…Hallo Fritz,
noch ergänzend ein Link, der kam glaube ich noch nicht?
liGrü,
b.
Du wirst ebenfalls eingeäschert.
das habe ich wohl überlesen. ich dachte zuerst, man wird einfach vergraben… dann ist die argumentation natürlich hinfällig!
tnx für den link
auf ein langes leben 
datafox
ist jemand, der etwas bekämpft, an das er nicht glaubt. Wau,
das ist logisch…
Aus dir spricht die Logik der kurzsichtigen Amtsinhaber.
Wir müssen nicht gegen Gott kämpfen, den gibt es ja auch gar nicht, aber gegen berufsmäßige Menschenverdummer allemal. Und das sind doch die meisten Amtsinhaber der Kirchen.
Fritz
Griechisch
Dass dieser Sokrates so gebildet war, Lateinisch zu sprechen,
hätt ich nicht gedacht …
Scherzkeks!
Es ist halt nicht leicht hier griechisch zu schreiben:
Οιδα, μηδεν οιδειν!
So besser? Hat mich jetzt eine Viertelstunde gekostet.
Fritz
Hi HC!
Dann bist du auch kein Atheist mein lieber Fritz! A. bedeutet
per Def.: Weltanschauung ohne Gott, Verneinung der Existenz
Gottes.
So sehe ichs auch!
es ist dieser in den infantil-naiven Vorstellungen bestimmter
Vertreter hausender Gott der dir nicht behagt.
Nicht nur dieser, auch der Schöpfer, der Weltenlenker und der Superbastler im Universum, der hier Kosmos und da Chaos spielt sind menschliche Erfindungen. Und deshalb als nichtexistent zu betrachten.
Der Agnostiker hält ja die Stelle frei und sagt nur: Ich kann da nichts sehen, aber vielleicht … und dann wird da so ein „Ding an sich“ eingeschoben, oder ein deus absconditus.
Ist ein schlechter Behelf, auch wenn es von Meister Eckart und Kant so gesagt wird.
Dazu Nietzsches kleine Erzählung:
_Wie die „wahre Welt“ endlich zur Fabel wurde.
Geschichte eines Irrthums.
-
Die wahre Welt erreichbar für den Weisen, den Frommen,
den Tugendhaften, - er lebt in ihr, er ist sie.
(Älteste Form der Idee, relativ klug, simpel, überzeugend.
Umschreibung des Satzes ich, Plato, bin die
Wahrheit .) -
Die wahre Welt, unerreichbar für jetzt, aber versprochen für
den Weisen, den Frommen, den Tugendhaften (für den
Sünder, der Busse thut).
(Fortschritt der Idee: sie wird feiner, verfänglicher,
unfasslicher, - sie wird Weib, sie wird christlich . . .)
- Die wahre Welt, unerreichbar, unbeweisbar, unversprechbar,
aber schon als gedacht ein Trost, eine Verpflichtung, ein
Imperativ.
(Die alte Sonne im Grunde, aber durch Nebel und Skepsis
hindurch; die Idee sublim geworden, bleich, nordisch,
königsbergisch.)
- Die wahre Welt - unerreichbar? Jedenfalls unerreicht. Und
als unerreicht auch unbekannt. Folglich auch nicht
tröstend, erlösend, verpflichtend: wozu könnte uns etwas
Unbekanntes verpflichten? . . .
(Grauer Morgen. Erstes Gähnen der Vernunft.
Hahnenschrei des Positivismus.)
- Die wahre Welt - eine Idee, die zu Nichts mehr nütz ist,
nicht einmal mehr verpflichtend, - eine unnütz, eine
überflüssig gewordene Idee, folglich eine widerlegte Idee:
schaffen wir sie ab!
(Heller Tag; Frühstück; Rückkehr des bon sens und der
Heiterkeit; Schamröthe Plato’s; Teufelslärm aller freien
Geister.)
- Die wahre Welt haben wir abgeschafft: welche Welt blieb
übrig? die scheinbare vielleicht? . . . Aber nein! mit der
wahren Welt haben wir auch die scheinbare
abgeschafft!
(Mittag; Augenblick des kürzesten Schattens; Ende
des längsten Irrthums; Höhepunkt der Menschheit;
INCIPIT ZARATHUSTRA.)_
Man kann den Schluss meinetwegen weglassen.
Fritz
Hi Fritz!
Nicht nur dieser, auch der Schöpfer, der Weltenlenker und der
Superbastler im Universum, der hier Kosmos und da Chaos spielt
sind menschliche Erfindungen. Und deshalb als nichtexistent zu
betrachten.
