Frage zur Ki-Zi Einrichtung

Hallo zusammen,

wir erwarten in absehbarer Zeit Nachwuchs und haben noch ein freies Zimmer welches sich anbietet :wink:
Nun sind in diesem Zimmer noch keinerlei Gardinen, Vorhänge oder sonstiges.
Ich hatte vor dort zwei schöne Vorhänge anzubringen, die man bei Bedarf zuziehen kann. Nun dunkelt das natürlich das Zimmer nicht komplett ab - erst recht nicht wenn sie weiß sind - was mir vorschwebt.
Mein Mann meint die kleinen könnten besser schlafen wenn der Raum komplett dunkel ist. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, kann mir das aber nicht vorstellen.
Daher meine Frage: Muss ein Ki-Zi zum schlafen komplette abgedunkelt sein?
Danke und Grüße, Cora

Hallo Cora,

das Kind in deinem Bauch hat es momentan ja auch nur Nachts richtig dunkel. Tagsüber hat es immer einen angenehmen rot-orange-Ton um sich rum.

Daher: es ist nicht nötig, das Zimmer abzudunkeln. Kinder gewöhnen sich an die Begebenheiten, die ihm geschaffen werden. Wenn ihr von Anfang an dunkel macht, verwirrt ihr das Kind im Tagesablauf und es kann dann (wenn ihr mal woanders seid) später nur noch schlafen, wenn alles dunkel ist.

Nimm von mir aus weiße Vorhänge, oder orange, oder rote :o) aber dunkelt das ZImmer nicht zu sehr ab, ein bischen dämmerig ist ja ok.

Es bleibt euch überlassen, aber ich hoffe, dass ihr das Kind nicht, solange es noch so klein ist, alleine im Kinderzimmer schlafen lasst?

lg, Dany

Hallo,

ich hatte irgendwo mal von einer Untersuchung
gelesen, dass erholsamer und gesunder Schlaf
nur in völlig dunkler Umgebung möglich ist.

Gruß

Servus Cora
Ich mochte es noch nie, wenns so stockdunkel ist.
Als Kind schon gar nicht.
So ein Halbdunkel finde ich völlig ausreichend, vielleicht sogar besser.
Viele Grüße von
Sophie

Hallo,

halte es wie die Dachdecker, nur nicht so hoch :wink:

Unser Kleiner hat erst bei uns im Zimmer geschlafen, wo es recht hell ist. Kein Problem. Dann ist er in sein Zimmer umgezogen, und ich mache regelmäßig zum Schlafen die Rolladen runter. Es gibt tagsüber etwas Licht durch den Glaseinsatz der Zimmertür von einem allerdings auch eher dunklen Flur, nachts ist es beinahe vollkommen dunkel, ebenfalls kein Problem. Im Urlaub kommt es immer auf das Ferienhaus an, wie die Lichtverhältnisse sind, dies gab ebenfalls noch nie Probleme und bei Oma ist es richtig hell, da dort eine Straßenlaterne direkt vor der großen Glasfront auf selber Höhe steht, und auch da schläft der kleine Mann wunderbar.

BTW: Wenn bei uns im Schlafzimmer ausnahmsweise mal die Rolladen runter gemacht worden sind, weil meine Frau sich nachmittags mal gemeinsam mit dem Kleinen aufs Bett gelegt hat, bleiben diese normalerweise unten. Ich stelle in diesen Nächten einen deutlich besseren Schlaf fest. Allerdings ist meine Frau nicht dafür zu haben, die Rolläden planvoll jeden Abend mit Absicht auch bei uns im Schlafzimmer runter zu machen.

Gruß vom Wiz

Hallo

ich hatte irgendwo mal von einer Untersuchung
gelesen, dass erholsamer und gesunder Schlaf
nur in völlig dunkler Umgebung möglich ist.

Da gehe ich auch von aus, aber Kinder schlafen in einer solchen Umgebung nur ein, wenn sie mühevoll daran gewöhnt werden, weil Kinder überhaupt nicht im eigenen Zimmer schlafen wollen, sondern da, wo sich Mama und Papa aufhalten.

Wenn die Eltern schon nicht im Zimmer sind, dann muss es wenigstens zur Not möglich sein, den Weg zu den Eltern zu finden. Es muss also in dem Raum ziemlich hell sein.

Das Kind braucht zum Einschlafen oft auch irgendwelche Geräusche, um zu hören, dass es nicht ganz alleine in der Wohnung ist.

