Der Islam ist nach seinem Selbstverständnis eine tolerante Religion.
Demnach müssten sie ungestraft (auch in Saudi Arabien) aus ihr
austreten können. Gibt es Gründe dafür, dass das eben nicht geht?
Bitte keine „christlichen“ Beiträge.
Hallo Alexander,
ich denke, daß das Konzept aus einer religiösen Tradition austreten zu können, christlich geprägt ist.
Viele Grüße
Iris
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… ist er aus eigenem Selbstverständis nicht. Punkt. Koran lesen (richtig lesen - nicht mit christlicher Brille). eine Quelle: University of Oregon (deutscher Text).
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hi,
wenn ich bissig daran anknüpfen darf:
ich denke, daß das Konzept aus einer religiösen Tradition
austreten zu können, christlich geprägt ist.
ich denke, daß das konzept, aus einer staatlich definierten religionsgemeinschaft austreten zu können, deutsch/österreichisch/(schweizerisch?!) geprägt ist.
vielmehr ist es so, daß man auch dem christentum gar nicht „austreten“ kann. einmal dabei, immer dabei. „austreten“ kann man nur aus der steuerklasse.
gruß
datafox
Die Brille des Islam…
lesen (richtig lesen - nicht mit christlicher Brille).
Wenns beuhigt, ich habe nun mal keine christliche Brille auf. Wer
glaubt, dass der Koran und die Bibel sich sehr unterscheiden,. sollte
beide Bücher noch einmal mit Fleiß lesen. Das AT war für mich schon
ein Abtraum. Der Koran hat mich überzeugt, dass er auch nicht viel
mehr Substanz hat. Seit ich beide Texte kenne, verstehe ich auch,
dass sich in der Geschichte die mörderische Bande der Kreuzritter und
die Mauren gelegentlich immer wieder die Schädel einschlugen. Da NT
sagt mir übrigns besser zu, denn es transportiert schon Inhalte, nach
denen wir leben sollten.
Na, wenn die Muselmänner behaupten, in der Christenbibel stünden
50.000 Übersetzungsfehler, dann verrät es, dass es unter den Muslimen
auch viele Holzköpfe gibt, die sich nicht zu schade sind, solche
Latrinengerüchte zu kolportieren.
Sehr scheinst du dich aber nicht auszukennen
vielmehr ist es so, daß man auch dem christentum gar nicht
„austreten“ kann. einmal dabei, immer dabei. „austreten“ kann
man nur aus der steuerklasse.
Da irrst du aber gewaltig. Vielleicht hast du es mal mitbekommen: Wir
hatten mal eine Aufklärung. Im Nahen Osten hätte ich wohl schlechte
Karten, wenn ich behaupten würde: Wo bitte, kann ich sagen, dass ich
nicht mehr Muslim sein will?
Ich bin absolut nicht gegen die Muslime oder gegen dich Christen oder
egen was sonst noch. Respekt hätte ich vor jeder
Glaubensgemeinschaft, wenn sie die Schrift etwas kritischer lesen
würden.
Jahrtausende hatt die christliche Kirche die Naturwissenschaft
behindert. Im Jahre 400 n.u.Z. wurde von einem christlichen Mob die
große Hypatia ermordet, zerissen und dann verbrannt. Danach brach das
finstere Mittelalter herein und erst, als man wieder begann, die
Dinge zu hinterfragen, löste sich das Abendland aus den Krallen der
Mutter Kirche. Zu Beginn wurde aber noch viel Feuerholz verbraucht,
um den Glauben durchzusetzen. In kirchlichen Kreisen wird gern
kolportiert: Der Islam befände sich noch im Zustand der christlichen
Kirche im Mittelalter.
Da irrst du aber gewaltig.
ich denke nicht - laß mich aber gern korrigieren.
Wir hatten mal eine Aufklärung.
trennung von staat und religion.
Im Nahen Osten hätte ich wohl
schlechte
Karten, wenn ich behaupten würde: Wo bitte, kann ich sagen,
dass ich
nicht mehr Muslim sein will?
stimmt. die aufklärung gabs dort nicht. dort sind religiöses gesetz und BGB eins. (betrifft aber ausschließlich arabische muslimische staaten: die türkei hat eine aufklärung hinter sich, was also bedeutet, daß der islam an sich keinesfalls „rückständig“ ist - es ist die gesellschaft drumherum!)
