GbR als Kostenteiler, wie funktioniert das?

Hallo liebe Expertenkollegen,

folgender natürlich wieder einmal vollkommen fiktiver Fall:

Herr A und Frau A (verheiratet) sind beide Handelsvertreter für die gleiche Firma. Es existieren also 2 Gewerbescheine und 2 separate Verträge mit der Firma deren Produkte vertrieben werden.

Da die beiden von zu Hause aus arbeiten und gemeinsame Ressourcen nutzen (ein Laserdrucker, 1 Fax, eine Telefonanlage usw.), sowie auch das Büromaterial zusammen kaufen und noch eine gemeinsame Mitarbeiterin beschäftigen wurde ihnen geraten, eine GbR anzumelden als „Kostenteiler“.

Nun frage ich mich, wie funktioniert das steuerlich bzw. in der Erklärung? Ich denke mal für beide Personen wird je eine Einkommen-Überschußrechnung erstellt. Wie werden denn nun die Ausgaben der GbR steuerlich „erklärt“ und dann geschlüsselt? Also wie wird das praktisch durchgeführt, dass man z. B. sagt: im Monat Juli wurde die Mitarbeiterin zu 20% von Herrn A und zu 80% von Frau A bezahlt?

Ich bin neugierig auf die Antworten.

Viele Dank

Andreas

Hallo,

das funktioniert ganz einfach so, das Mann A 80% und Frau B 20% der GbR-Anteile halten. Dann erfolgt grundsätzlich die Aufteilung 80:20.
Es wird nur EINE Gewinnermittlung für die GbR gemacht. Das Ergebnis wird dann im Verhältnis der Anteile auf A und B aufgeteilt.
Soll bei gewissen Gegenständen eine andere Aufteilung gemacht werden, so ist dies in Sonderbilanzen der Gesellschafter festzuhalten.

Die GbR kann übrigens auch ein „Kostenverdoppler“ sein, so bekommt die GbR zum Beispiel nur einmal den Gewerbesteuerfreibetrag, egal wie viele Personen beteiligt sind. Bei zwei Einzelunternehmen von Mann und Frau gibt es auch zwei Freibeträge.

Gruß
Lawrence

Hmmmm . . .

interessant. Ich hatte das so verstanden, dass jede Ausgabe quasi einzeln gequotelt werden könnte. Also diesen Monat hat Herr A 20% Papier verbraucht und Frau A den Rest usw.

Im übrigen HABEN die beiden ja zwei Einzelunternehmen UND die GbR als Kostenteiler. Also 3 angemeldete Gewerbe.

Gruß

Andreas

Hi,

und welche Umsätze tätigt dann die GbR?

Gruß
Lawrence

Eine GbR ist hier Unfug, bereitet nur zusätzlichen Arbeitsaufwand.
Bei den gemeinsamen Kosten den Gesamtbetrag feststellen und anhand des Verbrauches aufteilen, und gut is.

Hi,

und welche Umsätze tätigt dann die GbR?

das ist ja das kuriose. Die GbR ist ein reiner Kostenteiler, quasi eine Einkaufsgemenschaft.

Eine GbR ist hier Unfug, bereitet nur zusätzlichen
Arbeitsaufwand.
Bei den gemeinsamen Kosten den Gesamtbetrag feststellen und
anhand des Verbrauches aufteilen, und gut is.

Interessant!

Aber wie macht man das de facto?

Nehmen wir an Du hast eine Quittung über Toner.

Viele Grüße

Andreas

Hi,

dann erzielt die GbR nur Verluste und ist auch darauf ausgelegt nur Verluste zu erzielen.
Die GbR arbeitet demnach nachweisbar ohne Gewinn- und Einkunftserzielungsabsicht. Das heißt, dass das Finanzamt die Verluste der GbR nicht anerkennen wird und sämtliche Kosten, die darüber abgerechnet werden sollen im Nirvana verschwinden.

Hierfür eine GbR zu gründen ist steuerlicher Schwachsinn. Genau so gut, könnte man die Quittungen der GbR direkt in die Mülltonne befördern.

