Frage zum Trägheitsmoment

Hi!!

ich sitze nun schon seit Tagen an meiner Aufgabe und bin mir einfach nicht sicher ob ich es überhaupt richtig rechne.

Die Aufgabe sieht aus wie folgt:

http://666kb.com/i/b9ykar8p2ksqnrjmm.jpg

Zuerst einmal eine grundlegende Frage: Ist alpha bei allen Rollen gleich groß ?

Wenn nein, muss ich es dann Verhältnismäßig wie bei den Umfangsmomenten ausrechnen ?

Wenn ja, dann sieht mein Lösungsweg aus wie folgt:

Fst sei die Kraft zw. E-Motor und Seiltrommel
Fs1 sei Seilkraft zw. D und Rolle 3
Fs2 sei Seilkraft zw. Rolle 2 und Rolle 3

Fg3 sei Gewichtkraft der Masse m3
Fg4 sei Gewichtskraft der Masse m4

Rolle 1 freimachen und Gleichung ansetzen:

J1*alpha=Ma-Fst*r1

Rolle 2 freimachen und Gleichung ansetzen:

J2*alpha=Fst*R2-Fs2*r2

Rolle 3 freimachen und Gleichung ansetzen:

J3*alpha=Fs2*r3-Fs1*r3
Fs1+Fs2=Fg3+Fg4

mit
Fg3=m3*g+m3*alpha
Fg4=m4*g+m4*alpha
alpha=2*a/r3 => a=alpha*r3/2

folgt:
Fs1+Fs2=m3*g+m3*(alpha*r3/2)+m4*g+m4*(alpha*r3/2)

_____

=> LGS mit 4 Gleichungen und 4 Unbekannten.

Berechnet mit Matlab Ergeben sich folgende Ergebnise:

alpha = 24.4 1/s^2
Fst=1026.8N
Fs1= 946.9N
Fs2=1044.3N

-> a=2.44m/s^2

Damit währe die Aufgabe gelöst… aber ich bin mir absolut unsicher ob das so stimmt!

Ich würde mich sehr freuen wenn sich das jemand mal anschauen könnte!!!

Viele Grüße

Ich habe mir selber nocheinmal gründlich Gedanken gemacht und bin auf folgende „Einfälle“ gekommen:

  • da das ganze Reibungsfrei abläuft, spielt J3 garkeine Rolle!
  • alpha1 und alpha2 müssen unterschiedlich sein! Jedoch lässt sich das Verhältnis leicht ausrechnen:

alpha1=alpha2*r1/R2

kann das jemand überprüfen und schauen ob die Lösung somit stimmt ?

MfG

Hi lizzard,

Ich habe mir selber nocheinmal gründlich Gedanken gemacht und
bin auf folgende „Einfälle“ gekommen:

  • da das ganze Reibungsfrei abläuft, spielt J3 garkeine Rolle!

Wenn das Seil unter der Rolle reibungsfrei durchrutscht, dann schon. Aber die Rolle wird ja doch gegen ihr Trägheitsmoment in Rotation versetzt und hat somit eine Wirkung auf das Gesamtsystem

  • alpha1 und alpha2 müssen unterschiedlich sein! Jedoch lässt
    sich das Verhältnis leicht ausrechnen:

alpha1=alpha2*r1/R2

Also phi1*r1=s1 (Streckenabschnitt entlang des Umfangs)
analog (1)alpha1*r1=a1 (Beschleunigung am Umfang)
(2) alpha2*r2=a2=a1 (Einleuchtend, hoff’ ich, und…)
…Lädt zum Gleichsetzen ein
(1) =(2) Kommt bei mir allerdings was anderes raus…

kann das jemand überprüfen und schauen ob die Lösung somit
stimmt ?

MfG

Ciao, Joachim

Hallo,

  • da das ganze Reibungsfrei abläuft, spielt J3 garkeine Rolle!
  • alpha1 und alpha2 müssen unterschiedlich sein! Jedoch lässt
    sich das Verhältnis leicht ausrechnen:

was bez. Du mit alpha 1/2?

