Futterneid ohne ende

Ich habe seit einer Woche Probleme mit meinen beiden Hunden. Die kleine ist 3 Jahre alt und die größere 1 Jahr, beide also in einem Alter wo sie denken das sie machen können was sie wollen. Als ich meine Große bekommen hatte (9Wochen alt), hatte ich schon das Problem das sie der größeren das Futter mit knurren und bellen geklaut hat. Ich habe ein Trick versucht den ich mal von einer Trainerin gesehen hatte und habe ein Tuch zwischen beiden Näpfen gespannt damit sie sich nicht mehr sehen konnten und das Tuch nach und nach weiter runtergesetzt. Hat auch gut geklappt und sie konnte dann ohne Probleme nebeneinander fressen. Nun ist das Problem plötzlich wieder da und der Tuchtrick klappt diesmal nicht. Noch bevor ich die Näpfe an ihren Platz gestellt stellen kann fangen beide an sich zu beissen. Ich muss sie jetzt in getrennten Zimmern füttern damit nichts passiert.

Weiss jemand was ich da machen kann?

Wer ist denn bei Euch Rudelchef? ;o)

LG Margit

Ähhhhh… Wieso Rudelchef???

Er trennt sie doch schön brav. Wozu da noch eine Ordnung herstellen???

Aber ich geb dir recht auch wenn ich den Begriff nicht liebe…
das Problem liegt hier in Menschenhand und nicht in Hundehand.

Daher…an den Urheber net blos Tiernanny schauen, den Quatsch kannste den Hasen geben. Fachliteratur wälzen, Fachleute besuchen und dann vor Ort lernen.

Wer 2 Hunde oder mehr hat, nimmt eine 4fach so große Verantwortung auf sich als mit einem Hund. 4fach weil 2 Hunde mehr als doppelt so gut zusammenarbeiten wie du glaubst.

Mach weiter so und du hast bald ein echtes Problem, aber ohne die Hunde gesehen zu haben ist eine Diagnose und Korrektur fast unmöglich

Steffen

naja, hätte ja sein gekonnt das jemand noch ein Trick kennt. Schließlich hat es zuerst ja auch geklappt. Obwohl es mich sehr gewundert hat das ein kleiner Welpe so aggresiv werden kann. Ein bisschen mehr dazu gibt es noch zu sagen. Rangordnung ist ganz klar; Zuest komme ich (großes starkes Alphatier), dann die Große und zum schluss die Kleine. Ich hatte sie zuerst auch kämpfen lassen damit sie klären können wer nun wie hoch steht, aber es wird echt schlimm. Für Fachleute habe ich leider nicht genug Geld. Ich bekomme nur Sozialhilfe.

Hallo Lakatan,

Futterneid unter Hunden hat primär nichts mit Rangordnung, sozialer Schieflage, Rudel?chef? o. ä. zu tun. Grundsätzlich ist Futterneid unter sozial lebenden Caniden vollkommen normal und auch sinnvoll.

Bei Hunden in Lebensgemeinschaft mit Menschen kann Futterneid aber sehr lästig und auch gefährlich für alle Beteiligten sein und sollte deshalb möglichst schnell abgestellt werden.

Da ich dich und deine Hunde nicht persönlich kenne, kann ich dir schwer einen Trainingsplan an die Hand geben und nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten - vielleicht ist was Brauchbares für dich dabei.

Ich halte schon immer mehrere Hunde (und Katzen) gleichzeitig und kann futterneidisches Verhalten absolut nicht gebrauchen. Falls sich bei einem Neuzugang derartige Tendenzen zeigen, gibt es keine Futternäpfe mehr. Ich füttere die Hunde vom flachen Teller (möglichst klebriges Futter). Den Teller halte ich in den Händen und biete ihn den Hunden an. Sollte einer der Hunde Aggressionen zeigen (Knurren, Lefzen hochziehen, …) ziehe ich den Teller hoch (dadurch kurzer Abbruch des Blickkontakts) stelle ihn ohne Kommentar auf den Schrank und „verbanne“ die Hunde in den Garten. Fressen ist dann erstmal für einige Stunden gestorben. Beim nächsten Mal das gleiche Spiel.

