne Risiko ist?

Mfg CB

Hallo,

erstmal danke für deine Antwort.

noch ein paar Details:

ein ehemaliger Arbeitskollege schlug mir das vor.

Santana arbeitet mit AXA, Volksfüsorge,Merkurbank etc…

1.Konto 40 € monatlich (VW-Sparvertrag)
nach 7 Jahren eingezahlt 2880,- €
durch Verzinsung dann 6650,- €

2.Konto 51 € Monatlich (Fond)
nach 7 Jahren eingezahlt 4284,- €
jetzt jährliche beiträge 612,- €
diese sollen gedeckt werden aus den
zinserträgen des ersten Konto

Die Versicherung kostet 0,50 € pro Tag.

Diese Modell soll 3 Jahre alt sein.

im kleingedruckten steht natürlich drin das
diese Werte nicht Garantiert werden sonder ergebnis
einer Prognose der Letzten 7 Jahre sind

Gibt es überhaupt eine Anlageform die ohne Risiko ist?

Mfg CB

Hi Christian,

ein ehemaliger Arbeitskollege schlug mir das vor.

Paßt doch. Er hat Dir bestimmt auch von seinem tollen Job erzählt, was man da verdienen kann und wie gut man Leute beraten kann.

noch ein paar Details:

Santana arbeitet mit AXA, Volksfüsorge,Merkurbank etc…

Ok, das scheint ein relativ neuer Vertrieb zu sein, da man nirgends etwas über ihn lesen kann. Das kann gut oder schlecht sein. Mich würde es eher abschrecken.

1.Konto 40 € monatlich (VW-Sparvertrag)
nach 7 Jahren eingezahlt 2880,- €

7 * 40 * 12 = 3360

durch Verzinsung dann 6650,- €

Das entspricht einem Zinssatz von ca. 19,5 % (wenn mann die 3360 zu Grunde legt, bei den 2880 wäre der Zinssatz extrem höher 23,5%). daher ist das wohl auch nur ein Werbeversprechen, denn ein solches Konto gibt es nicht.

2.Konto 51 € Monatlich (Fond)
nach 7 Jahren eingezahlt 4284,- €

Das paßt.

jetzt jährliche beiträge 612,- €
diese sollen gedeckt werden aus den
zinserträgen des ersten Konto

Dann müßte die erste Anlage sicher 9,2 % bringen. Schon wieder ein Zinssatz, der nicht zu garantieren ist.

Die Versicherung kostet 0,50 € pro Tag.

Wieder einmal der Verkäufertrick um Kosten kleinzureden: Herunterrechnen auf Tageskosten. Dein Ex-Kollege ist nach diesen Eindrücken, die Du vermittelst ein typischer Abzocker, der alle Tricks versucht, Dich um Dein Geld zu bringen und Provisionen zu kassieren.

Also 15 Euro pro Monat um eine Arbeitslosenversicherung, die im Schadensfall 51 Euro monatlich zahlt. Was soll denn das? Siehe mein letztes Posting.

Diese Modell soll 3 Jahre alt sein.

Das soll wohl einen seriöseren Eindruck erwecken.

im kleingedruckten steht natürlich drin das
diese Werte nicht Garantiert werden sonder ergebnis
einer Prognose der Letzten 7 Jahre sind

Natürlich, ansonsten würden sich diese Anbieter ja strafbar machen. Wenn Du dann noch die Erklärung unterschreibst, daß Du über die Risiken aufgeklärt worden bist, dann kannst Du auch keinen Schadenersatz mehr fordern.

Gehen wir jetzt einmal davon aus, daß wenigstens die Anlgaprodukte seriös sind und rechnen wir das Beispiel einmal mit realistischen Zahlen durch.

Konto 1 Sparvertrag 4% Zinsen.
Nach 7 Jahren einbezahlt: EUR 3360,-
Kapital incl. Zinsen: EUR 3867,01
Jährliche Zinsauszahlung in den Folgejahren: EUR 154,68
= monatlich EUR 12,89

Das kannste dann in den 2. Fonds einbezahlen.