Wenn ein direkter Körperkontakt zu einem Elternteil da ist, kann das Kind auch im Stockfinsteren schlafen, und auch, wenn es ganz leise im Zimmer ist.

Ich würde empfehlen, nicht davon auszugehen, dass das Kind so schnell im eigenen Zimmer schläft.

Viele Grüße
Simsy

Hi,

nur mal eben so, im Sommer wenn es richtig hell ist möchten die Kleinen vielleicht auch hier und da noch mal einen Mittagsschlaf machen und abends ist es auch noch lange hell. Je nachdem in welche Himmelsrichtung das Fenster liegt würde ich schon sagen, es sollte zu verdunkeln sein ,-)

Viele Grüße
MeToo

Hallo,

Da gehe ich auch von aus, aber Kinder schlafen in einer
solchen Umgebung nur ein, wenn sie mühevoll daran gewöhnt
werden, weil Kinder überhaupt nicht im eigenen Zimmer schlafen
wollen, sondern da, wo sich Mama und Papa aufhalten.

Nur gut, dass unser Kleiner davon offenbar noch nie etwas gehört hat :wink: der Umzug erfolgte mit ca. einem halben Jahr und war vollkommen unproblematisch. Vielleicht macht es aber auch einen Unterschied, ob man ganz selbstverständlich an die Sache ran geht, und dem Kind das Gefühl vermittelt, hier passiert etwas ganz normales, oder ob man gleich mit dem schlimmsten Befürchtungen Nervosität erzeugt, die sich auf das Kind überträgt. Wie soll ein Kind etwas als normal akzeptieren, wenn die Eltern da so ein Tamm-Tamm drum machen?

Als das Kinderzimmer langsam fertig wurde, haben wir dies zunehmend als Spielplatz mit eingebunden und den Kleinen dann auch mal einfach spielerisch ins neue Bett gelegt, vermittelt, dass ein neues Bett und ein eigenes Zimmer eine tolle Sache sind, und am nächsten Abend wurde dann da auch geschlafen. In den ersten beiden Nächten gab es noch die ein oder andere „Nachfrage“, dann war der Keks gegessen.

Wenn die Eltern schon nicht im Zimmer sind, dann muss es
wenigstens zur Not möglich sein, den Weg zu den Eltern zu
finden. Es muss also in dem Raum ziemlich hell sein.

Offenbar nein, ganz abgesehen davon frage ich mich, wie ein Kind von sechs Monaten, was noch nicht mal krabbeln kann, aus einem Gitterbett und durch zwei geschlossene Türen seinen Weg zu den Eltern finden will?

Das Kind braucht zum Einschlafen oft auch irgendwelche
Geräusche, um zu hören, dass es nicht ganz alleine in der
Wohnung ist.

Was ja nun nicht mit der Frage der Helligkeit zu tun hat.

Wenn ein direkter Körperkontakt zu einem Elternteil da ist,
kann das Kind auch im Stockfinsteren schlafen, und auch, wenn
es ganz leise im Zimmer ist.

Ich würde empfehlen, nicht davon auszugehen, dass das Kind so
schnell im eigenen Zimmer schläft.

Kannst Du diese Annahmen irgenwie statistisch belegen? Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich will Dich gar nicht persönlich angreifen, aber Du stellst hier Thesen als unumstößliche Wahrheit auf, die zumindest meiner eigenen Erfahrung völlig zuwider laufen.

Gruß vom Wiz

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Hallo Cora

Ich hatte vor dort zwei schöne Vorhänge anzubringen, die man
bei Bedarf zuziehen kann. Nun dunkelt das natürlich das Zimmer
nicht komplett ab - erst recht nicht wenn sie weiß sind - was
mir vorschwebt.

Du könntest sie zweilagig machen. Also am Fenster dunkel, zum Zimmer hin hell, daß wird und wirkt aber wahrscheinlich auch schwerer.

Daher meine Frage: Muss ein Ki-Zi zum schlafen komplette
abgedunkelt sein?

Wir hatten immer Dämmerlicht. In der ersten Wohnung hatten wir keine Rolläden und nun wollen sie nicht im Dunkeln einschlafen. Wobei wenn sie mal später einschlafen, lass ich die Rolläden runter, wenn sie schlafen, damit sie am nächsten Tag länger schlafen können.

