Liebe Leute,
diesmal brauche ich wirklich dringend eure Hilfe. Ich bin in letzter Zeit des öfteren angeeckt, weil ich geradeheraus der Meinung bin, dass Menschen, die keine Kinder in die Welt gesetzt haben, letzten Endes irgendwann am Ende ihres Lebens ein Defizit haben.
Und zwar basierend auf evolutionäre Aspekte, die nicht mit Argumentationen für und wider, Verstand, Erklärungen, Einstellungen, Meinungen etc. zu tun haben.
Ich glaube, dass jeder die Freiheit hat, für sich selbst zu entscheiden, ob er Kinder haben will oder nicht.
Es ist auch keiner zu verurteilen. Keiner schief anzusehen. Es gibt Fälle von ungewolltem Keine-Kinder-Haben, unter denen Menschen sehr leiden. Es gibt so viele individuelle Fälle.
Trotzdem - unterm Strich - sage ich, es macht was mit einem Menschen, wenn er am Ende seines Lebens ohne Nachkommen dasteht.
Liege ich hier wirklich soooo falsch?
Danke, dass Ihr mir Eure Meinung mitteilt.
lg, Irene
Hallo
Trotzdem - unterm Strich - sage ich, es macht was
mit einem Menschen, wenn er am Ende seines Lebens
ohne Nachkommen dasteht.
Evolution ‚at work‘.
vgl.:http://www.hec.ohio-state.edu/famlife/bulletin/volum…
Findings such as this suggest that women who
encounter problems in their jobs are more likely
to feel depressed and anxious if they are single
than if they are married or parents.
Und trotzdem - das ist ein ‚tapu‘ -Thema das hier nicht wirklich
sinnvoll diskutiert werden kann und sollte …
Grüße
CMБ
Meinung bin, dass Menschen, die keine Kinder in die Welt
gesetzt haben, letzten Endes irgendwann am Ende ihres Lebens
ein Defizit haben.
Hallo Irene,
… ein Defizit an was?
Ich glaube nicht, daß man darauf eine konkrete Antwort geben kann. Die einen werden ein Defizit haben, andere nicht. Es kommt immer auf die Lebensumstände an und was man ohne Kinder (oder mit!) aus seinem Leben macht.
Ich bin 37 und kann leider auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen.
Man hat ein Defizit insofern, daß man die wichtigste Aufgabe, nämlich Nachkommen in die Welt zu setzen, „damit sie weiterlebt“ verbunden mit der Erfahrung einer Kindererziehung versäumt hat.
Ich bin beispielsweise der Meinung, daß ich, wenn man so will „Gottes Wille“ akzeptieren muß, eben keine Kinder zu bekommen und dies nicht durch künstliche Befruchtung o.ä. erzwingen sollte.
Ich akzeptiere aber auch andere, die sagen, der wunsch nach einem Kind ist soo groß, daß man solche Methoden anwendet.
Ein allgemeingültiges Rezept „richtig oder falsch“ wird es hier nicht geben.
Das muß jeder für sich selbst entscheiden und die entsprechenden Konsequenzen tragen.
Viele Grüsse
Gabriele
Ja, du hast Recht. Man sollte es wirklich nicht in dieser Form diskutieren. Vielen Dank!
Irene
ist ein ‚tapu‘ -Thema das hier nicht wirklich
sinnvoll diskutiert werden kann und sollte …Grüße
CMБ
Geh doch mal weg aus dem Reich der Menschen in das Reich der Tiere. Hier dürfen sich in Rudeln / Staaten z. B. gar nicht alle Tiere fortpflanzen. Dafür übernehmen diese Tiere aber dann andere wichtige Aufgaben im Rahmen ihrer Gesellschaft, wie das pflegen des Nachwuchs, der Muttertiere, das Reinigen des Baus, Funktion als Wächter und Schlichter…
… und nun zurück zu den Menschen. Vielleicht gibt es einfach Menschen, deren Aufgabe es ist anderen mit Kindern zu helfen. Sei es direkt indem sie auch mal die Kinder betreuen oder indirekt indem sie ihre Zeit in Politik etc. einsetzen und eine Grundlage für die Familien schaffen. Ich kenne viele Leute, die keine Kinder haben, sich aber sehr engagiert um die Kinder der Bekannten kümmern und sehr häufig die Babysitterfunktion übernehmen, weil sie eben „Zeit“ haben.
