Frage zur Bildung eines kleinen Hunderudels

Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken, zu meinen zwei vorhandenen noch einen dritten Hund aufzunehmen. Selbstverständlich gehört zur Planung das Abklären vieler Fragen, Platzangebot, verfügbare Zeit, Finanzielles, eigene Motivation usw., das ist natürlich bedacht. Die Mutter des Welpen, um den es mir evtl. geht, ist übrigens noch nicht mal läufig, es ist also reichlich Zeit zum Überlegen vorhanden. (Abgesehen davon, dass sie natürlich auch leerbleiben kann etc.)

Meine Frage zielt besonders auf eine Rudelkonstellation dreier Hündinnen ab. Zu meinen beiden vorhandenen, kastrierten Hündinnen käme u.U. ein Welpenmädchen dazu, das ich nur im medizinischen Bedarfsfall kastrieren lassen würde.

Soweit überhaupt machbar bitte ich um eine vorsichtige Einschätzung und Erfahrungen. Eine mögliche Zukunft in dieser Konstellation sehe ich u.U. folgendermaßen: Welpe wird irgendwann erwachsen und läufig, beansprucht evtl. Chefposition unter den Hunden. Althündinnen bzw. bisherige Chefin verteidigt ihre Position -> das Ganze ist womöglich auf Dauer nicht zu schlichten. Das wäre sozusagen der worst case.
Wie wahrscheinlich ist sowas, wie oft habt ihr das schon erlebt? Es geht weniger darum, dass die bisherige Chefin unbedingt immer Chefin bleiben soll, das kann sich ändern. Meine „Befürchtungsfantasie“ geht eher in die Richtung ‚Hündinnen streiten sich derartig, dass ich sie auf Dauer trennen muss‘.

Zu den vorhandenen Hündinnen:

1. Maya

ca. 6 Jahre, Kangalmix. ca. 55cm/25kg. Bei mir seit 4,5 Jahren.
Positive Eigenschaften:
sehr neugierig, intelligent, kreativ im Finden von Lösungswegen, trotz des Kangals keinerlei Schutztrieb, sehr menschenfreundlich, zuhause sehr ruhig, lieb
Negative Eigenschaften:
leidenschaftliche Jägerin; nachdem sie ein paar Mal gebissen wurde, ist sie anderen Hunden gegenüber eher skeptisch, solange sie sie nicht kennt - sie hat aber mittlerweile gelernt, anderen im Zweifelsfall auszuweichen und sie zu ignorieren. (Gasthunde toleriert sie zuhause ohne Probleme.)

2. Amy

ca. 6,5 Jahre, vermutlich Tervueren. ca. 53cm/23kg. Bei mir seit 1,5 Jahren. Rudelchefin seitdem sie hier ist.
Positive Eigenschaften:
sanft, ruhig, souverän, weniger offen zu anderen Menschen und Hunden als Maya, aber immer sicher und gelassen.
Negative Eigenschaften:
die Kletten bleiben viel mehr hängen als bei Maya. :smile:

Der mögliche Dritthund wäre ein Neufundländermädchen.

Ich würde mich sehr freuen über Meinungen und Einschätzungen - sofern überhaupt möglich - zu einer solchen Rudelkonstellation!

Vielen Dank schonmal im Voraus,
Anna

Guten Morgen,
ich kann dann nur raten, drauf zu achten, dass die Kleine nicht so dominant ist ;o)
Ich züchte Neufis, habe also ein Rudel und habe auch einen Dackel dabei. Die Dackelin, jetzt 16 Jahre alt, war über 12 Jahre lang Rudelchef…nur einmal hatte ich ein dominantes Neufimädel dabei, die es auch werden wollte. Der Dackel hatte da sehr schlechte Karten bei, weil sie körperlich einfach unterlegen war. Also mußte ich mich schweren Herzens von der Neufi Hündin trennen…Sie hatte mir Jessi 2 mal ziemlich übel zugerichtet.
Ich rate zu einem ruhigeren Baby . Aber die Züchterin wird Dich da schon beraten können.
Viel Spass bei der Aufzucht
Margit

am bessten ist vom züchter den ruhigsten welben zu nemmen.
wir züchten schäfer-neufundländer, sie sind alle sehr ruhig.
zu zeit züchten wir aber nicht.wir warten bis sommer.

