Fragen zur Religion

Hallo,

bei mir ist neulich die Frage aufgekommen, ob ich mein Kind taufen lassen will.
Darum habe ich mich mal mit meinem Glauben und der Kirche befasst. Dabei habe ich mir ein paar Fragen gestellt zu denen ich gerne noch weitere Anregungen/ Meinungen oder Gedankengänge hätte.

Warum soll ausgerechnet das Christentum die einzig wahre Religion sein? Wenn ich in Indien geboren wäre, würde mein Kind Hindu werden. Würden wir in der Türkei leben, wären wir Moslems.
Mich schreckt ab, das ein Glaube immer sehr regional ist.

Warum wird immer versucht mit aller Gewalt Anhänger für seine Religion zu finden? Jede Religion wirbt für sich und droht mir mit Strafe, wenn ich mich gegen sie entscheide. Am wenigsten fühle ich mich von den Buddhisten bedroht. Denen ist es ziemlich egal ob ich glaube oder nicht.
Der Christ droht mit Fegefeuer, der Moslem mit dem heiligen Krieg und Scientology erklärt jeden nicht - Änhänger gleich für geisteskrank.

Ich habe das Kind nicht taufen lassen. Das Christentum passt einfach nicht zu uns…vielleicht sind wir Buddhisten :smile:

Gruß Lulea

Dann zieht ihr am besten dort hin wo die anderen Buddhisten wohnen.

Doof

Dann zieht ihr am besten dort hin wo die anderen Buddhisten
wohnen.

Hallo,

das ist eine total überflüssige Antwort! War das die investierte Zeit wert?

Gruß
Lulea

P.S. Was man aber unabhängig von Religion haben sollte ist Anstand und dazu gehört Grüßen.

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Moin Grußloser (wo wohnen die gehäuft?!),

Dann zieht ihr am besten dort hin wo die anderen Buddhisten
wohnen.

warum?

Gandalf

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Dann zieht ihr am besten dort hin wo die anderen Buddhisten
wohnen.

z.B. nach Deutschland.

Hallo,

Hallo senftube!

Warum soll ausgerechnet das Christentum die einzig wahre
Religion sein?

Nunja, alle drei großen abrahamitisch monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) beanspruchen sozusagen eine Absolutheitsanspruch für sich. Das Christentum nach katholischem Katechismus hat diesen Anspruch meines Wissens aber auf dem 2. vatikanischen Konzil abgelegt. Wissenschaftler beanspruchen ja auch das Recht zu behaupten 1+1 = 2 , so wollen es Religionsanhänger auch - jedoch klappt dies zu oft nicht.

Wenn ich in Indien geboren wäre, würde mein
Kind Hindu werden. Würden wir in der Türkei leben, wären wir
Moslems.
Mich schreckt ab, das ein Glaube immer sehr regional ist.

Also in Zeiten der Globalisierung hat sich das ein wenig geändert und die Religionen ziehen es meistens in Erwägung, dass die Botschaft die die jeweilige Religion vermittelt nicht in allen Ecken der Welt ankommt. Im Islam droht die Hölle z.B. demjenigen nicht, der nichts vom Islam wusste bzw. nicht die Möglichkeit hatte Wissen zu Erlangen.

Warum wird immer versucht mit aller Gewalt Anhänger für seine
Religion zu finden? Jede Religion wirbt für sich und droht mir
mit Strafe, wenn ich mich gegen sie entscheide. Am wenigsten
fühle ich mich von den Buddhisten bedroht. Denen ist es
ziemlich egal ob ich glaube oder nicht.

Das ist meines Wissens ein weit verbreiteter Irrtum, aber das können dir andere Leute (ich glaube die Userin Kate hat da ein bisschen mehr Ahnung davon)

Der Christ droht mit Fegefeuer, der Moslem mit dem heiligen
Krieg und Scientology erklärt jeden nicht - Änhänger gleich
für geisteskrank.

Der Moslem droht nicht mit dem Heiligen Krieg ;D Im Islam gibt es ebenso Hölle und Paradies.