J3 rotiert aber auch. Der Motor muß auch diese Masse beschleunigen.
Insofern muß J3 auch berücksichtigt werden.

Hast Du vllt.ein Endergebnis zur Kontrolle, so daß „nur“ der Lösungsweg dahin erarbeitet werden muß?
Das würde die eigene Kontrolle der Richtigkeit des Rechenweges erleichtern.

Gruß:
Manni

Hallo Manni, vielen Dank für deine Hilfe!!

alpha ist die Winkelbeschleunigung. Das 1/2 gehört zur Umrechnung in a (transl. beschleunigung) die ja 1/2 ist da die Masse durch 2 seile gelagert ist.

J3 rotiert nicht wenn die Reibung 0 ist, da kann ja garkeine Kraft wirken die es in Drehung versetzen würde.

Eine Lösung habe ich leider nicht.

MfG

Hi lizzard,

Ich habe mir selber nocheinmal gründlich Gedanken gemacht und
bin auf folgende „Einfälle“ gekommen:

  • da das ganze Reibungsfrei abläuft, spielt J3 garkeine Rolle!

Wenn das Seil unter der Rolle reibungsfrei durchrutscht, dann
schon. Aber die Rolle wird ja doch gegen ihr Trägheitsmoment
in Rotation versetzt und hat somit eine Wirkung auf das
Gesamtsystem

Durch welche eine kraft würde es denn in Bewegung versetzt ? Reibkraft währe ja 0 da „mü“=0. Eine andere Kraft wirkt doch dann nicht oder ?

  • alpha1 und alpha2 müssen unterschiedlich sein! Jedoch lässt
    sich das Verhältnis leicht ausrechnen:

alpha1=alpha2*r1/R2

Das habe ich inzwischen herausgefunden, vielen Dank trotzdem!!

Also phi1*r1=s1 (Streckenabschnitt entlang des Umfangs)
analog (1)alpha1*r1=a1 (Beschleunigung am Umfang)
(2) alpha2*r2=a2=a1 (Einleuchtend, hoff’ ich, und…)
…Lädt zum Gleichsetzen ein
(1) =(2) Kommt bei mir allerdings was anderes raus…

kann das jemand überprüfen und schauen ob die Lösung somit
stimmt ?

MfG

Ciao, Joachim

Also unter der Annahme dass J3 keinen Einfluss hat und ich die Verhältnisse von alpha1/alpha2 mit einbeziehe komme ich auf folgende Lösung:

alpha=11.7 1/s^2
a=1.755m/s^2
Fs=1561.275N
Fst=1287.96N

Wenn das J3 tatsächlich einen Einfluss hätte würde es ja komplett den Lösungsweg ändern, da es sich dabei auch nicht um eine rein rotatorische Bewegung handelt, die Translation müsste ja auchnoch mit einbezogen werden - sehe ich das richtig ?
Ebenso die Komponente Seilreibung.

MfG

Hi lizzard,

Ich habe mir selber nocheinmal gründlich Gedanken gemacht und
bin auf folgende „Einfälle“ gekommen:

  • da das ganze Reibungsfrei abläuft, spielt J3 garkeine Rolle!

Wenn das Seil unter der Rolle reibungsfrei durchrutscht, dann
schon. Aber die Rolle wird ja doch gegen ihr Trägheitsmoment
in Rotation versetzt und hat somit eine Wirkung auf das
Gesamtsystem

Durch welche eine kraft würde es denn in Bewegung versetzt ?
Reibkraft währe ja 0 da „mü“=0. Eine andere Kraft wirkt doch
dann nicht oder ?