gruss sally

Also unter Zucht verstehe ich etwas anderes, sowas ist vermehren… sorry und füllt nur die Tierheime.
Margit

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und warum nennst du dich ein züchter?
wer seine tieren liebt gibt sie nicht ins tierheim!
wir geben sie nicht an jeden ab. bei uns kommt es auf
das vehalten von mensch und tier an.
manche haben ein gefühl dafür ob es einem tier gut geht
oder nicht, oder eine sie person mögen oder nicht.
danach richte ich mich!!!

Hallo Margit,

vielen Dank für den kleinen Einblick in Euer Rudel! Wenn es tatsächlich soweit kommt, werde ich das auf jeden Fall nochmal mit „meinen“ Züchtern ansprechen. Danke für den Tip!

Liebe Grüße,
Anna

Hallo Sally,

obwohl Deine Frage nicht an mich gerichtet ist, dennoch meine Gedanken:
ein Züchter hat bestimmte Ziele, die er mit seiner Zucht erreichen will. Das kann z.B. die Gesundheit der Rasse sein, das Wesen, die Arbeitsleistung, etc. Dabei sollten nach Möglichkeit die Vorzüge der Eltern gefördert, die Mängel verdrängt werden.

Das Ziel, gute Welpeneltern zu finden, ist zwar sehr lobenswert, aber das alleine macht noch keinen Züchter aus. Du schreibst, ihr züchtet „Schäfer-Neufundländer“. Das heißt, ihr züchtet beide Rassen, wobei „Schäfer“ keine Rasse ist? Oder ihr verpaart einen Schäferhund (deutscher? weißer schweizer? belgischer? …) mit einem Neufi? Warum?

Züchten ist also nicht das bloße Verpaaren und Vermehren seiner Hunde, sondern übernimmt vielfach Verantwortung: für die Rasse als solche, für die eigenen Hunde (u.a. auch ausreichend Pause zwischen den Würfen für die Hündin), für die Welpen in mehrfacher Hinsicht (für viele Züchter hört die Verantwortung auch mit Abgabe der Kleinen nicht auf).

Du schreibst

wer seine tieren liebt gibt sie nicht ins tierheim!

Ich denke, wer seine Tiere liebt, lässt sie nicht immer wieder ohne Vernunft Nachkommen produzieren.
Ich hoffe, Dich in dieser Hinsicht missverstanden zu haben, leider konnte ich bisher allerdings nichts anderes aus Deinen Zeilen herauslesen.

Gruß,
Anna

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es simmt schon das manche ihre hunde wie eine geburtsmaschine benutzen.
wir nicht unsere hündin wird nur einmal im jahr gedeckt. sie ist eine deutsche schäferhündin und ein neufundländer rüde eine schön mischung.
beide gut zu kindern. sie sind wessen getestet und hd frei.
guss sally

die mischung der beiden rassen hat damit zutun dass wir erst die hündin hatten, und zwie jahre später bekammen wir den rüde.
wir hatten nicht aufgepast und er deckte sie. daraus kammen schöne schwarze welben mit weisser brust. sie sind sehr beleibt bei den besucher. also diese mischung war ein zufall.

Du meinst sicherlich Welpen nicht Welben?

Hallo Sally,

ich darf eben aus meiner Sicht Vor- und Nachteile eines solchen Vermehrens aufschreiben:

  1. Nachteile:
  • durch solches Vermehren von Hunden tragt ihr dazu bei, dass Hunde in Tierheimen sitzen. Alternativ könnten Welpenabnehmer in spe, die offenbar nicht an einer bestimmten Rasse und deren Leistung und Eigenschaften interessiert sind, nämlich auch dort fündig werden, es gibt Mischlinge und auch viele Rassehunde jeden Alters zuhauf.

