Fragen zur Besuchsregelung

Hallo zusammen,

Mann hat sich im April 2008 von der Mutter seines Kindes, welches im Juni 2009 zwei Jahre alt geworden ist.

Der Mann darf sein Kind alle zwei Wochen für jeweils zwei Stunden sehen. Die Mutter ist immer dabei. Hält sich aber weitestgehend raus.

Der Mann möchte aber sein Kind öfter sehen. Welche Rechte stehen ihm zu? Wie oft darf er eigentlich sein Kind sehen? Was kann und muss der Mann tun, damit er sein Kind öfter zu Gesicht bekommt? Ab welchem Alter darf der Vater das Kind auch mal einen ganzen Tag lang und ab wann mit Übernachtung bei sich haben?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

Hallo,

klar möchte der Papa das Kind öfters sehen.
Wie ist den das Sorgerecht aufgeteilt?

Generell empfielt das Jugendamt keine Übernachtungen ohne die Mutter bevor es drei Jahre alt ist. (Klar, wenn es den Papa öfters sieht, geht das schon früher)
Für so einen Wurm ist aber, in den Alter, die Mutter absolute Bezugsperson. Und das hat jetzt nichts damit zu tun, dass der Vater ein schlechter wäre. Das ist ganz normal.

Scheinbar ist die Mutter ja ganz kooperativ, du schreibst ja sie würde sich zurück halten, wenn er den Jungen sieht.
Vielleicht können die Beiden einfach eine Regelung treffen, dass der Vater alle zwei Wochen das Kind mit Mutter trifft und dann z.B. für eine Stunde das Kind alleine hat. z.B. für einen Spaziergang oder ein Eis essen. Das würde ich eine Weile so machen. Vielleicht kann man das dann ausweiten. Vielleicht kann der Vater dann einfach einmal die Woche für zwei Stunden sehen.
Du kannst dich auch beim Jugendamt beraten lassen.

Aber zuerst würde ich einfch mal mit der Mutter reden. Vielleicht kann man sich ja friedlich einigen!!

Auf jeden Fall bitte nichts überstürtzen. Für so ein Kind ist die Trennung schlimm und daher bitte nicht an dem Kind rumzerren!!

Gruß

Hallo,

Mann hat sich im April 2008 von der Mutter seines Kindes,
welches im Juni 2009 zwei Jahre alt geworden ist.

Der Mann darf sein Kind alle zwei Wochen für jeweils zwei
Stunden sehen. Die Mutter ist immer dabei. Hält sich aber
weitestgehend raus.

Das ist eindeutig zu wenig Umgang. Die Intervalle wann das Kind den Vater sieht, sind viel zu lange.

Allgemein wird gesagt, dass Kleinkinder noch kein Langzeitgedächtnis haben. Auch, dass es nur zwei Stunden sind, hindert daran, dass das Kind eine Beziehung zum Vater aufbauen kann.

Es benötigt ja erst mal eine gewisse „Aufwärmphase“. Die dauert länger, desto längere Zeit seit dem letzten Umgang vergangen ist.

Der Mann möchte aber sein Kind öfter sehen. Welche Rechte
stehen ihm zu? Wie oft darf er eigentlich sein Kind sehen? Was
kann und muss der Mann tun, damit er sein Kind öfter zu
Gesicht bekommt? Ab welchem Alter darf der Vater das Kind auch
mal einen ganzen Tag lang und ab wann mit Übernachtung bei
sich haben?

Für zweijährige Kinder ist häufig ungefähr folgende Regelung: alle zwei Wochen unter der Woche ein Nachmittag und alle zwei Wochen mindestens einen ganzen Wochenendtag.

Ab ca. 2,5 Jahren werden erste Übernachtungen gemacht.

Ganz selbstverständlich finden die Umgänge natürlich ohne Mutter statt. Aausnahme wäre, wenn der Vater z. B. wegen einer Behinderung, das Kind nicht versorgen könnte.