Hi, also gut, Spaß beiseite. Natürlich dreht sich das Rad, das ist doch offensichtlich. Freilich ist mit der Vernachlässigung der Reibwiderstände nicht gemeint, dass man zur weiteren Vereinfachung der Aufgabe auch die Kraft-bzw. Momentenübertragung zwischen Seil und Rad vernachlässigen kann, so dass sich in der Folge das Rad C dann nicht mehr dreht, sondern nur noch translatorisch wirkt…:wink:

  • alpha1 und alpha2 müssen unterschiedlich sein! Jedoch lässt
    sich das Verhältnis leicht ausrechnen:

alpha1=alpha2*r1/R2

Das habe ich inzwischen herausgefunden, vielen Dank trotzdem!!

Also phi1*r1=s1 (Streckenabschnitt entlang des Umfangs)
analog (1)alpha1*r1=a1 (Beschleunigung am Umfang)
(2) alpha2*r2=a2=a1 (Einleuchtend, hoff’ ich, und…)
…Lädt zum Gleichsetzen ein
(1) =(2) Kommt bei mir allerdings was anderes raus…

kann das jemand überprüfen und schauen ob die Lösung somit
stimmt ?

MfG

Ciao, Joachim

Also unter der Annahme dass J3 keinen Einfluss hat und ich die
Verhältnisse von alpha1/alpha2 mit einbeziehe komme ich auf
folgende Lösung:

alpha=11.7 1/s^2
a=1.755m/s^2
Fs=1561.275N
Fst=1287.96N

Sorry, zum Nachrechnen hab’ ich nicht so die rechte Zeit (und Lust) du könntest ja die DGL aufstellen, und das Volk schaut sie sich an.

Joachim.

Wenn das J3 tatsächlich einen Einfluss hätte würde es ja
komplett den Lösungsweg ändern, da es sich dabei auch nicht um
eine rein rotatorische Bewegung handelt, die Translation
müsste ja auchnoch mit einbezogen werden - sehe ich das
richtig ?

Richtig, Rad C hat transl. und rot. Einflüsse! Translotorische auch in dem Fall, wenn man die Rotation ausschlösse(, was man hier nicht tun sollte, da sonst die Aufgabe nicht gelöst ist…)

Ebenso die Komponente Seilreibung.

Die Seilreibung: sie ist als eine Haftreibung zu verstehen, darin ist kein Reibungsverlust zu sehen, das Scheil hat auch kein Schlupf oder sowas. Das Seil dient zu reinen Übertragung einer Seilkraft auf das Rad.

MfG

Ciao, Joachim

Hallo lizzard,

J3 rotiert nicht wenn die Reibung 0 ist, da kann ja garkeine
Kraft wirken die es in Drehung versetzen würde.

Das kann nicht der Hintergrund der Aufgabe sein. Ich nehme an, daß nur die Reibung in den Lagern etc. unberücksichtigt bleiben soll, sonst wäre J3 nicht als Wert angegeben worden.

Eine Lösung habe ich leider nicht.

Ein Lösungsansatz erfolgt auf einem ganz anderen Weg.

Alle Trägheitsmomente und auch die Masse m4 müssen zunächst auf die Antriebswelle reduziert werden.

Ich werde versuchen, Dir zu helfen. Dauert vllt. ein bißchen.

Ein Ergebnis hast Du nicht zur Kontrolle? Würde mir helfen.

Gruß:
Manni

Okay, alles klar. Wobei die DGL von mir ja in dem Falle fehlerhaft sind :wink:

Habs aber unten nun verbessert, müsste deinem Lösungsweg entsprechen!!