Futter oder Knochen zur freien Verfügung bekommen die Hunde vorerst nicht. Erst wenn die Kandidaten anstandslos vom Teller fressen (das dauert meist nicht lange) streue ich Futter breitwürfig im Garten.
Bei dieser Fütterungsmethode kommt es meist weniger zu aggressivem Verhalten, da für den Hund kein direktes „Beutestück“ vorhanden ist, das er gezielt verteidigen könnte - im Gegenteil, durch Drohverhalten u. ä. verliert er Zeit, die der andere Hund zum Aufsammeln von Futterstücken nutzen kann.
Meine Hunde wissen sehr schnell, dass Futteraggression bei mir blitzartig den „Totalverlust“ bedeutet.

Bei unterschwelligen Spannungen unter Hunden (oft durch Futterstreiterein forciert) bin ich auch ein Freund des „Pferchens“. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hunde, die öfter auf engem Raum mit anderen Hunden zusammen sind, sich Stänkereien verkneifen und stresstoleranter gegenüber ihren Artgenossen werden (… man trifft sich ja immer zweimal).

In meinem Auto fahren u. a. deshalb regelmäßig fremde Hunde mit. Je enger es im Kofferraum wird, desto seltener mault mal einer. Wenn ich mir bei einem Hund nicht ganz sicher bin, sichere ich ihn mit einem Maulkorb.
Ein traumatisches Erlebnis ist es für die Hunde offensichtlich nicht - bisher springt jeder, der einmal dabei war, von selbst in den Kofferraum, wenn wieder eine Fahrt ansteht.

http://www.bilder-speicher.de/08102321529751.gratis-…
(Die Hunde auf dem Bild gehören sechs verschiedenen Besitzern und sahen sich bei dieser Gelegenheit z. T. das erste Mal; die beiden links sind meine.)

Es geht nicht darum, Hunde ewig lang zusammenzusperren, sondern lediglich hin und wieder engen Kontakt ohne Fluchtmöglichkeiten zu schaffen (notfalls mit Maulkorb gesichert).

Gruß

Johnny

Hi Lakatlan,

wenn ich Dein Posting richtig verstanden habe (und Deinen Text weiter unten), ist die „Große“ die jüngere und die „Kleine“ folglich die ältere Hündin, die, vermute ich mal, zuerst bei Dir war.
Für mich sieht es nach Deiner Beschreibung erstmal so aus, daß für die größere der Drang besteht, eine „Vorrangstellung“ bei Dir zu erreichen, nämlich die andere (schon da gewesene) aus ihrer „Ersten PLatz Stellung“ durch kläffen und gegebenenfalls angreifen zu verdrängen.
Die „Neue“ ist für die ältere erst mal Eindringling, war aber zugleich Welpe, d.h. „Narrenfreiheit“.
Die Probleme fangen meist im Alter von ca. einem 3/4 Jahr an, da wird „Welpe“ allmählich erwachsen und versucht zu dominieren, z.B. junger Hund gegen sehr alten oder junger großer Hund gegen ebenfalls verhältnismäßig jungen, kleinen Hund.
Da ich nicht weiß, wie die beiden sonst miteinander umgehen, kann ich Dir nur empfehlen, sie vorerst getrennt zu füttern.
Versuch mal, „Belohnungsspiele“ zu spielen, achte aber darauf, daß Du Spiele wählst, das beide beherrschen, sonst ist der nächste Stress vorprogrammiert.
Wichtig wäre noch, das beide Hunde begreifen, daß niemand zu kurz
kommt oder was anderes zu essen bekommt, sie müssen unbedingt „gleich“ riechen.
Hoffe, das hilft Dir erstmal weiter.

lG. cailan

Es ist die ältere die immer anfängt. Die jüngere verteidigt dann nur (was ja auch ok ist). Die jüngere steht in der rangfolge auch höher als die ältere. Das hatten sie aber unter sich ausgemacht. Da beide nicht gleichgroß sind bekommt die kleine (also die ältere) weniger Futter. Ging ja auch lange gut.