Dein Exkollege kann also auch nicht rechnen. Toller Berater!!!

ciao

Uwe

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Hi,

1.Konto 40 € monatlich (VW-Sparvertrag)
nach 7 Jahren eingezahlt 2880,- €
durch Verzinsung dann 6650,- €

also nach 7 Jahren sind das € 3.360, nach 6 Jahren sind es € 2.880. Auf Basis der (falschen) € 2.880 weitergerechnet, ist eine Verzinsung mit 24,5 % notwendig, um auf € 6.650 zu kommen. Bei der Annahme der (richtigen) € 3.360 sind es immerhin noch 22,3 %. Das kann ja wohl irgendwie gar nicht stimmen.

Gibt es überhaupt eine Anlageform die ohne Risiko ist?

Ja, Guthaben bei einem deutschen Kreditinstitut (das dem einlagensicherungsfonds angeschlossen ist) und staatsanleihen eines vernünftigen Landes.

Gruß
Christian

1 „Gefällt mir“

Richtig gerochen
Hi Christian
zum Fachlichen haben ja die zwei Wirtschaftsweisen unten schon ausreichend Stellung genommen (das war ja noch übler, als ich mir so gedacht habe…)

  1. Mache NIEMALS mit einem Freund/ privat Bekanntem Finanzgeschäfte. Du hast danach einen Freund weniger. Steht schon im Codex Hammurabi (Jaaaaa, ich weiß… stimmt net, aber…)

  2. Deine Monatliche Belastung (sprich, was Du insgesamt einzahlst) beträgt ca 107 € (die Versicherung sollte man mitrechnen) Das sind Ohne jede Verzinsung auf 7 jahre gerechnet fast 9000 € !!!

das Modell gibt dir nach 7 Jahren knapp 11.000 €.
2000€ Rendite auf 7 jahre… Wow… ich bin TIEF BEEINDRUCKT!

Da kriegst ja mit einer regelmäßigen Anlage in festverzinslichte Staatspapiere aus dem €-Raum wahrscheinlich mehr raus.

Red mal mit deiner Bank drüber: Die werden dich wohl nicht so offensichtlich bescheissen.

Gruß
Mike

Santana arbeitet mit AXA, Volksfüsorge,Merkurbank etc…

Ok, das scheint ein relativ neuer Vertrieb zu sein, da man
nirgends etwas über ihn lesen kann. Das kann gut oder schlecht
sein. Mich würde es eher abschrecken.

Vor Jahren habe ich ein aehnliches Modell von einem Vertiebsnetz namens DNE mit den SunLife-Fonds von AXA gehoert. Die koennten sich umbenannt haben.

Generell ist alles, was nach den letzten 2 Jahren Aktien zur langfristigen Anlage verkauft, unserieus. Vielleicht eine heilsame Lektuere:

http://www.zealllc.com/commentary/century.htm

Ciao Lutz

Hallo,

was meine werten vorredner leider vergessen haben, ist daß bei solchen angeboten die staatlichen zusatzleistungen (VL) in die renditen eingerechnet werden.

Da tut sich natürlich noch ein haken auf:

  1. wieviel zahlt dein AG zu den VL dazu?
  2. bist und bleibst du während der Laufzeit Prämienberechtigter?

Am besten läuft immer noch das klassische Modell VL:

  1. Renditechance: VL in einen VL-fähigen Aktienfonds
  2. Bausparvertrag für die Bausparprämie: (Single- oder Paar-Ansparvolumen)
  • hier bitte beachten: beitrag mal 12 mal 6 mal 2 = Volumen des BSV.(sonst geht die rendite über die Abschlußprämie flöten)
    (Damals als ich das noch verkaufte waren das DM 12-15000 pro vertrag -12 nicht bauen- -15 bauen-)

Danach BSV ruhen lassen und neuen BSV mit selben vorgaben starten, da die im Falle eines Hausbaues dann zuteilungsreif, bzw. einfacher auszahlbar sind, als wenn du es in einen großen vertrag fließen läßt.