Die Deutsche Dipl. Psychologin Ursula Kodjoe (arbeitet auch für die französische Regierung) sieht das in einem in der Schweiz veröffentlichten Vortrag http://www.vev.ch/lit/jugrecht.htm so:

Die alten Faustregeln müssen sehr kritisch hinterfragt werden, viele halten den neuen Erkenntnissen nicht mehr stand: Je jünger ein Kind ist, desto häufiger sollte es Kontakt haben zu dem Elternteil, mit dem es nicht mehr zusammenlebt. Das ergibt sich aus den Bedürfnissen dieser Entwicklungsstufe. Bis zum Schulalter sollte es ca. ein Drittel der Jahreszeit mit diesem Elternteil verbringen. Diese Zeit wird als Voraussetzung dafür betrachtet, dass eine Eltern-Kind-Beziehung wirklich gelebt werden und sich weiterentwickeln kann.

Das Thema ist auch schon im Archiv unter /t/rechte-fuer-den-vater/4779711/4

Bezüglich des Umgangsrechtes spielt es keine Rolle, ob der Vater das gemeinsame Sorgerecht hat oder nicht. Auch ein uneheliches Kind (ohne gemeinsames Sorgerecht der Eltern) hat ein Recht darauf, dass es eine Bindung zum Vater aufbauen, erleben und leben kann.

Gruß
Ingrid

Wie ist den das Sorgerecht aufgeteilt?

Beide haben das zu vollen Teilen? Aber inwieweit spielt das eine Rolle?

Generell empfielt das Jugendamt keine Übernachtungen ohne die
Mutter bevor es drei Jahre alt ist. (Klar, wenn es den Papa
öfters sieht, geht das schon früher)
Für so einen Wurm ist aber, in den Alter, die Mutter absolute
Bezugsperson. Und das hat jetzt nichts damit zu tun, dass der
Vater ein schlechter wäre. Das ist ganz normal.

Verständlich!

Scheinbar ist die Mutter ja ganz kooperativ, du schreibst ja
sie würde sich zurück halten, wenn er den Jungen sieht.

Glücklicherweise verstehen sich Vater und Mutter wieder relativ gut. Es gab bereits in der Beziehung immer mal erheblich Probleme (u. a. Trennungen und non-verbale Auseinandersetzungen). Aber auch nach der letzten endgültigen Trennung gabs verbale Spitzen. Daraufhin erst einmal Besuchsverbot, ausgesprochen vom JA. Dann, nach Gesprächen beim JA wieder Besuchsrecht.

Vielleicht können die Beiden einfach eine Regelung treffen,
dass der Vater alle zwei Wochen das Kind mit Mutter trifft und
dann z.B. für eine Stunde das Kind alleine hat. z.B. für einen
Spaziergang oder ein Eis essen. Das würde ich eine Weile so
machen. Vielleicht kann man das dann ausweiten. Vielleicht
kann der Vater dann einfach einmal die Woche für zwei Stunden
sehen.

Hmmm … die Mutter hat schon, auch vorm JA, gesagt, dass sie das gar nicht möchte.

Du kannst dich auch beim Jugendamt beraten lassen.

Ehrlich gesagt, fühlt sich der Mann eher ungerecht behandelt von denen und hat das Gefühl, als wenn man für die nichts weiter wäre, als eine weitere Nummer.

Auf jeden Fall bitte nichts überstürtzen. Für so ein Kind ist
die Trennung schlimm und daher bitte nicht an dem Kind
rumzerren!!

Das will der Mann auch auf keinen Fall. Er liebt das Kind über alles! Nur … es dauert alles sooo lange … und i. V. m. der Unzufriedenheit ist das seine Sache, die einem ganz schön den Kopf zermatern kann.

Hallo,

Für so einen Wurm ist aber, in den Alter, die Mutter absolute Bezugsperson.

