Hi lehi
wir gehen von vollkommen verschiedenen Vorraussetzungen aus.
Somit ist eine Diskussion unmöglich.
Du sagst, Du brauchst dein Organe im Jenseits vieleicht noch
Ich sage, ich brauche sie höchstwahrscheinlich nicht mehr.
(Kurzfassung)
Beweisen kann man keine der beiden Sätze.
(By the way, was geschieht eingentlich mit Eingeäscherten???)
Im übrigen wurde mir das nicht Beigebracht, sondern das ist die Frucht intensiver Auseinandersetzung mit dieser Problematik.
Ich nehme an, Du hast dich ebenso intensiv mit dieser Problematik auseinandergestezt, bist aber zu anderen Schlußfolgerungen gelangt.
ist mir auch recht…
Aber warum greifst du meine so vehement an… Ich kann eben nur meine subjektive Sicht der Dinge darstellen.
außerdem ist dies ein nebenschauplatz. das eklige an der
organspende ist das benutzen toter, das recycling von
menschenmaterial. daß die dabei noch halb leben, kommt
erschwerend dazu.
Deine ansicht, sie sei dir unbenommen, aber bitte zu bedenken, das es auch andere Ansichten gibt, die logisch und argumentativ ebefalls begründbar sind.
Natürlich, Europa ist am unmenschlichen Straffollzug in China
schuld… natürlich… alles Klar…
wie bitte? ich dachte du meinst die morde, die geschehen, um
aus den opfern die organe zu nehmen. was meintest denn du?
in China werden öfters bereits zum Tode Verurteilte hingerichtet, Organe werden ohne ihre Einwilligung entnommen und verhökert, noch weitere Fragen…
Wir
schaffen es nicht, überhaupt zum thema zu kommen, nämlich
warum denken die menschen überhaupt, daß ein toter seine
nieren nicht mehr braucht? denn dies ist erst seit den
letzten hundert jahren und nur in christlichen ländern der
fall. aber es hat ja keinen sinn, du schaffst es nicht, diesen
satz in frage zu stellen. diese denkweise ist dir
unverständlich.
Nein, ist sie nicht, ich finde nur für mich persönlich, das dieser satz nicht gilt, er läßt sich nicht rational begründen.
das ganze ist nichts als der größtangelegte menschenversuch
aller zeiten.
HÄ??? was für ein Versuchsprogramm soll denn da
dahinterstehen?
denk an das ganze. einige sterben schon bei der operation, die
meisten nach einem jahr, der rest nach ein paar jahren,
nachdem ihr immunsystem ruiniert ist. die toten werden
hergenommen, ohne überhaupt vorher, als lebende, gefragt
worden zu sein, ob sie das wollen.
Ähm, Entschldigung, dies mag für Österreich gelten, gilt aber nicht für Deutschland. Ausserdem solltest Du dich mal genauer über die Überlebensraten bei Herz- und Nierentransplantationen informieren. die meisten Herztransplantierten überleben weit länger als ein Jahr. Niere sowieso…
nicht alles, was in Büchern steht, ist auch korrekt!
natürlich heißt es dann,
naja, aber wenigstens die paar monate, wenigstens ein paar
tage hat er noch gelebt. toll daß wir das geschafft haben.
beim nächsten sinds vielleicht zwei jahre. entschuldige die
polemik, aber es erinnert an tierversuche.
Das war in den 60 ger und 70 gern so , die Überlebensraten der Transplantierten sind heute weitaus besser, genauso wie die Lebensqualität.
es ist ein unterschied, ob man gefragt wird oder nicht. was
heißt wer sich nicht informiert? man hat also kein recht
unversehrt begraben zu werden?
Doch, natürlich, aber die Gesetze in Österreich sind nunmal, wie sie sind. Sie wurden von der Volksvertretung beschlossen. Wer dagegen ist, kann sich eintragen lassen, dann wird nicht transplantiert.
in Deutschland gilt eine erweiterte Zustimmungslösung…
…
(die christlichen Äusserungen in diesem Artikel spiegeln nicht
meine Meinung wieder)
was für christliche äußerungen habe ich denn getan?
Gar keine, Ich hatte einen Link zum Thema Hirntod geposted… da standen einie Christliche Sätze drin.
LESEN!!!
http://www.aerzteaktion.de/organ/probst2.htm
weils so schön war, nochmal den link…
es geht
nicht um einzelne meinungen.