Elektromotor (linke Rolle):

J1 * alpha1 = Ma - Fst*r1

-> Fst = ( Ma - J1 * alpha1 ) / r1

Seiltrommel (mittlere Rolle):

J2 * alpha 2 = Fst * R2 - Fs * r2

-> ( Fst = J2 * alüha2 + Fs * r2 ) / R2

gleichsetzen
=> ( Ma - J1 * alpha1 ) / r1 = ( Fst = J2 * alüha2 + Fs * r2 ) / R2

Lose Rolle (rechts):

bisher: 2 * Fs = g(m3+m4) + a(m3+m4)
nun stehen insgesamt 3 Gleichungen und 3 Unbekannte zur Verfügung.

nach deiner Erkenntnis: Fs1 + Fs2 = g(m3+m4) + a(m3+m4)
also wie in dem Eröffnungsthread!
Nun sind es 4 Unbekannte, aber man kann, da in diesem Fall das Moment nicht wegfällt eine 4. aufstellen:

J3 * alpha3 = Fs2 * r3 - Fs1 * r3

jetzt haben wir 4 Unbekannte und 4 Gleichungen.

Verhältnisse der alphas:

alpha1 / alpha2 = rs / R2 -> alpha1 = r1/ R2 * alpha2
alpha2 / alpha3 = r2 / r3 -> alpha3 = r3 / r2 * alpha2

Ich bin jetzt allerdings von einer Drehachse um Punkt C ausgegangen bei Aufstellung der Gleichung.

Was nun eigentlich für mich wichtig ist, ist ob ich die Gleichungen so richtig gesetzt habe. Das Lösen des DGS ist dann das kleinste Problem… :smile:

Vielen Dank für deine Hilfe!!

Das ist sehr nett, vielen Dank!! Ein Ergebnis habe ich leider nicht. Ist eine Hausarbeit die als Prüfungsvorleistung gewertet wird.

Johannes in der anderen Antwort hat mich schon auf das selbe aufmerksam gemacht, dass das Seil wohl doch nicht reibungslos sondern schlupffrei darüber gleitet.

Das währe dann genau mein Lösungsweg vom Eröffnungsthread! Allerdings ist dort noch der Fehler drin, dass ich die Alphas alle gleichgemacht habe. Die müsste ich jedoch wie folgt ansetzen:

alpha1 / alpha2 = rs / R2 -> alpha1 = r1/ R2 * alpha2
alpha2 / alpha3 = r2 / r3 -> alpha3 = r3 / r2 * alpha2

und die Aufgabe währe eigentlich gelöst.

Es spart dir sicher ein bischen Arbeit wenn du dort nachschaust, bzw. mir würde es auch schon reichen ob der Lösungsweg so richtig ist - das lösen des DGL ist dann das kleinste Problem :smile:

Vielen Dank auch für deine Hilfe!!!

MfG

Okay, alles klar. Wobei die DGL von mir ja in dem Falle
fehlerhaft sind :wink:

Habs aber unten nun verbessert, müsste deinem Lösungsweg
entsprechen!!

Elektromotor (linke Rolle):

J1 * alpha1 = Ma - Fst*r1

-> Fst = ( Ma - J1 * alpha1 ) / r1

Seiltrommel (mittlere Rolle):

J2 * alpha 2 = Fst * R2 - Fs * r2

-> ( Fst = J2 * alüha2 + Fs * r2 ) / R2

gleichsetzen
=> ( Ma - J1 * alpha1 ) / r1 = ( Fst = J2 * alüha2 + Fs * r2
) / R2

Lose Rolle (rechts):

Hey, sauber freigeschnitten und dann die Momente + Kräfte betrachtet. Hätte ich so genauso gerechnet!!

bisher: 2 * Fs = g(m3+m4) + a(m3+m4)
nun stehen insgesamt 3 Gleichungen und 3 Unbekannte zur
Verfügung.

nach deiner Erkenntnis: Fs1 + Fs2 = g(m3+m4) + a(m3+m4)
also wie in dem Eröffnungsthread!