Zudem: Finger weg von ehemaligen Kollegen, die plötzlich Renditen verkaufen!!!

winkel

finde ich nicht
Hi,

was meine werten vorredner leider vergessen haben, ist daß bei
solchen angeboten die staatlichen zusatzleistungen (VL) in die
renditen eingerechnet werden.

staatlich schon mal gar nicht, sondern staatlich teilweise gefördert (AN-Sparzulage). Im übrigen bekommt er die VL auch ohne den ominösen Vetrag, insofern ist das schon quasi-eigenes Geld, das auf fast nahezu jede andere Weise besser angelegt ist, als im vorgeschlagenen Modell.

Am besten läuft immer noch das klassische Modell VL:

  1. Renditechance: VL in einen VL-fähigen Aktienfonds
  2. Bausparvertrag für die Bausparprämie: (Single- oder
    Paar-Ansparvolumen)
  • hier bitte beachten: beitrag mal 12 mal 6 mal 2 =
    Volumen des BSV.(sonst geht die rendite über die
    Abschlußprämie flöten)
    (Damals als ich das noch verkaufte waren das DM 12-15000 pro
    vertrag -12 nicht bauen- -15 bauen-)

Danach BSV ruhen lassen und neuen BSV mit selben vorgaben
starten, da die im Falle eines Hausbaues dann zuteilungsreif,
bzw. einfacher auszahlbar sind, als wenn du es in einen großen
vertrag fließen läßt.

Örks. Bausparverträge kann man doch ncht einfach so empfehlen. Da muß man schon ein bißchen tiefer einsteigen. Das als klassisches Modell ohne Kommentar zu verkaufen ist nicht viel seriöser, als das hier diskutierte Modell.

Zudem: Finger weg von ehemaligen Kollegen, die plötzlich
Renditen verkaufen!!!

Eh klar, wurde von allen Beteiligten auch schon so formuliert.

Gruß
Christian

Generell ist alles, was nach den letzten 2 Jahren Aktien zur
langfristigen Anlage verkauft, unserieus.

Wieso das denn???
Schau Dir mal die Renditen eines breit gestreuten guten Aktienfonds an: Templeton Growth. Den gibt es schon sehr lange (genau weiss ich es nicht aus dem Kopf, kann ich aber raussuchen). Eins weiss ich aber sehr genau: Wenn man dort über eine Dauer von mindestens 5 Jahre Geld angelegt hat, hat man IMMER plus gemacht!!! Und zwar egal, wann man eingestiegen ist, selbst bei einem Einstieg unmittelbar VOR einem Crash!!!

Habe die genauen Daten gerade nicht vorliegen, suche ich aber gern heraus.
Für Langzeitanlage ist kaum etwas besser geeignet als Aktien. Wichtig ist natürlich bei einem derartigen Fonds für einen langfristigen Vermögensaufbau, dass er z.B.

  • weltweit anlegt
  • quer durch alle Branchen anlegt
  • einer seiner Schwerpunkte auf den sogenannten „Blue Chips“ hat
    und nicht so ein „High Tech Branchenfonds“ mit „Schwerpunkt in bestimmten einzelnen aufstrebenden Ländern“ und „junger zukunftsorientierter Start-Up-Unternehmen“ ist… :wink:

Und noch was zum allgemeinen Aktien-Risiko: Wenn man dermassen schwarz malen würde und davon ausgehen würde, dass in den nächsten 20 Jahren aktienmässig alles den Bach runtergeht, dann garantiere ich, dass auch die angeblich „sichere“ Anlage in z.B. Immobilien sich kaum lohnen würde. Dessen Preise könnte sich dann auch keiner mehr leisten und was nutzt mir dann ein 500.000 Euro-Objekt, mit dem dann auf dem Markt nur noch 350.000 Euro zu erzielen ist…:wink:

Ich kenne übrigens kaum einen, der sein 2- oder 3-jähriges Haus mit Gewinn verkaufen kann. Meist wird ein Verlust von etwa 10% draus. Aber bei Aktien das Risiko vor Verlusten scheuen *grins* naja…