Doch! ich habe eine einzelne meinung, Du hast eine einzelne Meinung
mich interessiert das gesamtbild.
und das christentum trägt eine ganze menge dazu bei. auch wenn
die meisten befürworter atheisten sind, muß klar sein, daß
eine religion mehr ist als nur der bloße glaube an einen gott.
religion ist kultur, menschenbild, lebensbild. so wie es für
dich und alle andren hier wahrscheinlich normal ist, am 31.
dezember zu feiern, so findest du die einstellung eben auch
normal, daß es was positives ist, wenn man nach dem tode wem
andren noch was gutes tun kann. dies genau IST aber der
knackpunkt der debatte.
Entschuldigung, aber wie begründest du, das diese Haltung negativ sein könnte…
Zerstörung des heiligen Menschenbildes?
ist OK…
sieht man eben hier:
Verfügung zu stellen, ist für mich ein Akt der Nächstenliebe. (meine hervorhebung)
und du sagtest, du wärest kein christ
Tut mir leid, ich sagte, ich wäre kein Atheist… ich bin wohl am ehesten in die Agnostische Ecke zu stellen
genau das ist der
punkt. für einen nichtchristen …
das kommt auf den Nichtchristen an…
mutet das unglaublich an, sich
verstümmelt begraben lassen zu müssen
wieso müssen, wird Zwang ausgeübt??? nicht in D!
, nur wegen der medizin.
Hm, also meine unterstützung der Transplantation fußt ja eher auf humanistischen Motiven… Ich versuche zu helfen, wo ich kann.
Ob das normal ist oder die Meinung der Mehrheit, ist mir persönlich schnurz.
Ich werden jeden respektieren, der sich für sich selbst gegen eine Transplantation ausspricht. Aber sobald er versucht, mir seine Meinung aufzuzwingen, werde ich mich dagegen wehren, ganz einfach. Wenn er mich anhand von Sachargummenten (sic!) davon überzeugen kann, das meine Meinung falsch ist, dann liegt der Fall natürlich anders.
Was mich an unserer Diskussion sehr stört, ist folgendes:
Bis jetzt sehe ich nur, das Du 1. die Hirntoddefinition
ablehnst und 2. Die Organentnahme nach Hirntod als
Leichenfledderei bezeichnest.
Eine Begründung zu den beiden Punkten bist Du bislang meiner
Minung nach schuldig geblieben.
nochmal… mit bloßem ablehnen ist es nicht getan. bei der
geschichte steckt mehr dahinter als bloße meinung. ich lehne
die hirntoddefinition nicht ab (bin ich arzt?), ich stelle
fest, daß hier ein bruch im menschenbild stattfand, das mich
beunruhigt.
Sehe ich zwar anders, aber was solls. Ich sehe, das die absolute Heiligkeit des Leibes aufgehoben wird. Dies ist ein Prozess, der seit beginn der Neuzeit voranschreitet. In wie weit diese Veränderungen als positiv zu werten sind , lasse ich mal dahingestellt. Nichtsdestotrotz hat die Versachlichung und Entmystifizierung des menschlichen Körpers unbestreitbar eine Verlängerung und Verbesserung des menschlichen Lebens mit sich gebracht. Diese Entwicklung lief übrigens weitgehend GEGEN den Willen der Kirche, sondern sie ist den aufkommenden agnostischen Naturwissenschaften zu verdanken.
zweitens bin ich kritisch gegenüber dingen, die so
allgemein geglaubt und für gut gehalten werden. weißt du, ob
nicht mal unsere enkel uns fassungslos gegenüberstehen werden
und uns fragen: warum habt ihr nichts dagegen getan?
Tja, damit wird man wohl leben müssen, egal wie die Entscheidung in moralischen Grenzfragen ausfällt, ein Fehlerrisiko bleibt.
Möglichkeit 1: Ich habe unrecht… Unsere Enkel werden uns verdammen, weil wir Transplantationen durchgeführt haben.
Möglichkeit 2: Du hast Unrecht: Unsere Enkel werden uns verdammen, weil wir viel zu wenig Transplantationen durchgeführt haben.
man kann nur nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden, und muß diese Entscheidungen dann eben verantworten!
aber so emotional kommen wir nicht weiter.
ich bin emotional, weil ich möchte, daß ihr mich versteht.
dies ist ein emotionales thema. ich bin kein arzt. ich sehe
die sache bloß völlig anders.
Ich verstehe dich (ich bilde es mir zumindest ein) aber ich bin nicht einverstanden. Und mit Gefühlsargumenten wirst Du mich nicht davon überzeugen können, das meine Haltung falsch ist.
Gruß
Mike