Ich habe das Kind nicht taufen lassen. Das Christentum passt
einfach nicht zu uns…vielleicht sind wir Buddhisten :smile:

Oder vielleicht Juden, Muslime oder Hindus. Du musst diese Entscheidung selbst tragen, ich kann dir nur ans Herz legen, sich wenigstens nicht nur durch virtuelle Medien mit den 5 Weltreligionen zu befassen, sondern ruhig mal Bücher lesen oder mit Religionsanhängern unvoreingenommen und sachlich reden.

Wenn du z.B. über den Islam reden willst, kannst du mich gerne anschreiben. Im Forum gibt es sehr viele Anhänger sehr verschiedener Religionen, die dir sicherlich behilflich sein können :wink:

Viel Glück bei deiner Suche!

Gruß Lulea

Gruß Aqib

Hallo, Senftube!

Ob das deine Entscheidung beeinflusst, weiß ich nicht, aber einiges darf ich doch geraderücken:

Also, das Christentum „droht“ nicht mit Fegefeuer, sondern das ist nur eine logische Vorbereitung auf den Himmel, denn wer könnte von sich sagen, und sei es ein noch so Frommer, er wäre so ohne Weiteres bereit dafür? Im Übrigen glauben die Protestanten, ohne diese „Vorreinigung“ auszukommen. Selbst mit der Hölle (hast du die gemeint?) wird heute nicht mehr „gedroht“, außer z. B. durch amerikanisch geprägte Evangelikale, sondern sie wird halt als letzte Konsequenz betrachtet …

Natürlich lebt auch der Islam nicht in erster Linie vom „heiligen Krieg“, und Hindus wie Juden sind Gemeinschaften, in die man weitgehend hineingeboren wird. Buddhisten kennen keinen persönlichen Gott und haben deshalb auch keinen starken Bekehrungsdrang. Und das Schicksal des Gottes Japans kennen wir ja.

Du solltest aber auch berücksichtigen, dass es etwa auch in Indien mehr Christen gibt als in so manchem europäischen Land, wenn es dort auch nur der untere einstellige Prozentbereich ist (Genaues weiß man ja nicht). Einzelne Völker, etwa Ureinwohner (Adivasi), sind sehr stark vom Christentum geprägt.
Vielleicht hilft dir das alles ja als erster Schritt, dich einmal gründlich mit dieser Frage zu befassen.

Gruß und alles Gute!
Sepp

Hallo,
ich habe meine Söhne auch nicht taufen lassen. Und bei meinem ältesten Sohn habe ich dafür vor 25 Jahren ziemlich heftige Reaktionen erhalten…
Ich bin zwar katholisch erzogen worden, aber ich selbst glaube aus verschiedenen Gründen nicht mehr an Gott.

Und wenn ich mein Kind taufen lasse, verpflichte ich mich ja, es im Sinne der Kirche zu erziehen. Diese Verpflichtung konnte ich nicht eingehen und ich wollte nicht zu denen gehören, die sagen, sie würden sich dran halten, aber eigentlich nur deshalb ihr Kind taufen lassen, weil a) es der Nachbar auch macht und b) es so eine schöne Feier ist oder c) weil man dann Paten hat…

Meine Söhne haben alle den Religionsunterricht besucht und ich habe es ihnen (und tue das immer noch) frei gestellt, ob sie sich irgendwann irgendwie taufen lassen möchten. Für mich persönlich war das die fairste Lösung meinen Kindern gegenüber…

Für mich persönlich kommt dein Artikel so rüber (ich überziehe das jetzt mal), dass man a) ein Kind bekommt b) sich dann aussucht: na, welche Religion passt denn jetzt… und es dann c) entsprechend taufen lässt.
Das sehe ich wiederum anders: ich glaube, man sollte ein Kind nur in die Religion/ Kirche aufnehmen lassen, an die man selbst tief glaubt und nach der man auch lebt… nicht andersrum.

Gruß
ShannonS

Hallo Aqib und Lulea,

Warum soll ausgerechnet das Christentum die einzig wahre
Religion sein?

Nunja, alle drei großen abrahamitisch monotheistischen
Religionen (Judentum, Christentum und Islam) beanspruchen
sozusagen eine Absolutheitsanspruch für sich.