Alles Gute an Euch Karamell

Hallo,

vor kurzem hatte ich mich mit den Schlafthemen meines Enkels (jetzt 5 Monate) beschäftigt und hier folgenden Link gefunden:

http://www.schlafumgebung.de/

kannst ja mal durchblättern.

Man liest auch hin und wieder, dass die Wachstumshormone sehr stark in der Tiefschlafphase ausgeschüttet werden und dass diese Phase in Dunkelheit verlängert wird. Babies verbringen eigentlich die längste Zeit ihres Schlafes in der REM-Phase (Traumphase).

Aber, keiner weiss nix genaues nicht.

Meine Enkelin schläft i.d.R. seit dem 2. Monat nachts durch und
ist -fast- immer gut gelaunt und fröhlich … und wird viel zu schnell groß.

Gruß

Hallo

ich hatte irgendwo mal von einer Untersuchung
gelesen, dass erholsamer und gesunder Schlaf
nur in völlig dunkler Umgebung möglich ist.

Da gehe ich auch von aus, aber Kinder schlafen in einer
solchen Umgebung nur ein, wenn sie mühevoll daran gewöhnt
werden, weil Kinder überhaupt nicht im eigenen Zimmer schlafen
wollen, sondern da, wo sich Mama und Papa aufhalten.

tja, so ist jede Erfahrung anders.

Sicher kann man Kinder nicht einfach in ein Bett stecken und die Zimmertür schließen.
Aber ich denke, wenn man recht früh einen lockeren aber bestimmten mit den Schlafplätzen und den zuBettgehZeiten hat, dann sollte es klappen.
Liebe Konsequenz hilft nach unseren Erfahrungen mächtig.

Wenn die Eltern schon nicht im Zimmer sind, dann muss es
wenigstens zur Not möglich sein, den Weg zu den Eltern zu
finden. Es muss also in dem Raum ziemlich hell sein.

warum ? Es reicht allemal ein Nachtlicht in einer Steckdose bei der Tür. Anfänglich ist man ja doch die Zeit bis zum Einschlafen am Bett und so entwickelt sich -wiedermal nach meiner Erfahrung- eine Normalität. Der Schlaf im Dunkeln ist intensiver und länger, dabei muß auch nicht immer alles still und leise sein; man kann die Türe angelehnt lassen und sollte ruhig weiter reden oder TV schauen.

Das Kind braucht zum Einschlafen oft auch irgendwelche
Geräusche, um zu hören, dass es nicht ganz alleine in der
Wohnung ist.

ja.

Wenn ein direkter Körperkontakt zu einem Elternteil da ist,
kann das Kind auch im Stockfinsteren schlafen, und auch, wenn
es ganz leise im Zimmer ist.

ja.

Ich würde empfehlen, nicht davon auszugehen, dass das Kind so
schnell im eigenen Zimmer schläft.

ja, was ist „schnell“ ?

Gruß

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Hallo,

Kinder schlafen so wie sie es gewohnt sind.
Meine beiden haben noch nie einen dunklen Raum zum Schlafen gebraucht, wir haben sogar nachts ein Licht an, damit es nicht ganz dunkel ist. Tagsüber schlafen beide sogar, wenn die Sonne direkt ins Zimmer fällt ohne Probleme, weil wir eben noch nie dunkel gemacht haben. Rolläden machen wir nie ganz runter, da sind unten noch 20 cm offen.
Viel wichtiger zum guten Schlaf ist ein Ins-Bett-Geh-Ritual. Die Kleinen wissen bei diesem Ablauf somit ganz genau, was als nächstes kommt und dass sie dann auch schlafen sollen. Und wir haben damit den Erfolg, dass noch nie gemeckert wurde, wenn es ins Bett ging. Das ist wirklich ganz wichtig, sonst kommt es ganz unverhofft, dass sie schlafen sollen und gar nicht damit rechneten und dann wollen sie es auch nicht. Das wäre, wie wenn jemand zu uns sagt, so, jetzt leg Dich mal hin und schlafe sofort, das geht ja auch nicht, wenn man sich nicht drauf einstellen kann.

Liebe Grüße und viel Spaß zu Dritt,
Salbei

Hallo

Kannst Du diese Annahmen irgenwie statistisch belegen?

Nein, kann ich natürlich nicht.
Es scheint aber häufig zuzutreffen, nach dem, was man so liest oder hört.