Gruß
Lawrence

Hallo,

dann erzielt die GbR nur Verluste und ist auch darauf
ausgelegt nur Verluste zu erzielen.
Die GbR arbeitet demnach nachweisbar ohne Gewinn- und
Einkunftserzielungsabsicht. Das heißt, dass das Finanzamt die
Verluste der GbR nicht anerkennen wird und sämtliche Kosten,
die darüber abgerechnet werden sollen im Nirvana verschwinden.

Hierfür eine GbR zu gründen ist steuerlicher Schwachsinn.
Genau so gut, könnte man die Quittungen der GbR direkt in die
Mülltonne befördern.

Find ich ja interessant. Vor allem weil der phonetische Steuerberater der imaginären beiden das denen empfohlen hat.

Aber jetzt mal aus der Praxis für die Praxis, wie macht man das denn im realen Leben?

Viele Grüße

Andreas

Das müssen doch die Ehegatten wissen zu welchem Anteil wer den Toner nutzt! Im Notfäll könnte man 50/50 aufteilen.

ALSO, nochmal an alle, da offensichtlich keiner in der Lage ist diese Frage zu beantworten.

Wie wird es gemacht? Auf der Steuererklärung oder EÜR oder was weiss ich.

2 Selbstständige, gleicher Auftraggeber/Kooperationspartner. Nutzen gleiche Ressourcen, z. B. Toner, Papier, 400-EUR-Kraft.

Wie stellen die es dar, dass z. B. 40% Toner von ihm und 60% Toner von Ihr genutzt werden? Wie wird das wo hingeschrieben? Was passiert mit den Quittungen, ist ja nur eine da usw.

Für Anregungen bin ich dankbar. Bislang hab ich noch keine wirkliche Antwort erhalten.

Viele Grüße

Andreas

Servus,

Du hast Antworten erhalten, die Dir nicht schmecken, aber „wirklich“ sind die schon.

Du beschreibst eine GbR. Das ist bereits aus der gemeinschaftlichen Organisation des Bürobetriebs zu erkennen.

Aus welchem Grund auch immer will diese GbR ihre Erlöse ausweisen, als handle es sich um zwei Einzelunternehmen. Das führt dazu, daß die GbR ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird, so daß ihre Aufwendungen steuerlich ins Leere gehen.

Lösung: Die GbR stellt sich auch für die ESt als das dar, was sie ist. Sie ermittelt ihren Gewinn als GbR (sinnvollerweise per Bilanz, sonst weiß man nicht, wem welcher Teil des Ergebnisses zusteht) und gibt eine Feststellungserklärung ab. Die Gewinnanteile daraus landen dann in der ESt-Veranlagung der beiden Beteiligten.

Der Mensch von der Versicherungsgesellschaft, der vom Konstrukt des „Kostenverteilers“ erzählt hat, denkt in Kategorien von Kapitalgesellschaften mit eigener Rechtsperson, die Erträge aus der Umlage von Overheads erzielen können.

Tröste Dich, es sind von altgedienten Außendienstlern an der Theke schon viel seltsamere Konstrukte und Legenden erfunden worden.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

zunächst möchte ich kommtentieren:

Du hast Antworten erhalten, die Dir nicht schmecken, aber
„wirklich“ sind die schon.

nicht eine einzige hat mir weitergeholfen

blabla ich weiss selbst, was ich schrieb

Der Mensch von der Versicherungsgesellschaft, der vom
Konstrukt des „Kostenverteilers“ erzählt hat, denkt in
Kategorien von Kapitalgesellschaften mit eigener Rechtsperson,
die Erträge aus der Umlage von Overheads erzielen können.

Genau das ist das Problem. Welcher Mensch von der Versicherungsgesellschaft? Ein Steuerberater wars. Das sind diese komischen Menschen, die unwissenden Personen dazu raten Dinge zu tun, von denen sie am Ende nichts verstehen.

Tröste Dich, es sind von altgedienten Außendienstlern an der
Theke schon viel seltsamere Konstrukte und Legenden erfunden
worden.

