Hallo wieder,
Kann man nicht? Sorry Thomas, das ist kleingeistig.
Man sollte sie nur erläutern, um Missverständnisse zu
vermeiden.Denn wozu Kommunikation letztendlich dient, ist ja
vorrangig, das Gegenüber wahrzunehmen.
naja, wenn du noch nicht einmal bereit bist, gängigen Konsens
zu akzeptieren, habe ich wirklich Probleme, denn
Merkst Du denn nicht, dass Deine Regeln nicht meine sind? Und was heisst schon gängig?
Du solltest nicht vergessen,dass in verschiedenen Umfeldern verschiedene Worte,Begriffe selbstverständlich benutzt werden,die verwendet man, weil sie so nicht immer neu definiert werden müssen,Du weisst das selber.
Sprache ist so unzulänglich, und kann zu Missverständnissen führen.
Nun ist Dein Umfeld vielleicht nicht meines, Du hast Recht, wenn Du sagst,ich habe wenig Kontakt mit Rationalisten.Weil es mein Weg nicht ist.
In meinem Umfeld weiss jeder, was mit Herz gemeint ist, und auch hier wissen es einige.Es ist auch kein selten so angewendeter und verstandener Begriff, nur bei Dir in Deinem Umfeld mag das eben anders sein.
Also wird man das klären müssen, was ich versucht habe, Du hast es dann ja auch ein bisschen besser verstanden, in welchem Sinne ich es meine.Und ich weiss nun, was Du darunter verstehst.Schön.Was soll dann also ein Beharren darauf, dass Deine Begriffe aber die allgemein anerkannten sind? Genau das empfinde ich als sinnlos und kleingeistig.
akzeptierst ja schon die meisten meiner verwendeten Worte, nur
eben bei bestimmten Ausdrücken hast du eine Blockade.
Bei einigen Ausdrücken unterscheiden sich unsere Definitionen.
Blockade, mannomann, ist das jetzt gleich so zuviel für Dich, dass Du mich pathologisieren musst?
Nun
müsste man fragen, warum du gerade da eine Sperre entwickelst.
In der Regel liegt das daran, dass jemand persönliche
Erlebnisse in eine objektive Diskussion hineinträgt.
Thomas, das wird jetzt unverschämt.Du setzt eine eingeschränkte Sicht auf meiner Seite vorraus, meinem Eindruck nach, umirgendwie einordnen zu können, was Du nicht verstehst.
So mag ich an dieser Stelle nicht mehr mitgehen.
Nun kann
ich dir das schlecht zum Vorwurf machen, weil du das ja in der
Tat als Methode beabsichtigst.
Ich sehe nicht, dass Du verstehst, was ich meine.
So stimmt es jedenfalls nicht.
Was also soll ich tun?
Bezeichne ich das als „überheblich“, würdest du genau dasselbe
mir vorwerfen.
Bezeichne es ruhig als überheblich, natürlich denke ich dasselbe von Dir, vielleicht wird sich das irgendwann klären, vielleicht auch nicht.
Wir sind zudem gerade dabei, Missverständnisse
auszuräumen.
Du missverstehst mich an vielen Ecken und Enden, das könnte
daran liegen, dass wir in verschiedenene Welten leben.
Wo du meinst zu sein, weiß ich nicht, aber ich bin hier und
jetzt. 
Das tun wir alle, und doch kann das Hier&Jetzt des einen sich durchaus vom Hier und Jetzt des Anderen unterscheiden.In der Wahrnehmung.
Was ist schon Realität?
Ich sage nicht, das Unbewusste ist böse, ich sage das
Unbewusste hat Macht, und wo heftige Emotionen, oder
destruktive Emotionen unbewusst sind, sind sie in der Praxis
leicht gefährlicher und zerstörerischer, als die bewussten.
Das ist schon richtig, nur braucht man zu ihrer Verarbeitung
genau das, was du nicht verwenden möchtest, den Verstand.
