lass es einfach?
Hallo Rolf,
das ist zu einfach:
lass es einfach. Lass Dein Kind nicht taufen
Denn der zweite Satz folgt unmöglich aus dem ersten.
D. h. „Lass Dein Kind nicht taufen“ mag Gründe haben, aber andere.
Gruss
Mike
lass es einfach?
Hallo Rolf,
das ist zu einfach:
lass es einfach. Lass Dein Kind nicht taufen
Denn der zweite Satz folgt unmöglich aus dem ersten.
D. h. „Lass Dein Kind nicht taufen“ mag Gründe haben, aber andere.
Gruss
Mike
Hallo Mike
Lass es bitte, bitte nicht taufen
Welchem Glauben entspringt das?
Nun, ich würde sagen, dem christlichen, selbst nach Auffassung der katholischen oder evangelischen Kirche.
Taufe war ursprünglich ein Ausdruck eines erwachsenen Menschen zur Umkehr und Zugehörigkeit. Im Judentum mehr ein Ausdruck der Reinigung, im ursprünglichen Christentum dann der Zuwendung zum Glauben an Jesus.
Die Kindertaufe wurde dann eingeführt als Mechanismus der Aufnahme des Kindes in die christliche Gemeinschaft (und der falsch verstandenen Angst, dass nur eine menschliche Handlung Gott dazu bewegen kann, Gnade mit dem eventuell früh sterbenden Kind zu zeigen).
Dahinter stand aber auch immer die Meinung, dass die Eltern Christen sind und mit der Taufe versprechen, das Kind in diesem Sinn zu erziehen. Da das Kind noch nicht selbst entscheiden konnte, benötigte man die Kommunion bzw. Konfirmation, um die Entscheidung der Eltern nachträglich für das Kind zu bestätigen.
Sind aber die Eltern keine Christen, dann verkommt Taufe zur leeren Handlung. Wer soll denn das Kind im Sinne des Christentums lehren, wenn die Eltern davon nichts wissen und nichts halten? Was soll diese Handlung, wenn sie keine Konsequenz, keinen Sinn und keine Bedeutung hat?
Ich habe zu viel gesehen, was diese Traditionsgebundene, leeren Handlungen mit christlichen Gemeinden machen, um nicht zu sagen: Eine Handlung wie die Taufe sollte nur dann vollzogen werden, wenn Glaube dahintersteht. Wer nicht glaubt, sollte auch so ehrlich sein und diese Dinge links liegen lassen.
Gruß
Thomas
Hi
Das mag sein, aber du tust in den letzten drei Antworten, die du hier gepostet hast, gerade so als sei Taufe ein gesellschaftlicher Imperativ.
Das ist sie nicht oder zum Glück nicht mehr.
Der Mensch kommt religionslos zur Welt und es steht jedem Frei sich einer Religion zu zusprechen.
Warum solle also jemand, der sich selbst keiner zugesprochen hat, sein Kind IRGENDEINER (und dir ist es ja auch nur wichtig weil es das Christentum ist, hast du selbst drei Beiträge weiter unten geschrieben) Religion zubinden, wenn weder diese Person noch das Kind irgendetwas besitzt, dass sie/ihn MIT jener Religion VERbindet?
Der Grundzustand ist ohne Religion, ungetauft.
Wenn es (z.B. auf Wunsch des Kindes) plötzlich einen Grund für eine Zubindung gibt, kann es sich immer noch taufen lassen.
DANN hat es einen Grund dafür.
Momentan gibt es keinen, außer Heuchelei.
Und wie dir schon anderswo gesagt wurde, ist die Kindestaufe auch nicht wirklich Christlich.
Wenn wir mal ganz genau sind, ist die Kindestaufe sogar das Gegenteil von christlich.
lg
Kate
Sind aber die Eltern keine Christen
Woher weisst Du, ob das Umfeld von senftube’s Kind nicht christlich ist?
Woher also nochmals Deine Empfehlung?