Ich sehe das jetzt mal als Diffamierung gegen meinen Berufsstand. Zum Glück irrst Du Dich und es war eine ziemlich große Steuerberatungskanzlei, die nun demnächst in die Haftung genommen wird.

Nur zwei Dinge sind mir bislang immer noch nicht klar und auch nicht beantwortet, aber ich denke das kann hier auch keiner:

1.) wie macht man es? Also Kosten teilen?

2.) Wieso existiert dieses Brett, wenn keiner eine Antwort gibt, die weiter hilft.

Viele Grüße

Andreas

GdbR
Hallo,

Aber jetzt mal aus der Praxis für die Praxis, wie macht man
das denn im realen Leben?

Man erklärt alle Einnahmen und alle Ausgaben für die GdbR. Im GdbR Vertrag vereinbart man die Kostenteilung, z. B. 30:70 oder 50:50 und dass jedem seine erzielten Einnahmen zuzurechnen sind. Entsprechend wird die Gewinnermittlung erstellt.

Es ist nicht möglich, dass jeder Einzelposten mit neuem Aufteilungsmaßstab aufgeteilt wird. Ist auch ein praktischer Irrsinn, Toner 30:70, papier 15:85 Bürokraft 60:40…und im übrigen ist so ein Maßstab auch nicht nachweisbar.

Ein Steuerberater kriegt das hin, wo ist dann das Problem?

Schöne Grüße
C.

cot
Moin,

also ehrlich, die Fragen wurden zu hauf, en detail und mit viel Geduld und Spucke beantwortet. Man sollte sich mit diesen mal auseinandersetzen. Darüber hinaus sollte man als vernunftbegabter Mensch in der Lage sein auch Antworten zu akzeptieren, die einem nicht schmecken. Und vor allem sollte man es respektieren, dass es Menschen gibt, die sich in ihrer Freizeit die Mühe machen, anderen zu helfen. Und MM hat hier mehr als nur ein Stern verdient!

Wenn aber der gesunde Menschenverstand hier nicht ausreicht, dieses mal einzusehen, dann sollte man woanders darauf hoffen, die Antworten zu bekommen, die man hören will. Allerdings mit der Konsequenz, dass diese völliger Humbug sind.

In diesem Sinne
e

Hallo,

Es ist nicht möglich, dass jeder Einzelposten mit neuem
Aufteilungsmaßstab aufgeteilt wird. Ist auch ein praktischer
Irrsinn, Toner 30:70, papier 15:85 Bürokraft 60:40…und im
übrigen ist so ein Maßstab auch nicht nachweisbar.

Das war aber genau die Frage. Das Problem ist folgendes. Beide Gesellschafter arbeiten im selben Job, nutzen die Ressourcen aber unterschiedlich. In einem Monat benutzt der eine für eine Mailingaktion mehr Toner und mehr Briefmarken, als der andere usw. aber wie es aussieht scheint das ja eine unmögliche Sache zu sein.

Ein Steuerberater kriegt das hin, wo ist dann das Problem?

Das Problem ist, dass ich es gerne verstehen möchte, wie es geht dafür ist doch dieses Brett da, oder?

Viele Grüße

Andreas

Hallo,

wie gesagt die Frage, wie man es denn nun praktisch macht, wurde keineswegs beantwortet.

Es wurde nur immer wieder darauf hingewiesen, dass das mit der GbR vollkommener Schwachsinn ist und erklärt, wie man es mit der GbR machen kann (Gesellschaftervertrag und dann die große Aufteilung der Anteile).

Ich weiss auch nicht, warum alle denken, dass mir die Antworten nicht schmecken. Ich find es nur interessant, wie schlecht ihr alle erklären oder selber lesen könnt.

also ehrlich, die Fragen wurden zu hauf, en detail und mit
viel Geduld und Spucke beantwortet. Man sollte sich mit diesen
mal auseinandersetzen. Darüber hinaus sollte man als
vernunftbegabter Mensch in der Lage sein auch Antworten zu
akzeptieren, die einem nicht schmecken. Und vor allem sollte
man es respektieren, dass es Menschen gibt, die sich in ihrer
Freizeit die Mühe machen, anderen zu helfen. Und MM hat hier
mehr als nur ein Stern verdient!