Der Islam befände sich noch im Zustand der
christlichen
Kirche im Mittelalter.
das ist auch nicht korrekt - bestimmte arabische staaten befinden sich dort.
was als „kirchenaustritt“ deklariert wird ist eine austragung aus einem staatlichen steuerregister, was in keinstem zusammenhang mit dem kirchenrecht steht. die aufklärung verhindert bloß, daß das kirchenrecht (=„scharia“) identisch ist mit dem BGB. als das noch so war, stand auf „abfall vom glauben, häresie, hexerei usw.“ der tod!
gruß
datafox
Hallo
vielmehr ist es so, daß man auch dem christentum gar nicht
„austreten“ kann. einmal dabei, immer dabei.
Sag das nicht. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Exkommunikation nennt einige hervorragende Beispiele, durch welche Taten man sich auch nach den eigenen Spielregeln der r.k. Kirche selbst aus der Kirchengemeinschaft rausschießen kann. 
(Zumindest Apostasie sollte mit geringem Aufwand zum gewünschten Erfolg führen können.)
P.
durch welche Taten man sich auch
nach den eigenen Spielregeln der r.k. Kirche selbst aus der
Kirchengemeinschaft rausschießen kann.
dann hast du nicht gelesen:
_„Die Exkommunikation existiert in der römisch-katholischen Kirche. Sie bedeutet den Ausschluss des Betreffenden aus der kirchlichen Gemeinschaft, nicht jedoch aus der Kirche selbst.“
"Die Exkommunikation bleibt solange bestehen, bis die Ursache beseitigt ist oder der Betroffene sein Vergehen wieder gut gemacht hat. Aufgehoben wird sie im allgemeinen durch den Bischof._
wäre es ein tatsächlicher ausschluß, d.h. das man hinterher aus sicht des kirchenrechts kein christ mehr wäre, wäre zum wiedereintritt die taufe notwendig.
Q.E.D.
gruß
datafox
dann hast du nicht gelesen:
„Die Exkommunikation existiert in der römisch-katholischen
Kirche. Sie bedeutet den Ausschluss des Betreffenden aus der
kirchlichen Gemeinschaft, nicht jedoch aus der Kirche
selbst.“
Gut, Schande über mich.
Ich habe mich nämlich ganz auf diesen Satz gestürzt:
„Exkommunikation als Tatstrafe (excommunicatio latae sententiae), die mit dem Vergehen eintritt. Durch einen Akt des Unglaubens hat der Gläubige sich soweit von der Kirche entfernt, dass er nicht mehr als ihr zugehörig betrachtet werden kann.“
"Die Exkommunikation bleibt solange bestehen, bis die Ursache
beseitigt ist oder der Betroffene sein Vergehen wieder gut
gemacht hat. Aufgehoben wird sie im allgemeinen durch den
Bischof.wäre es ein tatsächlicher ausschluß, d.h. das man hinterher
aus sicht des kirchenrechts kein christ mehr wäre, wäre
zum wiedereintritt die taufe notwendig.
Gut, für derlei theologische Feinheiten fehlt einem Banausen wie mir tatsächlich der Sinn. (Aber wieso kann ich meine Taufe nicht auch rückgängig machen? War ja schließlich nicht meine Entscheidung damals.)
Ciao
P.
Und Du kennst Dich gar nicht aus…
Hallo Alexander,
Da irrst du aber gewaltig. Vielleicht hast du es mal
mitbekommen: Wir
hatten mal eine Aufklärung. Im Nahen Osten hätte ich wohl
schlechte
Karten, wenn ich behaupten würde: Wo bitte, kann ich sagen,
dass ich
nicht mehr Muslim sein will?
Ich bin absolut nicht gegen die Muslime oder gegen dich
Christen oder
egen was sonst noch. Respekt hätte ich vor jeder
Glaubensgemeinschaft, wenn sie die Schrift etwas kritischer
lesen
würden.