Ich persönlich stehe auch so langsam vor der Frage ob Kind oder eben nicht… Fand es bis jetzt immer toll Jugendarbeit zu machen aber so richtig das Bedürfnis nach nem eigenen Kind habe ich eigentlich nicht. ( Kann ja noch kommen) Habe aber nicht das Gefühl, dass ich Defizite habe, da es mich auch zutiefst befriedigt Kinder und Jugendliche einen Weg in der Gesellschaft gezeigt zu haben, wozu vielleicht die Eltern an der Stelle keine Chance hatten. …und bin dann auch ganz froh, wenn ich abends einfach meine Ruhe habe und mich anderen Fragen widmen kann.
Geh doch mal weg aus dem Reich der Menschen in das Reich der
Tiere. Hier dürfen sich in Rudeln / Staaten z. B. gar nicht
alle Tiere fortpflanzen. Dafür übernehmen diese Tiere aber
dann andere wichtige Aufgaben im Rahmen ihrer Gesellschaft,
wie das pflegen des Nachwuchs, der Muttertiere, das Reinigen
des Baus, Funktion als Wächter und Schlichter…
hi alexandra,
das finde ich einen interessanten gedankengang! und du hast recht, viele gesellschaftliche aufgaben koennen von eltern nur schwer gebracht werden, da ihnen schlicht und einfach die zeit und energie fehlt.
abgesehen davon: das schoene an der natur ist, dass es variationen gibt. die natur selektiert zwar diejenigen, die sich fortpflanzen, allerdings gibt es immer ausnahmen, welche ‚anders‘ funktionnieren. und denen ein lebensrecht absprechen zu wollen (gluecklich sein) ist schon fast eine frechheit.
ob jemande kinder moechte, sollte jeder fuer sich entscheiden. klar gibt es frauen, die ungluecklich sind ohne kinder. genauso wie es frauen gibt, welche ungluecklich sind mit kindern. oder kinerlose frauen die gluecklich sind etc.
des weiteren kommt es auch noch auf die persoenlich lebenssituation an. hat eine frau ein erfuelltes leben, so ‚braucht‘ sie weniger kinder, um sich zu erfuellen, als eine frau die vorher ‚nicht viel mit ihrem leben anzufangen wusste‘.
liebe gruessli
coco
Hallo, Irene,
vielleicht sollte man es andersherum sehen:
Kinder zu haben ist eine Möglichkeit, seine Erfüllung im Leben zu finden.
Es ist zweifellos eine tiefe und unendlich schöne Erfahrung, einen kleinen Menschen auf dem Weg in eine eigenes, erfülltes Leben zu begleiten.
Aber es gibt auch andere Lebensentwürfe. Ähnlich erfüllend ist es wohl, sich in ungelöste Probleme zu versenken und auf diese Weise die Menschheit als Ganzes weiterzubringen. Oder als Geisteskinder Bücher, Musik, Bilder zu erschaffen, die anderen Menschen Trost, Freude und Ermunterung geben.
Nicht alle Zellen Deines Körpers tragen zu allen Aufgaben bei, die er zu erledigen hat, dennoch sind alle gleich wichtig und wir können keine davon entbehren. Ebenso ist es wohl auch mit der Menschheit. Einige tragen zur Fortpflanzung bei, andere erfüllen andere, nicht minder wichtige Aufgaben in diesem „Körper“.
Lieben Gruß
Eckard
Hi Irene,
womöglich hat man sie oder eben nicht. Natürlich machte es einen großen Unterschied, aber ob man deshalb zwangläufig positive oder negative Entwicklungen durchmacht, halte ich für unwahrscheinlich.
Ich selbst komme blendend mit Kindern aus, aber kann nicht sagen, ob ich selbst mal welche haben will. Hengt mit einer Reihe von Überlegungen zusammen, aber gewiss nicht mit der eine Art „Mission“ erfüllen zu müssen.
Viele Grüße,
Hilmar
Sehr sehr schade, liebe Irene,
ich hatte gerade angefangen, mir Gedanken zu dem Thema zu machen, vor allem, weil ich Deinen Gedankengang gut nachvollziehen konnte. Es ist interessant, neue Anregungen zu erhalten oder neue Sichtweisen zu erfahren. Und es tut auch gut, zu lesen, daß andere ähnlich denken. Aber offensichtlich willst Du nicht wirklich darüber diskutieren. Schade, sehr schade.
Avera
Liebe Irene und alle,
ohne zu wissen, warum Du diese Meinung so vehement vertrittst (Hast Du Kind/Kinder oder erlebst Du das selbst so?) muss mind. einschränkend bedacht werden, dass Deine Einschätzung wohl nur für jene Menschen gilt, die „alt“ werden - im Gegensatz zu jenen, für die das „Ende ihres Lebens“ unerwartet und plötzlich eintrifft.