Vorgreifend auf Deinen Schluss, ich bin nicht ärgerlich(warum denkst Du das, wie kommst Du darauf), ich bin etwas genervt ob eines Gespräches, welches für mich immer weniger Sinn macht, weil ich permanent das Gefühl habe in Deine Gedankenwelt eingeordnet zu werden.Das ist keine freie Begegnung.
Inhaltlich: Wo habe ich gesagt, ich wolle den Verstand nicht verwenden?Was ich gesagt habe,war, ich bin bemüht,die Priorität beim Herzen zu setzen, und gebrauche meinen Verstand als das hilfreiche Werzeug, welches er ist.Das ist keine Negierung, gell?
Das
„Herz“ spielt gerade bei der Entdeckung eigener Vorurteile
keine Rolle!
Zu deren Entdeckung brauche ich den Verstand, zur Auflösung das Herz.
Habe kein Problem damit, im Gegenteil, meine Wahrheit Deiner
Wahrheit gegenüberzustellen.DIe Spannung ist spannend, und
Kompromisse nur, wenn sie nicht faul sind.
Ich für meinen Teil würde nie behaupten, die Wahrheit zu
kennen.
Ich glaube, auch hier gibt es ein Missverständnis.Ich habe von meiner Wahrheit gesprochen.Das ist sehr sehr wichtig.
Ich gehe davon aus, dass es auf der Ebene, auf der wir unds hier unterhalten keine absolute Wahrheit gibt.
Aber was ich tun kann und will als der Mensch in seiner Relativität, der ich bin ist meine Wahrheit, meine subjektive Wahrheit zu leben. Im Wissen, dass Du eine andere hast. Deine relative Wahrheit.
Nun macht es mir oft Spass, meine Wahrheit in Spannung und im Gegensatz zur Wahrheit anderer stehen zu sehen.
Wenn ich gerade nicht überheblich bin…auch das bin ich aber manchmal in meiner Wahrheit.
Und villeicht ist das Gespräch mit Dir, so anstrengend es teilweise ist, eine Erinnerung für mich daran, weniger überheblich zu sein, und auch Deine Wahrheit in ihrem Wert stehenzulassen.
Das ist die Ebene, die Kontakte für mich wertvoll macht, aneinander zu lernen.Nicht der kluge rationale Austausch.
Ich würde aber behaupten, dass du deine Konzepte zu
Wahrheiten erklärst, ohne dafür einen einleuchtenden Grund
angeben zu können.
Jaja, dazu neige ich, wie schon zugegeben- einerseits, und danke Dir, dass Du mich daran erinnerst.
Also, versteh es bitte als meine Wahrheit.
Das du mir vorwirfst, zu viele Konzepte zu
haben, ist schon merkwürdig, weil der Begriff „concept“ ja im
Deutschen mit „Begriff“ übersetzt wird. Und du vermeidest ja
Begriffe (wie deine Abneigung gegen die Pascal’sche
Begrifflichkeit zeigt)
Die mag ich vor allem darum nicht verwenden, weil ich mich zuwenig mit ihr auseinandergestzt habe, und warum schwierig, wenn´s auch einfach geht? Wir hatten uns dann doch verstanden, was die unterschiedliche Definition anbelangt, oder?
. Begriffe aber sind die Voraussetzung
jeder ernsthaften Kommunikation.
Begriffe aber sind abstrakte Formen für etwas seiendes.Und nur so lange dienlich, wie sie zur Klärung dienen.
Und mit Konzepten meine ich noch sehr viel mehr, als nur Wortbegriffe, ich meine ganze feststejhende Gedankenwelten, Bilder von der Realität, die selbiger letztendlich nie gerecht werden, schon gar nicht einer wie dem „Herzen“.