„absolut“ bedeutet „total, ausnahmslos, ganz und gar“, und genau das ist eben nicht der Fall. Das ist schon von Geburt an nicht der Fall, selbst wenn die Bindung zur Mutter zunächst eine existienziellere ist. Das ist aber nur noch mehr ein Grund, in so einer Situation möglichst viel Umgang zum Vater zu ermöglichen, was imho auch dem Interesse der Mutter dienen sollte.

Du kannst dich auch beim Jugendamt beraten lassen.

Da sind wir uns einig, und das sollte der Vater auch tun, und zwar möglichst schnell, bevor da zuviel Schaden angerichtet wird.

Gruß,

Malte

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Wie ist den das Sorgerecht aufgeteilt?

Beide haben das zu vollen Teilen? Aber inwieweit spielt das
eine Rolle?

Das heißt sie haben es GEMEINSAM. Spielt beim Umgang keine Rolle.

Generell empfielt das Jugendamt keine Übernachtungen ohne die
Mutter bevor es drei Jahre alt ist. (Klar, wenn es den Papa
öfters sieht, geht das schon früher)
Für so einen Wurm ist aber, in den Alter, die Mutter absolute
Bezugsperson. Und das hat jetzt nichts damit zu tun, dass der
Vater ein schlechter wäre. Das ist ganz normal.

Verständlich!

Nein ist nicht verständlich. Desto jünger ein Kind ist, desto häufiger Umgang benötigt es mit dem auswärts lebenden Elternteil.

Kleinkinder können durchaus auch woanders als bei Mama übernachten. Meine Enkelin (2 J.) hat die vergangene und vorletzte Nacht ganz ohne Eltern und Geschwister bei ihrer Patentante (die sie relativ selten sieht) übernachtet.

Ich stand zwar bereit hinzufahren und sie notfalls abzuholen, aber es war nicht nötig.

Scheinbar ist die Mutter ja ganz kooperativ, du schreibst ja
sie würde sich zurück halten, wenn er den Jungen sieht.

Glücklicherweise verstehen sich Vater und Mutter wieder
relativ gut. Es gab bereits in der Beziehung immer mal
erheblich Probleme (u. a. Trennungen und non-verbale
Auseinandersetzungen). Aber auch nach der letzten endgültigen
Trennung gabs verbale Spitzen. Daraufhin erst einmal
Besuchsverbot, ausgesprochen vom JA. Dann, nach Gesprächen
beim JA wieder Besuchsrecht.

Jugendämter können und dürfen das Umgangsrecht eines getrenntlebenden Elternteiles nicht aussetzen. Das darf nur ein Gericht machen und das nur in ganz seltenen Ausnahmen!!! Das Umgangsrecht ist ein Menschenrecht! Jugendämter können das empfehlen, aber nicht verbieten.

Außerdem: wenn sich die Eltern streiten, streitet sie doch miteinander und nicht mit dem Kind.

Vielleicht können die Beiden einfach eine Regelung treffen,
dass der Vater alle zwei Wochen das Kind mit Mutter trifft und
dann z.B. für eine Stunde das Kind alleine hat. z.B. für einen
Spaziergang oder ein Eis essen. Das würde ich eine Weile so
machen. Vielleicht kann man das dann ausweiten. Vielleicht
kann der Vater dann einfach einmal die Woche für zwei Stunden
sehen.

Hmmm … die Mutter hat schon, auch vorm JA, gesagt, dass sie
das gar nicht möchte.

Es geht in diesem Fall nicht darum, was die Mutter möchte, sondern darum was dem Kind und dem Vater zusteht.

Der Vater sollte sich einen Termin beim Jugendamt geben lassen. Dort soll er um VERMITTLUNG bitten, dass das Umgangsrecht SCHNELLSTENS in die sonst übliche Häufigkeit und zwar ohne Anwesenheit der Mutter kommt.

Macht das Jugendamt wieder solche unsinnige Kompetenzüberschreitung wie oben (Kontaktverbot) oder gelingt der Vermittlungsversuch nicht hat der Vater noch die Möglichkeit um eine Mediation (möglichst nicht beim Jugendamt) nachzusuchen bzw. versuchen die Mutter dahin zu überreden.