Ich wüsste jetzt nicht was ich für Belohnungsspiele machen könnte. Hättest du vielleicht ein Vorschlag? Darf aber nicht zu kompliziert sein, da die ältere überhaupt nicht lernfähig ist (sie hat 1 Jahr gebraucht um *sitz* zu erlernen).

Hallo,

Zuerst komme ich (großes starkes Alphatier),

wenn das tatsächlich stimmt, dann kannst du doch sofort hingehen
und das Futter wegnehmen, wenn das Gebeiße anfängt, oder?

Kannst du das wirklich oder riskierst du gebissen zu werden?

Ansonsten würde ich die Tips von Johny als wertvoll einstufen.

Gruß Uwi

Hallo,
wenn das tatsächlich stimmt, dann kannst du doch sofort
hingehen
und das Futter wegnehmen, wenn das Gebeiße anfängt, oder?

Kannst du das wirklich oder riskierst du gebissen zu werden?

Ansonsten würde ich die Tips von Johny als wertvoll einstufen.

Gruß Uwi

Ja, ich kann das Futter wegnehmen, aber sobald ich es wieder hinstelle fängt die Beisserei wieder an. Das Futter muss leider auch stehen bleiben da die Große ihr Futter einteilt, so das sie den ganzen Tag was zu Fressen hat.

Guten Morgen,
das es bisher geklappt hat, liegt auch mehr dran, dass die Kleine noch nicht „potent“ war. Mit zunehmendem Alter will sie sich mehr durchsetzen und Du mußt ganz klare Regeln schaffen. Das ist ein sehr komplexes Thema und man kann das nicht alles hier beschreiben. Bücher wären dann wirklich von Vorteil.
Mit Kleinigkeiten, an die meist kein Mensch denkt, fängt es an…z.B. im Bett schlafen, auf dem Sofa liegen, wer geht zuerst durch die Tür, wo liegen die Hunde tagsüber…usw usw.fang mal an, den Hunden feste Plätze zuzuweisen, weit weg von der Tür. Da müssen die hin, wenn Du das willst …und natürlich liegen bleiben. Sollten sie im Bett oder auf den Sofa liegen,runter da…
Wenn man Rudelprobleme hat, ist das garnicht einfach… leider. Ob Du das alleine schaffst, ohne Trainer, nur wenn Du wirklich Durchsetzungsvermögen hast und Dich durch gute Bücher informierst.
Vielleicht kannst Du ja auch mal einfach bei einem Trainer anrufen und telefonisch Tipps geben lassen?
Den Tipp von Johnny habe ich bisher auch noch nicht gehört, hört sich aber sehr gut an.
Nur ich befürchte, Euer Problem liegt nicht nur am Futter, das wird der Anfang sein…Du scheinst 2 ziemlich dominante Hunde zu haben.
Ich wünsch Dir viel Glück
Margit

Du scheinst 2 ziemlich dominante Hunde
zu haben.

Nein, nur die Große ist dominant und steht deshalb auch in der Rangordnung höher als die Kleine. Die Kleine hält sich ansonsten aus allem raus, darf nicht auf´s Bett und wenn sie mit mir kuschelt und die Große ankommt und auch mit mir kuscheln möchte, geht die Kleine und legt sich woanders hin. Es ist halt nur das Futter wo die Kleine nun rumspinnt .

Sorry wenn ich nochmal einhake.
Über Sozi und Co… geht mich nix an.
Aber. In einem stabilen Rudel gibt es idR. nur dann Streit wenn zu wenig Nahrung vorhanden ist. Insb. wenn ansonsten schon die Rangordnung geklärt zu sein scheint. Bin da aber ebenso skeptisch wie Margit.
Es gibt klare Bildnachweise durch Experten daß (ich muss mal kurz zum Wolf abschweifen auch wenn ich es ungut finde) wenn genug futter da ist es zwar zu leichten Protesten untereinander kommt wer welches Stück Fleisch haben darf, jedoch keine Futterbeißereien stattfinden da alle satt werden können.
Zurück zum Hund. Ich hab wie Margit noch n paar mehr Hunde wie du.
Und auch bei meinen 5 gibts hie und da mal kurz n abbeißen daß aber ohne Verletzung abläuft und ohne dauergekeife.
Man zeigt als Jüngerer daß man das Ding beansprucht und da genügend Alternativen da sind wird es respektiert.
Daher, evtl mal in diese Richtung nachdenken.