Und was ich kritisiert hatte war nicht, dass Du Konzepte hast, sondern dass ich es so empfinde, dass Du diesen manchmal mehr Priorität einräumst, als dem nicht abstrakten Zustand, der durch das Konzept erfasst werden soll. Leider kann ich es nicht genauer ausdrücken, weil ich versuche etwas zu beschreiben, was nur erfahren werden kann.
Si habe ich dann den Eindruck, dass Du im Gespräch mit mir oft mehr Deine eigenen Bilder, als mich in meinem AndersalsDusein wahrnimmst.
Natürlich kann ich den
anderen streicheln, füttern oder wegschubsen,
Das ist Dein Eindruck von meinem Bild, aber entspricht nicht diesem, denn darum geht es gar nicht.
aber darüber
kommt kein Gedankenaustausch zustande („Gedanke“ heißt
übrigens auch „concept“ im Englischen).
Das mit dem english ist immer so eine Sache, Eins zuEins übersetzen kann man vieles nicht.Es wird eher als Begriff im Sinne von „Auffassung“ denn als Gedanke gebraucht, was nur die Relativität und Subjektivität der Gedanken herausbringt.
Ich trenne nicht, ich ordne den Intellekt nur ein ins größere
Herz.Und unter.
Ja, das kenne ich von anderen Ganzheitstheoretikern auch:
Benutzt man das geschriebene Wort, wird es immer Theorie bleiben, aber da waren wir schon mal, Du bist immer noch herzlich eingeladen, mein Sein in seiner Ganzheit direkt wahrzunehmen, und mich Dein Sein wahrnehmen zu lassen…
Davon ist Sprache ein winzigkleiner Bestandteil.
die
Behauptung, die gerade vorgenomme Trennung sei gar keine
Trennung. Das aber ist nichts anderes als ein Sophismus. Die
Trennung, die ich meine, ist begrifflicher Natur. Du hingegen
verwendest den Begriff „Trennung“ mal begrifflich, mal
ontologisch. Das ist so ähnlich, wie bei dem Vater, der
behauptet seine Tochter zu lieben, die er gerade geschwängert
hat.
Du neigst offensichtlich im Notfall durchaus zu Geschmacklosigkeiten…
Oder der Lehrer, der ein Kind nach draußen schickt, damit
es dort etwas über sein Verhalten in der Klasse lernt.
Natürlich sind diese Beispiele nicht ohne Pferdefuss; ich will
damit nur zeigen, dass du die Ebenen wechselst, ohne es zu
merken.
…oder Du nicht folgen kannst.
Wenn Du meine Ansicht damit wiederlegt siehst, setzt das
erwartete Perfektion vorraus, und ist nicht gerade eine reife
Aussage, oder ist ein gutes Beispiel für den missbrauchten
Intellekt.
Zumindest zeigt es, dass du etwas von anderen verlangst, was
du selbst nicht realisierst.
Und nimmst Teile aus dem Zusammenhang, denn im Ganzen würde klar, dass ich durchaus auf diesen Einwand schon eingegangen bin im letzten posting.
Nun könnte man sagen, du fordest
Professionalität von Professionellen, aber das ist nicht
überzeugend, weil die Professionalität sich nicht aus der
Emphase, sondern aus der richtigen methodischen Anwendung
ergeben. Oder du müsstest erneut einen Begriff umdefinieren,
nämlich den der Professionalität.
Und mein wachsendes Bewusstsein, dass es einen solchen ekligen
kalten Anteil auch in meinem eígenen Innen geben muss, der
abgewehrt wird, im Sinne des Schattens.Nun heisst das nicht,
dass da im Aussen nicht zunächst einmal eine bedenklich
„kalte“ Person das Brett dominieren würde, aber sie könnte es
schlecht, würde sie nicht mehr sein, als nur das.
Die innere Abwehr gegen den Schatten ist doch nur deshalb im
Jungschen Sinne pathologisch, weil er nach außen projeziert
wird. Nur dadurch, dass die eigenen Unzulänglichkeiten nach
außen getragen werden, hat man überhaupt Abneigungen gegen
andere Personen. Das ist jedenfalls die Theorie von C. G.
