für anfänger: ski oder snowboard?

hallo zusammen,

ich habe beschlossen, dass ich mal ein bisschen wintersport ausprobieren möchte (ich meine: hey, es schneit ja die ganze zeit!). nun stelle ich mir die frage, ob ich besser mit ski anfange oder mit snowboard? es geht jetzt erstmal ums ausprobieren, ich plane erstmal nicht, einen kurs zu machen (den mach ich dann vielleicht, wenn es mir gefällt und ich mir vorstellen kann, das öfter zu machen).

mein freund fährt snowboard und meinte, ich solle mir erstmal snowblades ausleihen, die seien sehr einfach zu fahren. ich habe auch schon mehrfach von leuten, die schon lange snowboard fahren, gehört, dass es ganz schön nervig sein kann, weil man so oft „auf dem hintern sitzt“ usw.
sind snowblades (auf anfängerpisten) also eine gute einstiegsausrüstung?

freue mich auf antworten :smile:!

Hallo Alexandra,

ich plane erstmal nicht, einen kurs zu machen
(den mach ich dann vielleicht, wenn es mir gefällt und ich mir
vorstellen kann, das öfter zu machen).

Das ist schon ein Sparen am falschen Platz.
Denn du kannst dir die Freude am Schneesport schnell verderben.
Investier in ein paar Tage Kurs, oder ein paar
Stunden individueller Skilehrer (NICHT deinen Freund!,
das funzt, wenn er selbst nur fährt und keine
Lehrerfahrung hat, gar nicht, und wenn selbst wenn
er Snowboardlehrer wäre, dann funzt es auch nicht -
das ist so, wie wenn man vom Freund autofahren beigebracht
kriegen will - es geht nicht!).

Zur Frage Ski oder Snowboard - hast du denn Erfahrung
mit irgendeinem ähnlichen Sport? Schon mal Skateboard
gefahren? Schon mal Schlittschuh etc gelaufen? Vielleicht
hat jemand ein Skateboard und du kannst das mal ausprobieren,
dann weißt du schon, ob dir diese Art der Bewegung ent-
gegenkommt.

Viele weniger sportliche Menschen fühlen sich auf Skiern
sicherer, weil sie zwei Beine individuell bewegen können,
das kommt dem natürlichen Bewegungsablauf beim Gehen und
Stehen näher, als wenn beide Beine auf einem Brett
fixiert sind.

Snowboarding heißt nicht ohne Grund „das liegende Gewerbe“,
mich stört genau das am Snowboarding – aber das sollte
nicht der ausschlagebende Grund für oder gegen Snowboarding
sein. Du musst wissen, wie dir die Bewegung an sich
entgegenkommt.

Gruß
Elke
(Skifahrerin)

hallo elke!

vielen dank für deine antwort :smile:!

ich plane erstmal nicht, einen kurs zu machen
(den mach ich dann vielleicht, wenn es mir gefällt und ich mir
vorstellen kann, das öfter zu machen).

Das ist schon ein Sparen am falschen Platz.
Denn du kannst dir die Freude am Schneesport schnell
verderben.
Investier in ein paar Tage Kurs, oder ein paar
Stunden individueller Skilehrer (NICHT deinen Freund!,
das funzt, wenn er selbst nur fährt und keine
Lehrerfahrung hat, gar nicht, und wenn selbst wenn
er Snowboardlehrer wäre, dann funzt es auch nicht -
das ist so, wie wenn man vom Freund autofahren beigebracht
kriegen will - es geht nicht!).

wahrscheinlich hast du recht. zumal, wenn ich so darüber nachdenke, es ja eben aufgrund der eher ungewohnten bewegungsabläufe nicht ganz ungefährlich ist (ich meine jetzt nicht mal so sehr die stürze, sondern auch beispielsweise zerrungen oder probleme mit gelenken etc., wenn man die bewegungen nicht richtig ausführt). ich werde mich mal nach einem anfängerkurs umschauen!