Genau. Die Gewichtskraft wird an dieser Stelle übrigens häufig gerne mal vergessen…

Nun sind es 4 Unbekannte, aber man kann, da in diesem Fall das
Moment nicht wegfällt eine 4. aufstellen:

J3 * alpha3 = Fs2 * r3 - Fs1 * r3

Kommt drauf an, die Bewegungsgleichung für die Rotation läßt sich ja für jede beliebige Achse aufstellen, hier bietet sich die Symetrieachse ja aber an.
Man könnte ja auch als Bezugsachse den rechten Berührpunkt mit dem Seil nehmen: mit dem Satz von Steiner und dem Beitrag der Gewichtskraft um die neue Achse käme man dann auf das selbe Ergebnis, was hoffentlich Dein Problem mit der Drehachse klärt…

jetzt haben wir 4 Unbekannte und 4 Gleichungen.

Verhältnisse der alphas:

alpha1 / alpha2 = rs / R2 -> alpha1 = r1/ R2 * alpha2
alpha2 / alpha3 = r2 / r3 -> alpha3 = r3 / r2 * alpha2

Ich bin jetzt allerdings von einer Drehachse um Punkt C
ausgegangen bei Aufstellung der Gleichung.

Klar, bietet sich ja an (s.o)

Bei der Bestimmung von alpha3 über die Verhältnisse der Radien muß man nur kurz ein bisschen aufpassen - tricky ist halt, dass alpha 3 nur halb so groß ist, als wenn’s ne feste Rolle gewesen wäre.

Was nun eigentlich für mich wichtig ist, ist ob ich die
Gleichungen so richtig gesetzt habe.

Habe Deine Rechnung mal nachvollzogen, und würde sagen, dass das so korrekt ist.

Das Lösen des DGS ist
dann das kleinste Problem… :smile:

Glücklich, wer LGS gescheit lösen kann…

Vielen Dank für deine Hilfe!!

Hast ja eh alles selbst gemacht…
Ciao, Joachim

Nachtrag zu alpha 3
Hi lizzard,

ich Depp, ich hab’s zwar unten im Text geschrieben, aber in der entsprechenden Zeile halt nicht:bei alpha3 müßtest Du halt noch mal schauen…
Joachim.

Hallo,

ich sitze nun schon seit Tagen an meiner Aufgabe und bin mir
einfach nicht sicher ob ich es überhaupt richtig rechne.
http://666kb.com/i/b9ykar8p2ksqnrjmm.jpg

Diese Lösung führt m.E. in die Irre und ermöglicht Dir keine Ausrechnung der Werte.

Versuche es mal damit:

http://www.pic-upload.de/view-2393848/Save0055.jpg.html
http://www.pic-upload.de/view-2393865/Save0056.jpg.html

Ist nur ein Vorschlag. Zahlen bitte prüfen.

Gruß:
Manni

Moin,

Versuche es mal damit:

http://www.pic-upload.de/view-2393848/Save0055.jpg.html
http://www.pic-upload.de/view-2393865/Save0056.jpg.html

Bemerkenswert!

Ich bin trotz langen Knobelns nicht über die Lösung b.) hinausgekommen.

Ja, ich hatte nicht mal ne Idee, wie die Beschleunigung a.) zu berechnen wäre.

Bei b.) habe ich übrigens 1333 N herausbekommen (statt 133,33N).
Das war meine einzige „Leistung“:wink:)

Ist bei Dir sicher ein Schreibfehler.
Von mir *.

Grüße.

roysy

Bei b.) habe ich übrigens 1333 N herausbekommen (statt
133,33N).
Das war meine einzige „Leistung“:wink:)

Wobei man auch dazu sagen muss, dass sich dort noch ein Schreibfehler eingeschlichen hat. Nämlich sind Ma nicht 160 sondern 150Nm womit 1250N rauskommen würde :smile:
Allerdings nur wenn man das Trägheitsmoment J1 vernachlässigt.

Zu meiner Aufgabe: Das Gekritzle auf dem Aufgabenblatt hat nichts zu bedeuten :wink:

Ich werd morgen mal versuchen mit dem Prof zu reden, ob das so stimmt. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, aber ich bin inzwischen total verunsichert…

Hier mal ein Scan der Lösung… ist evtl. etwas übersichtlicher… wobei eig. genau das selbe wie oben steht.

