Friedenspolitik als Lehre aus der Militärpolitik?

Hi,
100 Jahre Weltkriegskatastrophe und nichts gelernt, denn unsere Welt brennt an allen Ecken und Enden?! Zunächst würde ich gerne dieses Politikforum um die Sparte Friedenspolitik ergänzen, weil Friedenspolitik meines Erachtens lebens- u. überlebens wichtig ist, für uns alle und unseren Planeten. Wozu braucht irgendwer Giftgas???
Während unsere Vorfahren zu Weihnachten 1914 wieder am eigenen Herd feiern wollten (!), den Krieg als Art moderne Ertüchtigung, Jakobsweg in Uniform, serviert bekamen, romantisch verbrämt, bekommen heute Leute, die Meinung machen und verbreiten, im Rahmen von (Bürger)Kriegen, die auch nur Verbrechen sind, Frühlingsgefühle.
Die dominierende Auffassung, daß Rüstung Friedenspolitik sei, die DDR läßt grüßen, muß durch echte Friedenspolitik abgelöst werden, deren wichtigster Bestandteil schrittweise Abrüstung ist. Auf gehts!
„AA-2020“ z.B. „AbrüstungsAgenda 2020“ mit Übergabe der Friedenssicherung an die UN.

„Friedenspolitik als Lehre aus der Militätpolitik“ -  das klingt so wunderbar logisch und zwangsläufig anwendbar. Und doch sieht die bittere Wahrheit in trauriger Folge seit 1950 (Koreakrieg) wenig hoffnungsvoll aus, denn der Mensch verhält sich leider nicht logisch - weder als Individium und schon gar nicht in der Gruppe. Eher egoistisch und antizyklisch  !  Wir Menschen scheinen aber auch weder durch Erfahrungen vorangegangener Generationen noch durch Leit-Ideen hervorragender Persönlichkeiten nachhaltig lenkbar zu sein, denn sonst hätten einerseits die furchtbaren Kriegserfahrungen in der Historie Europas permanent weltweit Steuerungsimpulse auslösen müssen und andererseits wären die (echten) Lehren z.B. von Mahatma Gandhi und Karl Marx zu allgemeinen Handlungs-prämissen der Völker geworden.
Aber die „hardliner“ in den Regierungen der USA, Israels, Russlands, Koreas sowie auf den Straßen des Islam und im Ghazah-Streifen haben bislang, ein jeder auf seine eigene Weise, alle Friedensbemühungen verätzt und einvernehmlich-futuristische Gedanken ad absurdum geführt. Quo vadis mater terra . . . ?
Resignierend hoffe ich trotzdem, dass es gelingen möge,
Friedenspolitik als vorrangige Pflicht in den Verfassungen aller Völker zu manifestieren.

Hallo,

das ist natürlich die übliche romantisch verklärte Sichtweise, die jeglicher Realität entbehrt. Politik wird nun einmal von Menschen gemacht. Und die haben Fehler. Das kann man nicht ändern. Trotzdem haben wir viel erreicht, allein dadurch, dass die Menschen und auch die Politiker mehr mitainender sprechen, was vor dem Ersten Weltkrieg leider nicht der Fall war.

Gruß
Rolf

Hallo!

Zunächst würde ich gerne dieses Politikforum um die Sparte Friedenspolitik ergänzen.

Na, dann wende Dich doch direkt an die Verantwortlichen.

Wozu braucht irgendwer Giftgas???

Üblicherweise zum Töten von Menschen. Dass es ein recht weitgehendes internationales Abkommen (Verbot von Chemiewaffen) gibt, ist Dir bekannt? Also bitte etwas konkreter, statt einfach nur Bröckchen hinzuwerfen. Du kannst ja gerne z.B. nach Israel oder Indien fahren und die zum Beitritt auffordern. Oder was wäre Dein Vorschlag?

Während unsere Vorfahren zu Weihnachten 1914 wieder am eigenen
Herd feiern wollten (!), den Krieg als Art moderne
Ertüchtigung, Jakobsweg in Uniform, serviert bekamen,
romantisch verbrämt, bekommen heute Leute, die Meinung machen
und verbreiten, im Rahmen von (Bürger)Kriegen, die auch nur
Verbrechen sind, Frühlingsgefühle.

Geht es auch ohne den großen Bogen über 100 Jahre hinweg? Was willst Du eigentlich sagen?

Die dominierende Auffassung, daß Rüstung Friedenspolitik sei, die DDR läßt grüßen, :muß durch echte Friedenspolitik abgelöst werden, deren wichtigster Bestandteil :schrittweise Abrüstung ist.

Ich habe in letzter Zeit niemanden gehört, der behauptet hätte, dass Rüstung Friedenspolitik sei. Sie ist ein notwendiges und sehr teures Übel. In den letzten beiden Jahrzehnten sind gerade in Europa massive Abrüstungsanstrengungen unternommen worden. Und vor allem in Deutschland.

Gruß
vdmaster

Hi,
100 Jahre Weltkriegskatastrophe und nichts gelernt, denn
unsere Welt brennt an allen Ecken und Enden?!

Wo verbrennt sie denn? Es gibt heute immer weniger bewaffnete Konflikte. Früher war in fast ganz Westafrika + Mittelamerika + Südostasien,… ein einziger Kriegsherd. Heute ist da fast gar nix mehr. Jede kleine Schießerei wird jetzt von den Medien zum Weltkrieg mit Millionen Toten hochstilisiert.

Zunächst würde
ich gerne dieses Politikforum um die Sparte Friedenspolitik
ergänzen

Was ist denn bitte Friedenspolitik? Es gibt hier bereits den Strand Auslandspolitik und Militärpolitik wo sich derartige Themen unterbringen lassen.

Wozu braucht irgendwer Giftgas???

Die Bestände werden ja immer weniger. Die USA haben bereits 90% ihrer Bestände vernichtet, Russland ist an der Vernichtung der Bestände dran. Syrien wird wohl bald damit beginnen.

Während unsere Vorfahren zu Weihnachten 1914 wieder am eigenen
Herd feiern wollten (!), den Krieg als Art moderne
Ertüchtigung, Jakobsweg in Uniform, serviert bekamen,
romantisch verbrämt, bekommen heute Leute, die Meinung machen
und verbreiten, im Rahmen von (Bürger)Kriegen, die auch nur
Verbrechen sind, Frühlingsgefühle.

Wenn heute ein paar Migranten oder deutsche Konvertiten zum Kämpfen nach Syrien gehen, dann ist das eine sehr kleine Gruppe, die dies weniger aus „Romantik“ als aus religiöser Verblendung tut.
Die Bundeswehr und andere Armeen leiden hingegen sehr unter Nachwuchssorgen. Bereits heute ist die Bundeswehr eine Ossi-Armee, mit extrem Schwierigkeiten Nachwuchs zu rekrutieren. Zudem Schrumpft die Truppenstärke quasi jährlich. 1990 waren noch 509.000 Mann „unter Waffen“ so sind es heute weniger als die Hälfte. Tendenz weiter sinkend.

Hallo,

„AA-2020“ z.B. „AbrüstungsAgenda 2020“ mit Übergabe der Friedenssicherung an die UN.

Und die sichert den mit warmen Worten oder wirft in der höchsten Eskalationsstufe mit den blauen Überzügen der Schutzhelme?

Grüße

Dazu eines meiner Lieblingsfilmzitate:

„Wir müssen einen klaren Kopf behalten, bis dieses Friedensgequatsche vorbei ist!“

Full Metal Jacket

Was wäre wenn heute Krieg wäre und keiner geht hin?