Ist das auch erfolglos, schnellstens ein Verfahren auf Umgang beim Familiengericht beantragen. Kostet nicht die Welt und bringt ein viel besseres Ergebnis (und vielleicht auch Einsicht bei der Mutter).

Du kannst dich auch beim Jugendamt beraten lassen.

Ehrlich gesagt, fühlt sich der Mann eher ungerecht behandelt
von denen und hat das Gefühl, als wenn man für die nichts
weiter wäre, als eine weitere Nummer.

Dieses Gefühl haben viele Väter. Dieser Vater hier vermutlich sogar mit Recht, wenn ich an die Kompetenzüberschreitung bezüglich des Umgangsrechts denke.

Auf jeden Fall bitte nichts überstürtzen. Für so ein Kind ist
die Trennung schlimm und daher bitte nicht an dem Kind
rumzerren!!

Das will der Mann auch auf keinen Fall. Er liebt das Kind über
alles! Nur … es dauert alles sooo lange … und i. V. m. der
Unzufriedenheit ist das seine Sache, die einem ganz schön den
Kopf zermatern kann.

Er hat schon fast zulange gewartet. Die jetztige Umgangssituation ist weder altersgerecht noch sonstwie für das Kindeswohl vertretbar. So wie sie jetzt ist, kann keine Bindung zwischen Kind und Vater aufgebaut werden.

Er muss schnellstens effektiv handeln und darf sich nicht mehr ins „Boxhorn jagen“ lassen. Warum? Das ist dem einen Link http://www.vev.ch/lit/jugrecht.htm in meinem anderen Beitrag von gestern nachzulesen.

Eventuell kann er sich Hilfe und Tipps bei der nächsten Vätergruppe (z. B. Väteraufbruch für Kinder e.V.) holen.

Gruß
Ingrid

Hallo,

non-verbale
Auseinandersetzungen

Mir ist das aufgefallen. Falls es das ist, was man da verstehen kann, haben die Einschränkungen vielleicht damit zu tun.
Wenn Gewalt im Spiel war (ich sage wenn, aber das vermutet man nun mal bei deiner Formulierung), auch wenn sie nicht gegen das Kind gerichtet war, erklärt zumindest die Zurückhaltung auf der anderen Seite.

Gruß
Elke

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Hallo,

non-verbale Auseinandersetzungen

Mir ist das aufgefallen. Falls es das ist, was man da
verstehen kann, haben die Einschränkungen vielleicht damit zu
tun.
Wenn Gewalt im Spiel war (ich sage wenn, aber das vermutet man
nun mal bei deiner Formulierung), auch wenn sie nicht gegen
das Kind gerichtet war, erklärt zumindest die Zurückhaltung
auf der anderen Seite.

Was haben denn Gewalttätigkeiten seitens der Mutter mit dem Vorenthalten gegenüber dem Vater zu tun?

Gruß,

Malte

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Hallo,

Was haben denn Gewalttätigkeiten seitens der Mutter mit dem
Vorenthalten gegenüber dem Vater zu tun?

Deine Anstrengungen die Rechte der Väter hier zu stärken in Ehren, aber meine Vermutung, dass es zu Gewalttätigkeiten gekommen ist, war eine Vermutung und als solche gekennzeichnet. Ich habe mich sehr vorsichtig ausgedrückt, weil es eben in keinster Weise eindeutig aus dem UP hervorging.
Es war lediglich eine Anmerkung, die die Reaktion des sofort kritisierten JA, möglicherweise erklären könnte.
Es ist nicht klar, ob es zu Gewalttätigkeiten kam, und wenn ja, ist nicht klar, ob es auf seiten der Mutter, des Vaters oder beiden kam.

Du würdest deiner Absicht für die Väter zu schreiben sicher einen besseren Dienst erweisen, wenn du nicht genauso einäugig schreiben würdest, wie du es anderen immer unterstellst (und in meinem Falle nicht geschehen).

