Funkmast vom Amateur- Funker--> Strahlen ?

Hallo,

direkt vor meinem Schlafzimmer Fenster im nicht sichtbaren Bereich ist eine große Funkantenne aufgestellt worden, die einem Amateur Funker gehört.

In diesem Zimmer habe ich ungefähr 3 m Luftlinie weiter mein Bett stehen. Können von diesem Funkmast gefährliche Strahlen ausgehen ? Ich denke mal, dass er es nicht täglich eingeschaltet hat. Kann man evtl. überprüfen, ob eine Gefährdung vorliegt, weil ich dort mein Schlafzimmer habe ??

Danke und Gruß, Marsi

Hallo Marsi,

so eine Funkanlage hat einige wenige Watt Sendeleistung. Die großen Antennen braucht der Funker, um Kurzwellen empfangen zu können.

Ich habe einige Zeit in Sichtweite zu einer großen Sendeanlage gelebt, die eine Spitzenleistung von einem Megawatt hatte, ohne bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden bleibende Schäden

Gandalf

Hi!

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du hast das „ohne“ vergessen :wink:

Oder war das gar Absicht und ein Beweis? *gg*

Gruß,
Sharon

Hallo Marsi,

in diesem Fall handelt es sich um eine Hochfrequenzanlage.
Diese werden laut dem BImSchG (Bundesimmissionsschutzgesetz) und der
Länderspezifischen BImSchV (Bundesimmissionsschutzverordnung)
folgendermaßen mit Grenzwerten belegt:

  1. BImSchV:

Frequenz f [MHz] Elektrische Feldstärke*) E [V/m] Magnetische Feldstärke*) H [A/m]

Frequenz(f) 10 - 400MHz E:27,5 V/m H:0,073A/m
Frequenz(f) 400 - 2.000MHz E:1,375 x Sqrt(f)V/m H:0,0037xSqrt(f)A/m
Frequenz(f) 2.000 - 300.000MHz E:61V/m H:0,16A/m

Dabei ist folgendes zu beachten:
Die Grenzwerte gelten allgemein.
Da es aber Nachbarschaft ist, kann es sein, dass hierbei verschärfte
Bestimmungen gelten.

Folgende Schritte sind notwendig:

  1. erst mal selbst messen (Messgeräte zur Elektromagnetischen Messung ausleihen
    (Merke: die Strahlung nimmt quadratisch zum Abstand von der Quelle ab)
    Vieleicht ist Dein Nachbar bereit da mit zu helfen - ich gehe davon aus, dass er Dich nicht bewust schädigen möchte.

  2. Je nach Messwert solltest Du dann mit Deinem Nachbarn reden
    ob die Antenne nicht an anderer Stelle Platziert werden kann.
    (Auch wenn der Messwert die Grenzwerte nicht überschreitet, denn gesund
    sind die Strahlen auch dann nicht).

  3. Sind die Werte über, auf oder nahe bei dem Grenzwert muss die Antenne auf jeden Fall da weg.

Viele Grüße
Hagen

Hallo Hagen,

danke für Deine Antwort.

Wo kann ich so ein Gerät ausleihen ? Gibt so etwas auch über das Internet zum ausleihen ??

Danke und Gruß, Marsi

Hallo Marsi

Wo kann ich so ein Gerät ausleihen ? Gibt so etwas auch über
das Internet zum ausleihen ??

ehrlich gesagt weiß ich das nicht.
Wir in unserer Firma haben solche Geräte - da Du aber in Hamburg wohnst
ist das ein wenig zu weit.

Ich würde es im Internet versuchen - vieleicht gibt es günstige Geräte auch bei Versandhäusern wie z.B. Conrad Electronics.

Viele Grüß
Hagen

Hallo, Marsi,
ich würde Dir vorschlagen, den Funkamateur persönlich mal anzusprechen. Lass Dir seine Station zeigen,. Die Leute sind in den meisten Fällen äußerst kooperativ (wenn man sie nicht gleich von vornherein mit Vorwürfen überfällt). Und er hat auch Zugang zu den erforderlichen Messmitteln bzw. weiß, wo er sie herbekommt.

Ich kann Dir versichern, dass die EMV-Belastung i.d.R. geringer ist als die, die von Deinem eigenen Fernseher ausgeht.

Beste Grüße
Eckard

Auch Hallo,

direkt vor meinem Schlafzimmer Fenster im nicht sichtbaren
Bereich ist eine große Funkantenne aufgestellt worden, die
einem Amateur Funker gehört.

Je größer die Antennen sind, umso weniger gibt es eine Gefahr.

Entscheidend ist die Wellenlänge der Wellen, bei den Kurzwellen, um diese wird es sich vermutlich handeln, sehen die dich gar nicht, strahlen also durch dich durch ohne Schäden.

Aber trotzdem, mal den OM (Old Man = Amateurfunker) ansprechen, die sind, wie schon gesagt sehr kooperativ.

