könnte es sein, dass sie die schlechte Laune „vorschiebt“ bzw. Dir versucht, einen schwarzen Peter zuzuschieben?
Also, dass nicht Du mit anderen Frauen flirtest, sondern sie selbst was am Laufen bzw. im Anwuchs hat? Sie würde in dem Fall das eigene (ggf. als Fehlverhalten empfundene) Tun einfach 1 zu 1 auf Dich übertragen, quasi spiegeln.
Die Logik dahinter mag isch nicht vordergründig erschließen, wenn man sich allerdings einredet, der oder die macht das (auch) ständig, dann kan mei Verhalten wohl nicht so schlimm sein (Genaueres müsste man ggf. im Psycho-Brett dazu erfragen).
mein erster Gedanke nach Lesen Deines Posts war: „Deine Sorgen
möchte ich haben!“
Allerdings wurde mir schnell klar, dass ich sie natürlich
nicht haben möchte, weil Du - so mein Eindruck - „Opfer Deiner
Werte“ bist.
diese Ironie ist mir bisher nicht direkt bewusst geworden (sollte es so sein).
Deine Partnerin scheint sich neben Dir in gewisser Weise
„minderwertig“ (eben nicht so liebenswert) und dadurch vllt.
verunsichert zu fühlen. Du reagierst darauf mit (noch mehr)
Nachsicht und Verständnis, was ihre Situation weiter
verschärft . . .
Sie weiß ansich, dass sie liebenswert und toll ist. Nicht nur durch mich; die Bestätigung bekommt sie auch von ihren und unseren gemeinsamen Freunden.
M. E. kannst Du diesen Teufelskreis durchbrechen, indem Du (in
gewissem Rahmen) nicht mehr den nice guy machst.
Frauen suchen sich angeblich Löwen, um sie zu Stubentigern zu
zähmen (wobei Du nicht nur domestiziert, sondern beinahe
dressiert wirken könntest). Ist das gelungen, finden sie den
Hauskater langweilig und suchen wieder Löwen . . .
Nur hat sie mich nicht gezähmt, denn so, wie ich bin, hat sie mich auch kennengelernt. Das soll heißen, dass ich im Verlauf unserer Beziehung nicht weicher wurde oder mich habe verbiegen lassen, sondern ich bin so wie auch zu Beginn. Und Kompromisse sind selbstverständlicher Bestandteil einer Beziehung.
könnte es sein, dass sie die schlechte Laune „vorschiebt“ bzw.
Dir versucht, einen schwarzen Peter zuzuschieben?
Also, dass nicht Du mit anderen Frauen flirtest, sondern sie
selbst was am Laufen bzw. im Anwuchs hat? Sie würde in dem
Fall das eigene (ggf. als Fehlverhalten empfundene) Tun
einfach 1 zu 1 auf Dich übertragen, quasi spiegeln.
Also das halte ich für ausgeschlossen, das wäre mir aufgefallen.
Die Logik dahinter mag isch nicht vordergründig erschließen,
wenn man sich allerdings einredet, der oder die macht das
(auch) ständig, dann kan mei Verhalten wohl nicht so schlimm
sein (Genaueres müsste man ggf. im Psycho-Brett dazu
erfragen).
Du meinst also, sich selbst Absolution erteilen, indem dem Partner ein vermeintliches Motiv unterstellt wird?
Tja, sie gönnts den anderen halt nicht. Lass dir nen Bart wachsen, steig von Kontaktlinsen auf 2cm-Brillengläser um, trag die Sachen von deinem Vater auf… wenn du in der Öffentlichkeit bist. Das wird ihr gefallen.
Die Frau hat das zuwenig was du ihrer meinung nach zu viel hast. Ego.
C
Tja, sie gönnts den anderen halt nicht. Lass dir nen Bart
wachsen, steig von Kontaktlinsen auf 2cm-Brillengläser um,
trag die Sachen von deinem Vater auf… wenn du in der
Öffentlichkeit bist. Das wird ihr gefallen.