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Hallo Anna,

Generell empfielt das Jugendamt keine Übernachtungen ohne die
Mutter bevor es drei Jahre alt ist. (Klar, wenn es den Papa
öfters sieht, geht das schon früher)

Mein Sohn ist jetzt 15 monate alt. Fast. Seine Mutter und ich sind zusammen, wohnen aber in getrennten Wohnungen im selben Haus. (off topic: das ist manchmal nervig, weil z.B. die Milch immer in der falschen Wohnung ist, manchmal aber auch überraschend entspannend) Die Mutter arbeitet mittwochs und hat Dienstag ihren freien Abend. Dann schläft mein Sohn allein bei mir und wacht bei mir auf und verbringt den Tag mit mir und das seit ewig ohne Probleme. (Um Missverständnissen vorzubeugen: die beiden schlafen sonst auch schon mal bei mir, aber dienstags ist er fast immer allein bei mir oben)

Was ich damit sagen will:

Für so einen Wurm ist aber, in den Alter, die Mutter absolute
Bezugsperson. Und das hat jetzt nichts damit zu tun, dass der
Vater ein schlechter wäre. Das ist ganz normal.

Nee, das ist zumindest für meinen Wurm definitiv nicht der Fall. Klar ist seine Mutter Bezugsperson, ich aber auch. Anders als seine Mutter, aber ebenso wichtig und ebenso vertraut. Ich weiß, manche Mütter haben es gern anders, nämlich dass sie die unersetzliche, einzige, wahre und echte Bezugsperson im Leben ihres Kindes sind und dass ohne sie nichts geht, aber sorry, das stimmt so meist nur dann, wenn in der Familie klassische Rollenteilung gelebt wird: Mama beim Kind Papa bei der Arbeit. Dann ist es auch kein Wunder.

Wenn Väter in Elternzeit sind und die Mütter voll arbeiten, dann dreht sich oft nach einiger Zeit das Verhältnis der Bezugsperson tatsächlich um: Kind läuft zum Papa um sich trösten zu lassen, obwohl Mama anwesend ist.

Das würde ich eine Weile so
machen. Vielleicht kann man das dann ausweiten. Vielleicht
kann der Vater dann einfach einmal die Woche für zwei Stunden
sehen.

Hmmm, m.E. sollte der Papa möglichst gar nicht erst in die Rolle des Besuchsonkels zum Zoogehen und Eisessen abrutschen, das nimmt dem Kind die Bezugsperson für den Alltag.
Ich denke, alle Freiheiten und Regelungen, die VOR der Trennung ok waren, sollten es auch NACH der Trennung sein. Wenn der Papa allerdings vorher nie was mit seinem Kind allein gemacht hat, tja, dann muss er sich vielleicht nicht wundern, dass das nun nicht so ohne weiteres geht.

Auf jeden Fall bitte nichts überstürtzen. Für so ein Kind ist
die Trennung schlimm und daher bitte nicht an dem Kind
rumzerren!!

Ja, DAS ist wichtig! Und bitte nicht über das Kind mit der Mutter kommunizieren, weder ausfragen (freundliche Erkundigungen sind erlaubt) noch den Redefluss des Kines bremsen (das will ich nicht hören).

Gruß
Burkh

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Hallo,

aber meine Vermutung, dass es zu Gewalttätigkeiten
gekommen ist, war eine Vermutung und als solche
gekennzeichnet.

weiß ich doch.

Es ist nicht klar, ob es zu Gewalttätigkeiten kam, und
wenn ja, ist nicht klar, ob es auf seiten der Mutter, des
Vaters oder beiden kam.

Eben.

Du würdest deiner Absicht für die Väter zu schreiben sicher
einen besseren Dienst erweisen, wenn du nicht genauso einäugig
schreiben würdest, wie du es anderen immer unterstellst (und
in meinem Falle nicht geschehen).

