Hallo Jens Rabis,
Polemik würde bedeuten, dass ich mit unsachlichen Argumenten dich angreifen möchte. Auf keinen Fall halte ich es für sinnvoll beim Thema in einer Trickkiste nach schwammigen Begriffen zu suchen, um mich gegen Dich zu wenden. Vielmehr ist mir nicht genau klar, für was Du eintritts, und habe bisher nur Provokationen durch Deine Äußerungen mitbekommen.
wenn der Staat Kinder wollte, wäre seine Budgetverteilung
anders
Polemik, Zahlen anschauen und Gentests machen bei allen Eltern

Für Verteidung gibt der Staat 29 Mio. Euro aus, für Verkehr,Bau und Stadtentwicklung 24 Mio, für seine Verwaltung (ich habe es nur kurz überschlagen) 16 Mio. Aber für Familie, Senioren (auch!), Frauen (halte ich für überflüssig wie einen Kropf) und Jugend 6 Mio Euro und für Bildung und!!! Forschung 9 Mio. Sprich, es gibt nun einmal kein eigenes Ministerium, das sich nur um die Belange unserer Nachfahren kümmert. Und die Gelder der entsprechenden Ministerien (Bildung bzw. Familie) werden auch noch für verwandte Zwecke ausgegeben.
Für was Wirtschaft Kinder will?
Die Wirtschaft holt sich Nachwuchs aus dem Ausland. …und ist oft
uninteressant - lieber ein kinderloser AN.
Naja, da denken die derzeit um. Die meisten Frauen mit Kindern
wollen eigentlich gar nicht arbeiten … auch Polemik?
Ja, Deine Bemerkung hat etwas polemisches an sich. Heutzutage können es sich nicht viele Frauen leisten nicht zu arbeiten. Und es wird außerdem unter den Frauen als Makel angesehen, nicht berufstätig zu sein; oder anders formuliert: Nurhausfrauen werden unter Geschlechtsgenossinnen oft belächelt.
Ich habe nix gegen Kinder und die die Kinder haben.
Wenn Ihr noch dauerhaft Freude habt, wenn die aus dem Haus
sind, ward ihr gute Eltern. Wenn die Euch unterstützen bis an
Lebensende, habt ihr was richtig gemacht.
Ist das unser Thema? Ich glaube nicht. Es ist vollkommen egal, wer Kinder hat oder nicht. Mir geht es um eine grundsätzliche Einstellung zum Stellenwert von Kindern in unserer Gesellschaft. Verstehe mich nicht falsch: Ich bin bestimmt nicht vor lauter Mutterschaft komplett entrückt. Vielmehr wollte ich meine positiven Erfahrungen in die Wagschale legen, mit einem Verdacht im Hinterkopf, dass in unserer Gesellschaft Kinder gerne instrumentalisieren werden. Ich möchte einfach daran erinnern, dass jedes Kinder später mal ein Erwachsener sein wird. Wie funktionsfähig er später ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Kinder Sinn des Lebens? Vielleicht, müssen ja nicht die
eigenen sein.
Nein, so habe ich das nicht gemeint, weil das eine Frage ist, die nur jeder für sich selbst beantworten kann. Kinder wird es immer geben. Und da ist die Gesellschaft gefragt, auf welcher Basis sie diese groß werden läßt.
Was mich beunruhigt an dem Thema, ist dass ein gewisser
Schutzraum um Kinder immer dünner und durchlässiger wird - im
Namen des Fortschritts, der Wissenschaft oder von kranken
Menschen. Das hat etwas von einem Deal an sich, auf den ich
mich ganz bewußt nicht einlassen würde.
Wiederholung, es geht um die welche eh nicht geboren wären,
für einen begrenzten Zeitraum. Wir ja keiner zu gezwungen.
ah, danke für die Information. Bislang habe ich das so verstanden, dass das Geschwisterkind deshalb auf die Welt kommen soll um z.B. eine Niere oder Rückenmark zu spenden.
Über Gentechnologie weiß ich zu wenig, und kann die Sache mit der Zellkernverpflanzung nicht beurteilen. Ich weiß, dass die Forschung rund um Gentechnologie gerade im medizinischen Bereich von großer Wichtigkeit ist - nicht nur im Hinblick dessen kranken Menschen zu helfen. Da geht es auch um Erkenntnisrangeleien und damit um Macht. Umso mehr bin ich froh, dass es deutsche Politiker gibt, die sich nicht scheuen, sich mit ethischen Überlegungen zu befassen und darüber diskutieren.
Über das Thema kann man sehr kontrovers diskutieren. Schade, dass man von Deiner Position wenig Konkretes erfährt, und dass Du Gegenpositionen (wie die meinen) mit Sprüchen vom Tisch wischst.
Mit Grüßen
Reni