Gruss
Mike
Momentan gibt es keinen, außer Heuchelei
bitte belegen - und wenn’s geht sachlich, evtl. mit Hilfe von „senftube“, die die entsprechenden Fragen nämlich stellt. Es kann durchaus möglich sein, dass sie in ihrer Entscheidung noch bestärkt wird, und ob das sachangemessen ist oder nicht, müssen nicht wir entscheiden, an uns ist es, „Gedanken“ - und soweit als möglich Wissen dazu - zu vermitteln.
Und wie dir schon anderswo gesagt wurde,
Nun, dass die Kindertaufe (angeblich) nicht christlich sei, ist mir nicht so gesagt wenn auch ein paar dutzend Mal suggeriert worden.
Es ist aber nicht der Fall, das Christentum rechnet mit einem Umfeld, in welches ein Kind hineinwachsen kann, als vollwertiges Mitglied unter anderen, selbst wenn es in der übrigen Welt bald nichts als an tausend Dingen Schuld ist, zur Einsamkeit verurteilt wird oder zu Kleinheit degradiert wird, und Besseres zu lehren, ist fundamental christlich.
Gruss
Mike
Hi
Bin ich die einzige, die Posts von Fragestellern zu Ende liest? (andere schreiben auch, als stünde die Entscheidung noch aus). Senftube schreibt im URSPRUNGSposting doch ganz deutlich:
Ich habe das Kind nicht taufen lassen. Das Christentum passt
einfach nicht zu uns…vielleicht sind wir Buddhisten
Offenbar ist Senftube jetzt nicht gerade ein Beispiel an Gefestigtkeit im christlichen Glauben, wo wäre die Taufe zum Christentum also bitte keine Heuchelei?
Und das sind genau die Gedanken die ich vermitteln möchte:
NIEMAND zwingt zum Taufen. Der Mensch an sich ist nicht getauft und AUSSER wenn es einen WUNSCH zur Mitgliedschaft in diesem oder jenem Verein gibt, ist eine Taufe nicht zu verantworten. Ich kann doch nicht mein Kind, mein wertvollstes Ein und Alles, in eine Gemeinschaft schieben von der ich selbst nicht überzeugt bin?
Punkt 2:
Kindstaufe ist sicherlich eine super Sache für die KIRCHE aber sie ist nicht im Sinne des christlichen Glaubens, da sie den Glauben an sich ja untergräbt.
lg
Kate
Woher weisst Du, ob das Umfeld von senftube’s Kind nicht
christlich ist?Woher also nochmals Deine Empfehlung?
Aus den Aussagen von Senftube selbst
Das Christentum passt einfach nicht zu uns…vielleicht sind wir Buddhisten
Von daher auch meine Empfehlung
Gruß
Thomas
Oder aber verpasste Chance
Hallo Kate,
die UP ist
nicht gerade ein Beispiel an Gefestigtkeit im christlichen Glauben
das scheint korrekt. Jedoch muss sie sich (1.) darüber selbst im Klaren sein und hat (2.) immer noch mögliche Gründe, das Kind doch zu taufen, z. B. wenn das Kind in seinem Umfeld gute Christen hat, die eine gewisse christliche Erziehung (deren Intensität zu diskutieren ist) durchführen können und möchten, ohne dass die Eltern selbst dies als Einengung empfinden. Ich sag’mal: Hätt’ ja sein können, jedenfalls haben so viele spontan geschrieen „nicht taufen!“, und zwar ohne Grund, angesichts der Tatsache, dass der Thread nun mal läuft und „senftube“ ja nicht einfach gesagt hat „streichelt mein atheistisches oder buddhistisches Ego“ -, dass man wenigstens mal ein bisschen ausgleichen muss, selbst wenn die UP ein anderes Ergebnis in ihrer Entscheidung finden sollte. Sie wollte Gedanken und soll sie haben.
wo wäre die Taufe zum Christentum also bitte keine Heuchelei
Wenn einige Christen im Umfeld die Sache an die Hand nehmen und „senftube“ vertrauenswürdig genug erscheinen. Dann stellen sich natürlich die Fragen:
Kann ich damit leben, dass es Christ wird, auch wenn es mir nicht passt? Kann ich es auch christlich erziehen und teilweise erziehen lassen, ohne mit mir selber ständig in Konflikt zu kommen? Wie sehr wird dies mein Leben und wie sehr sein Leben verändern? Wenn dann z. B. auch die Kirche vor Ort zur Auffassung gelangt, „senftube“ bzw. das zu erwartende Umfeld des Kindes könne keine solche Erziehung bieten, dann wird eine Entscheidung auch einvernehmlich gefällt werden können, ohne dass ihr ein Zacken aus der Krone fällt.