Das Judentum immer noch nicht, auch wenn das wechselweise von
Christen oder Muslimen mindestens einmal monatlich hier im forum kundgetan wird. Ich vermute, das ist eine Projektion des eigenen christlichen / muslimischen Hinterggundes auf das andere. Für Christen / Muslime scheint es schwer vorstellbar zu sein, dass man der eigenen Religion keinen Absolutheitsanspruch zuschreibt.

Warum wird immer versucht mit aller Gewalt Anhänger für seine
Religion zu finden? Jede Religion wirbt für sich und droht mir
mit Strafe, wenn ich mich gegen sie entscheide.

immermit aller Gewalt… woraus leitest Du das ab?

Viele Grüße

Iris

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Hallo,
ich schließe mich da Shannons Meinung an: Glaube bedeutet immer eine tiefe persönliche Beziehung zu einem Gott. Daraus folgt der Wunsch, Gottes Angebot, zu ihm zu gehören, unsererseits anzunehmen, u.a. durch die Taufe. Ob wir das stellvertretend für unsere Kinder tun sollten, ist ja eine Streitfrage, die auch unter Christen unterschiedlich gehandhabt wird (Kindertaufe oder Erwachsenentaufe).

Die Frage der regionalen Verbreitung einer Glaubensrichtung beschäftigt mich selbst auch schon lange. Ich selbst habe Gott im Rahmen meiner christlichen Prägung erfahren. Je länger ich mich mit dem Thema auseinandersetze, umso mehr glaube ich aber, dass die persönliche Gottesbeziehung noch sehr viel mehr Facetten haben kann.

Der wichtigste Spruch in der Bibel ist für mich übrigens: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen.“

Wie schön, dass du suchst!

Lieben Gruß
SusanneAntje

Hallo Lulea,

Ich habe das Kind nicht taufen lassen. Das Christentum passt
einfach nicht zu uns…vielleicht sind wir Buddhisten :smile:

Oder wer weiß, vielleicht seid ihr auch eigentlich Juden, aber in diesem Leben als Nichtjuden wiedergeboren worden. Gibt’s nicht? Da wäre Rabbi Yonassan Gershom wohl anderer Meinung. Du kannst ja mal sein Buch „Beyond the Ashes“ lesen.

Schöne Grüße

Petra

andere Alternative
Hallo!

warum suchst du überhaupt nach einer bestimmten Religion? Wenn dir das so beliebig vorkommt, leb doch einfach ohne irgendeiner Religion anheim zu fallen. Es lebt sich wirklich gut damit, auch wenn sich das ein mancher gar nicht vorstellen kann.
Zugegeben, im Fernsehen hat man subjektiv den Eindruck, dass die Berichterstattung über Glauben im weitesten Sinn in den letzten Monaten zugenommen hat, wodurch vielleicht der Eindruck entsteht, dass das Thema für alle Menschen wichtig sein sollte.
Ich finde nicht, dass man sich zwingend mit Religion auseinandersetzen oder die Bibel gelesen haben muss, da es nach meiner persönlichen Auffassung eine rein private Angelegenheit sein sollte. Ich nehme Gläubige im täglichen Umfeld kaum wahr. Auf Deutschland bezogen finde ich das ganze Thema daher momentan in den Medien viel zu groß aufgezogen und spiegelt nicht dessen Bedeutung im Alltag (hier in D) wieder.

Gruß

Michael

Hallo lulea, eine berechtigte Frage
Zitat:Warum soll ausgerechnet das Christentum die einzig wahre Religion sein? Zitat Ende
Jeder Mensch bekam die Möglichkeit zum prüfen ob …z.B.in der Bibel 1.Joh.4:1,3 „Glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind. . . .
Matth. 7:15 „Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe.“
2. Petr. 2:1 „Es gab indes auch falsche Propheten unter dem Volke, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Eben diese werden unauffällig verderbliche Sekten einführen…
Es gibt heute ein breites Angebot von Religionen aller Art. Wenn überhaupt,dann kann es nur eine wahre Form der Anbetung geben. Der Gott der Bibel stellt zwar auch den Anspruch der alleinige Gott aller zu sein aber er zwingt niemand durch auferlegte Zwangstaufen ect. zum Christ sein.Jesus wurde auch erst als Erwachsener getauft. Es muss privat sein. Es gibt eine Empfehlung,in die jeder einsehen kann 1.Thessalonicher- Brief 5:19… den Geist dämpft nicht! 20 Die Weissagung verachtet nicht! 21 Prüft alles, das Gute behaltet! Man braucht zwar viel Zeit, es gibt viele religiöse Bücher aber es zahlt sich aus besonders dann wenn man sich einmal selber fragt was Gott von mir erwartet und was ich mir von ihm erwarten kann.Jesus sagte einmal bei einer Gelegenheit zu den Zuhörern
…Wer sucht wird finden,Matth. 7:7-11 Joh.17:3 Gruß
speedy two