Jahrtausende hatt die christliche Kirche die
Naturwissenschaft
behindert. Im Jahre 400 n.u.Z. wurde von einem christlichen
Mob die
große Hypatia ermordet, zerissen und dann verbrannt. Danach
brach das
finstere Mittelalter herein und erst, als man wieder begann,
die
Dinge zu hinterfragen, löste sich das Abendland aus den
Krallen der
Mutter Kirche. Zu Beginn wurde aber noch viel Feuerholz
verbraucht,
um den Glauben durchzusetzen. In kirchlichen Kreisen wird gern
kolportiert: Der Islam befände sich noch im Zustand der
christlichen
Kirche im Mittelalter.
Nichts einfacher als das. Die jeweilige Stelle wird von Staat zu Staat verschieden sein, aber der Islam hat wenigstens Regelungen, wie man nicht-Moslems behandelt.
Außerdem sind viele arabische Staaten ebenfalls sekular (wenn auch keine Demokratien): Syrien, Irak (gut, jetzt Anarchie, aber davor), Jordanien, Ägypten etc.
Nur wenige Staaten (Saudi Arabien, Iran und einige andere) sind stark muslimisch geprägt.
Grüße,
Anwar
Hallo Alexander,
zufällig lese ich diese Diskussion über Islam. Da kann ich einfach nicht stille halten! Und warum nicht?
- Ich bin Christin und mein Mann war Moslem (war - weil er leider vor 18 Jahren starb).
- Dieser Mann (und unsere Kinder natürlich auch) hatte (haben) einen Stammbaum, der bis auf den Enkel Mohammeds (Husseini) zurückdatiert.
- Natürlich kenne ich den Koran ziemlich gut - aber in einer völlig anderen Weise als aus christlicher Sicht gelehrt.( Und was man den Muslimen über das Christentum erzählt, ist ebenso hanebüchen, wie zum Beispiel, wir würden drei Götter anbeten…)
- Mein Schwiegervater war sehr gebildert, ein hoher Beamter und dabei ausgesprochen fromm und absolut unbestechlich sowohl in seinem Amt als auch in seinem privaten Handeln.
- Niemand der Familie hat mich jemals gedrängt, meinen Glauben (oder meine Religion) zu ändern.
- Ich wurde als Mensch geachtet und respektiert, wie ich das sonst nur sehr selten erleben durfte (und mein Mann in Deutschland überhaupt nicht).
- Toleranz erlebte ich in dieser Familie in einer mir bis dahin völlig unbekannten Definition: nicht als Forderung an mich als anders Denkende - sondern als Angebot. Mir wurde Toleranz gewährt. Eine völlig neue Erfahrung für mich!
Mein Resümee aus 25 Jahren Ehe und Umgang mit Muslimen:
Es kommt weniger auf die Religion als auf den Geist und die innere Haltung der Betroffenen an - und meine angeheiratete ägyptische Familie war absolut einmalig! Doch sie hat mir eine Ahnung davon gegeben, wie es in einer Zeit sein könnte, wenn nicht mehr machtpolitische Gesichtspunkte sondern der Wahrheit und dem Wesen der Menschlichkeit entsprechende religions- und rassenübergreifende Entscheidungen in gegenseitiger Achtung getroffen werden. Davon sind wir leider überall auf der Welt meilenweit entfernt.
Ein friedvolles Weihnachtsfest wünscht
Renate
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Hallo Renate,
das war ein Brief, wie ich ihn nur wünschte. Ich selbst respektier
den Islam, weil aus der Kultur des Islam gute und empfindsame
Menschen hervorgegangen sind. Das gleiche gilt auch für die Christen.
In den letzten Wochen habe ich sehr konzentriert den Koran gelesen.
Das AT ist mir auch sehr vertraut. Sie haben mich aber beide in
höchstem Maße beunruhigt, da in beiden Bücheren so unklare Aussagen
gemacht werden, die dann in Bibeltunden und in den Koranschulen je
nach Einstellungen zurecht gelegt werden. Aber dies gilt für alle
Religionen: Wenn die einzelnen Religionen nicht lernen, sich zu
repektieren, dann hat der einzige Gott (chistliche Bezeichnung), der
also für Koran und Bibel verantwortlich ist, uns eine Zeitbombe ins
Gepäck gelegt. Ich möchte nicht mehr darstellen, wie Christen und
Muslime die Menschen mit ihrem jeweiligen Gott die Menschen beglückt
haben. Was gegenwärtig mit Allah, dem Gnädigen geschieht, ist sehr
ungnädig. Warum müssen diese religiös verblendeten Unholde ihr
Mordlust mal ohne Anrufe an ihren Gott „Allah akbar“ oder „Gott mit
uns“, ausführen? Gott quasi als Komplze für ihre Untaten. Auch der
Christengott wurde für solche Untaten benutzt. Die Hexenverbrennungen
sind doch geschichtliche Realität.