Ich kann doch meinem Kind nicht alle Chancen verbauen, nur weil ich sie nicht selbst alle kenne. Und eine Kindstaufe kann nun mal eine Chance sein für die Entwicklung des Kindes, sofern man die Gemeinschaft auch verantwortlich lebt - auch und gerade zu einer Zeit, in der das Kind noch nicht besonders viel weiss.
- Ist die Kindstaufe erst später entstanden
Apg 10,44-48 behandelt die Taufe des ersten (!) Nichtjuden.
„Cornelius liess sich taufen mit seinem ganzen Haus.“
Natürlich
wird
bei der Kindstaufe
von einem Christen eine gewisse Teilnahme, ein Glauben vorausgesetzt
Darum sollte das Ganze sich auch drehen, das stimmt. Von der Kindstaufe behauptest Du nun aber, sie sei
nicht im Sinne des christlichen Glaubens
Das kann man weder aus historischer noch dogmatischer Perspektive sagen. Wenn Du meinst, nur weil der Getaufte irgendwann seine Fragen an den Glauben hat oder in einigen Lebensphasen den moralischen Ansprüchen der Gemeinschaft nicht genügt, werde der Glaube als Ganzes untergraben, dann ist er es schon seit der Karfreitagsnacht: Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.
Gruss
Mike
Anschlussfragen an ‚senftube‘
vielleicht sind wir Buddhisten
Da stellen sich in der Tat Anschlussfragen:
Gruss
Mike
@Thomas - 2000 Jahre nach Christus-wirklich kein Beweis ob Gott existiert oder nicht? Das warum ist wahrscheinlich u.a. dem Zeichen der Zeit zu zuschreiben, es gibt einfach zu viele Berufs-Propheten/ Religionen ect., daher immer weniger Interesse zum nachforschen. Stimmt, es braucht viel Zeit und man lernt nie aus. Jesus sagte es aber voraus. Doch die Bibel- vorausgesetzt man befasst sich damit etwas genauer- gibt klaren Aufschluss darüber ob Gott beweisbar sein kann oder nicht. Darüber gäbe es genug Beweise zu finden z.B.jede Geburt ist schon ein Wunder. Auch viele Wissenschafter sehen es schon so. Es soll kein Bekehrungsversuch sein, doch stimmt es, zur Taufe soll man erwachsen sein.
Thomas Zitat:Gott - in welcher Form auch immer - kann nur erfahren, niemals bewiesen werden. Zitat Ende Mit dieser Aussage- niemals bewiesen werden- haben sich schon ganz viele Menschen auseinandergesetzt, auch Zeitzeugen Jesu waren damals unsicher und mehrere, viele sogar wurden dann überzeugt auf Grund seiner übernatürlichen Fähigkeiten, noch dazu nahm er den Tod auf sich zur „Reparatur“ unserer Unvollkommenheit. Die Antwort in der Bibel hinsichtlich der Beweise gibt es Gott oder nicht ist sehr einfach festgehalten worden, es heißt im Römerbrief 1:19 …weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; 20 denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so dass sie keine Entschuldigung haben . Die Aussage - Gott kann niemals bewiesen werden dürfte etwas übertrieben sein. Die Schlachter Bibel 2000 sagt in Joh.4:24 aus… Gott ist Geist, usw., aber niemand kann ihn sehen - Natürlich hat jeder das Recht-sinnvoll oder nicht- Gott/Evangelium aus seinem Leben auszuklammern. - Gott ist Liebe und der Mensch in seinem Bild erschaffen- Wozu/warum dann eine gottgefällige Erziehung ect. , weg vom Egoismus…ist dann auch eine berechtigte Frage. Diese Forderung ist schließlich von Gott angeordnet worden. Wird ein Kind belehrt dass kein Gott existiert verfehlt es leicht das Ziel, denn was Hänschen schon nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, sagt ein Sprichwort, vielleicht sieht man das ja schon.2.Tim.3:1-5… Speedy two
Daß solche eristische Dialektik …
… als Methode, dem neutestamentlichen Missionsauftrag nachzukommen, zwar ein Charakteristikum des katholischen Traditionalismus ist, wie z.B. der Lefebvre-Schule und der Piusbruderschaft, spätestens seit Joh XXIII aber nicht mehr generell des römischen Katholizismus, das sollte man fairerweise dazusagen.