Seite 1 : http://666kb.com/i/ba1w6aclvnj49shva.jpg
Seite 2 : http://666kb.com/i/ba1w6emg0zldfsyuu.jpg

Hallo,

http://666kb.com/i/b9ykar8p2ksqnrjmm.jpg

Zuerst einmal eine grundlegende Frage: Ist alpha bei allen
Rollen gleich groß ?

na, stell Dir mal vor, Rolle 1 wäre ein Zwei-Meter-Durchmesser-Kaliber und Rolle 2 nur ein winziges Uhrenrädchen → gleiche alphas?

Nein, nicht die φ’s, ω’s und α’s sind gleich, sondern die s’s, v’s und a’s, nämlich die Umfangswege/-geschwindigkeiten/-beschleunigungen. Daraus folgt dann mit s = φ r bzw. v = ω r bzw. a = α r, dass sich die φ’s, ω’s und α’s zweier miteinander gekoppelter Räder reziprok zum Verhältnis ihrer Radien verhalten.

Hier noch eine mögliche Lösung. Zu den von mir gewählten Formelbuchstaben Q, S, S’ und T für die Seilkräfte siehe diese Skizze:

http://img231.imageshack.us/i/rollenundseile.jpg/

Damit es keine Unsicherheiten in der Behandlung der Kopplung der beiden Rollen 1 und 2 gibt, habe ich sie einfach getrennt und ein Seil (grün) dazwischen eingefügt.

Fünf Bewegungsgleichungen sind aufzustellen… (Obacht mit den Vorzeichen: ich habe alle αs als nach rechts drehend, und a als nach unten gerichtet definiert)

\begin{eqnarray}
M_A - Q r_1 &=& J_1 \alpha_1
\quad\quad\textnormal{(Rolle 1 Rotation)}\nonumber\
S’ r_2 - Q R_2 &=& J_2 \alpha_2
\quad\quad\textnormal{(Rolle 2 Rotation)}\nonumber\
S’ r_3 - S r_3 &=& J_3 \alpha_3
\quad\quad\textnormal{(Rolle 3 Rotation)}\nonumber\
m_3 g + T - S - S’ &=& m_3 a
\quad\quad\textnormal{(Rolle 3 Translation)}\nonumber\
m_4 g - T &=& m_4 a
\quad\quad\textnormal{(Masse m4 Translation)}\nonumber
\end{eqnarray}

…wozu sich noch drei Zwangsbedingungen gesellen:

\begin{eqnarray}
\alpha_1 r_1 + \alpha_2 R_2 &=& 0
\quad\quad\textnormal{(gr"unes Seil)}\nonumber\
\alpha_2 r_2 + 2\alpha_3 r_3 &=& 0
\quad\quad\textnormal{(blaues Seil)}\nonumber\
\alpha_3 r_3 + a &=& 0
\quad\quad\textnormal{(Rolle 3)}\nonumber
\end{eqnarray}

Der Faktor 2 in der vorletzten Gleichung ist korrekt, weil die Rolle 3 eine lose Rolle ist.

Das ist ein lineares Gleichungssystem mit 8 Gleichungen für die 8 Unbekannten a, α1, α2, α3, Q, S, S’ und T.

Durch scharfes Hinsehen erkennt man, dass sich die beiden untersten Bewegungsgleichungen anbieten, zu einer addiert zu werden:

\begin{eqnarray}
(m_3 + m_4) g - S - S’ &=& (m_3 + m_4) a\nonumber
\end{eqnarray}

Darin kommt zum Ausdruck, dass die an die Rolle 3 angehängte Masse m4 nur die Masse m3 der Rolle 3 vergrößert, aber sonst keine separate Wirkung hat. Man kann diese beiden Massen also zu einer zusammenfassen. Durch die Addition der Gleichungen wird T eliminiert und man hat nur noch ein LGS mit 7 Gleichungen für die 7 Unbekannten a, α1, α2, α3, Q, S und S’.