Nicht,
dass wir uns falsch verstehen. Ich will Dich gar nicht
persönlich angreifen, aber Du stellst hier Thesen als
unumstößliche Wahrheit auf, die zumindest meiner eigenen
Erfahrung völlig zuwider laufen.

Dann stimmt es eben nicht immer.

Das sind Dinge, mit denen viele Eltern nicht rechnen. Es scheint zum Beispiel nicht gerade selten zu sein, dass ca. 5 Monate alte Kinder nur dann nicht schreien, wenn sie bei Mama oder Papa (oder auch Oma und Opa usw.) auf dem Arm sind. Wenn man das vorher weiß, finde ich manches viel leichter.

Gerade jetzt, wo Eltern vielleicht vermehrt davon ausgehen, dass man das Kind ohne weiteres mit einem Jahr in eine Kinderkrippe abgeben kann, finde ich es wichtig, darauf hinzuweisen, dass das evtl. nicht so einfach geht. Ich hatte mir auch gedacht, dass ich wenigstens Teilzeit weiterarbeiten kann, wenn die Kinder ein halbes Jahr alt sind. Leider gab es da ungeahnte Schwierigkeiten, und ich wäre froh gewesen, wenn mir das wenigstens einer vorher gesagt hätte.

Viele Grüße
Simsy

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Moin,

Wenn die Eltern schon nicht im Zimmer sind, dann muss es
wenigstens zur Not möglich sein, den Weg zu den Eltern zu
finden. Es muss also in dem Raum ziemlich hell sein.

Offenbar nein, ganz abgesehen davon frage ich mich, wie ein
Kind von sechs Monaten, was noch nicht mal krabbeln kann, aus
einem Gitterbett und durch zwei geschlossene Türen seinen Weg
zu den Eltern finden will?

Wenn gar nichts anderes hilft, machen dermaßen weggesperrte Kinder das mit ihrer Stimme. Vergiss also nicht, entsprechend schallzudämpfen, damit du das Heulen eines Kinds in Panik, weil es sich verlassen glaubt, nicht hören musst, damit du wenigstens in Ruhe schlafen kannst.

Gruß
Marion

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Moin Cora,

Mein Mann meint die kleinen könnten besser schlafen wenn der
Raum komplett dunkel ist. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung,
kann mir das aber nicht vorstellen.
Daher meine Frage: Muss ein Ki-Zi zum schlafen komplette
abgedunkelt sein?

Kinder schlafen genau dann gut, wenn sie sich geborgen fühlen und behütet in der Nähe der Eltern.

Würdest du gut schlafen, wenn du das Gefühl hättest, irgendwo einsam und hilflos ausgesetzt zu sein, und deine Lieben weit weg? Sicher nicht. Würdest du gut schlafen, wenn du dich sicher und geborgen in der Nähe der Lieben weißt, auch wenn es nicht ganz dunkel ist? Also ich schon :smile:

Gruß
Marion

Hallo,

Wenn gar nichts anderes hilft, machen dermaßen weggesperrte
Kinder das mit ihrer Stimme. Vergiss also nicht, entsprechend
schallzudämpfen, damit du das Heulen eines Kinds in Panik,
weil es sich verlassen glaubt, nicht hören musst, damit du
wenigstens in Ruhe schlafen kannst.

Laufen bei Dir gerade die Hormone Amok, oder was soll das?

Niemand wird hier „weggesperrt“ Und niemand hat hier seine Stimme einsetzen müssen, und niemand hatte deshalb irgendwelche Türen zu dämmen. Wenn Sohnemann - was höchst selten vorkommt - sich mal nicht mit dem süßesten Lächeln der Welt von uns verabschiedet, wenn die Tür zugeht, oder Nachts tatsächlich noch mal aufwacht und mehr als süßen Singsang von sich gibt, dann sind wir selbstverständlich sofort da.

Dann wird aber auch nicht gleich das Flutlicht eingeschaltet, kein Kind panisch aus dem Bett hochgerissen, ins Elternschlafzimmer gezerrt und ohne über tatsächliche Probleme nachzudenken dort zwischen seinen Eltern eingequetscht, sondern dann geht es ganz vorsichtig und leise, maximal mit der extra für solche Zwecke installierten Nachtbeleuchtung ins Zimmer, und dann wird erst mal der Kopf gestreichelt und das Problem analysiert. In sicher weit mehr als 50% der Fälle liegt da dann jemand einfach etwas ungünstig, hat seinen Tedde verloren, und ist nach zwei Handgriffen wieder friedlich am Schlafen. Aber selbst wenn es mal wirklich notwendig ist, ihn zu uns zu holen merken wir regelmäßig, dass es üblicherweise gar nicht lange dauert, bis da jemand gerne selbst wieder in sein eigenes Bett möchte, und es fällt mir kein vernünftiger Grund ein, diesem Wunsch dann nicht auch nachzugeben.