Gruß Volker

Moin,

direkt vor meinem Schlafzimmer Fenster im nicht sichtbaren
Bereich ist eine große Funkantenne aufgestellt worden, die
einem Amateur Funker gehört.

Zunächst wäre mal zu klären, ob die Antenne wirklich einem lizensierten Amateurfunker oder einem anderen Hobbyfunker gehört. [FAQ:2063]
Das wird häufig verwechselt.
Das macht nämlich einen Unterschied bezüglich der höchstzulässigen Sendeleistung.
Bei Amateurfunkern mit Lizenzklasse 1 oder 2 beträgt sie in Deutschland 750 Watt, bei Klasse 3 10 Watt. In der Praxis ist die Sendeleistung gewöhnlich deutlich darunter, z.T. noch unter 2 Watt.
Zum Vergleich: Die Sendeleistung eines Mobiltelefons (Auto mit Festeinbau und Dachantenne) beträgt bis 20 Watt, die eines Handy bis 2 Watt, die einer Mobilfunkstation (stationärer Sendemast fürs Handy) ca. 50 Watt, die eines DECT-Schnurlostelefons (übliches Teil im Hause) 0,25 Watt, die eines Radio-/Fernsehsenders meist ein paar 1000 Watt.

In diesem Zimmer habe ich ungefähr 3 m Luftlinie weiter mein
Bett stehen. Können von diesem Funkmast gefährliche Strahlen
ausgehen ? Ich denke mal, dass er es nicht täglich
eingeschaltet hat. Kann man evtl. überprüfen, ob eine
Gefährdung vorliegt, weil ich dort mein Schlafzimmer habe ??

Die Größe der Antenne läßt keinen wirklich brauchbaren Schluß auf die Strahlung zu, weil zunächst nicht bekannt ist, ob überhaupt gesendet wird. Manch Hobby-/Amateurfunker empfängt nur. Falls gesendet wird, gilt die annähernde Faustregel (ok Techniker, das gilt nicht bis zu beliebiger Antennengröße):
Je größer und freistehender die Antenne, desto geringer ist die erforderliche Sendeleistung um das gleiche Ziel zu erreichen.
Folglich sollte unter dem Gesichtspunkt der Strahlenbelastung die Antenne möglichst groß sein und keine Hindernisse/Wände in der Nähe haben, weil die nämlich dämpfend wirken. Darum stehen die Mobilfunkmasten meistens hoch oben auf Dächern (keine Hindernisse drumherum) und sind relativ groß und auffällig. Um die Dämpfung Deiner Wände zu nutzen, kannst Du das Bett so aufstellen, das keine Sichtverbindung von der Antenne auf Dein Bett besteht. (Wenn ich diese Maßnahme auch nicht für erforderlich halte, so ist hinter einer Wand die Strahlung physikalisch dennoch geringer als hinter einem Fenster.)
Die Selbstnachmessung ist imho nur bedingt brauchbar. Der Sender dürfte nicht ständig in Betrieb sein, wie Du ja schon vermutet hast, und wird auch bei Betrieb nicht ständig Volllast haben. Die Messung liefert daher nur eine Momentaufnahme, die nicht repräsentativ sein dürfte. Schau mal Absatz 3 an: http://bundesrecht.juris.de/afug_1997/__7.html
Evtl. beruhigt es Dich ja, wenn er Dir eine Standortbescheinigung der Aufsichtsbehörde vorlegt. Die dafür durchzuführenden Berechnungen und Messungen sind für den ungünstigsten Fall durchzuführen und müssen dann die Grenzwerte einhalten. Die Behörde kann bei Verstößen auch die Lizenz entziehen. Da wird sich der Amateur überlegen, ob er das durch falsche Angaben riskiert. Auf jeden Fall solltest Du ihn ansprechen. Sonst lassen sich die Fragen nicht klären. Ob bei Einhaltung der Grenzwerte trotzdem ein gesundheitliches Risiko besteht ist umstritten und es mangelt derzeit noch an einer größeren Zahl wissenschaftlichen Untersuchungen und Erfahrungen dazu. Die bisherigen Erkenntnisse deutet imho aber nicht darauf hin.
Dieser Weg scheint mir daher besser und billiger als die „Selbstmessung“ zu sein. Damit kannst Du zumindest eine „Schwarzerrichtung“, und damit fehlende, behördliche Plausibilitätskontrolle, ausschließen. Sollte Dir dennoch ein Meßgerät ins Haus kommen, dann vergleiche bildungshalber mal die Strahlung, die der Elektroherd, der Fernseher, der Monitor, der PC, der Haarfön, die Beleuchtung u.ä. im Vergleich zur Sendeantenne in der Wohnung so verursachen. Da wäre es vermutlich deutlich effektiver einige dieser Geräte rauszuwerfen.

HTH

Gruß
Carsten