MfG
Werner

Wieso das denn???
Schau Dir mal die Renditen eines breit gestreuten guten
Aktienfonds an: Templeton Growth. Den gibt es schon sehr lange
(genau weiss ich es nicht aus dem Kopf, kann ich aber
raussuchen). Eins weiss ich aber sehr genau: Wenn man dort
über eine Dauer von mindestens 5 Jahre Geld angelegt hat, hat
man IMMER plus gemacht!!! Und zwar egal, wann man eingestiegen
ist, selbst bei einem Einstieg unmittelbar VOR einem Crash!!!

Ich kenne diese Propaganda. Guck Du Dir die 100 Jahre Dow Jones an. Wenn man den Untersuchungszeitraum von etwa 1935 bis heute nimmt und nicht zu riskant anlegt, dann ist das auch nachvollziehbar. Aber auf dem Stand von 1929 Aktien gekauft zu haben und diese lange zu halten war eine sichere Verlustgarantie. Die damaligen Staende wurden erst sehr viel spaeter wieder ueberschritten. Und es gab praktisch keinen Crash des Dow ab 1935.

Für Langzeitanlage ist kaum etwas besser geeignet als Aktien.

Sicher. Wenn man langfristig Geld auf elegante Art verbrennen moechte.

Wichtig ist natürlich bei einem derartigen Fonds für einen
langfristigen Vermögensaufbau, dass er z.B.

  • weltweit anlegt

in Japan, Asien, Mexiko, Argentinien

  • quer durch alle Branchen anlegt

Bergbau, Eisenbahn, Telekommunikation, Computer, eBusiness

  • einer seiner Schwerpunkte auf den sogenannten „Blue Chips“
    hat

Deren Kurs-Gewinn-Verhaeltnis liegt auch nach den moderaten Turbulenzen der letzten Monate noch ueber dem Stand bei dem Crash 1929

und nicht so ein „High Tech Branchenfonds“ mit „Schwerpunkt in
bestimmten einzelnen aufstrebenden Ländern“ und „junger
zukunftsorientierter Start-Up-Unternehmen“ ist… :wink:

Was gibt es denn sonst noch, was noch nicht bis zum Irrsinn ueberbewertet ist?

Und noch was zum allgemeinen Aktien-Risiko: Wenn man dermassen
schwarz malen würde und davon ausgehen würde, dass in den
nächsten 20 Jahren aktienmässig alles den Bach runtergeht,
dann garantiere ich, dass auch die angeblich „sichere“ Anlage
in z.B. Immobilien sich kaum lohnen würde.

Habe ich behauptet, dass Immobilien, Staatsanleihen, Geldfonds oder Goldbarren sicherer seien? Das ist der Grund, warum die Aktienblase sich haelt, es gibt einfach keine wirklichen Alternativen.

Aber bei Aktien das Risiko vor Verlusten
scheuen *grins* naja…

Es gibt kein Risiko, es gibt die Gewissheit von Verlusten. Oder wie interpretierst Du das massenhafte Auftreten von „Gewinnwarnungen“?

Weniger Gewinn heisst hoeheres Kurs-Gewinn-Verhaltnis heisst nach traditioneller Boersenweisheit (ich weiss, man kann auch aus dem Kaffeesatz lesen) dass die Kurse fallen, da diese sich nach dem erwarteten Gewinn langfristig immer bei einem KGV von 10-13 eingepegelt haben. „Bluechips“ liegen bei 25-60, neuer Markt immer noch bei 60-150, sofern es ueberhaupt einen Gewinn gibt.