Hey, ich hab nur eine Frage gestellt. Der Rest ist nur in Deinem Kopf :wink: Aber Spaß beiseite: Häusliche Gewalt ist keine Männerdomäne, das wird häufig vergessen. Nichts anderes als daran nochmal erinnern ist mein Ansinnen.

Gruß,

Malte

Hallo,

Hey, ich hab nur eine Frage gestellt. Der Rest ist nur in
Deinem Kopf :wink:

Nicht ganz.

Aber Spaß beiseite: Häusliche Gewalt ist keine
Männerdomäne, das wird häufig vergessen. Nichts anderes als
daran nochmal erinnern ist mein Ansinnen.

Weiß ich doch — aber du machst es eben - mit Absicht, schon klar - manchmal auf so eine penetrant provozierende Art, dass viele einfach abschalten, statt darüber nachzudenken, was du eigentlich sagen willst.

Um die Vermutungen auf die Spitze zu treiben: Ich glaube kaum, dass ein JA versucht, den Umgang von Kind mit Vater einzuschränken, wenn es weiß, dass die Mutter gegenüber dem Vater (oder dem Kind) gewalttätig geworden ist. Soviel gesunder Menschenverstand darf beim (Über-)Interpretieren von Postings schon im Spiel sein.

Gruß
Elke

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Hallo Anna,

Mein Sohn ist jetzt 15 monate alt. Fast. Seine Mutter und ich
sind zusammen, wohnen aber in getrennten Wohnungen im selben
Haus. (off topic: das ist manchmal nervig, weil z.B. die Milch
immer in der falschen Wohnung ist, manchmal aber auch
überraschend entspannend) Die Mutter arbeitet mittwochs und
hat Dienstag ihren freien Abend. Dann schläft mein Sohn allein
bei mir und wacht bei mir auf und verbringt den Tag mit mir
und das seit ewig ohne Probleme. (Um Missverständnissen
vorzubeugen: die beiden schlafen sonst auch schon mal bei mir,
aber dienstags ist er fast immer allein bei mir oben)

Hallo,

das klingt total entspannt. :smile:
Bei uns ist es eben so, dass mein Freund arbeitet und ich Zuhause bin.
Die klassische Rollenverteilung. Weil noch hinzu kommt, dass er 12 Stunden am Tag arbeiten muss + 40 Minuten hin und 40 Minuten zurückfahren muss, bin ich die Bezugsperson für das Kind.
Was zur Folge hat, dass er eben nicht mal zu Papa geht, wenn er sich weh tut, sondern immer zur Mama.

Du hast natürlich Recht, dass wenn der Papa das Kind annähernd 50 -50 mit der Mama betreut, auch eine wichtige Bezugsperson ist. Aber in dem Fall des Fragestellers, sieht der Vater das Kind alle zwei Wochen. Somit habe ich nicht das Gefühl, dass er eine total wichtige Bezugsperson ist. Das kommt bestimmt wenn der Kleine älter wird!

Und meist ist es halt schon so, dass der Vater arbeiten geht und die Mama die Kinder hütet. Somit gehe ich davon aus, dass mehr Muttis die erste Anlaufstelle für die Kinder sind.

Was aber nicht heißen soll, dass Papa weniger geliebt oder gebraucht wird. Der Vater ist natürlich in der Entwicklung auch wichtig. Ja, sonst bekomme ich Schimpf, man kann Kinder auch ohne Mann erziehen.

Aber das mit den getrennten Wohnung hört sich schön an. :smile: Da muss ich mal drüber nachdenken.

Gruß

Gruß
Burkh

Hallo,

na das ist ja umwerfend:

Aber in dem Fall des Fragestellers, sieht der Vater das
Kind alle zwei Wochen. Somit habe ich nicht das Gefühl, dass
er eine total wichtige Bezugsperson ist.

Der Vater will sein Kind mehr sehen und darf nicht / bekommt es nicht ermöglicht. Die Mutter verursacht durch ihre Einschränkungen, dass sie die einzige oder zumindest mit deutlichem Abstand wichtigste Bezugsperson ist. Und nun wird genau das als Argument herangezogen, um eine Ausdehnung des Umgangs zugunsten des Vaters zu verhindern?

