Hi,
auch wenn es schon oft getan wurde, hier muß man doch einiges geraderücken:
Früher sind aber nicht ständig Kinder entführt, missbraucht,
getötet worden. Es kam zwar auch mal vor, aber nicht so, dass
ich in unserem Kleinstädtchen besonders Angst davor gehabt
hätte. Es gab keine (oder eher wenige) organisierte
Kinderhändlerringe.
Die Zahl der entführten, mißbrauchten oder getöteten Kindern ist heute kleiner als damals. Nur wurde damals noch nicht jeder Fall wochenlang in der Presse breitgetreten…
Auch hatte ich nicht so extrem große Angst, was aus ihm werden
könnte. Als er noch klein war, hatte man durchaus Ausssichten
eine Lehrstelle zu bekommen, auch ohne Abitur.
Diese Aussicht hat man auch heute noch.
An den Schulen
war es nicht gang und gäbe, dass Kinder andere brutal
zusammenschlagen und das via Handy verbreiten.
Das ist auch heute nicht gang und gäbe (zumindest nicht häufiger als früher…ich erinnere mich da an einige unschöne Geschichten aus meiner Schulzeit)! Aber stimmt, per Handy wurde das damals nicht verbreitet…
Irgendwie habe ich den Eindruck, alle übertreiben plötzlich.
Das würde ich nicht unbedingt so sehen. Das war früher einfach
nicht so extrem. Auch der Verkehr war nicht so stark und
gefährlich. Man (ich) konnte wirklich die Kinder rauslassen
zum spielen.
Allergien sind heute einfach wesentlich häufiger vertreten als
früher, was sicherlich zum Teil auf die Umweltschädigung
zurückzuführen ist.
Wobei die Belastung durch Umweltgifte eher ab- als zunimmt (mit dem Auftreten der Grünen Anfang der Achtziger hat ein Umdenken begonnen)
So manchmal habe ich den Eindruck, wir haben mittlerweile
ärgere „Sagrotan-Eltern“ (innerlich + äußerlich) als die,
gegen die wir damals protestiert haben … und irgendwie
denke ich manchmal, so manche Allergie z.B. wird durch diesen
übertriebenen Schutzwahn ausgelöst…Das könnte man glauben. Allerdings wird unsere
Nachfolgegeneration immr allergieanfälliger.Wie seht ihr das? Die Eltern-Generation die vor ca 20-25
Jahren Eltern wurden?Nun, ich sehe es so, dass einiges früher einfacher war.
Ehrlich gesagt, heute würde ich nicht nochmal ein Kind
bekommen wollen.
Da müsste ich ja schon, wenn es noch ein Säugling ist, dafür
sorgen, dass ein Hortplatz/KiGa-Platz angemeldet wird.
Heutige Eltern haben ab dem dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen KiGa-Platz. Und wir hatten keinerlei Probleme für unsere Jungs (2 und 4) Plätze zu bekommen. Den Kleinen haben wir nach seinem zweiten Geburtstag angemeldet…
Dass es
aufjedenfall auf das Gymnasium geht, egal wie, weil man sonst
kaum eine Chance auf Ausbildungsplätze hat.
Blödsinn. In den meisten Lehrberufen wird auch heute noch ein guter Realschüler einem schlechten Abiturienten eindeutig vorgezogen.
Problematisch ist die Konzentration von Problemkindern in bestimmten Schulen…Absolventen dieser Schulen (die den Arbeitgebern ja auch bekannt sind) haben in der Tat sehr schlechte Aussichten, unabhängig von ihrer Leistungsbereitschaft und ihren Noten.
Und immer im
Hinterkopf, dass es sonst nur auf der Straße abhängt.
Beschützen vor Gewalt/Drogen.
Das erinnert mich an meinen Vater (Gott habe ihn seelig): „Wenn Du nicht lernst und Abitur machst, endest Du als Klooputzer!“
Früher hat man die ersten Jahre das Kind noch Kind sein
lassen. Das war damals keine Schande.
Was glaubst Du eigentlich, was heutige Eltern machen? Oder anders gefragt: wie definierst Du „Kind sein lassen“?
So viel zum Thema Informationsflut und Infobewertung in der heutigen Mediengesellschaft. Dein Posting ist ein schönes Beispiel dafür, warum manche heutige Eltern das Verhalten an den Tag legen, das Sabine kritisiert.
Gruß Stefan
Wenn die Sonne scheint, hat er einen Hut auf. Aber viele Leute meinen halt, es sei zu kalt und er bräuchte eine Mütze…