Ich nehme an, das kannst du beweisen? Immerhin wirst du zugeben müssen, daß das Universum und wir darin existieren und keiner menschlichen Schöpfung entspringen, eine Unbekannte bleibt.
Und was vor dem Urknall war wird uns wohl auch verschlossen bleiben, deshalb habe ich mir hier das agnostische Bild, zwangsläufig, angeeignet.
Der Agnostiker hält ja die Stelle frei und sagt nur: Ich kann
da nichts sehen, aber vielleicht … und dann wird da so ein
„Ding an sich“ eingeschoben, oder ein deus absconditus.
Ist ein schlechter Behelf, auch wenn es von Meister Eckart und
Kant so gesagt wird.
Das hat mit Kant grad nichts zu tun, sondern mit der schlichten Erkenntnis, daß nichts verifizierbar, aber auch nicht falsifizierbar ist, was man nicht fassen kann.
Dazu Nietzsches kleine Erzählung:
…
Ausgerechnet Nietzsche!
Morgen:
Dem jugendlichen Nietzsches christlich geprägtes Gottesbild:
Ich fühl ein Grauen
Vor der Sünde
Nachtgründe
Und mag nicht rückwärts schauen.
Kann dich nicht lassen,
In Nächten schaurig,
Traurig
Seh ich auf dich und muß dich fassen.
Folgt ein erweiterter Gottbegriff, aber die Bindung an höhere Kräfte ist geblieben:
Dem Unbekannten Gott (1863/64)
Noch einmal eh ich weiterziehe
Und meine Blicke vorwärtssende,
Heb ich vereinsamt meine Hände
Zu dir empor zu dem ich fliehe
…
Und endet in tiefer Gottessehnsucht:
Ich will dich kennen, Unbekannter,
Du tief in meine Seele Greifender,
Mein Leben wie ein Sturm Durchschweifender,
Du Unfaßbarer, mir Verwandter!
Ich will dich kennen, selbst dir dienen.
Den Tag lasse ich aus und gehe direkt zum
Abend:
Was immer es mit Nietzsches Anspruch einer Erlösung der Welt zum „Tanzboden für göttliche Zufälle“ auf sich haben mag, fest steht nur, daß er Ende des Jahres 1888 in Turin, wie der Seiltänzer aus der Vorrede Zarathustras, von seinem eigenen Schatten übersprungen
wurde, das mühsam erhaltene Gleichgewicht verlor und abstürzte.
(Löwith)
Beim Ausbruch des Wahnsinns schrieb N. an Jacob Burckhardt:
daß er bekennt, daß er es vorgezogen hätte, Basler Professor zu bleiben, statt Gott zu werden, er es aber nicht gewagt habe, seinen Privat-Egoismus so weit zu treiben, um seinetwegen die Schaffung der Welt zu unterlassen.
Den Schluß kann man meinetwegen weglassen.
Den Schluß darf man nie weglassen!
Und auch nie beim Mittag aufhören, der Tag geht bis in die Nacht!
Gruss
HC
Beweise
Hi, HC!
Ich nehme an, das kannst du beweisen?
Dass wir von keinem intelligenten und klar denkenden Universalindividuum geschaffen wurden, beweist doch schon allein die Tatsache, wie schlecht wir ausgestattet sind.
Zwei Arme und Hände! Schon beim Einkaufen brauchte ich mindestens drei und wenn ich noch die Tür öffnen will: vier!
Fritz
Hi Fritz!
Dass wir von keinem intelligenten und klar denkenden
Universalindividuum geschaffen wurden, beweist doch schon
allein die Tatsache, wie schlecht wir ausgestattet sind.
Vielleicht aber ist er ein Sadist und erfreut sich an deinen Qualen!
Zwei Arme und Hände! Schon beim Einkaufen brauchte ich
mindestens drei und wenn ich noch die Tür öffnen will: vier!
Weil du immer mehr kaufst als du brauchst, alles was nicht in deine zwei Hände paßt ist überflüssig und die Türen öffnen sich automatisch. *G*
Gruß
HC
Hi,
gäbe es einen, so wäre dies:
Vielleicht aber ist er ein Sadist und erfreut sich an deinen
Qualen!
die einzige Erlärung.
Weil du immer mehr kaufst als du brauchst
Hast du ne Ahnung!
alles was nicht in deine zwei Hände paßt ist überflüssig
Das glaubst du doch selbst nicht!
und die Türen öffnen sich automatisch. *G*
Meine Haus- und Wohnungstüren nicht.
Genug de Geplauders.
Fritz