Ciao Lutz

Hallo Lutz,

Ich kenne diese Propaganda. Guck Du Dir die 100 Jahre Dow
Jones an. Wenn man den Untersuchungszeitraum von etwa 1935 bis
heute nimmt und nicht zu riskant anlegt, dann ist das auch
nachvollziehbar. Aber auf dem Stand von 1929 Aktien gekauft zu
haben und diese lange zu halten war eine sichere
Verlustgarantie. Die damaligen Staende wurden erst sehr viel
spaeter wieder ueberschritten. Und es gab praktisch keinen
Crash des Dow ab 1935.

es zwingt Dich ja niemand, Aktien oder Aktienfonds zu kaufen. Tatsächlich wirst Du kaum einen vernünftigen Fonds finden, dessen Erwerb sich nach einem Zeitraum von 5 Jahren nicht gelohnt hätte.

Sicher. Wenn man langfristig Geld auf elegante Art verbrennen
moechte.

Das ist ja wohl genauso Propangande, wenn man den unpassenden Begriff verwenden möchte.

Wichtig ist natürlich bei einem derartigen Fonds für einen
langfristigen Vermögensaufbau, dass er z.B.

  • weltweit anlegt

in Japan, Asien, Mexiko, Argentinien

Der Witz beim Aktienfonds ist, daß sie von Leuten verwaltet werden, die den ganzen Tag nichts anderes machen. Da diese Leute keine Hemmungen haben, Verluste zu realisieren, halten diese sich zumeist in Grenzen, weil eben nicht die ganze Zeit gehofft wird, daß sich die Kurse irgendwann erholen.

  • quer durch alle Branchen anlegt

Bergbau, Eisenbahn, Telekommunikation, Computer, eBusiness

Diese Auswahl gefällt mir sehr gut. Die letzten drei werden die ersten beiden der näheren Zukunft sein. Wenn Du die letzten 15 Monate betrachtest, magst Du mit Deiner Andeutung zwar recht haben, auf lange Sicht, und um die geht es hier, wird da schon was bei rumkommen.

  • einer seiner Schwerpunkte auf den sogenannten „Blue Chips“
    hat

Deren Kurs-Gewinn-Verhaeltnis liegt auch nach den moderaten
Turbulenzen der letzten Monate noch ueber dem Stand bei dem
Crash 1929

Betrachte nicht das KGV von heute, sondern das von morgen. Es werden an der Börse Erwartungen gehandelt.

Es gibt kein Risiko, es gibt die Gewissheit von Verlusten.
Oder wie interpretierst Du das massenhafte Auftreten von
„Gewinnwarnungen“?

Komisch. Über die letzten 12 Jahre hinweg habe ich mehr Gewinne gemacht, als Verluste. Und zwar nicht nur in den Jahren vor den letzten beiden Jahren. Das „massenhafte“ Auftreten von Gewinnwarnung ist nichts neues. Das gab es Mitte der 90er auch schon. Der Witz ist nur, daß die Wirtschaft wieder anzieht und die „Gewinnwarnungen“ in den Kursen schon drin sind. Jetzt geht es um die Gewinne der Zukunft und die werden im Vergleich zu den 2001er Zahlen m.E. im wesentlichen besser ausfallen.

Gruß
Christian

Hi,

was meine werten vorredner leider vergessen haben, ist daß bei
solchen angeboten die staatlichen zusatzleistungen (VL) in die
renditen eingerechnet werden.

staatlich schon mal gar nicht, sondern staatlich teilweise
gefördert (AN-Sparzulage). Im übrigen bekommt er die VL auch
ohne den ominösen Vetrag, insofern ist das schon quasi-eigenes
Geld, das auf fast nahezu jede andere Weise besser angelegt
ist, als im vorgeschlagenen Modell.

VL bekommt man nur, wenn der AG direkt auf den vertrag einzahlt, dieser muß bestimmte bedingungen erfüllen. und die zulagen werden vom finanzamt auf antrag gezahlt, wenn das einkommen entsprechend ist. ?ist das FA nicht staatlich? und gibt es nicht das „Vermögensbildungsgesetz“ mit der auslobung „staatlicher“ Prämien??? also ich bitte doch um grundwissen!

Nur wenn das einkommen die einkommensgrenzen übersteigt, kann die vom AG gezahlte zulage als zusätzliches einkommen angesehen werden. ansonsten gibts da schon die „Zweckbindung“ der Vermögensbildung.

