Früher war es einfacher

Hallo Karin

Tja, aber auch da steht nichts von „pausenlos“. Dieser
Ausdruck ist es, der mich stört. Der läßt mir nach meinem
Gefühl keinen Freiraum mehr für Eigenes.

Na ja, man kann auch mit einem Winkel des Gehirns seine Kinder im Blickfeld behalten, und dabei noch was anderes machen.

Aber es ist doch pausenlos. Wenn man eine Pause will, muss man die „Sorge“ auf jemand anderes übertragen, dem man vertraut. Und in dieser Zeit kann der sich dann pausenlos sorgen.

Na ja, ich geb zu, man könnte es auch positiver ausdrücken.

Viele Grüße
Thea

Hallo,

Sachverhalte möchte Lischen Müller gerne verschont werden,
strengt ja nur an…

Das ist ein persönlicher Angriff und eine Unterstellung, deshalb möchte ich nicht auf ein posting von Dir eingehen

Gruß Lischen Müller

Hallo!

Mein Kinderarzt (also der meines Sohns) sagte mir letztens,
dass es früher einfacher war, die Kinder zu behandeln. Es
kamen Rückfragen, aber man hat sich auf (s)ein Expertenurteil
verlassen.
Heute wissen viele Eltern alles besser und schaden damit ihren
Kindern…

In den meisten Punkten stimme ich überein, aber da muß ich mal widersprechen. Ich bin außerordentlich froh, dass ich (woher ich das nun habe weiß ich nicht genau, wahrscheinlich von meiner Mutter:wink: Meinungen von Ärzten immer erstmal hinterfrage. Nicht bei akuten und schlimmen Sachen, das ist klar. Aber ich bin wenigstens so informiert, dass ich weiß, dass bei einer Erkältung Antibiotika nicht unbedingt von Nöten sind. Der Meinung sind aber zum Beispiel ein Großteil der Kinderärzte. Und hätte ich z.B. immer auf Ärzte gehört, dann wäre mein Sohn durch eine Geburtseinleitung auf die Welt gekommen (weil er sehr schwer war) und er hätte Cortison bekommen wegen Neurodermitis (ein Ausschlag im Gesicht, von dem ich nicht mal mehr sicher bin, ob es Neurodermitis war - er hat jetzt auch seit fast drei Monaten keine Beschwerden mehr). Weil es in beiden Fällen keine akute Situation war und keiner von uns großartig gelitten hat, hab ich beides erstmal gelassen und - oh Wunder - es hat sich alles von selbst erledigt.
Natürlich gefällt es dem Arzt besser, wenn man ihn nicht hinterfragt :wink: Aber Experten gibt es gerade im Bereich der Gesundheit mehrere (ob Schulmedizin oder Naturheilverfahren) und ich meine, dass mal das eine und mal das andere zur Heilung das Richtige sein kann. Deshalb ist es, denke ich, bei beiden Bereichen richtig, sich noch anderweitig zu erkundigen (natürlich so lange keine akute Gefahr besteht - ist klar).
Leider wird man dann oftmal so hingestellt, als würde man sich nicht richtig um sein Kind kümmern, aber ich denke, das Gegenteil ist der Fall. Denn ohne zu Zögern gleich alles anzunehmen, was der Arzt sagt ist ganz bestimmt um einiges bequemer als sich weiter zu erkundigen.

Okay, jetzt bin ich auch fertig. Sehr schreibfreudig heute :wink:

Gruß,

M.

LG
Guido

Falsch verstanden!
Hi!

Er hat nichts dagegen, dass man hinterfragt (auch kritisch) - dann nimmt er sich auch die Zeit, alles haarklein zu erläutern!
Er ist sich auch nicht zu fein, bei sehr kritischen Eltern den Hinweis auf eine zweite Meinung zu geben.
Er hat auch durchaus den Mut, zu sagen, wenn er nicht weiter weiß. Dann überweist er halt an einen Spezialisten.

Aber die Tatsache, dass sich nicht wenige Eltern als Möchtegernexperten aufspielen stört ihn.

Allerdings ist er auch ein Arzt, der mehrere Wege kennt und diese auch gerne zur Auswahl anbietet.

LG
Guido

Hallo,

Sachverhalte möchte Lischen Müller gerne verschont werden,
strengt ja nur an…

Das ist ein persönlicher Angriff und eine Unterstellung,
deshalb möchte ich nicht auf ein posting von Dir eingehen

persönlich angegriffen habe ich Dich mit dem Vorwurf der beleidigten Leberwurst. Lischen Müller hingegen ist (wie Hinz und Kunz) ein Synonym für den normalen (manchmal etwas denkfaulen) Durchschnittsbürger, den ich zwei Sätze zuvor eingeführt habe.

Gruß Stefan

Hallo Sarah,

und Du hast Dich nie um Deine Tochter gesorgt? wirklich
niemals?

für mich liegen zwischen „pausenlos“ und „niemals“ Welten an Zeitmöglichkeiten.

Erstaunliche neue Welt.

Ja schon, wo andere zwischen diesen Begriffen keinen Raum mehr für „manchmal“ haben.

Mehr fällt mir gar nicht ein

Mir auch nicht.

Gruß, Karin

Hallo Thea,

Wenn man eine Pause will, muss man
die „Sorge“ auf jemand anderes übertragen, dem man vertraut.

hier hast Du natürlich etwas angesprochen, was für mich selbstverständlich war: Meine Tochter ging in den Kindergarten, später in Schule und Hort, wenn ich in der FH bzw. in der Arbeit war.

Und in dieser Zeit kann der sich dann pausenlos sorgen.

Na, das haben sich vermutlich weder Kindergärtnerinnen noch die Lehrerinnen und später Lehrer angetan. Sie haben halt im Rahmen der Verantwortung ihrer Einrichtung Sorge für alle Kinder getragen. Das war ja auch ausdrücklich in meinem Sinn, so können Kinder eher Selbständigkkeit entwickeln.

Und selbstverständlich sind die Gedanken dann trotzdem hin und wieder beim Kind. Sei es, dass man mit Kollegen oder Kommilitonen (da dann weniger *g*) drüber redet, sei es, dass einem einfällt dass eine Probe oder dergl. geschrieben wird, da gibt es viele Gründe.

Na ja, ich geb zu, man könnte es auch positiver ausdrücken.

Vielleicht habe ich auch was missverstanden. Dann fühle Dich bitte nicht bedrängt. Ich habe ja auch in meinem Posting an Sarah schon geschrieben, dass es zwischen „pausenlos“ und dem von ihr unterstellten „nie“ noch eine Reihe von Mittelwegen der Sorge um die Kinder gibt.

Viele Grüße, Karin