und wer sagt dir, dass ich noch nicht in der situation war?
Wärst du schon mal auf eine Organspende angewiesen gewesen, würdest du nicht hier schreiben, denn du wärst gestorben, weil du ein Spenderorgan verweigert hättest.
was qualifiziert dich dazu, die entscheidung, die ich für mich
getroffen habe, infrage zu stellen?
Man kann doch darüber diskutieren oder nicht? Immerhin hast du deine Meinung hier zur Diskussion gestellt, sonst hättest du sie für dich behalten.
An dieser Stelle steige ich aus, denn offenbar läuft das Gespräch ins Leere…
Aus Zeitgründen habe ich noch lange nicht alle Antworten gelesen.
Aber jetzt schon stellt sich mir zwei Zusatzfragen:
Viele Eltern sagen sie würden ALLES tun, um das Leben ihres Kindes zu retten. Schließt das nicht ein Bruderchen bzw. ein Schwesternchen mit ein?
Und noch ein Gedankenanstoß:
Wenn man die Verzweiflung der betroffenen Eltern in so einen Fall berücksichtigt, in wie fern kann man die hier abgegebene Antworten als „ehrlich“ betrachten? (Im Sinne von falls das zutrifft, wurde tatsächlich der Antwortenden es so handhaben)
weil ich der Überzeugung bin, dass wenn man nie in so einer
Situtation war immer leicht sagen: das kommt für mich nicht in
Frage. Wenns dann soweit ist, fallen die Überlegungen zuweilen
doch ganz anders aus.
Genauso denke ich.
Oder mit anderen Wörtern, die Gesetzesgeber müssen sich ja was überlegt haben, als sie entschieden (mehr oder weniger kurzfristig) die Sorgerecht an einen Elternpaar zu entziehen, die aufgrund ihrer Glaube (Zeuge Jehovas) sich standhaft weigerten, dem eigenen Kind (
Viele Eltern sagen sie würden ALLES tun, um das Leben ihres
Kindes zu retten. Schließt das nicht ein Bruderchen bzw. ein
Schwesternchen mit ein?
Ein Brüderchen oder Schwesterchen zur Organentnahme?
Wenn man die Verzweiflung der betroffenen Eltern in so einen
Fall berücksichtigt, in wie fern kann man die hier abgegebene
Antworten als „ehrlich“ betrachten? (
Sicher, wenn man nicht betroffen und in einer derartigen Situation ist, schwätzt man leicht was dahin. Aber zum jetzigen Zeitpunkt sind diese Antworten ehrlich gemeint.
Und in den allermeisten Fällen würde ich sagen, bleibt es bei dieser Meinung. Wenn ich mein Kind liebe, zeuge ich noch lange kein anderes, welches ich dann ausnutze. Wie könnte ich diesem Kind je mit offenem Herzen gegenübertreten? Wir haben dies für dich und dein Brüderchen getan … .
Manche Dinge sind einfach Schicksal, manche nennen es von Gott gewollt. Man sollte auch lernen, damit umzugehen.
also so wie ich uns Deutschen kenne, wird man einen „großen Pool an potentiellen Retter-Kinder-Eltern“ aufstellen müssen, aus denen es eine Minderheit dann tatsächlich tun wird. Die Deutschen sind halt noch „zu satt“.
Wenn es um Überleben geht - wie in anderen Ländern - drängeln Spender um Annahme Ihrer „Organe“.
Wer in den Pool will, zahlt dafür, schon alleine zur Abschreckung von „Kostet ja nix Typen“.
Sollten sie es dann im Notfall tun, wird das mit den eingezahlten Beiträgen verrechnet. Sollten die Eltern sterben, wird es den normalen Kindern zurückgezahlt. Vielleicht sogar mir Inflationsausgleich.
Naja - ehrlich gesagt auch nix für Arme - also wenn das Thema wirklich aktuell wird, fällt mir immer was ein …
Schönen Sonntag
Jens Rabis
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Wärst du schon mal auf eine Organspende angewiesen gewesen,
würdest du nicht hier schreiben, denn du wärst gestorben, weil
du ein Spenderorgan verweigert hättest.
Dir fehlt offensichtlich Phantasie.
Es könnte sein, dass jemand bereits einen nahestehenden Menschen
a) verloren hat, weil Organspende - aus was für Gründen auch immer - nicht gemacht wurde;
b) nicht verloren hat und somit eine Organspende in nächster Nähe erlebt hat.
Es könnte sein, dass jemand einen (toten) Organspender in seiner Nähe hatte.