Guten Tag Lulea,

„ich habe mein Kind nicht taufen lassen“

Das ist vernünftig. Entweder haben alle recht oder keiner. Du bist damit auf der sicheren Seite.

Grüße
Bernhard Kaiser

Wenn ich in Indien geboren wäre, würde mein
Kind Hindu werden. Würden wir in der Türkei leben, wären wir
Moslems.

Das hast du schön erkannt. Religion ist mehr als nur ein Glaube. Sie ist Teil einer Kultur, sie ist Tradition, und sie gibt Identität. Auch wenn man nicht religiös ist, sogar wenn man die Lehren seiner Religion komplett ablehnt (so wie ich), kann Tradition trotzdem ein starker Grund sein, ein Kind in die eigene Religion aufnehmen zu lassen. So hält das jedenfalls die Mehrheit der Menschheit, zumindest ganz sicher die Mehrheit der Menschen in den Ländern, in denen ich gelebt habe (waren ein paar), nur die Europäer nicht, die konvertieren lieber zu anderen Religionen, finden andere besser und haben nichts dagegen, wenn Europa irgendwann was anderes als christlich geprägt ist.

Mich schreckt ab, das ein Glaube immer sehr regional ist.

Warum?

Grüße.

Moin,

bei mir ist neulich die Frage aufgekommen, ob ich mein Kind
taufen lassen will.
Darum habe ich mich mal mit meinem Glauben und der Kirche
befasst. Dabei habe ich mir ein paar Fragen gestellt

Versuch es doch mal mit ein paar anderen Fragen in Zusammenhang mit Kindern und Religion, vielleicht kommst du damit weiter. Fragen wie:

Was antwortest du deinem Kind, wenn es fragt, was passiert wenn Menschen sterben (und danach)? Willst du mit deinem Kind Weihnachten und/oder andere religiöse Feiertage feiern und wenn ja, in welcher Form, und welche Erklärungen möchtest du dazu abgeben? Ist das Umfeld des Kindes so, dass ein nicht getauftes Kind problemlos akzeptiert wird? Falls nein, was willst du deinem Kind als Erklärung anbieten, warum es dennoch nicht getauft ist?

Wichtig bei diesen Fragen, die über kurz oder lang auf dich zukommen werden, ist meiner Meinung nach, dass du voll und ganz hinter den Antworten stehen kannst, dass du dich also selbst mit diesen Fragen auseinander gesetzt hast. Hier kommt es meiner Meinung nach mehr auf die einzelnen Inhalte an, als auf die Frage, welches Etikett du da draufkleben willst (es sei denn natürlich, du möchtest eine bestimmte Religion ernsthaft praktizieren, dann ergeben sich die Inhalte mit dem Etikett automatisch).

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es nicht so ganz einfach ist, als Buddhistin ein Kind zu erziehen (selbst in einer deutschen Großstadt) und ich allen Kindern aus islamischen Familien dankbar bin, die hier den Weg (hin zu mehr Selbstverständlichkeit von nicht-christlichen Religionen in normalen Schulklassen) geebnet haben.

Gruß
Marion

Gruß
Marion

Dein Kind gehört nicht Dir - also erziehe Du es
Hallo senftube,

dieser Titel mag etwas provokativ klingen, besonders von einem, der a priori ohnehin nur das Christentum für gut erkennt.

Ich schlüpfe aber nun mal nicht aus meiner Haut und kann Dir hier in diesem Forum (unter „Wissenschaftlichkeit“ - und erst noch nicht Erziehungswiss.) nur Gedanken geben, weder Halt noch Entscheidung.