Zur Frage Ski oder Snowboard - hast du denn Erfahrung
mit irgendeinem ähnlichen Sport? Schon mal Skateboard
gefahren? Schon mal Schlittschuh etc gelaufen? Vielleicht
hat jemand ein Skateboard und du kannst das mal ausprobieren,
dann weißt du schon, ob dir diese Art der Bewegung ent-
gegenkommt.

ich bin früher sehr viel schlittschuh gefahren, allerdings ist - wie ich beim letzten versuch feststellen musste - von meinem „können“ nicht mehr allzu viel übrig geblieben. auch inline skates bin ich viel gefahren, das funktioniert auch immer noch ganz gut :wink:.
auf einem skateboard stand ich nur mal als kind, das hat allerdings nicht so richtig funktioniert… :frowning:

Viele weniger sportliche Menschen fühlen sich auf Skiern
sicherer, weil sie zwei Beine individuell bewegen können,
das kommt dem natürlichen Bewegungsablauf beim Gehen und
Stehen näher, als wenn beide Beine auf einem Brett
fixiert sind.

kann ich mir auch gut vorstellen, reflexmäßig geht man ja auch einen schritt vor, um das gleichgewicht herzustellen bzw. einen sturz zu verhindern.

Snowboarding heißt nicht ohne Grund „das liegende Gewerbe“,
mich stört genau das am Snowboarding – aber das sollte
nicht der ausschlagebende Grund für oder gegen Snowboarding
sein. Du musst wissen, wie dir die Bewegung an sich
entgegenkommt.

so lange es nicht „horizontales gewerbe“ heißt… :wink:!
scherz beiseite: nach den kriterien der bewegungsabläufe denke ich fast, dass mir skier eher liegen würden. und umsteigen kann man ja schließlich immer noch :smile:.

viele grüße,
alexandra

Hallo Alexandra!

nun stelle ich mir die frage, ob ich besser mit ski
anfange oder mit snowboard?

Tja, gute Frage. Wie eklastic schon sagte ist das ein riesen
Unterschied, da beide Sportarten komplett unterschiedliche
Bewegungsabläufe haben. Viele sagen, lern erstmal skifahren,
danach kannst du Snowboard fahren… aber beides hat überhaupt
nichts miteinander zu tun - außer vielleicht, dass man beides
auf Schnee macht *g*.

es geht jetzt erstmal ums
ausprobieren, ich plane erstmal nicht, einen kurs zu machen
(den mach ich dann vielleicht, wenn es mir gefällt und ich mir
vorstellen kann, das öfter zu machen).

Auch da kann ich eklastic nur zustimmen. Mach auf jeden Fall
einen Kurs! Sonst kann es sehr leicht passieren, dass du nach
2-3 Stunden die Skier / Snowblades / das Snowboard in die Ecke
stellst und aufgibst. Ich kenne viele, denen es so ergangen
ist. Einfach alleine rumprobieren ist nicht, da macht es
keinen Spaß, weil die Erfolgserlebnisse ausbleiben. Und auch
deinen Freund als (Snowboard)Lehrer würde ich nicht empfehlen.
Bei Fremden lernt man einfach besser. Und der Urlaub soll ja
nicht im Streit enden :wink: Mache erstmal ein paar Tage einen
Kurs (bei Snowboard mindestens 3 Tage, da erst nach ca. 3
Tagen im Durchschnitt die ersten Erfolgserlebnisse auftreten
und es anfängt so richtig Spaß zu machen). Danach kannst du
entscheiden, ob du den Kurs weitermachst und ob du überhaupt
weiterfahren willst. Das (zugegeben viele) Geld ist an dieser
Stelle sicherlich gut investiert!

mein freund fährt snowboard und meinte, ich solle mir erstmal
snowblades ausleihen, die seien sehr einfach zu fahren.

Das stimmt, je kürzer die Skier sind, desto leichter kann man
damit drehen. Da profitieren vor allem Anfänger von. Aber auch
hier würde ich einen Skikurs empfehlen. Einfach draufstellen
und losfahren ist selbst bei Snowblades nicht :wink: Ansonsten
bist du ein Naturtalent.

ich
habe auch schon mehrfach von leuten, die schon lange snowboard
fahren, gehört, dass es ganz schön nervig sein kann, weil man
so oft „auf dem hintern sitzt“ usw.

Stimmt. Aus Erfahrung weiß ich, dass man wie gesagt etwa 3
Tage braucht, bis man eine leichte Piste vernünftig (sprich:
ohne hinfallen *g*) mit großen Kurven runterfahren kann. Die
Tage vorher rutscht man sie nur runter, verkantet, fällt hin,
liegt oft im Schnee.