Unstrittig dürfte sein, dass für Menschen ohne Nachkommen der „evolutionäre Auftrag zur Arterhaltung“ nicht erfüllt i. S. v. erledigt ist.
Inwieweit Menschen mehr oder minder unter dieser Situation leiden und wie sie damit umgehen, dürfte ähnlich vielschichtig sein, wie der Umgang der Menschen mit dem Verlust eines Nachkommen bzw. wenn die eigenen Nachkommens ich nicht um einen kümmern.
Sehr, sehr richtig, liebe Avera,
und -für später- Liebe Irene
mir geht es ganz genau wie dir. Eher noch etwas mehr, wegen persönlicher Beteiligung (nicht nur aus der grundsätzlichen heraus, dem weiblichen Teil der Bevölkerung anzugehören) hat der abschließende Satz, dass es etwas mit dem Menschen mache, wenn er am Ende des Lebens ohne Nachkommen dastünde, bei mir nicht nur eine sofortige Antwortbereitschaft geweckt, sondern geradezu einen Antwortwillen.
Also habe ich gesessen, gedacht, getippt und vorformuliert. Um hierher zurückzukehren und ein „Plonk“ vorzufinden. Nun bin ich allerdings nicht dieser Ansicht:
Aber offensichtlich
willst Du nicht wirklich darüber diskutieren. Schade, sehr
schade.
Ich halte Irenes Mitteilung für eine Reaktion, die zu respektieren ich beabsichtigte. Nun hat deine Antwort mir, sozusagen, den Mut gegeben, einfach zu fragen.
Und daher, liebe Irene, frage ich dich, ob etwas dagegen spricht, wenn die user, die Semjon Michailowitschs Ansicht nicht teilen hier weiter diskutieren? Du hast ja keine „Suche Rat“ oder „Bitte helft mir“ Frage gestellt. Und dabei viel Persönliches ausgebreitet. Sondern eine Überlegung, die dich beschäftigt dargelegt, und um Meinungen gebeten.
Freunlichen Gruß
Renate
Hoppla,
ich sehe gerade, dass Irene ihr Eingangsposting sehr wohl mit der Feststellung begonnen hat, unserer Hilfe zu bedürfen. Das könnte daran liegen, dass ich im weiteren Inhalt nichts gelesen habe, wie die wohl aussehen könnte.
Und im letzten Satz
Danke, dass Ihr mir Eure Meinung mitteilt.
ist ausdrücklich von Meinungen die Rede.
Freundlichen Gruß
Renate
Mensch? Überbevölkerung?
Hi,
Unstrittig dürfte sein, dass für Menschen ohne Nachkommen der
„evolutionäre Auftrag zur Arterhaltung“ nicht erfüllt i. S. v.
erledigt ist.
invertiert könnte man beim derzeitigen Stand der (Welt-)Überbevölkerung auch behaupten:
Unstrittig dürfte sein, dass für Menschen mit Nachkommen der „evolutionäre Auftrag zum Erhalt der Lebensgrundlage“ nicht erfüllt i. S. v.
erledigt ist.
Im Tierreich werden überzählige Nachkommen z.B.:
-von Feinden gefressen
-von den Eltern gefressen/getötet
-von Geschwistern aus dem Nest geschubst.
-durch Nahrungsknappheit zu Tode gebracht
Da man diese Methoden kaum auf die Menschheit übertragen will, scheint deine o.g. These wohl auch nicht haltbar. Irgendwie klingt die auch nach einem Egoismusvorwurf. Wer (z.B. auch aus Verantwortung) keine Kinder bekommt handelt „wider der Natur“. Ich denke aber, dass dem nicht so ist.
Viele Grüße,
J~
schön gesagt 
Grüße,
J~
Hi J~,
Irgendwie
klingt die auch nach einem Egoismusvorwurf. :
Aber den Egoismusvorwurf gibt’s doch auf beiden Seiten, oder?
Die einen sind egoistisch, weil sie keine Kinder wollen, um ihr Leben alleine zu genießen, keine Verantwortung zu haben, kein Geld dafür auszugeben etc.
Die anderen sind egoistisch, weil sie Kinder wollen, da sie vielleicht meinen, daß ihre Gene der Menschheit erhalten bleiben sollen, sie etwas eigenes haben wollen, was nur ihnen gehört, mit dem sie machen können, was sie wollen und sich (theoretisch) niemand einmischen darf etc. (puh, wie schrecklich das so klingt)
Liebe Grüße,
Christiane
Hallo Irene,
warum ist es Dir so wichtig, diese Meinung mit solcher Bestimmtheit zu vertreten, daß Du offenbar in Kauf nimmst, damit andere Menschen zu verletzen?
