Langsam weiß ich, was Du meinst…
Und wie soll das funktionieren? Du kannst Deinen eigenen
Hintergrund nicht von außen betrachten. Dazu müßtest Du Dir
ein neues Hirn zulegen.
doch das geht. abstrahieren.
Man kann aber nicht von sich selbst abstrahieren. Genausowenig kannst Du Deine eigene Meinung objektiv betrachten. Du bist sozusagen in Dir gefangen, ob Dir das paß oder nicht.
genau das tust du hier nämlich nicht.
ich will eben nicht diskutieren, welche meinungen wir jetzt
zum thema „mensch als maschine“ haben, sondern wie sich diese
einstellung im laufe der geschichte geändert hat. eben von
außen. auf der metaebene.
Ja, das habe ich inzwischen kapiert, auch dank Deiner Diskussion mit Mike. Hättest Du das vorher gesagt, wären wir jetzt vielleicht weiter 
ich habe nicht nach deiner meinung gefragt. mir gehts darum,
DASS sich diese meinung im letzten jahrhundert immer mehr
durchsetzte, im zuge der wissenschaftsentwicklung, und welche
folgen das für die menschen hat. denn in den herzen, ganz tief
drinnen, lebt die alte vorstellung noch weiter. und deswegen
kommt es zu konflikten und schuldgefühlen bei der
organentnahme.
Das kann ich so stehen lassen. Es ist eine schlichte wahre Aussage.
früher war anatomie („aufschneiden“) ein tabu. erst als das
gebrochen wurde, war der weg frei für die operationsmedizin.
mit diesem bruch ging der wandel des menschenbildes einher.
Auch das ist natürlich richtig.
es geht hier nicht um bloße persönliche meinungen!
Du möchtest, wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe, über die Entstehung der heutigen Vorstellungen von „Menschsein“, „Tod“ und „Körper/Geist“ diskutieren, stimmts? Das geht dann eher in Richtung Kulturgeschichte, und dazu kann ich soviel nicht sagen ,weil ich mich damit nur am Rande auskenne. Das ist allerdings auch etwas ganz anderes als das, was Du anfangs sagtest.
du bleibst auf der konkreten ebene und wiederholst immer
wieder das moderne paradigma. so kommen wir nicht weiter.
Du möchtest auf die abstrakte Ebene wechseln? Organspende ist aber nunmal ein sehr konkretes Thema, und ich glaube nicht, daß sich das auf abstrakter Ebene sinnvoll diskutieren läßt.
der mensch als „material“ - dir fiel gar nichts auf bei dieser
wortwahl, so normal ist der gebrauch geworden. seit wann sind
menschen material?? darum geht es mir - das menschenbild.
Der Begriff ist mir durchaus aufgefallen. Da Du aber dieser Sache negativ gegenüberstehst, ist es auch normal, daß Du negative Ausdrücke dafür benutzt. Warum hätte ich da schreien sollen?
Tja, es scheint, als hätten wir nicht viel zu diskutieren. Das Thema „Organspende - ja oder nein“ ist nicht das Thema, das Du meinst, undf über die geschichtliche Entwicklungen unserer heutigen Vorstellungen bin ich nicht allzu bewandert.
Also wünsche ich Dir noch einen Tag.
Gruß Kubi