Ich weiß nicht, welche Probleme dich so plagen, dass Du so gerne agressiv darauf reagierst, wenn andere berichten, dass es auch Familien gibt, in denen Dinge ganz einfach und unkompliziert laufen. Aber das sind deine Probleme und nicht die Probleme der ganzen Welt.

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Hi,

Gerade jetzt, wo Eltern vielleicht vermehrt davon ausgehen,
dass man das Kind ohne weiteres mit einem Jahr in eine
Kinderkrippe abgeben kann

Man kann es sogar schon mit einem halben Jahr, so werden wir es machen.

finde ich es wichtig, darauf
hinzuweisen, dass das evtl. nicht so einfach geht.

Das ist schön aber der durchschnittlich intelligente Manesch ahnt das bereits vorher. Wenn er es selber nicht weiss, sagt es einem spätestens die Krippenleitung im Gespräch.

Ich hatte
mir auch gedacht, dass ich wenigstens Teilzeit weiterarbeiten
kann, wenn die Kinder ein halbes Jahr alt sind. Leider gab es
da ungeahnte Schwierigkeiten, und ich wäre froh gewesen, wenn
mir das wenigstens einer vorher gesagt hätte.

Das ist natürlich schade zu hören.
Dann trifft vielleicht o.a. auf Dich nicht zu.

Gruß
C.

Hallo,

dass Dinge schlecht laufen können, und dass man wissen sollte, dass Dinge schlecht laufen können ist sicherlich richtig und wichtig.

Ich habe allerdings den Verdacht, dass es da ganz viele sich selbst erfüllende Prophezeiungen gibt. D.h. der Ausnahmefall wird zur Erwartung im Regelfall, und es wird dementsprechend auch mit einem Thema nicht in Erwartung des Normalfalls umgegangen, sondern in Erwartung des Ausnahmefalls. Und dies überträgt sich natürlich auch auf die übrigen Beteiligten, gerade auch auf Kinder.

Wir gehören zu den eher schon älteren Eltern, haben also jede Menge „Studienobjekte“ im Bekannten- und Verwandtenkreis gehabt, bevor uns die Dinge selbst ereilten. Und was da teilweise so abging, spottete wirklich jeder Beschreibung. Kinder die bei jedem Pieps von Eltern aus dem Bett gerissen wurden, die sich andererseits beschwerten, dass der Nachwuchs ja einfach nicht durchschlafen wolle, waren gar nicht so selten. Umfangreiche Einschlafrituale dienten oft offenbar mehr den Eltern als den Kindern. Das erste eigene Zimmer wurde angeboten, als ob es sich um eine scharfe Bombe handeln würde, …

Wir haben durchaus im Blick, dass es nicht immer so reibungslos laufen muss und wird, wie bisher, gehen aber andererseits immer mit der Gelassenheit an neue Dinge heran, dass sie ganz normal sind, und auch so laufen sollten. Bislang hat es jedenfalls funktioniert. Keine Ein- und Durchschlafprobleme, kein Gemäkel beim Essen, spielt friedlich mit anderen Kindern, …

Gruß vom Wiz

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Moin,

Laufen bei Dir gerade die Hormone Amok, oder was soll das?

Ne, und bei dir? Ist Viagra alle?

(Hinweis an den MOD: persönliche Anmerkungen von Wiz oder mir dürfen gerne gelöscht werden)

Niemand wird hier „weggesperrt“ Und niemand hat hier seine
Stimme einsetzen müssen, und niemand hatte deshalb
irgendwelche Türen zu dämmen. Wenn Sohnemann - was höchst
selten vorkommt - sich mal nicht mit dem süßesten Lächeln der
Welt von uns verabschiedet, wenn die Tür zugeht, oder Nachts
tatsächlich noch mal aufwacht und mehr als süßen Singsang von
sich gibt, dann sind wir selbstverständlich sofort da.