Gruß
Metapher
Servus,
ja diese Frage habe ich mir auch oft gestellt(obwohl ich christlich getauft wurde etc.).
Was ich machen würde ist das Kind nicht taufen zu lassen, denn es sollte selber entscheiden, welcher Glaube zu ihm passt.
Viele Religionen meinen, sie sind das ein und alles.
Religion ist das Opium des Volkes hat mal jmd. gesagt, denn alle versprechen sie vieles, aber die Naturwissenschaft hat ihnen dazwischen gefunkt.
Ich will mich auf keine Seite schlagen, aber ich finde, dass es der Mix macht.
Christliche Nächstenliebe, mit ein bisschen friedlichen Buddhismus oder einfach nur den Lebenssytle haben: Selber und andere Glücklich machen und in Frieden leben.
mfg,
Hanzo =)
Hallo Mike,
Ich kann doch meinem Kind nicht alle Chancen verbauen,
das ist ja nun grober Unsinn.
Welche Chancen sind denn einem ungetauften Kind verbaut?
Es kann sich ja jederzeit taufen lassen, wenn es das für einen Vorteil hält. (auch wenn das nicht der Sinn der Taufe ist)
- Ist die Kindstaufe erst später entstanden
Apg 10,44-48 behandelt die Taufe des ersten (!) Nichtjuden.
„Cornelius liess sich taufen mit seinem ganzen Haus.“
Und wie alt war das jüngste Mitglied?
Was ist denn unter „Haus“ zu verstehen?
Warum sagt Jesus: „Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich.“ (Matt.19,14)?
Diese Kinder waren alle nicht getauft!
Und wenn Du Deine Bibel aufmerksam liest, wirst Du feststellen, dass am „Ende der Tage“ viele ungetaufte Menschen ins Himmelreich kommen werden.
Gruss Harald
Christentum basiert nicht auf Selbsterlösung
Hallo Metapher,
dass solche eristische Dialektik
Dein Titel imponiert mir. Man könnte z. B. übersetzen „polemische Hoffnung“ oder auch „entlarvende Ausgleichstaktik“ und immer noch nachfragen, ob sie nun mich oder die andern entlarve.
Nun zu meiner
Methode
Die Frage ist, wann sagt wer was und zu welchem Thema.
Wenn die UP nur eine Bestärkung in abfälligen Äusserungen über das Christentum suchen würde, dann entspräche es einem Wissensforum, dass sie die Gründe diskutierte. Im Augenblick steht da nichts anderes als
Warum soll ausgerechnet das Christentum die einzig wahre
Religion sein?
Kannst Du mir mal verraten, wie ich als Christ darauf antworten kann, es sei denn mit der ganzen Glaubensunterweisung einschliesslich Bibel, KKK und lehramtlichen Verlautbarungen sowie einer persönlich gehaltenen Einführung in die Sakramente…
Naja, versuchen wir’s kurz: Das Christentum soll ausgerechnet die einzig wahre Religion sein, weil es
Wenn ich in Indien geboren wäre, würde mein
Kind Hindu werden. Würden wir in der Türkei leben, wären wir
Moslems
Das ist möglich, aber wird von den Religionen auch zur Genüge interpretiert. Selbstverständlich bin ich bereit, das gesondert zu diskutieren.