Es könnte sein, dass jemand ein krankes Kind hat und bewusst auf die Zeugung eines „spare part babies“ (den Ausdruck gibt’s übrigens auch, halte ich für ehrlicher als „saviour child“) verzichtet hat.
Ich kann mir noch etliche andere Szenarien vorstellen, die jemand sehr wohl persönliche Erfahrung in diesem Bereich bringen würden, ohne dass der jemand tot sein muss.
und andere derweil „hops gehen lassen“. Gegen ihr Willen
sterben von 700 000 Deutschen pro Jahr ca. wie viel %?
Wie viele davon hätten länger und vor allem besser leben
können, mit solch einer Option der „Retter-Kinder“ welche eh
nie geboren werden und auch kein Bewußtsein haben werden.
Weil es der Lauf der Natur ist zu sterben? Warum strebt der Mensch nach immer weiteren Utopien?
Es ist sehr schlimm wenn jemand an einer unheilbaren Krankheit erkrankt.
Es ist sehr schlimm, wenn dieser Jemand an der Krankheit stirb.
Es ist viel schlimmer, ein Lebewesen wie eine Sache zu behandeln aus reinem Eigennutz. Leben zu erschaffen um es zu zerstören um das eigene lebenswerter zu machen.
Mag ja alles ÜBERGANGSWEISE sein, aber ich sterbe lieber, als mich an Ersatzteilen eines dafür geschaffenen Menschen. Ich sehe Organspende allerdings auch recht differenziert, btw.
Selbstverständlich werden wir irgendwann sterben, selbst wenn wir biologisch unserblich werden könnten. Dafür wird z.Bsp. vielleicht ein implodierendes Universum sorgen.
Wenn Dir die normale Lebenserwartung reicht, kein Problem …
Mit besten Grüßen
Jens Rabis
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
@selbstverständlich könnte man theoretisch Bewußtseinlose im
Mutterleib „produzieren“.
Was ist die Alternative … außer dass zu viele Deutsche, zu
früh „hobs gehen“, deren Wert ich höher einschätze als von
künstlich hirnmanipulierten - sonst nie geboren wordenen -
Retter-Kindern?
Man holt es sich halt im Ausland, wie es scheinheilig
Deutschland bei vielen Themen macht. Najut so geht es auch.
Muß man entprechende
Krankenversicherungen abschließen oder cash zahlen …
Deutschland exportiert das Problem, wie so oft in den letzten
Jahrzehnten.
Anscheinend siehst du die Deutschen echt über allen anderen … Ich dachte, diese Phase wäre irgendwann mal abgeschlossen …
Warum willst du eigentlich um jeden Preis den Tod hinauszögern/aufheben?
Und deine Allgemeinplätze hast du immer noch nicht konkretisiert, was ein Daraufeingehen ziemlich erschwert, aber mir scheint, darauf legst du gar keinen Wert.
So, diese drei obigen Sätze sind für dich, lies sie oder lass es bleiben, tschüss. „Diskussion“ beendet.
Nicht allgemein zu bewerten
Hallo,
ich finde, so eine lebensentscheidende Frage kann jeweils nur im Einzelfall entschieden werden.
Ich würde niemanden verurteilen, der alles medizinisch mögliche versucht, um zu überleben. Verletzt er dabei geltende Gesetze, muss er allerdings mit Konsequenzen rechnen, ein Richter wird dann im einzelnen abwägen. Ein Außenstehener ohne näheren Einblick kann das meiner Meinung nach gar nicht überblicken, die Sache hat soviele Facetten und moralische, rechtliche und medizinische Komponenten.
Grüsse
kernig
Würde man Optionen nutzen müssen, wo z.Bsp. der Embryo
nicht ausgetragen wird, würde sich 2. natürlich auf die
vorhandenen Kinder beziehen …
Eine Bedingung gäbe es allerdings. Es dürften nur Eltern die
schon 2 Kinder haben oder alleinerziehende Frauen mit schon
einem Kind „mitmachen“.
Die Frage nach einem menschlichen Ersatzteillager lässt mich objektiv immer wieder die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, einen (möglicherweise) gesunden Menschen zu opfern, um einen kranken zu retten.
Über meine Entscheidung, wäre ich selbst in der Situation, dringend ein Organ o.ä. zu benötigen möchte ich nichts sagen. Sie wäre vermutlich vollständig anders als ich es mir jetzt irgendwie vorstellen kann. Mein Kind würde ich mit allen Kräften beschützen. Egal ob Retterkind oder nicht.