Antwort eines Bogenschützen
Hi (mir sei die obligatorische Begüssung verziehen),
Dazu mal eine Frage an Bogenschützen: wenn man mit einem
normalen Pfeil auf eine Flasche in 100 m Entfernung schießt,
wie wahrscheinlich ist es, dass diese kaputt geht?
Das hängt von vielen Faktoren ab.
Soll es sich um eine Glasflasche oder um eine Plastikflasche handeln?
Nehmen wir z.B. an, eine stabile, runde 0,7 Liter Wasserflasche.
Nun, gehen wir mal von einer Glasflasche aus, o.k. 
Würde ein sehr guter Bogenschütze…
Der müsste sich dann schon auf Weltmeisterniveau befinden 
…die auf jeden Fall so treffen, dass sie kaputtgeht?
Das hinge wiederum vom verwendeten Pfeil (Pfeilgewicht, Pfeilgeschwindigkeit, Pfeilspitzenform, etc) ab.
Was passiert, wenn er sie leicht seitlich trifft?
Eine Wasserflasche würde umkippen
Flasche wird wohl umgeworfen, das ist mir klar, aber überlebt sie das?
Das hinge davon ab wo sie hinfällt. Würde sie auf eine Wiese fallen, würde sie wahrscheinlich nicht zerbrechen. Würde sie, aus Höhe, auf harten Boden, z.B. Stein, fallen, würde sie eventuell zerbrechen.
Welche Entfernung wäre realistisch, damit es für den Bogenschützen nicht mehr ganz so einfach wird, mittig zu treffen und die Flasche zu zerstören?
Also die vorgegebene Entfernung von 100 Metern ist, für ein solch kleines Ziel, schon heftig.
Ich schiesse seit 20 Jahren einen schweren Jagdboden (Recurve-Langbogen) mit schweren Zedernholzpfeilen mit Stahlspitze. Ich schiesse auf Ziele in 90 bis 120 Meter Entfernung. Ein Holzbrett von 2,5 cm Dicke wird auf 90 glatt durchschlagen - es gibt ein kreisrundes Loch wie mit einer Gewehrkugel geschossen. Ins freie flache Land geschossen, erreicht der Pfeil eine Reichtweite von etwa 400 bis 500 Metern. Mit einem leichteren Pfeil, als ich ihn verwende, liessen sich sicherlich wesentlich grössere Reichweiten erzielen. Senkrecht nach oben habe ich, aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen, noch nicht geschossen und ich werde es auch nicht versuchen.
Die Ziele, auf welche ich normalerweise schiesse, haben einen Durchmesser von etwa 1 Meter (Rundscheibe aus Stroh) und ich treffe die Scheibe, aber selten genau in der Mitte (von einem Ziel in Flaschengrösse… na ja, ich traue mir das nicht zu).
Das wären so die wichtigsten Fragen zur Vorbereitung.
Ich würde die Aufgabe, bzw die Wette umformulieren.
Wenn das ganze mal gemacht wird, achten wir natürlich strengstens auf die Sicherheit, lassen und dazu irgendwo von einem Sportverein oder so beraten.
Löblich. Ein ausgewiesener Bogenschütze wäre der richtige Ansprechpartner.
Jetzt stellt sich aber erst mal die Frage, ob man die Wette, wie wir sie uns denken, überhaupt durchführen kann.
Ich denke nicht. Vielleicht wenn die Schussentfernung reduziert würde. Aber unter 20 Meter geht auch wieder nicht, weil sich der Pfeil erst stabilisieren muss und dafür braucht er mindestens 15 Meter.
Ganz genaue Details möchte ich noch für mich behalten, um Nachahmern zuvorzukommen.
Das will sich mir nicht ganz erschliessen.
Die schwierigste und bekannteste Wette ist wohl der Schuss, bei welchem ein bereits in der Scheibe (oder Ziel) steckender Pfeil vom nachfolgenden Pfeil getroffen wird. Das haben wir schon viele Male ausprobiert und es ist noch nie jemandem gelungen (falls soetwas doch vorgekommen sein sollte, dann wäre es wohl ein Zufall).
Freundliche Grüsse
Ray