Ich bin selbst Experte ein Brett tiefer (Versicherung) und versuche im übrigen immer die Fragen richtig und so zu beantworten, dass auch ein Laie sie versteht. Aber offensichtlich geht das in diesem Brett hier nicht.

Wenn aber der gesunde Menschenverstand hier nicht ausreicht,
dieses mal einzusehen, dann sollte man woanders darauf hoffen,
die Antworten zu bekommen, die man hören will. Allerdings mit
der Konsequenz, dass diese völliger Humbug sind.

Ich sehe, dass offensichtlich einem Laien hier nicht geholfen werden will.

Lieber Admin, von mir aus kann dieser Thread hier restlos gelöscht werden, ich suche mir lieber jemand fähigen, der mir meine Fragen beantwortet.

Viele Grüße

Andreas

wenn die Bemühungen, die man in seiner Freizeit, ohne Entlohnung erbringt, dermaßen abqualifiziert und zerrissen werden, dann überlegt man sich das in Zukunft schon zweimal, ob man überhaupt noch antworten soll.

Hier wurden Hinweise zur Aufteilung, Sonderbilanzen etc. gebracht.
Alles wurde ausführlich versucht zu beantworten.

Leider versteht der Fragesteller die Antworten nicht oder will sie nicht verstehen. Die Sache wird aber so hingedreht, dass die Antworten unverständlich sein sollen.

Schade!

Hallo,

wenn die Bemühungen, die man in seiner Freizeit, ohne
Entlohnung erbringt, dermaßen abqualifiziert und zerrissen
werden, dann überlegt man sich das in Zukunft schon zweimal,
ob man überhaupt noch antworten soll.

Hier wurden Hinweise zur Aufteilung, Sonderbilanzen etc.
gebracht.
Alles wurde ausführlich versucht zu beantworten.

Und ich habe versucht es zu verstehen, leider habe ich in meinen Augen keine Antwort erhalten, die meiner ersten Frage entsprach. Trotzdem Danke für die Mühe.

Leider versteht der Fragesteller die Antworten nicht oder will
sie nicht verstehen. Die Sache wird aber so hingedreht, dass
die Antworten unverständlich sein sollen.

Leider verstehen die Antwortenden die Fragestellung offensichtlich nicht und stattdessen wird meine Person oder mein Berufsstand (z. B. „altgediente Aussendienstler an der Theke“) etc. in dne Dreck gezogen.

Lustigerweise, das habe ich ja bereits weiter oben angegeben, kam der Tipp die GbR als Kostenteiler zu verwenden von einer rennomierten Steuerberatungskanzlei, die unheimlich viel Erfahrung und noch mehr Kunden meines Berufsstandes haben.

Alles was ich wollte, war verstehen, wie es funktioniert. (Ja, Sonderbilanzen etc. habe ich mittlerweiele vernommen.) Was mich ärgert sind die teilweise dummen Kommentare, die mir nicht weitergeholfen haben. Das das mit der GbR z. B. vollkommener Schwachsinn ist hat mir gelinde gesagt gar nicht geholfen.

Trotzdem vielen Dank für die furchtbar viele Mühe, die es Euch allen gemacht hat und die Tatsache, dass ich eines gelernt habe:

Ich werde hier keine Frage mehr stellen.

Viele Grüße

Andreas

Hallo,

man sollte die hier erhaltenen Anregungen (von Antworten wage ich schon nicht mehr zu sprechen) bei der renomierten Steuerkanzlei mal zur Sprache bringen.

Solche großen Kanzleien haben teilweise auch den Nachteil, dass der Chef fachlich gar nichts mit den Mandanten zu tun hat. Diese Arbeit wird auf einen der vielen Angestellten übertragen. Die Qualifikation dieses Angestellten ist für den Mandanten oft nicht ersichtlich.

Kann so sein, muss aber nicht.

Gruß
Lawrence