Jung. Das wäre doch - wenn du denn mit dieser Gedankenwelt
arbeiten möchtest - ein guter Ansatz, die Angemessenheit
deiner eigenen Aggressionen zu überprüfen, oder?
Ja, das wäre es, und damit habe ich begonnen, wenn Du genau liest, was ich geschrieben habe.Dass Schatten zunächst abgewehrt werden liegt völlig im „Normalbereich“ des menschlichen Seins, auch meines Seins.Das nehme ich schon im Anspruch.
Übrig bleiben wird in diesem Falle vielleicht ein in meinem Innen erlöster Schatten, im Aussen wird hier dann aber möglicherweise immer noch die Pathologie eines Psychologen in seiner Rolle als Psychologe ind Brett getragen, mal sehen,was mein Mitgefühlö dann sagt…Im Moment kämpfe ich mit mir, diesen SChatten anzuschauen, wie Du vielleicht weisst Du,ich gehe davon aus, Du hast Jung nicht nur gelesen, sondern seine Ansätze auch gelebt(?), dass das nicht immer einfach ist.
Es geht mir
gar nicht darum, ob du Recht oder Unrecht hast bezüglich der
Personen, sondern eher um die Vehemenz, mit der du das
bekämpfst, was du „Kälte“ nennst.
Ja, und ich gabe Dir Recht bei Deinen Bedenken, habe ich auch schon im letzten Posting angedeutet, warum bist Du nicht darauf eingegangen?
Siehe Bush (wobei noch ungeklärt ist, ob der wirklich
Intellekt besitzt…)
*gg*
Und du hast den Eindruck, dass das, was du forderst, völlig klar
ist. Das bestreite ich.
Für mich schon.Das kannst Du nicht bestreiten. Für Dich mag es
anders aussehen.
Klarheit in den eigenen Gedanken ist nur die Hälfte wert, wenn
man diese Klarheit nicht vermitteln kann.
Das mag sein, aber es gibt einen Haufen Leute, die keine Probleme haben, das zu verstehen, und es wird immer auch andere geben.
Deine Wahrheit hast Du mir auch erst zum Teil vermitteln können.
Vielleicht versuchen wir es in Zukunft in dem Bewusstsein, dass Deine Wahrheit Deine relative Wahrheit ist, und meine eben meine.Ich will mich bemühen, da weniger hochmütig zu sein, und das ist manchmal verdammt schwer, glaub es mir.
Immer wieder, wenn wir „sprechen“ bekomme ich das Gefühl, dass
da jemand knapp an mir vorbei eine Gestalt sieht, mit der er
fortan redet, weil auf diese Gestalt seine Konzepte anwendbar
sind.
s. o. „concept“ etc.
Was sie auf mich weniger sind.Das Gefühl kenne ich sonst
wirklich kaum im Kontakt mit anderen Menschen, das legt den
SChluss nahe, dass es wohl ein bisschen mit Dir auch zu tun
hat…
Möglich, aber nicht unbedingt in jedem Fall, es könnte daran
liegen, dass du auch ein Konzept hast, aber selten mit
Rationalisten Umgang pflegst.
Ja, möglich.Ich fühle mich auch nicht wirklich wohl hier im Forum, wo es von Rationalisten ja etwas wimmelt, und rede mich doch immer mal wieder fest, obwohl ich eigentlich nur mal wegen was sehr handfesten und praktischen reinschauen wollte.Hab hier wohl noch was zu lernen.
Herzliche Grüße (immer noch
)
JA zum Teufel, warum denn auch nicht mehr???
Naja, ich habe aufgrund deiner Schreibweise schon manchmal den
Eindruck, dass du ziemlich verärgert bist.
Wie gesagt, Dein Eindruck- nicht wirklich mein Empfinden.
Flora