Aber wenn Du Fragen zum Glauben hast (oder Zweifel, wie es bei Dir schon eher klingt), dann ist das Deine Sache und weder Sache eines Staates oder einer abstrakten „Menschheit“ (die nichts als Natur ist, und obendrein leicht verführbar) noch - und jetzt kommt’s eben - Deines Kindes. Dass Du das Recht hast, Dein Kind zu taufen, kommt nicht daher, dass man Dir Verantwortung aufbürden möchte für die Frage, ob Gott ist. Jedenfalls die Kirche findet diese Verantwortung nicht in Deiner Hand, sondern in der Hand jenes immer Unbekannten.

Die einzige Frage, die Du Dir als Christin zu stellen hast (und an der Du noch lange genug zerbrechen könntest - aber hoffen wir mal Du wächst daran), ist die Frage, ob das Umfeld des Kindes (und dazu gehörst natürlich auch Du samt etwaigen Zweifeln) es fertigbringt, das Kind im christlichen Geist zu erziehen.

Wenn diese Frage verneint ist, dann erst handelst Du konsequent, falls Du das Kind nicht taufst.

Gruss
Mike

Hallo Lulea

Vielleicht seid Ihr ja Luleasten, denn Du scheinst ja zu bestimmen, was wahr ist. Also musst Du ja wohl Gott sein, oder?

Hört sich aggressiver an, als ich es meine. Im Ernst, glaubst Du wirklich, Du fändest einen objektiven Beweis für eine Weltanschauung? Gott - in welcher Form auch immer - kann nur erfahren, niemals bewiesen werden. Wenn es Dich wirklich interessiert, dann gehe hin und mache Erfahrungen, geh in eine Kirche/Moschee/Kloster und höre, was Dir gesagt wird, was Du tust und was das mit Dir macht. Dann entscheide.

Und was Dein Kind angeht: Lass es bitte, bitte nicht taufen. Taufe ist für die, die daran glauben und diese gesellschaftlich üblichen Traditionen sind oft der Tod des Glaubens.

Du hast in unserer Gesellschaft gute Alternativen. Erziehe Dein Kind ethisch positiv, mit einem starken Gewicht auf Menschenwürde, Freiheit und Menschenachtung, weg vom Egoismus.

Und lass ihm die Freiheit selbst zu entscheiden, wenn es religionsmündig wird.

Gruß
Thomas

Hallo ThomasM,

da wir im Religions-Wissenschafts-Brett sind, wirst Du mir nicht verübeln, wenn ich Dich frage, angesichts Deiner Aufforderung:

Lass es bitte, bitte nicht taufen

Welchem Glauben entspringt das?

Gruss
Mike

Tach Lulea,

solange Du so fragst, stehst Du außerhalb und - möglicherweise - oberhalb jeder Religion und jedes Glaubens. Du versuchst, den „objektiv besten“ oder wahrsten Glauben zu finden.
Du machst die RicHtigkeit einer Religion oder eines Glaubens von einem oder zwei Kriterien abhängig.

Setzen wir mal voraus - und das ist hier ja bis zum Erbrechen diskutiert worden -, dass Gott nicht beweisbar is,t und setzen wir weiter voraus, dass jede Religion Antwort auf bestimmte Erfahrungen ist, die Menschen gemacht haben, dann folgt daraus zwingend, dass es keine „objektiv richtige“ Religion geben kann. Es gibt nur die Religion oder den Glauben, von dem ein Mensch überzeugt ist.

Alles in allem: Wenn Du nicht weiß, was Du denken oder glauben sollst, dann lass es einfach. Lass Dein Kind nicht taufen, lüg Dir nicht selber was vor. Versuch nicht, von außen die Richtigkeit einer Religion zu beurteilen; Du wirst ihre Wahrheit nur erkennen, wenn Du Dich auf sie einlässt. Also versuchs mit dem Christentum, dem Judentum (Sehr schwierig!), dem Islam oder dem Buddhismus.
Den Buddhismus stellst Du Dir offenbar sehr einfach vor. Dann frag doch mal hier im Forum danach; es gibt einige hier, die sehr tief in dem Buddhismus leben. Es ist nicht so einfach, wie Du meinst.

Gruß - Rolf