Wenn man in Europa schon kaum eine Ahnung von Christentum hat und sich nun wundert, dass trotzdem getauft wird, kann man natürlich damit argumentieren, dass in anderen Weltgegenden weniger getauft werde, egal ob nun dort die Christen umso engagierter, gebildeter und treuer sein könnten oder nicht. Man kann dann anbringen, dass es Menschen gibt, die einerseits vom Christentum, andererseits von anderen (wie Islam, Buddhismus usw.) nicht viel wissen und aus Traditionsgründen dabei sind oder eben nicht dabei sind.
Die Antwort des Katechismus lautet: Weil Gott in die Herzen der Menschen sieht, kann Er auch jeden gesondert nach seinem Tun und Erkennen beurteilen. Wer mit dem Herzen erkennt, sich ansprechen lässt, sich der Botschaft öffnet und seinen Verantwortungsbereich einschliesslich seiner Kinder für den Glauben einübt, gemäss den Informationen, die er vom Glauben hat (ja, und das schliesst auch ein, dass er sich vom „Glauben“ fernhält wenn er nichts als Schlechtes davon gehört bzw. erfahren hat), der braucht sich keine Sorgen darum zu machen, wo er hingeboren worden ist. Er kann Gott vertrauen.
Gottvertrauen ist letztlich die Grundbedingung, welche dem Menschen zur wirksamen und verwirklichten Schuldtilgung verhelfen kann.
Und a propos Gottvertrauen:
Christentum ist (bspw. im Gegensatz zum grössten Teil des Buddhismus) eine Religion der Fremderlösung, will sagen Gott hilft, sofern man sich auch nur öffnet, statt eine Religion der blossen Selbsterlösung, wo der Mensch meint, er müsse sich selber erlösen und daher kaum zu echter und endgültiger Sündenvergebung in diesem Leben hier kommt.
Diese Schuldvergebung setzt, wenn wir im Vollsinn darauf vertrauen wollen, auch die Taufe voraus. Für die Nichtgetauften garantieren wir nicht im gleichen Masse wir für die Getauften, da es heisst „wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet“ (Mk 16,16). Wer nach Massgabe seines Wissens nicht den Glauben lebt - denk Dir z. B. jemanden, der ein Wunder sieht und doch lieber seiner Bequemlichkeit oder Selbstüberschätzung anhängt als den Glauben zu leben -, der ist, so hart es klingen mag, schon gerichtet. Wer das nötige Gottvertrauen entwickelt, kann zwar vielleicht auch ohne Taufe selig werden. Mit der Taufe hat er aber eine Grundgarantie, wenngleich keinen Freipass.
Dass dies
nicht mehr generell des römischen Katholizismus
Lehre sei, kann ich frohgemut, bescheiden und mit unerreichter Sicherheit bestreiten.
Gruss
Mike
Hallo Harald Zauner,
dass am Ende der Tage viele ungetaufte Menschen ins Himmelreich kommen
halte ich für möglich und sogar wahrscheinlich,
aber weder unmittelbar aus einer Schriftstelle noch als Relativierung des Missionsauftrages „tauft sie“.
Im übrigen haben die Getauften eine Grundgarantie (vgl. mein Posting unten zu Metapher).
Gruss
Mike
Hallo Mike,
Du schreibst völlig richtig an Metapher
„wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet“ (Mk 16,16).
Übersieh bitte nicht, dass hier „glaubt und sich taufen lässt“ steht.
Der Glaube ist also ebenso notwendig, wie das „sich lassen“ (was ja eigentlich eine Willensbekundung darstellt).
Beides ist bei dem Säugling nicht vorhanden.
Und wenn bei den Bezugspersonen der Glaube fehlt, ist die Taufe nur „schön“, aber völlig wertlos.
Ich plädiere also für eine Taufe, wenn auch der Glaube dazu vorhanden ist.
Gruss Harald
Hallo Speedy
Nur mal so als Hinweis: Deine Kommentare sind besser lesbar, wenn sie mit Absätzen und Struktur aufgeschrieben werden. Ich hatte etwas Mühe.
