Für was nimmt man eigendlich B 12 Pillen ?

Hallo Leut,

wofür nimmt man eigentlich B-12 Tabletten. ???

Hi.

Cobalamin wird u.a. für den Abbau von Fettsäuren und zur Blutbildung benötigt.

Hallo.
Wie bei praktisch allen Vitamin-Präparaten handelt es sich um einen einfachen Deal:

Der Hersteller bekommt Geld, du bekommst das Gefühl, dem Körper „etwas Gutes“ getan zu haben.

Und wenn es einen medizinischen Grund gibt, ist das auch tatsächlich so.

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Und wenn der Patient nicht weiß, wofür er die „Pillen“ nimmt, gibt es recht sicher keinen medizinischen Grund.

Schöne Grüße

MM

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Hallo,

wer nimmt die denn? Und warum?

Gruß,
Paran

Veganern z.B. wird die Einnahme von B12 dringend empfohlen, da sich dieses heute fast nur noch in tierischen Nahrungsmitteln findet.

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Da kann man doch mal sehen, wie gesund der ganze vegane Mist ist.

Servus,

in welchen pflanzlichen Nahrungsmiitteln fand es sich denn früher, und wie kam es dazu, dass es dort verschwunden ist?

Schöne Grüße

MM

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Jeder wie er/sie mag.

Nebenbei, das üblicherweise in DE verkaufte Fleisch stammt in der breiten Masse nicht aus Weidehaltung. Da wird dann B12 über das Tierfutter supplementiert.

In diesem Artikel kannst Du lesen, wie die Gabe von Vitamin B12 die Symptome einer Psychose verschwinden lässt: https://www.spektrum.de/news/wie-der-koerper-die-seele-krank-macht/1621142 (i.d.R. tritt B12-Mangel bei Vegetariern auf).

falsch.

Veganer. Und bei normalen Erwachsenen auch da erst nach mehreren (!!!) Jahren

Nebenbei ist die Nebenwirkung eines B12 Mangels nicht nur „Psychose“ sondern durchaus weiter. Und nicht jede Psychose wird durch die Gabe von B12 einfach so verschwinden.

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Ja, du hast Recht.
Es gibt Fälle, wo jemand einen B12-Mangel hat. Dann sind diese Pillen natürlich notwendig und dafür da, diesen Mangel auszugleichen. Wobei man prüfen muss, warum der Mangel vorhanden ist. Ernährt man sich falsch oder wird das B12 nicht vom Körper aufgenommen?

Ich gehe mal davon aus, dass wir von sowas hier sprechen: https://www.sunday.de/vitamin-b12-hochdosiert-depot-5000-g-4828.html

Etikettiert mit „hochdosiert“ frei nach dem Motto, viel hilft viel - sollte man sich bei seinem unkontrollierten Nährstoffhaushalt aber schleunigst abgewöhnen, gerade die Problematik seh ich bei Veggys - ich selbst bin Vegetarier und bei mir haben die Pillen zu einem leichten Portmonnaie geführt - ganz gesund kann man sich über B12 haltige Quellen ernähren - für veget. kein problem, da gibt es Camenbert für veganer sieht es schwieriger aus, da kann man verstehene, warum man da zur pille greift, aber man muss sich im klaren sein, dass es einiges Kosten wird - manche Vitamine können bei einer veganen Ernährung zB nur mit bestimmten anderen Stoffen aufgespalten werden, daher sind auch nicht alle Pillen sinnvoll

Ich weiß nicht, ob es stimmt, habe aber gelesen, dass B12 aufgenommen wird, wenn Pflanzen/Gemüse ungewaschen, also sozusagen direkt aus der Erde konsumiert werden, so wie Tiere das tun und so wie Urmenschen das vermutlich getan haben. Offenbar über die Mikroorganismen, die in der Erde leben. Da heutzutage ja alles pikobello gewaschen wird, bevor man es verzehrt, fehlt das B12.

Servus,

das ist eine Legende. Grundsätzlich zwar richtig, dass im Erdboden vorkommende Bakterien Vitamin B 12 produzieren, aber so viel Kompost kann man kaum essen, dass dabei eine nennenswerte Menge rumkäme. Ziemlich viele Bakterien, die Vitamin B12 machen, kommen übrigens auch in der Darmflora vor, aber es wäre doch nicht so ganz der Bringer, sich deswegen lecker Hundekacke aufs Brot zu schmieren.