Am besten läuft immer noch das klassische Modell VL:

  1. Renditechance: VL in einen VL-fähigen Aktienfonds
  2. Bausparvertrag für die Bausparprämie: (Single- oder
    Paar-Ansparvolumen)
  • hier bitte beachten: beitrag mal 12 mal 6 mal 2 =
    Volumen des BSV.(sonst geht die rendite über die
    Abschlußprämie flöten)
    (Damals als ich das noch verkaufte waren das DM 12-15000 pro
    vertrag -12 nicht bauen- -15 bauen-)

Danach BSV ruhen lassen und neuen BSV mit selben vorgaben
starten, da die im Falle eines Hausbaues dann zuteilungsreif,
bzw. einfacher auszahlbar sind, als wenn du es in einen großen
vertrag fließen läßt.

Örks. Bausparverträge kann man doch ncht einfach so empfehlen.
Da muß man schon ein bißchen tiefer einsteigen. Das als
klassisches Modell ohne Kommentar zu verkaufen ist nicht viel
seriöser, als das hier diskutierte Modell.

ich hab hier Aktienfonds für VL empfohlen und den BSV für die Eigenheimzulage. Denn:

Bausparprämien erhält man nur wenn man auch „Bausparverträge“ abschließt. sonst kommt man an diese staatlichen prämien garnicht dran. ich habe ja auch ausdrücklich empfohlen nur über die mindestsummen abzuschließen, so daß die höchstmögliche Prämie abgegriffen werden kann. (erhöht die rendite ungemein, da die zulage 10%(20%) pro jahr beträgt, bezogen auf die eingezahlten beträge jedoch nur bis zu einer best. höchstsumme.)
Also quasi ein 2Konten-modell: Aktienfonds und BSV um alle staatlichen Prämien und Zulagen zu nutzen.
Falsch wäre z.B. nur in einen BSV zu investieren.

Zudem: Finger weg von ehemaligen Kollegen, die plötzlich
Renditen verkaufen!!!

Eh klar, wurde von allen Beteiligten auch schon so formuliert.

habs auch nur noch mal betont

winkel

Hallo Lutz,

Der Witz beim Aktienfonds ist, daß sie von Leuten verwaltet
werden, die den ganzen Tag nichts anderes machen.

Und die auch dem Boersenmainstream folgen, da sie eben auch nur Menschen sind. Milliarden Fliegen koennen sich nicht irren,…

Betrachte nicht das KGV von heute, sondern das von morgen. Es
werden an der Börse Erwartungen gehandelt.

Eben. Gewinnwarnungen betreffen das KGV von morgen. Und wie war das mit den rationalen Entscheidungen der Fondsmanager?

Es gibt kein Risiko, es gibt die Gewissheit von Verlusten.
Oder wie interpretierst Du das massenhafte Auftreten von
„Gewinnwarnungen“?

Komisch. Über die letzten 12 Jahre hinweg habe ich mehr
Gewinne gemacht, als Verluste.

Knock, knock. Bitte aufwachen. Steigerungsraten ueber 20% pro Jahr verkuenden den Aufbau einer gewaltigen Spekulationsblase. Die jetzige hat Mitte der 80er angefangen. Natuerlich konnte man dabei in den letzten 5 Jahren gewaltige Gewinne an der Boerrse machen.

Und zwar nicht nur in den
Jahren vor den letzten beiden Jahren. Das „massenhafte“
Auftreten von Gewinnwarnung ist nichts neues. Das gab es Mitte
der 90er auch schon.

Und eigentlich hatte die Blase auch Mitte der 90er schon die Dimensionen von 1929 angenommen. Man sollte sich eigentlich wundern, warum sie nicht damals schon zusammengebrochen ist. Warum all die „Weltfinanzkrisen“ der 90er keine grossen Folgen gehabt haben. Eine wirtschaftliche Basis gibt es dafuer nicht.

Der Witz ist nur, daß die Wirtschaft
wieder anzieht und die „Gewinnwarnungen“ in den Kursen schon
drin sind.