Doch, ein guter Muslim ist mir zehn mal lieber als ein windiger
Christ. Nur: Warum hat Gott der Menschheit so viele Religionen
geschenkt? Vielleicht, dass wir ihre eigentlich Botschaft erkennen?
Einer meiner besten Freunde ist ein Muslim aus dem Libanon. Dass ich
in meinen Leben solchen gütigen und klugen Menschen erleben darf,
dafür danke ich unserem Gott.
Gerade höre ich im BBC: In Baghdad hat sich wieder ein Märtyrer in
die Luft gejagt. In wessen Namen nur?
Alexander
Austritt aus der Christenkirche
vielmehr ist es so, daß man auch dem christentum gar nicht
„austreten“ kann.
Da bin ich mir nicht so sicher. Obwohl ich gerne die Glaubensinhalte
hinterfrage, fühle ich mich letztlich als Christ. Wenn ich austreten
wollte, ging ich ins Standesamt und ich hätte nichts mehr am Hut mit
der Kirche. In Deutschland geht das. Bei Muslims würde man mir wwohl
den Kopf abschneiden. Wie ist das denn in Israel?
der islam und der christliche glaube sind die beiden einzigen absolutistischen weltreligionen. das heist, dass beide religionen von sich behaupten die einzig wahre religion zu sein und dass es nur diese eine religion geben kann und dass sie auf der ganzen welt verbreitet werden muss.
von daher wäre es aus religiöser sicht ganz einfach unlogisch auszutreten.
In Deutschland geht das.
ja, DAS war das richtige stichwort: deutschland
(ebenso: österreich! die schweiz hat mir keiner beantwortet.)
Bei Muslims würde man mir wohl
den Kopf abschneiden.
aber nein. ein mitgleid der moslemischen gemeinschaft kann ebenso zum standesamt gehen und seine mitgliedschaft beenden. in deutschland geht das 
Wie ist das denn in Israel?
da geht das nicht. es gibt keine steuerklasse nach religion.
gruß
datafox
Schweiz
Um aus der Evangelisch-reformierten Landeskirche auszutreten,
hat bei mir ein Brief an den Präsidenten des Kirchenrates
genügt.
Gruss aus Basel
Rolf
Um aus der Evangelisch-reformierten Landeskirche auszutreten,
hat bei mir ein Brief an den Präsidenten des Kirchenrates
genügt.
ist der kirchenrat eine staatliche instanz?
gruß
datafox
Kirche und Staat getrennt
ist der kirchenrat eine staatliche instanz?
Nein, liebe datafox, das ist die Exekutive
(ausführende Behörde) der kirchlichen
Organisation. Es gibt darin jemanden der für
Finanzen zuständig ist, jemand anders für Bauten
usw.
Der Kirchenrat steht der Kirchenverwaltung
vor, die seine Richtlinien umsetzt.
Die Legislative (gesetzgebende Behörde) heisst
bei uns Synode. (Der habe ich in jungen Jahren
mal angehört.) Sie wird in direkter Demokratie
vom Kirchenvolk gewählt.
Die Synode als oberstes Organ wählt und
beaufsichtigt den Kirchenrat.
Kirche und Staat sind bei uns seit vielen Jahren
getrennt. Kirchensteuern werden daher direkt von
den (vom Staat dazu ermächtigten) Kirchen bei
den Mitgliedern eingezogen.
Darum muss die jährliche Steuerrechnung auch mit
Informationen schmackhaft gemacht werden, wozu
das Geld gebraucht wird. (Das entsprechende
Infoblatt habe ich einige Jahre lang als
Grafidesigner gestaltet.)
Liebe Grüsse
Rolf
hallo rolf!
danke für diese interessante information!
gruß
datafox