  • je nachdem, wie die Größenunterschiede bei euren Hunden ausfallen, kann es für die Hündin eine große Belastung sein, die im Verhältnis zu ihrem eigenen Körperbau zu großen Welpen zu gebären.

  • nicht umsonst gibt es Zuchtordnungen, die die Häufigkeit und den Abstand zwischen Würfen der jeweiligen Rassen regeln. Außerdem darf nur zwischen einem (rasseabhängigen) Mindest- und Höchstalter gezüchtet werden. Das dient dem SCHUTZ der Hündin, gebären und Welpen aufziehen ist nämlich ein sehr anstrengender Job. Insbesondere wenn der Wurf groß war, braucht sie eine Pause.

  1. Vorteile

Fehlanzeige. Es gibt im Sinne der Hunde KEINEN Grund und damit Vorteil, ohne Ziel und Vernunft Mischlinge zu produzieren.

Ich würde Euch sehr wünschen, dass Ihr den ersten Wurf (oder die bisherigen Würfe) in guter Erinnerung behalten und zum Wohl aller Hunde, sowohl Eurer als auch dem von Tierheimhunden, von weiterem Vermehren absehen könnt. DAS wäre in der Tat eine Zuchtleistung.

Gruß,
Anna

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Liebe WWW-ler

Ich möchte mein Posting an alle richten, die hier auf Sallys Aussage, sie züchte Neufundländer-Schäfer, eingegangen sind.

Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass das ziellose, durch Unwissen geprägte Vermehren von Hunden nur schadet.

Andererseits sollen denn aber nur Züchter, die sich der FCI verschreiben, nicht nur die wahren Menschen- und Tierfreunde, sondern auch -kenner sein? Schwarze Schafe, das wissen wir auch, gibt es überall.

Ich kenne Sally und ihre Hunde nicht, kann deshalb auch weder für oder gegen sie sprechen. Ich stelle nur verwundert fest, dass es offensichtlich als besser bewertet wird, wenn Massen an Rassehunden auf die Welt gesetzt werden - wenn diese doch ebenso in Tierheimen sitzen oder wegen Nichtgebrauch eingeschläfert werden wie andere.

Ich frage Euch - was ist in Euren Augen denn genau der Unterschied zwischen einem Mischling und einem Rassehund? In Euren Postings klingt das ja fast schon so, als ob ein Rassehund einen höheren Wert und eine grössere Lebensberechtigung habe als ein Mischling? Haltet ihr denn Mischlinge nur deswegen, weil ihr ein so grosses Herz habt und auch „minderwertige“ Kreaturen aufnehmt? Oder haltet ihr nur Rassehunde? Selbstverständlich sind diese Fragen sehr provokativ - deswegen aber nicht weniger einer Diskussion wert.

Warum denn sollten nur Rassehunde auf die Welt gestellt werden dürfen, Mischlinge aber nicht? Weil ganz generell auf Rassehundezüchter viel mehr Verlass sein soll? Es erfordert ganz genau dieselbe „Kunst“ zwei Tiere unterschiedlichen Geschlechts zusammenzuführen und zu warten, bis diese sich paaren. Was der Eigentümer der neuen Welpen dann aus ihnen macht, hängt von seiner Person ab, nicht aber von seiner Vereinszugehörigkeit oder seinem Glauben daran, dass er, durch seine Tätikeit als Züchter, einer ganz bestimmte Rasse nicht nur den Fortbestand, sondern auch eine grössere Verbreitung sichern will. Geht es dem einen oder anderen hier vielleicht auch so wie mir und er merkt plötzlich, wie dieses ganze Geschwafel von Rasse eigentlich klingt?