Schöne Grüße

MM

Wie schon gesagt, habe ich keine Ahnung, ob das stimmt, aber da du so sicher zu sein scheinst, dass es nicht stimmt, würde mich interessieren, woher du dein Wissen hast, dass auf diese Weise „keine nennenswerte Menge“ gegessen würde. Möglicherweise würde ja bei B12 die geringe Menge ausreichen. Meine Frage ist nicht als Widerspruch gemeint, sondern als ernstgemeinte Frage:
Denkst du das einfach nur, bzw. wenn nicht (du hast nicht geschrieben „ich glaube, das ist eine Legende, denn ich denke…“, sondern du hast es ja als Tatsache dargestellt):
Woher hast du dein Wissen, wieviel Vitamin B12 man auf diese Weise bekäme und ob dies ausreichen würde oder nicht? Ich würde es dort gerne nachlesen, einfach aus Interesse.
Danke.

wäre in diesem Zusammenhang ein völlig abstruser Unfug.

Den Wert von etwa 500 g sämtlicher im Boden vorkommender Arten von Bakterien / m³ Ackerboden habe ich von Kord Baeumer in der Grundlagenvorlesung „Allgemeiner Pflanzenbau“ und von Brunk Meyer in der Grundlagenvorlesung „Bodenkunde“ gehört, Den geschätzten Wert von etwa 1 g Bakterienmasse / 2 kg Ackerboden im Wurzelraum von Karotten, Sellerie und so Zeugs (beiläufig: Wie willst Du eigentlich Bakterien aus dem Edaphon an ungewaschenen Tomaten oder Bohnen finden?) habe ich daraus überschlägig berechnet. Den Wert von zwischen 10 g und 100 g Bakterienmasse, die bei einem Vitamin B12 - Gehalt zwischen Leber und Camembert für den Tagesbedarf an Vitamin B 12 nötig wäre, habe ich aus überall frei zugänglichen Angaben zu Vitamin B12 - Gehalten von Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Dass man, um diesen mit Edaphon-Bakterien zu decken, mindestens 10 kg Ackerboden am Tag essen müßte, ist dann eine recht einfache Rechenaufgabe.

Falls ich mich an irgendeiner Stelle um eine Zehnerpotenz geirrt habe, was öfter mal vorkommt, darfst Du es gerne auch mit einem Kilo Kompost pro Tag probieren. Guten Appetit!

MM

Vielen Dank für deine interessanten Ausführungen. Was mir da noch fehlt, ist der B12-Gehalt von Bakterien (ich vermute zwar, der wird auch nicht so riesig sein, aber das ist auch wieder nur eine Vermutung), hinzu kommt noch die Frage, ob nicht auch andere Mikroorganismen B12 enthalten, z.B. Pilze. Weiterhin könnte man vermutlich argumentieren, dass an irgendwelchen Wurzeln, die man direkt aus der Erde ziehen würde, sicher auch einiges an kleinen Insekten haftet, was vermutlich auch die von dir angesprochenen oberirdischen Nahrungsmittel betrifft.
Möglicherweise würde dann eben das B12 doch wieder ausreichen - wenn wir heute nicht so „clean“ essen würden.

Servus,

dann hast Du nicht richtig gelesen:

Erstens habe ich nicht berücksichtigt, dass nur wenige der im Edaphon vorkommenden Bakterien Vitamin B12 synthetisieren. D.h. die nötige Menge Ackerboden, die Du nach meiner überschlägigen Rechnung jeden Tag essen musst, ist eher zu niedrig als zu hoch geschätzt. Zweitens habe ich mit dem

eine Spannweite zugrunde gelegt, von der der Vitamin B12-Gehalt einzelner Bodenbakterien wahrscheinlich nach untern, ganz sicher aber nicht nach oben abweicht, D.h. auch diese Annahme beeinflusst das Ergebnis in Deinem Sinn: Unter ein Kilo Kompost wirst Du bei aller Liebesmühe nicht kommen, désolé.

Pilze sind keine Mikroorganismen, und im Zuge der Ichichhichichichichich-Mode ist natürlich auch deren Vitamin B12-Gehalt untersucht worden. Es gibt zwei hierzulande vorkommende Pilze, die mehr als Spuren von Vitamin B12 enthalten: Totentrompete und Pfifferling. Die Konzentration ist bei diesen beiden Pilzarten so, dass Du mit einem Kilogramm Pfifferlinge oder Totentrompete am Tag schon hinkommen kannst. Das vereinfacht Deine Diät: An einem Tag ein Kilo Komopost, am anderen ein Kilo Totentrompete. Nun ja.

Ungewaschene Tomaten und Paprika esse ich jeden Sommer, wenn sie in meinem Garten reif sind. Du darfst mir glauben, dass ich noch nie welche in die Finger gekriegt habe, die mit einem fingerdicken Pelz von toten Insekten überzogen gewesen wäre. Du solltest also Deinen Speisezettel hier noch mit 200 g Mehlwürmern am Tag ergänzen, dann wird er doch schon recht abwechslungsreich.

Beiläufig: Eigentlich wolltest Du doch erzählen, wo und weshalt irgendwann früher in pflanzlichen Nahrungsmitteln mehr Vitamin B12 war als heute? Schon vergessen vor lauter lustigem Themen-Hüpfen?

Schöne Grüße

MM