Die Frau hat das zuwenig was du ihrer meinung nach zu viel
hast. Ego.
Hi ClawBoy,
der Vorschlag klingt zwar amüsant, ist so aber nicht umzusetzen. Und mangelndes Selbstwertgefühl habe ich bei ihr nie wahrnehmen können.
Gruß
Logan
P.S.: Misery kenne ich nicht, werde mich vllt. mal danach umsehen.
Du meinst also, sich selbst Absolution erteilen, indem dem
Partner ein vermeintliches Motiv unterstellt wird?
nicht nur ein Motiv, sondern ggf. auch das Ausleben. In meinem Bekanntenkreis ist das so gelaufen: Die Ehefrau hatte einen „Freund“ (anfangs heimlich und nach Entdeckung durch ihren Partner mit dessen Wissen). Dennoch war seitens der Frau das Thema ständig, dass ihr Mann eine Geliebte hätte und sie das (schließlich auch) akzeptiere.
Ich weiss, dass es unglaublich klingt, aber m. W. lautet der psychologische Begriff dafür „Spiegelung“.
an hinlänglich Selbstbewusstsein scheint es Dir wahrlich nicht zu mangeln . . .
Nur hat sie mich nicht gezähmt, denn so, wie ich bin, hat sie
mich auch kennengelernt. Das soll heißen, dass ich im Verlauf
unserer Beziehung nicht weicher wurde oder mich habe verbiegen
lassen, sondern ich bin so wie auch zu Beginn. Und Kompromisse
sind selbstverständlicher Bestandteil einer Beziehung.
Als ich zum ersten Mal Cola getrunken habe, war das überwältigend (Bei uns zuhause gab es das nicht) - ich wollte immer nur noch Cola trinken. Später dann hatten wir Cola im Haus, wir kauften es kästenweise. Nachdem ich davon viel getrunken hatte, waren mir andere Getränke - ja selbst Leitungswasser - bisweilen lieber als die süsse Brause. Ich vermute, dass sich am Geschmack dieser Limo in den Jahren nicht wirklich viel verändert hat - dennoch mag ich Cola heute gar nicht mehr.
Übertragen auf Beziehungen will ich damit sagen, dass vieles was anfangs als toll empfunden wird, im Laufe der Zeit „abnutzt“ und vllt. sogar - bei Übersättigung - lästig wird und auf die Nerven fällt. Angeblich scheitern mehr Beziehungen an angeblich falsch ausgedrückten Zahnpastatuben als an Seitensprüngen . . .
Partner A drückt die Zahnpastatube immer schon so aus, auch am Anfang der Beziehung mit B. Anfangs fiel B das gar nicht auf, dann fand B es irgendwie lustig, später komisch bis eigenartig und heute könnte es ein Mordmotiv sein - obwohl A gar nichts verändert hat.
Da sie im Moment tiefgründigeren Gesprächen ausweicht, ist das
schlecht möglich.
Ach, das ist ja interessant…normalerweise weichen doch die Männer den tiefgründigen Gesprächen gerne aus.
Was meinst du warum sie das tut?
Frauen denken ja manchmal ziemlich verquer. Unter Umständen meckert sie an dir rum, weil es jemanden gibt für den SIE sich interessiert…
Hast du immer was zu mäkeln,
musst du dir 'nen Partner häkeln!
Ist er dann mal nicht gut drauf,
ribbelst du ihn einfach wieder auf!
Wenn die positiven Seiten deiner Person (in ihren Augen) überwiegen, sollte sie kleine Fehler im Häkelmuster hinnehmen, statt zu versuchen die Maschen mühsam zu korrigieren.
Das klappt weder bei Häkelware noch bei Menschen besonders gut!
Auf der anderen Seite traue ich dir zu, dass du das Gehörte sorgfältig reflektierst und etwaiges Gockelgehabe und Rumstolzieren auf ein erträgliches Maß reduzieren wirst, wenn es denn tatsächlich so ist.