Thomas Zitat:Gott - in welcher Form auch immer - kann nur
erfahren, niemals bewiesen werden. Zitat Ende
Die Antwort in der Bibel hinsichtlich der Beweise gibt es Gott
oder nicht ist sehr einfach festgehalten worden, es heißt im
Römerbrief 1:19 …weil das von Gott Erkennbare unter ihnen
offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat;
Du wirst Dich vielleicht wundern. Aber ich habe Gott erfahren und versuche seit vielen Jahren, diese Erfahrung an andere Menschen zu vermitteln und kann daher meine Aussage - und die der Bibel - nur unterstreichen. Gott kann nicht bewiesen, nur erfahren werden.
Denn nichts anderes ist das, was Du aus dem Römerbrief zitierst. Gott hat es denen, die erkennen, offenbar gemacht, was wiederum bedeutet, dass es Menschen gibt, denen es nicht offenbart wurde.
Gott zu erkennen ist also eine individuelle Sache, die auf eigenem Erleben, auf von Gott inspirierten Erkennen, beruht. Ein Beweis ist das nicht.
Ein Beweis gilt auf Grund seiner Logik objektiv und unabhängig von Individuen. Und so etwas gibt es für Gott nicht.
Gruß
Thomas
Hallo,
ich finde das ist eine gute Frage.
Wenn man sich diese Frage aber schon gestellt hat, sollte man meiner Meinung nach jede Religion einfach mal auf ihren potentiellen Wahrheitsgehalt mit Herz und Verstand prüfen.
Den Zugang zum Wissen haben wir ja.
Bei manchen Religionen findet man ja sofort unüberwindbare Widersprüche (für mich ist das z.B. die Trinitätslehre), die kann man dann schon selektieren und sich dem nächsten Glaubenssystem zuwenden.
Im Grunde sehe ich aber nicht, dass die Religionen uns „bedrohen“.
Wenn ein Priester sagt „Du kommst ins Fegefeuer, wenn…“, dann kann es mir herzlich egal sein wenn ich eh nicht daran glaube.
Aber noch viel besser ist es doch, wenn man Wissen in den Religionen hat und argumentiern kann und so vielleicht zu einer Überzeugung kommt, wo man sich zuhause fühlen kann.
Aber dazu muss man wirklich überzeugt sein und das setzt Wissen in der Religion vorraus, oder? Lg Amaal
Hallo Harald,
ein Kind, das noch nicht selbst entscheidet, wird irgendwann anfangen, dieses Merkmal der Taufe nachzuliefern,
und der Glaube im Vollsinn -
wird erst im Jenseits vorhanden sein.
Gruss
Mike
Hallo Aqib,
Das Christentum nach katholischem Katechismus hat diesen Anspruch
meines Wissens aber auf dem 2. vatikanischen Konzil abgelegt.
Meines Wissens nicht, sondern es hat diesen Anspruch neu formuliert.
Im Ergebnis hat das Christentum (wenigstens als römisch katholische Kirche) immer verkündigt:
Die Wahrheit, die kann man nie besitzen. Aber wir wissen, wer sie ist, wenn wir die Geschichte von Golgotha betrachten, im Lichte der Menschheitsgeschichte, der Abrahamsgeschichte, der Geschichte des Alten Testamentes, des Alten Gottesvolkes Israel und der Geschichte seit Jesus Christus und Seinem Tod bzw. Seiner Auferstehung.
Wisschaftler beanspruchen ja auch das Recht zu behaupten 1+1 = 2
und zu diesen Wissenschaftlern rechnen sich auch die Theologen. Der Unterschied zu den anderen besteht nur darin, dass für die Theologen 2+2=4 nicht schon das Ende, das Höchste oder das Einzige ist, was sich aussagen lässt. Vielmehr lässt sich aussagen, dass es Grösseres und Wichtigeres gebe als solche Konventionen, selbst wenn diese beachtlich seien.
Im Islam droht die Hölle z.B. demjenigen nicht, der nichts vom Islam
wusste
Auch wer etwas vom Glauben weiss und ihm nicht zu folgen scheint, muss gemäss Christentum nicht unbedingt in die Hölle kommen
Gruss
Mike