Dann wird aber auch nicht gleich das Flutlicht eingeschaltet,
kein Kind panisch aus dem Bett hochgerissen, ins
Elternschlafzimmer gezerrt und ohne über tatsächliche Probleme
nachzudenken dort zwischen seinen Eltern eingequetscht,
sondern dann geht es ganz vorsichtig und leise, maximal mit
der extra für solche Zwecke installierten Nachtbeleuchtung ins
Zimmer, und dann wird erst mal der Kopf gestreichelt und das
Problem analysiert. In sicher weit mehr als 50% der Fälle
liegt da dann jemand einfach etwas ungünstig, hat seinen Tedde
verloren, und ist nach zwei Handgriffen wieder friedlich am
Schlafen. Aber selbst wenn es mal wirklich notwendig ist, ihn
zu uns zu holen merken wir regelmäßig, dass es üblicherweise
gar nicht lange dauert, bis da jemand gerne selbst wieder in
sein eigenes Bett möchte, und es fällt mir kein vernünftiger
Grund ein, diesem Wunsch dann nicht auch nachzugeben.

Wenn du das bei deinem ersten Postings auch gleich dazu geschrieben hättest, dann hätte es nichts zu beanstanden gegeben.

Ich weiß nicht, welche Probleme dich so plagen, dass Du so
gerne agressiv darauf reagierst,

Ich habe nicht aggressiv reagiert, sondern das Wegsperren von Kindern zwei Türen weiter ins Gitterbett ohne Möglichkeit für das Kind, im „Ernstfall“ die Eltern zu erreichen, ist für mich ein aggressiver Akt gegen das Kind. Wenn du meine Wiedergabe der Beschreibung der Situation somit als aggressiv erkennst, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, die beschriebene Situation selbst ebenfalls als aggressiv zu erkennen. Nur Mut.

wenn andere berichten, dass
es auch Familien gibt, in denen Dinge ganz einfach und
unkompliziert laufen.

Gepriesen sei euer gute Sinneswahrnehmung. In den meisten Familien dürfte es nicht mal auffallen, wenn zwei Türen weiter die Bude abbrennt. Darum erfreuen sich „Babyphones“ auch so großer Beliebtheit. Viel „einfacher und unkomplizierter“ finde ich es, das Baby gleich im selben Zimmer zu haben.

Aber das sind deine Probleme und nicht
die Probleme der ganzen Welt.

Die Probleme der Welt sind eine Menge Kinder, die von ihren Eltern misshandelt, alleingelassen, im Urvertrauen gestört usw. werden. Das gar nicht mal immer in böser Absicht. Häufig wissen es die Eltern nicht besser. Um wenigstens letztern Umstand ein wenig zu verbessern, schreibe ich hier, auch auf die Gefahr hin, von irgendwelchen Typen angeblökt zu werden, die eh meinen, alles und immer richtig zu machen.

Gruß
Marion

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Moin Moin,

Daher meine Frage: Muss ein Ki-Zi zum schlafen komplette
abgedunkelt sein?

Kinder schlafen genau dann gut, wenn sie sich geborgen fühlen
und behütet in der Nähe der Eltern.

Würdest du gut schlafen, wenn du das Gefühl hättest, irgendwo
einsam und hilflos ausgesetzt zu sein, und deine Lieben weit
weg? Sicher nicht. Würdest du gut schlafen, wenn du dich
sicher und geborgen in der Nähe der Lieben weißt, auch wenn es
nicht ganz dunkel ist? Also ich schon :smile:

Es ist wohl eher so, und millionenfache Tests in Deutschland
haben das belegt - daß man Kinder auch darauf dressieren kann,
mit minimalen emotional/korperlichen Kontakten zur Bezugsperson
klarzukommen und sich im Kleinkindalter vorwiegend mit sich selbst
zu beschäftigen.

Letztens habe ich im „Magazin“ (Zwischen den Welten, http://www.dasmagazin.de/2007/11/inhaltsverzeichnis…)
die treffende Bezeichnung einer jungen Armenierin gefunden:
„Deutschland, das ist die Feinfrostvariante des Lebens“ :wink:

Insofern ist vom Aspekt der „Normalität“ her die auf Getrennt-/
Alleinschlafen ausgerichtete Ambition „bequemes Kind“ nichts
was man als ungewöhnlich abwerten könnte oder sollte. Mehr noch:
es *ist* „gewöhn“-lich …

Grüße

CMb

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