Ich habe lieber einen gesunden, gut sozialisierten und glücklichen Mischling als einen krankgezüchteten Rassehund, der zwar einen sensationellen Stammbaum nachweisen kann (was genau ist denn eigentlich ein sensationeller Stammbaum? Einer, der zeigt, dass die Vorfahren sich besonders bei irgendwelchen Veranstaltungen hervorgetan haben?), aber auch nicht besonders lange leben wird, weil er zig Gendefekte in sich trägt. Nein, ich behaupte nicht, alle Rassehunde seien krankgezüchtet und würden weniger lang leben - ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass die FCI natürlich versucht, das, was sie vertritt, möglichst allen als die einzige und reine Wahrheit zu verkaufen.

Ich verstehe nicht, wieso jemand, der gerne Schäfer x Neufundländer-Hunde hat, diese nicht genau so vermehren darf (und wenn es darum geht Welpen zu erzeugen, geht es immer um Vermehrung, Euphemismen wie „züchten“ hin oder her) wie jemand, der lieber Golden Retriever mag - sofern er dies planvoll, mit einem möglichst grossen Mass an Sachverständnis, Vorsicht, Vernunft und Liebe (in dieser Reihenfolge) tut.
Sachverständnis heisst, dass der zukünftige Eigentümer der von seiner Mutterhündin geborenen Welpen über möglichst fachliche kynologische Kenntnisse verfügt, wie auch über ein gutes Wissen über Genetik, Zucht und Aufzucht von Hunden. Das heisst für mich auch, dass man das Tierschutzgesetz nicht nur kennt, sondern auch gewissenhaft anwendet, sich selbst und seine Tätigkeit immer wieder kritisch hinterfragt und sowohl dem Menschen, wie auch dem Tier gegenüber versucht ethisch zu handeln. Dann ist es mir völlig egal, ob jemand sog. Rassehunde erzeugen will, oder eben auch nicht.

Ich möchte noch einmal betonen, dass ich mit diesem Posting nicht über Sallys Züchtertätigkeiten urteilen, sondern nur darauf aufmerksam machen will, dass einer, der „Mischlinge“ in die Welt setzt, genauso verantwortungsvoll oder verantwortungslos handeln kann, wie einer, der dies mit „Rassehunden“ tut.

Gruss,

Semiramis

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in einige punkte hast du auch recht!
darum lassen wir sie auch nur einmal im jahr decken.
wir nahmen schon angebliche zucht hunde auf die waren
duruch das viele geberen ganz abgemagert. sie wurden wieder
mühevoll aufgepebelt und weiter vermittelt.
ich verstehe dein bedenken.
die hunde sind fast gleich gross(rüde sind meisten etwas grösser).
die hündin steht unter 24 std. beobachtung vor der geburt wärend und danach,dass wir im notfall eingreifen und den teirarzt rufen können.
den teirarzt brauchten wir noch nicht.
uns geht es nich um das geld, mehr darum dass unsere kinder begreifen
dass man veranwortung tragen muss und das welben(alle tiere) keine spielzeuge sind.
siehst du um was es bei uns geht?
wie gesagt keine spielzeuge!
viele kinder tretten, schagen und ziehen sie an den ohren, dadurch werden viele hunde agresiev und beissen und kommen ins th.
den kindern muss man beizeit beibringen das alles lebt und geachtet werden muss.
habe ich dich überzeugt dass nicht alle schlecht sind?

guss sally

ich danke dir samiramis

es ist wirklich sinlos zuerklären warum und wesshalb.
da könnte ich auch fragen warum hält man hund?
ich danke dir für deine worte. hätte sie selbst nich gefunden.
gruss sally

MOD: bitte Schluss mit OT …
Hallo liebe Diskutanten,

bitte beendet den off-topic Teil in diesem Thread. Bei Bedarf kann gerne ein separater Thread zum Thema „Hundezucht vs. Hundevermehrung“ eröffnet werden.

Gruß,

Myriam (MOD)