Beim Skifahren macht man die ersten Tage größere Fortschritte
als beim Boarden. Aber hat man diese erstmal überstanden, ist
meiner Meinung nach das Snowboarden wieder einfacher.

sind snowblades (auf anfängerpisten) also eine gute
einstiegsausrüstung?

Joar, wobei man auch normale Skier nehmen kann. Sooo viel
leichter wird es mit Snowblades auch nicht werden.

Schreib mal, wofür du dich entscheidest :wink:

Gruß und einen schönen Winterurlaub wünscht

Steffie
(Ski- und Snowboarderin)

hallo steffie!

vielen dank für deine antwort :smile:!

Bei Fremden lernt man einfach besser. Und der Urlaub soll ja
nicht im Streit enden :wink: Mache erstmal ein paar Tage einen
Kurs (bei Snowboard mindestens 3 Tage, da erst nach ca. 3
Tagen im Durchschnitt die ersten Erfolgserlebnisse auftreten
und es anfängt so richtig Spaß zu machen).

Schreib mal, wofür du dich entscheidest :wink:

das stimmt, bei fremden lernt man besser. vor allem, wenn ich bedenke, dass mein freund sicher auch lieber die pisten runterheizen will, als neben mir die babypiste entlangzuruckeln :wink:.

allerdings fahre ich (leider, leider) nicht in winterurlaub. wohne im süden und habe es nicht weit ins nächste skigebiet, es wird also erstmal ein tagesausflug. aber ich hab schon geschaut: es gibt auch halbtages-anfängerkurse dort, das wird für einen ersten einblick denke ich ganz ok sein.

ich denke es bleibt bei den snowblades. ich habe mich noch ein bisschen im netz schlau gemacht und gelesen, dass es anscheinend tatsächlich relativ einfach zu erlernen ist - gerade für leute mit inline/schlittschuh-erfahrung. und da ich ein kleiner koordinationstrottel bin, ist es mir auch lieber, als wenn sich die skier immer vorne verhaken :wink:!

werde dann mal kurz berichten, wie es geklappt hat :smile:!

viele grüße,
alex

Hallo Alexandra,

ich würde jetzt eher mit Ski anfangen, weil ich es als Einstieg einfacher finde, allerdings, wenn Dein Freund Snowboard fährt, wäre es blöd, wenn Du Ski fährst, weil es schwierig ist gemeinsam zu fahren. Ski und Snowboarder haben einen unterschiedlichen Rhythmus beim Anfahren un d halten an unterschiedlichen Punkten zwischendurch an.

Aber ganz wichtig, vor allem wenn Du mit dem Snowboard anfängst ist ein Helm und vielleicht auch noch die Schützer von den Inlinern. Ich bin ein paarmal ganz übel gestürzt und auf den Hinterkopf geschlagen. Die Knieschützer vom Skaten sind klasse, wenn man im Schnee kniet!

Gruß
Julia

danke für die tipps :smile:
hallo nochmal!

ganz dickes dankeschön für eure anregungen und tipps!

wie versprochen melde ich mich nach meinen ersten erfahrungen wieder:
ich kann mich zwar heute kaum bewegen (fieser muskelkater aufgrund absoluter allgemeiner untrainiertheit), aber alles in allem war der tag im schnee super :smile:!

habe mich tatsächlich für die snowblades entschieden und nach einem halben tag konnte ich schon ganz gemütlich die leichten pisten runterfahren. musste zwar dann alleine fahren (wie juhe schon meinte: unterschiedlicher rhythmus… und noch dazu extrem unterschiedliche könnensstadien; den mann zog’s halt eher in den tiefschnee und auf die „schwarzen“ pisten), aber das war auch völlig ok. so konnte ich mein tempo selbst bestimmen und in ruhe üben. voraussetzungen waren ideal, da so unter der woche kaum was los war im skigebiet und noch dazu die sonne schien :smile:!

kann mir gut vorstellen in der nächsten saison dann mal „richtige“ ski zu fahren. für den anfang waren die snowblades aber wirklich gut: schnelles erfolgserlebnis (und tatsächlich: mein „körpergefühl“ vom inlineskaten hat geholfen!), man muss nicht auch noch mit stöcken rumhantieren und verheddert sich nicht so leicht :wink:.

vielleicht sieht man sich nächste saison dann mal auf der piste :wink:!

viele grüße,
alex