Umgekehrt wird doch wohl ein Schuh draus. Wenn der Vater hier aufgrund dieses mickrigen Umgangs für das Kind keine Bezugsperson ist, dann ist das GERADE ein Grund, diesen auszudehnen, weil der Beleg erbracht ist, dass ein solch dürftiger Umgang nicht geeignet ist, bei einem so kleinen Kind einen Bezug aufzubauen. (Was dann in etwa das ist, was Ingrid bereits gesagt hat).

Im übrigen ist das:

Bei uns ist es eben so, dass mein Freund arbeitet und ich Zuhause bin.
Die klassische Rollenverteilung.

eben so gar nicht mehr die klassische Rollenverteilung bzw. kein Maßstab. Und wenn ich da was von der „Mutti“ höre, die erste Anlaufstelle ist und irgendwo dann noch dem Papa, der irgendwie ja wohl auch noch eine Rolle hat (aber eigentlich erst später), dann kräuseln sich bei mir die Fußnägel hoch!

LG Petra*

*Alleinerziehende… die sich gewünscht hätte, wenn es IHN als Bezugsperson gegeben hätte… im Säuglingsalter, im Kleinkindalter, im Grundschulalter und in der Pubertät…

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Aber Spaß beiseite: Häusliche Gewalt ist keine
Männerdomäne, das wird häufig vergessen. Nichts anderes als
daran nochmal erinnern ist mein Ansinnen.

Weiß ich doch — aber du machst es eben - mit Absicht, schon
klar - manchmal auf so eine penetrant provozierende Art, dass
viele einfach abschalten, statt darüber nachzudenken, was du
eigentlich sagen willst.

Weiß ich. Damit lebe ich.

Um die Vermutungen auf die Spitze zu treiben: Ich glaube kaum,
dass ein JA versucht, den Umgang von Kind mit Vater
einzuschränken, wenn es weiß, dass die Mutter gegenüber dem
Vater (oder dem Kind) gewalttätig geworden ist. Soviel
gesunder Menschenverstand darf beim (Über-)Interpretieren von
Postings schon im Spiel sein.

Och, ich kann mir schon vorstellen, daß auch seitens der Jugendämter immer noch eine eher einseitige Sicht herrscht, und eher zu Ungunsten der Väter vermutet wird. Wie denkst Du, interpretieren die das wohl, wenn es zu Tätlichkeiten zwischen den Eltern kommt, und auf der einen Seite eine weinende Mutter sitzt und auf der anderen ein schockierter Vater?

Nichtsdestotrotz hast Du Recht, daß sich das dann schon ziemlich weit von der ursprünglichen Frage hier entfernt. Ich kann halt manchmal nicht anders, sorry :smile:

Gruß,

Malte

Hallo Anna,

wahrscheinlich bin ich hypersensibel was Formulierungen zu diesem Thema angeht.

Du hast natürlich Recht, dass wenn der Papa das Kind annähernd
50 -50 mit der Mama betreut, auch eine wichtige Bezugsperson
ist.

Der Papa, das wirst du von deinem eigenen Kind kennen, ist IMMER eine wichtige Bezugsperson, selbst wenn er arbeitet und kaum zu Hause ist. Er ist dann zwar nicht die Anlaufstelle für Trösterchen usw., aber dennoch eine zentrale Figur. Er wird nicht erst „auch wichtig“, wenn er annähernd 50% der Betreuung übernimmt.

Nimm’s von mir nicht zu ernst, ich wundere mich selbst manchmal über meine Empfindlichkeit in diesen Formulierungen, für mich liest sich deine Formulierung aber (überspitzt ausgedrückt) ein wenig gönnerhaft und nicht so, als ob du die Rolle des Vaters für so wichtig ansehen würdest wie die der Mutter. Ist wahrscheinlich ne Fehlinterpretation meinerseits.

