da gerade der Fritzl-Prozess am Laufen ist, denke ich viel über die Fritzls nach und ich habe mich gefragt:
Können die Fritzls jemals gut gelaunt gewesen sein als sie im Keller waren? Ist nicht böse gemeint, aber diese Leute sind ja emotionale Krüppel vom feinsten.
ich denke schon. Obwohl es sich blöd anhört, gehe ich davon aus, dass man sich während einem so langen Zeitraum selbst an so eine furchtbare Situation „gewöhnt“ oder sich damit abfindet und versucht das Beste daraus zu machen.
Die Tochter wird mit ihren Kindern bestimmt auch einige Momente erlebt haben, die man mit freudig, glücklich oder gut gelaunt umschreiben kann.
ich gehe davon aus, dass man sihc als Aussenstehender nur bedingt und sehr vage in die schreckliche Situation hineindenken kann und von daher bleibt der Beurteilung der Situation letztlich den Betroffenen vorbehalten.
Aber vllt. passt sich der individuelle Massstab für „glücklich“ auch den jeweiligen Umständen an?
die Kinder, die dort geboren wurden(und grausamerweise ja auch gezeugt wurden), kannten nichts anderes und ich kann mir vorstellen, das ihnen ihre Mutter ob dieser ganzen unvorstellbaren Tat das Leben dort, so völlig menschenunwürdig, isoliert und ohne Tageslicht, so annehmbar wie nur irgendmöglich unter diesen Umständen gemacht haben wird.
Dieser Frau, die dort wirklich und tatsächlich 24 Jahre lang gefangen und ihrem eigenen Erzeuger hilflos ausgeliefert war, und die unter Umständen, in die sich wohl niemals ein Mensch auch nur annähernd hineinversetzen kann, Kinder groß gezogen hat, muß schon unendlich und unvorstellbar stark sein… mir fehlen da einfach die Worte.
Sowas mag in anderem Zusammenhang bestimmt irre witzig sein - aber mit diesem Hintergrund und unter der Berücksichtigung, dass du dich „Facharzt für Psychosomatische Medizin“ schimpfst, kommt mir einfach nur die Galle hoch.
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da gerade der Fritzl-Prozess am Laufen ist, denke ich viel
über die Fritzls nach und ich habe mich gefragt:
Können die Fritzls jemals gut gelaunt gewesen sein als sie im
Keller waren?
ich kann mir vorstellen, dass man sich an alles gewöhnen kann, so schrecklich es auch sein mag - gewöhnen im Sinne von „arrangieren“. Vielleicht muss man sich an die Situation anpassen, um das überhaupt zu überstehen. Darum glaube ich ganz laienhaft, dass es ohne Lachen und ein bisschen Freude, die man sich irgendwie selbst verschafft, gar nicht möglich ist, so lange Zeit unter solchen Bedingungen und mit so vielen Menschen auf engstem Raum zu überleben.
Sowas mag in anderem Zusammenhang bestimmt irre witzig sein -
aber mit diesem Hintergrund und unter der Berücksichtigung,
dass du dich „Facharzt für Psychosomatische Medizin“
schimpfst, kommt mir einfach nur die Galle hoch.
Hier wird die Situation Fritzls keineswegs bagatellisiert.
Es gibt also keinen Grund, in der Manier des Gutmenschen den mahnenden Zeigefinger zu erheben.
Hier wird die Situation Fritzls keineswegs bagatellisiert.
natürlich wird die Situation mit so einem bescheuerten Spruch auf unterstem Niveau bagatellisiert. #Kalauer
Und wenn man sich bewusst macht, was den Kindern dort im Keller passiert ist, finde ich den Satz mehr als menschenverachtend und zynisch.
Es gibt also keinen Grund, in der Manier des Gutmenschen den
mahnenden Zeigefinger zu erheben.
Jemand als Gutmenschen zu bezeichen, scheint ja auch schon so ne Art Totschlagargument für alles zu sein.
Können die Fritzls jemals gut gelaunt gewesen sein als sie im
Keller waren?
Ich denke schon. Der Mensch ist unglaublich belastbar, wenn er es sein muss. Und diese Menschen haben sich sicherlich im Laufe der Zeit mit ihrer Situation abgefunden und das Beste daraus gemacht was möglich war - anders hätten sie nicht überlebt.
Ich habe viele Biografien von Menschen gelesen, die extreme Situatonen aushalten mussten, zum Beispiel einige Jahre im KZ überlebt haben. Jeder Vergleich hinkt, aber vieles ist unglaublich, unvorstellbar - und trotzdem gibt es Menschen, die es ertragen mussten und überlebt haben.
Ob die Tochter und ihre Kinder nun in der „Außenwelt“ zurechtkommen werden? Ich glaube, sie ist eine starke Frau und wird auch das schaffen. Hoffentlich bekommt die Familie ausreichend Hilfe.
emotionale Krüppel vom feinsten.
Diesen Ausdruck finde ich verachtend und daher völlig unangemessen.
natürlich wird die Situation mit so einem bescheuerten Spruch
auf unterstem Niveau bagatellisiert. #Kalauer
Und wenn man sich bewusst macht, was den Kindern dort im
Keller passiert ist, finde ich den Satz mehr als
menschenverachtend und zynisch.
Ändert Betroffenheit der Masse irgendetwas an der Situation der Betroffenen?
dann gehe ich recht in der Annahme, dass du nie Harald Schmidt
Fan warst?
Was hat das damit zu tun?
There is time and place for everything.
Will sagen: wenn ich abends den Fernseher einschalte, um mir eine kabarettitische / humoristische Sendung anzusehen, habe ich eine andere Erwartung als wenn ich im Psychologiebrett lese.
Und nebenbei: Herr Schmidt (dessen Hoch-Zeit ich nicht miterlebt habe, wodurch mir der Hype, mit dem er früher bejubelt wurde, entgangen ist) hat auch gelegentlich Aussetzer, oder Witze, die einfach nicht sehr gelungen sind. Meist sind sie aber ein paar Niveaustufen höher angesiedelt, als der hier geschrieben Dünnsch***.
Will sagen: wenn ich abends den Fernseher einschalte, um mir
eine kabarettitische / humoristische Sendung anzusehen, habe
ich eine andere Erwartung als wenn ich im Psychologiebrett
lese.
Dann nimm es als ein Online-Experiment, immerhin wurde doch von den zu erwartenden Personen auch erwartungsgemäß reagiert.
…Meist sind sie aber ein paar Niveaustufen höher angesiedelt,
Als es noch 4 Sendungen die Woche gab eben auch nicht unbedingt, inzwischen bereitet er sich ja auf die Rente vor.
Der einzige emotionale Krüppel
…in diesem Fall ist allein
Josef Fritzl!
da gerade der Fritzl-Prozess am Laufen ist, denke ich viel
über die Fritzls nach und ich habe mich gefragt:
Können die Fritzls jemals gut gelaunt gewesen sein als sie im
Keller waren? Ist nicht böse gemeint, aber diese Leute sind ja
emotionale Krüppel vom feinsten.
Und was das mit „vom Feinsten“ zu tun hat bleibt schleierhaft.