Jetzt kannst Du das CAS Deines Vertrauens mit diesem LGS füttern oder es von Hand lösen. Maxima hat mir für a diesen Ausdruck präsentiert:

a=-\frac{2,M_A,r_1,r_2,{r_3}^{2},R_2-\mu,g,{r_1}^{2},{r_2}^{2},{r_3}^{2}}{4,{r_3}^{2},J_1,{R_2}^{2}+{r_1}^{2},\left( {r_2}^{2},\left( 2,J_3+{r_3}^{2},\mu\right) + 4,{r_3}^{2},J_2\right)}

mit µ := m3 + m4

Für g = 10 m/s² bekomme ich a = –0.62645 m/s², d. h. die Masse m4 beschleunigt sanft mit 0.62645 m/s² nach oben (wenn Du mit einem anderen g rechnest: aufpassen, a skaliert nicht linear mit g!)

Gruß
Martin

––––––––––––––
MOD (= ich selbst): Kleine Korrektur vorgenommen.

Hallo Martin,

vielen Dank für deine Mühe !!!

Das entspricht wie ich das sehe genau meiner momentanen Lösung:

Seite 1 : http://666kb.com/i/ba1w6aclvnj49shva.jpg
Seite 2 : http://666kb.com/i/ba1w6emg0zldfsyuu.jpg

abgesehen von einem Vorzeichenproblem. Ich komme allerdings auf eine andere Lösung. Ich habe es als Matritzen in Matlab gerechnet.

Muss mal schauen wo noch Unterschiede sind, werde aber erst morgen dazukommen.

Freut mich wirklich wie viele hilfsbereite Leute es hier gibt. Vielen Dank nochmal an alle!!

Nicht verwirren lassen!! / alpha3!!
Hi Lizzard,

Der Ansatz von Manni, soweit ich das entziffern konnte, läuft im Grunde auf das selbe hinaus. Er summiert alle J des Systems und rechnet dabei aber schon die Übersetzungsverhältnisse mit ein, d.h. er beschreibt das System so, wie es z.B. die Motorwelle „sieht“.
Du hast eben jede Rolle freigeschitten und Kräfte- und Momentengleichungen aufgestellt, womit Du am Ende ein LGS erhältst und er eben nicht.

Es ist doch vergleichbar mit der Aufgabe Strom und Spannung an in Reihe geschaltete Widerstände zu berechnen: entweder man summiert gleich alle drei Widerstände und berechnet dann Strom / Spannung auf einmal, oder man stellt das ohmsche Gesetz für alle drei Widerstände separat auf und hat am Ende ein LGS zu lösen.

Ergo: Nicht verwirren lassen! Ich würde den Ansatz nehmen, der für Dich am einfachsten ist. Dein Ansatz ist im übrigen sehr systematisch und konsequent, also würde ich dabei auch bleiben.

Nur noch eins: In der Rechnung habe ich immer noch den alpha3 Fehler gesehen. Es ist ein Unterschied ob die Rolle lose ist oder fest!

Du kannst dieses Problem ja mal isoliert betrachten, dann wirst Du darauf kommen, dass bei einer losen Rolle die Winkelgeschwindigkeit - analog die Winkelbeschleunigung - dann gerade die Hälfte beträgt.

Ciao, Joachim.

Hallo,

Seite 1 : http://666kb.com/i/ba1w6aclvnj49shva.jpg
Seite 2 : http://666kb.com/i/ba1w6emg0zldfsyuu.jpg

Grundgesetz der Drehbewegung.
M = J*epsilon (alpha); sonst nichts.

Wie berechnest Du eine Umfangskraft?

F= M/r M= Drehmoment, r = Radius, keine Berücksichtigung von J und epsilon.

Gruß:
Manni