Aber in dem Fall des Fragestellers, sieht der Vater das
Kind alle zwei Wochen. Somit habe ich nicht das Gefühl, dass
er eine total wichtige Bezugsperson ist. Das kommt bestimmt
wenn der Kleine älter wird!

Vielleicht hat der Kleine den Fortfall der wesentlichen Bezugsperson Papa schon vor einem guten Jahr schlucken müssen, als die Eltern sich getrennt haben. Ich bin mir nicht sicher, dass es richtig wäre, dies jetzt weiter zu zementieren. Mehrmals die Woche mindestens kurze Treffen, einmal die Woche ein langes, das würde ich mir für den Jungen wünschen.

Für mich war der wesentliche Punkt:
Umgangsformen zwischen Vater und Kind, die VOR der Trennung von der Mutter akzeptiert wurden, sollten auch DANACH noch akzeptabel sein.

Gruß
Burkh

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Hallo,

wenn du meinen Beitrag ordenlich gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich durchaus einen Vorschlage gemacht habe um den Umgang zu verbessern. Auch ich habe vorgeschlagen, das Kind evtl. 1x die Woche zu treffen, bzw. sich deswegen auch ans Jugendamt zu wenden.

Lediglich war mein Einwand, dass sie Mutter für dieses Kind (weil es den Vater ja nur 14tägig sieht) DIE Bezugsperson darstellt und man es nicht einfach schlagartig rausreisen sollte. Vielleicht kann man das ja auch langsam angehen.

Vielleicht einfach mal genauer lesen.

Ich habe genau gelesen. Aber du benutzt Worte wie „absolute“ Bezugsperson und findest es auch ganz „normal“, dass der Vater das Kind überwiegend in Anwesenheit der Mutter und nur für eine Stunde alleine sehen soll.

Ich frage mich, was da ein Bild hinter steckt. Die Meinung, dass dein Kind mit 2,5 Jahren nicht länger als 1 Stunde von der Mutter weg soll? Oder nicht länger als 1 Stunde mit dem Vater alleine gelassen werden soll? Warum darf der Umgang nur beim Eis essen oder Spazieren gehen (also in der Öffentlichkeit) und nicht in der Wohnung des Vaters sein?

Das sind doch alles Situationen, in denen eben nicht der normale Umgang gefördert wird. Und in dem Zusammenhang von einer für das Kind „schlimmen Trennung“ von der Mutter zu reden, ist in meinen Augen nun mal völlig überzogen.

Das was hier schlimm ist, ist, dass das Kind von seinem Vater getrennt wird! Die Woche hat 168 Stunden, zwei davon 336. Die Mutter sieht das Kind 100 % der Zeit, der Vater sein Kind nur 0,5 % der Zeit (in Anwesenheit der Mutter)… DAS ist schlimm.

LG Petra

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Ich frage mich, was da ein Bild hinter steckt. Die Meinung,
dass dein Kind mit 2,5 Jahren nicht länger als 1 Stunde von
der Mutter weg soll? Oder nicht länger als 1 Stunde mit dem
Vater alleine gelassen werden soll? Warum darf der Umgang nur
beim Eis essen oder Spazieren gehen (also in der
Öffentlichkeit) und nicht in der Wohnung des Vaters sein?

und was heißt das für dich?
Mein Hintergedanke war, dass der Vater und das Kind irgendwie Spaß haben. Natürlich können sie das auch Zuhause, aber ich dachte vielleicht haben die Beiden ja Spaß, wenn auf den Spielplatz gehen oder ins Schwimmbad…machen doch die meisten Väter, wenn sie ihre Kinder sehen, dass sie etwas mit ihnen unternehmen. Aber noch mal für dich! Gerne auch Zuhause!

Gruß

LG Petra

Non-Verbale Auseinandersetzungen
Hi,

was meinst Du mit dem o.a.?

Wenn es das ist was ich befürchte, würde ich Dich auch nicht mit dem Kind alleine lassen. Vielleicht möchtest Du uns ja darüber aufklären!

Gruß
C.