Das Eigen- und Fremdwahrnehmung zwei verschiedene Paar Schuhe sind, hat inzwischen ja so gut wie jeder mitgekriegt und es ist durchaus nich schlimm, wenn man mal ein (neudeutsch) „Feedback“ erhält. Allerdings sollte dies nicht permanent und völlig ungefragt in nörgelndem Ton geschehen, sonst könnte es ja sein, das die Person selbst mal einer genaueren Betrachtung unterzogen wird, oder?
an hinlänglich Selbstbewusstsein scheint es Dir wahrlich nicht
zu mangeln . . .
woraus erschließt sich das für Dich? Wie soll ich das nun verstehen?
Übertragen auf Beziehungen will ich damit sagen, dass vieles
was anfangs als toll empfunden wird, im Laufe der Zeit
„abnutzt“ und vllt. sogar - bei Übersättigung - lästig wird
und auf die Nerven fällt. Angeblich scheitern mehr Beziehungen
an angeblich falsch ausgedrückten Zahnpastatuben als an
Seitensprüngen . . .
Sicher, das passiert, wenn es innerhalb der Beziehung an Abwechselung mangelt. Aber grundlegende Wesesnszüge ändert ein Mensch nicht. Jemand, der z.B. es sich zur Gewohnheit gemacht hat, mit gespaltener Zunge zu sprechen, wird auch immer ein Lügner bleiben - auch wenn er noch so oft Besserung gelobt.
Und auch die Zahnpasta ist nichts weiter als eine Metapher für einen Schwund an Interesse am Partner. Also ist es nicht die schon immer dagewesene Eigenschaft, sondern der Verlust von Anziehung.
Ach, das ist ja interessant…normalerweise weichen doch die
Männer den tiefgründigen Gesprächen gerne aus.
da kann ich Dir nicht so einfach zustimmen, das ist wohl nicht immer so.
Was meinst du warum sie das tut?
Frauen denken ja manchmal ziemlich verquer. Unter Umständen
meckert sie an dir rum, weil es jemanden gibt für den SIE sich
interessiert…
Nimm’s mir nicht übel, aber das ist doch etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Dafür kenne ich sie zu gut. Hätte sie einfach kein Interesse mehr an mir, so würde sie mir das direkter eröffnen.
Hast du immer was zu mäkeln,
musst du dir 'nen Partner häkeln!
Ist er dann mal nicht gut drauf,
ribbelst du ihn einfach wieder auf!
nettes Gedicht
Wenn die positiven Seiten deiner Person (in ihren Augen)
überwiegen, sollte sie kleine Fehler im Häkelmuster hinnehmen,
statt zu versuchen die Maschen mühsam zu korrigieren.
Schöne Metaphorik!
Auf der anderen Seite traue ich dir zu, dass du das Gehörte
sorgfältig reflektierst und etwaiges Gockelgehabe und
Rumstolzieren auf ein erträgliches Maß reduzieren wirst, wenn
es denn tatsächlich so ist.
Du traust mir das zu, ohne mich zu kennen? Und Du setzt „Gockelgehabe“ und „Rumstolzieren“ voraus?
Das Eigen- und Fremdwahrnehmung zwei verschiedene Paar Schuhe
sind, hat inzwischen ja so gut wie jeder mitgekriegt und es
ist durchaus nich schlimm, wenn man mal ein (neudeutsch)
„Feedback“ erhält. Allerdings sollte dies nicht permanent und
völlig ungefragt in nörgelndem Ton geschehen, sonst könnte es
ja sein, das die Person selbst mal einer genaueren Betrachtung
unterzogen wird, oder?
Ich habe nichts gegen Feedback. Ein Mensch sollte sich schließlich immer weiterentwickeln. Ohne jegliche Resonanz ist das nur schwerlich möglich. Außer dem Nörgeln selbst habe ich an meiner Freundin eigentlich nichts zu bemäkeln.