Führt Enthaltsamkeit wirklich zu größerer Leistung

Hallo,
Es gibt ja das Gerücht, dass Enthaltsamkeit (kein Sex etc.) zu größerer
sportlicher Leistung führen kann.
Gemeint ist vor allen Dingen der dadurch folgende „Verlust“ von Spermien und
somit Proteinen.
Ist da etwas dran?

Hallo,

Hallo!

Gemeint ist vor allen Dingen der dadurch folgende „Verlust“
von Spermien und
somit Proteinen.
Ist da etwas dran?

Ja und Nein. Der von Dir dargestellte Zusammenhang ist falsch. Spermien sind längst produziert und werden in den Hoden gesammelt. Durch den Samenerguss findet also kein akuter Verlust von Proteinen statt.

Wenn Trainer sexuelle Enthaltsamkeit fordern, so meinen Sie damit den Tag (Abend) vor dem Wettkampf.
Es geht darum, dass der Sportler ausgeruht, ausgeschlafen und nicht erschöpft erscheinen soll. Ebenso gibt es Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Testosteronspiegel und der Leistungswilligkeit des Sportlers sehen.

Die Sportuni Köln hat folgende Studienergebnisse:
http://www.dsg.upb.de/index.php?menid=current&docid=…

Da mich das als ehemaliger Leistungssportler auch interessierte, hatte ich mich bereits dazu mal eingelesen. Ich meine mich zu erinnern, dass Sex vor dem Wettkampf sich sogar unterschiedlich, je nach Sportler"typ", auswirken könne: die einen motiviert es zu mehr Leistung, die anderen denken, Sie haben das Beste schon hinter sich :smile:

Viele Grüße, Ingo

Danke für die Antwort Ingo!

Ja und Nein. Der von Dir dargestellte Zusammenhang ist falsch.
Spermien sind längst produziert und werden in den Hoden
gesammelt. Durch den Samenerguss findet also kein akuter
Verlust von Proteinen statt.

Aber wenn ein Samenerguss häufig statt findet, wird dann nicht als
Reaktion darauf mehr Sperma hergestellt und führt das dann nicht auch
indirekt zu einem „Verlust“?

Wenn Trainer sexuelle Enthaltsamkeit fordern, so meinen Sie
damit den Tag (Abend) vor dem Wettkampf.
Es geht darum, dass der Sportler ausgeruht, ausgeschlafen und
nicht erschöpft erscheinen soll. Ebenso gibt es Studien, die
einen Zusammenhang zwischen dem Testosteronspiegel und der
Leistungswilligkeit des Sportlers sehen.

Die Sportuni Köln hat folgende Studienergebnisse:
http://www.dsg.upb.de/index.php?
menid=current&docid=pressview&id=49&menu1=presslist

Da mich das als ehemaliger Leistungssportler auch
interessierte, hatte ich mich bereits dazu mal eingelesen. Ich
meine mich zu erinnern, dass Sex vor dem Wettkampf sich sogar
unterschiedlich, je nach Sportler"typ", auswirken könne: die
einen motiviert es zu mehr Leistung, die anderen denken, Sie
haben das Beste schon hinter sich :smile:

Was du schreibst und auch was in dem Artikel der Sportuni Köln steht
bezieht sich ja hauptsächlich auf Ausdauersport, kann Sex auch
Auswirkungen auf die Muskelhypertrophie (= Ziel beim Bodybuilding
bzw. Krafttraining) haben?

Grüße Arnie3000

Aber wenn ein Samenerguss häufig statt findet, wird dann nicht
als
Reaktion darauf mehr Sperma hergestellt und führt das dann
nicht auch
indirekt zu einem „Verlust“?

bezieht sich ja hauptsächlich auf Ausdauersport, kann Sex auch
Auswirkungen auf die Muskelhypertrophie (= Ziel beim
Bodybuilding
bzw. Krafttraining) haben?

Hi!
Als ich die Antwort fertig hatte, hatte ich mich genau das auch gefragt. Das ist eine gute Frage!

  1. Man müsste wissen, wieviel Protein die Samenproduktion benötigt. Vielleicht ist das ja völlig unerheblich und was man(n) als Ermüdung spürt, ist nur der Verlust an Bissigkeit durch weniger Testo im Blut.
    Ich versuche mal was rauszufinden dazu …

  2. Ich weiß, dass nach ungefähr 5-7 Tagen die Speicher voll sind. (Deswegen soll man auch die Tage bis zu einem Samentest warten). Ich weiß jedoch nicht, ob danach oder auch beständig Samen auch wieder abgebaut werden oder ob sie quasi gelagert auf ihren Einsatz warten. Wird also nach 5 Tagen kein weiterer Samen gebildet, könnte es mit der Enthaltsamkeit Sinn machen. Aber angenommen diese werden auch wieder abgebaut, wenn sie nicht per Samenerguss genutzt werden, und daher stetig neu gebildet, dann hätte man einen unweigerlichen stetigen Proteinverbauch, dem man sich durch Enthaltsamkeit auch nicht erwehren könnte.

Die beiden Fragen können bestimmt Biologen oder Mediziner beantworten. Ich versuche mal in der Ecke zu suchen.
Ich gebe mal eine Wette ab (vielleicht gewinne ich): Der Proteinverbrauch ist unerheblich und locker durch die tägliche Nahrung ausgeglichen und zweitens es wird immer neuer Samen gebildet, egal was damit gemacht wird und er wird auch wieder abgebaut und erneuert. Damit würde Enthaltsamkeit aus Protein-Sicht nichts bringen.

Na, wir werden sehen …
Bis bald, Ingo

etwas mehr …

  1. … Aber angenommen diese werden auch wieder abgebaut, wenn sie
    nicht per Samenerguss genutzt werden, und daher stetig neu
    gebildet, dann hätte man einen unweigerlichen stetigen
    Proteinverbauch, dem man sich durch Enthaltsamkeit auch nicht
    erwehren könnte.

Mir hat eine Biologin erzählt, dass das falsch sein könnte. Der Körper verliert beim Abbau nicht die Proteine, sondern führt sie dem Körper wieder zu. Also könnte mit der Enthaltsamkeit etwas dran sein, auch wenn ständig neue Samen gebildet werden. Denn die Stoffe bleiben dann im Körper.

Nun, mal weitersehen …

Bis dann, Ingo