Auf die naechsten paar Monate betrachtet. Man beachte, dass auch „Blue Chips“ ihre Gewinne mit Boersenspekulationen aufgebessert haben. Ist der Name Enron noch in Erinnerung?

Jetzt geht es um die Gewinne der Zukunft und die
werden im Vergleich zu den 2001er Zahlen m.E. im wesentlichen
besser ausfallen.

Welche wesentliche technologische Entwicklung soll den Boom tragen? Der Boom vor 1929 war die Folge der Entdeckung des Arbeiters als Konsumenten, der des Wirtschaftswunders war mit dem Auto und der Fliessbandproduktion verknuepft, den aktuellen laeutete die Mikroelektronik ein. Ist irgendwas in Aussicht, was nochmal zu einer sprunghaften Produktivitaetssteigerung fuehrt? Gibt es noch unentdeckte, unberuehrte Massenmaerkte? Realisieren wir bald astronomische Gewinne auf Alpha Centauri?

Und selbst wenn man von den „fundamentials“ des Boersenhoroskops ausgeht, wird es Jahrzehnte dauern, bis die Entwicklung der Wirtschaft das jetzige Kursniveau rechtfertigt. Ich verweise dazu nochmals auf http://www.zealllc.com/commentary/century.htm .

Allerdings fallen mir auch keine Alternativen ein. Wenn es nicht so sarkastisch klaenge, wuerde ich eine schoene Weltreise als Investition empfehlen, solange es noch genug sichere Reiseziele auf der Welt gibt und unser Geld noch was wert ist.

Ciao Lutz

die durch den AG gezahlte zulage kann auch „NULL“ sein, so daß der Abzug vom Netto-Lohn erfolgt. also in dem Fall kein zusätzliches einkommen, sondern netto-lohn kürzend.

Nur ein AG-Anteil zum Vertrag bildet zusätzliches Einkommen

winkel

Hi,

VL bekommt man nur, wenn der AG direkt auf den vertrag
einzahlt, dieser muß bestimmte bedingungen erfüllen. und die
zulagen werden vom finanzamt auf antrag gezahlt, wenn das
einkommen entsprechend ist. ?ist das FA nicht staatlich? und
gibt es nicht das „Vermögensbildungsgesetz“ mit der auslobung
„staatlicher“ Prämien??? also ich bitte doch um grundwissen!

schon mal in meine Vika geschaut? Egal: Du sagst es doch selber ganz richtig: Die Arbeitnehmersparzulage ist staatlich, die VL sind es nicht, wie Du, vielleicht versehentlich, geschrieben hast.

Bausparprämien erhält man nur wenn man auch „Bausparverträge“
abschließt. sonst kommt man an diese staatlichen prämien
garnicht dran. ich habe ja auch ausdrücklich empfohlen nur
über die mindestsummen abzuschließen, so daß die
höchstmögliche Prämie abgegriffen werden kann. (erhöht die
rendite ungemein, da die zulage 10%(20%) pro jahr beträgt,
bezogen auf die eingezahlten beträge jedoch nur bis zu einer
best. höchstsumme.)
Also quasi ein 2Konten-modell: Aktienfonds und BSV um alle
staatlichen Prämien und Zulagen zu nutzen.
Falsch wäre z.B. nur in einen BSV zu investieren.

Förderungswürdig ist nur ein Betrag von 1.000 Märkern (Eurobeträge weiß ich nicht) pro Jahr, d.h. max. springt eine Förderung von 100 Mark pro Jahr heraus. Dafür wird das Geld auf dem Bausparkonto auch nur mit max. 2,5 % verzinst, derzeit wohl eher weniger. Außerdem liegt es für 6 Jahre fest. Da ist mal die Frage, ob eine derartige Geldanlage der Hit ist. Hängt eben von den jeweiligen Gegebenheiten ab, und genau darauf wollte ich hinaus. Ohne Prüfung der Umstände ist Deine Empfehlung gerade nicht empfehlenswert.

Gruß
Christian