Steffen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Johnny
du bist ja ein Animalkollektor!!! Dir gehört sofort der Tierschutz geschickt :smile: :smile: :smile: Soviel Hunde auf diesem engen Raum!!!

Im Ernst, schick mir mal bitte wenn möglich mehr Infos zum „Pferchen“. Hab damit noch keine Erfahrung gesammelt.
Also Ablauf, Aufbau usw. Was ist Unterschied zu sog. „Rambogruppen“?

Gruß Steffen

Wer ist denn bei Dir wer ? Ich blick da so langsam nicht mehr ganz durch ;o)
Also die Kleine ist die Ältere ? Die Große die Junge ?
Dann warte mal ab, wenn die 16 bis 18 Monate alt ist…die Junge hat doch schon beim Fressen geknurrt, oder sehe ich das falsch ?
Grüße
Margit

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Wer ist denn bei Dir wer ? Ich blick da so langsam nicht mehr
ganz durch ;o)
Also die Kleine ist die Ältere ? Die Große die Junge ?

ja, genau so rum :o)

Dann warte mal ab, wenn die 16 bis 18 Monate alt ist…die
Junge hat doch schon beim Fressen geknurrt, oder sehe ich das
falsch ?
Grüße
Margit

Die junge macht nichts außer ihr futter verteidigen. es ist die ältere die anfängt und die jüngere beisst

Sorry wenn ich nochmal einhake.
Über Sozi und Co… geht mich nix an.
Aber. In einem stabilen Rudel gibt es idR. nur dann Streit
wenn zu wenig Nahrung vorhanden ist. Insb. wenn ansonsten
schon die Rangordnung geklärt zu sein scheint. Bin da aber
ebenso skeptisch wie Margit.
Es gibt klare Bildnachweise durch Experten daß (ich muss mal
kurz zum Wolf abschweifen auch wenn ich es ungut finde) wenn
genug futter da ist es zwar zu leichten Protesten
untereinander kommt wer welches Stück Fleisch haben darf,
jedoch keine Futterbeißereien stattfinden da alle satt werden
können.
Zurück zum Hund. Ich hab wie Margit noch n paar mehr Hunde wie
du.
Und auch bei meinen 5 gibts hie und da mal kurz n abbeißen daß
aber ohne Verletzung abläuft und ohne dauergekeife.
Man zeigt als Jüngerer daß man das Ding beansprucht und da
genügend Alternativen da sind wird es respektiert.
Daher, evtl mal in diese Richtung nachdenken.

Steffen

Es ist genügend Futter da, beide werden satt. Eigentlich wissen auch beide das sie nur aus ihren eigenen Napf (oder aus meiner Hand) fressen dürfen.

Futter verteidigen heißt aber… sie knurrt oder ?
Sollte es so sein, setzt Dich durch, sonst hast Du in ein paar Wochen ein riesen Problem…

Grüße
Margit

Futter verteidigen heißt aber… sie knurrt oder ?
Sollte es so sein, setzt Dich durch, sonst hast Du in ein paar
Wochen ein riesen Problem…

Es ist doch ok wenn sie ihr futter verdeitigt. Ist ja ihr gutes Recht. Es geht nur darum das die Kleine versucht mit beissen und knurren das Futter zu klauen.

Es ist doch ok wenn sie ihr futter verdeitigt.

DU bist Chef und da ist in meinen Augen garnichts ok…
Die „Junge“ wird sich das nicht ewig gefallen lassen, wenn sie jetzt schon knurrt !

Hallo Steffen,

Dir gehört sofort der
Tierschutz geschickt :smile: :smile: :smile:

ich kann schon noch schlimmer („Platz in der Bewegung“:wink:

http://www.bilder-speicher.de/08102408956090.gratis-…

Im Ernst, schick mir mal bitte wenn möglich mehr Infos zum
„Pferchen“. Hab damit noch keine Erfahrung gesammelt.

Ich schreib dir am späten Abend nochmal - muss erst mal was für meinen Lebensunterhalt tun.

Gruß

Johnny