Sehr vieles im Leben funktioniert, wie ich glaube, auf der Basis von „Geschenken“. Da ist nichts zu verhandeln, Freiheit und Machbarkeit hören hier auf.
Die Fähigkeit des eigenen Körpers, Kinder zu zeugen oder zu bekommen, ist ein Geschenk, nicht jeder kann das, und wer es nicht kann, ist nicht daran schuld.
Die eigene Attraktivität auf das andere Geschlecht und die Fähigkeit, Liebe zu erwecken ist ebenfalls ein Geschenk, und nicht jeder findet einen Partner, der mit ihm Kinder haben möchte. Wer es nicht schafft, hat sich nicht freiwillig zur Kinderlosigkeit entschieden.
Ich stimme Dir ja zu, daß der Kinderwunsch ein evolutionäres Erbe ist, und wahrscheinlich ist dieser wie alle vererbten Merkmale individuell unterschiedlich ausgeprägt. Und ich kann Dir durchaus folgen, wenn Du von zu vermutenden Defiziten am Ende des Lebens schreibst. Und Du meinst sicher etwas anderes, ganz offensichtlich ist aber bei den alten Kinderlosen die Gefahr der Einsamkeit besonders groß.
Die Menschheit stirbt nicht aus, wenn ein Teil der Menschen keine Kinder bekommt. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit, auch auf anderen Wegen ein erfülltes Leben zu haben, sofern einer seine „Geschenke“ oder Gaben erkennen und darauf aufbauen kann.
Grüße,
I.
Egoismusvorwurf
Hi J. und alle,
da ich davon ausgehe, dass der „evolutionäre Auftrag zur Arterhaltung“ kaum bewusst wahrgenommen und schon gar nicht gesteuert wird, mag ich das weder mit einem Vorwurf (an die eine oder andere Seite), noch mit einer Belobigung (der einen oder anderen Seite) verbinden.
Wie die Welt (besonders die reichen Industrieländer) mit „Überbevölkerung“ oder „aussterbenden Völkern“ umgeht, hat m. E. mit dem „genetischen Auftrag“ nichts zu tun, weil dieser (unbewusst) in Kauf nimmt, dass der Schwächere i. S. der Evolution untergeht. Die rationalen Gründe für oder wider Fortpflanzung/eigene Nachkommen spielen im „genetischen Auftrag“ (wie bei allen anderen Lebewesen) m. E. keine Rolle.
Gottlob haben wir Menschen (zumindest z. Tl.) Möglichkeiten, Zeugungen und damit Kinderkriegen zu „steuern“ und somit die bewusste Entscheidung für „kein eigenes Kind“ zu erleichtern - am „genetischen Auftrag“ in jedem Lebewesen ändert das dennoch m. E. nichts.
Liebe Renate, liebe Avera, liebe alle, die ich noch nicht gelesen habe!
Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn hier diskutiert wird.
Als Semjon meinte, es wäre ein Tabu-Thema, hatte ich urplötzlich das Gefühl in der Magengegend, dass ich mit dem Anreißen dieser Frage vielleicht wirklich einigen weh tue und das wollte ich auf keinen Fall!
Danke, Ihr habt mir den Stein vom Herzen genommen, jetzt fühle ich mich gleich wohler!
Irene
Hallo Renate,
Die Bitte um Hilfe war schon da, richtig, aber sie basiert auf Meinungen, weil ich mir mit meiner Meinung und meinen Gedanken so allein vorgekommen bin, im Freundeskreis, und ich war richtig hilflos, weil ich anscheinend das nicht richtig rüberbringen konnte und deshalb habe ich mich an das Forum gewandt.
lg, Irene
Hoppla,
ich sehe gerade, dass Irene ihr Eingangsposting sehr wohl mit
der Feststellung begonnen hat, unserer Hilfe zu bedürfen. Das
könnte daran liegen, dass ich im weiteren Inhalt nichts
gelesen habe, wie die wohl aussehen könnte.
Hallo Irene,
warum ist es Dir so wichtig, diese Meinung mit solcher
Bestimmtheit zu vertreten, daß Du offenbar in Kauf nimmst,
damit andere Menschen zu verletzen?
Genau das wollte ich keinesfalls. Als mir die Gefahr bewusst wurde (durch Semjon) habe ich das Ende posting geschrieben und wollte mich auch schon entschuldigen. Davon habe ich aber Abstand genommen, denn es einzusehen, dass eine solche Diskussion nicht klug ist, ist eine Sache, aber Schuld (um mich zu entschuldigen) fühlte ich eigentlich nicht.
lg, Irene