Gedanken

Hallo liebe Experten,

mich interessiert ob sich jeder so sieht wie ich mich sehe.

Wenn ich über irgendetwas nachdenke, z.B. darüber, dass ich jetzt im Wald spazieren gehen könnte, dann stelle ich mir das vor und sehe mich in Gedanken im Wald spazieren gehen oder wenn ich denke, eigentlich müssten die Fenster geputzt werden, dann stelle ich mir vor wie ich die Fenster putze, ich sehe mich dann quasi aus einer gewissen Entfernung die Fenster putzen.

Lieber Gruß - Heike

Das ist bildhaftes Denken. Diese Bilder werden vom Unterbewußtsein ins Mental geworfen, wo man sie entweder annehmen oder ablehnen kann. Gefühlsmäßig orientierte Menschen ‚denken‘ auf diese Art und Weise.

Es gibt aber noch ein höheres Denken, das allein mit abstrakten Begriffen arbeiten kann und seine Ideen intuitiv bezieht.

gruß
rolf

Es gibt aber noch ein höheres Denken, das allein mit
abstrakten Begriffen arbeiten kann und seine Ideen intuitiv
bezieht.

…nutzt die Heike da jetzt niederes Denken oder wie??

amüsierter Gruß,
Maid :wink:

das würde mich aber jetzt auch interessieren ;o)

Wie wird denn beim höheren Denken gedacht und was da sind abstrakte Begriffe?

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Hallo Heike,

er meint mit abstrakten Begriffen

Symbole,
Metaphern,
Archetypen .

Das sind Bilder aus dem kollektiven Unbewußten , also aus dem überpersönlichen Bereich.

Diese Art zu denken ist meist nur nach jahrelanger Übung zu erreichen
und gilt daher als höchstes, dem Menschen mögliches Denken .
Denn es bedeutet gleichzeitig den Blick in Zukunft und Vergangenheit , also Klarsichtigkeit.

Gruß
Merkur

ja verstehe - aber es gibt sicher nur wenige Menschen die so denken können.

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Ja. Ich meinte auch ideativ zu denken. Also mit Ideen zu denken. Intuitiv zu denken. Dichter und Philosophen tun nichts anderes als das. Das erfordert allerdings eine absolute Geistesstille.

rolf

Latent vorhanden ist es in jedem.
Es will gefördert und gefordert werden !!!

Gruß

Merkur

Hallo Heike

mich interessiert ob sich jeder so sieht wie ich mich sehe.

Nein. Ich z.B. nicht.

Wenn ich über irgendetwas nachdenke, z.B. darüber, dass ich
jetzt im Wald spazieren gehen könnte, dann stelle ich mir das
vor und sehe mich in Gedanken im Wald spazieren gehen oder
wenn ich denke, eigentlich müssten die Fenster geputzt werden,
dann stelle ich mir vor wie ich die Fenster putze, ich sehe
mich dann quasi aus einer gewissen Entfernung die Fenster
putzen.

Was mir persönlich daran zuerst auffällt, ist nicht die Alternative bildhaftes Denken - abstraktes Denken, sondern die DISTANZIERUNG, die Du zu Dir selbst schaffst. Du spaltest Dich gleichsam in ein Subjekt Heike und ein Objekt Heike auf. An dieser Stelle würde ich persönlich jetzt weiterforschen :wink:.
Gruß, Branden

Hallo Branden,

das was Du sagst, das verstehe ich nicht so ganz, was heißt das denn genau, das Aufspalten in das Subjekt Heike und das Objekt Heike und ich schaffe eine Distanzierung zu mir selber? Ich sehe das als was ganz normales und fühle mich ja nicht schlecht dabei, sondern wenn ich mir z.B. in Gedanken vorstelle durch den Herbstwald zu gehen und mich dann aus einer gewissen Entfernung sehe, dann fühle ich mich wohl, anders wäre es natürlich wenn ich mich vor einem offenen Grab stehen sehe, dann ist es eben nichts schönes, sondern etwas trauriges.

Lieber Gruß - Heike

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Hallo Heike,
vielleicht kann ich erklaeren, was Branden meint,
denn ich hatte den gleichen Gedanken (nur bin ich
kein Experte auf dem Gebiet hier).
Wenn ich mir vorstelle, durch den Wald zu laufen,
sehe ich Wald und Baeume und Blaetter - mich
sehe ich dabei nicht.
Ich sehe mich ja im normalen Leben auch nicht, manchmal
kommen meine Haende ins Blickfeld (jetzt beim Tippen),
machmal meine Fuesse, leider immer oefter mein Bauch…
nein, Scherz beiseite, mich selbst sehe ich nur im
Spiegel als Ganzes, an sonsten bin ich in einer
Umgebung oder Situation.

Jetzt klarer?

Gruesse
Elke

Hallo Elke,

bei mir ist es anders. Wenn ich mir vorstelle einen Waldspaziergang zu machen, dann sehe ich schon die Bäume des Waldes, den Weg und auch mich, aber nicht mich, die Person die ich im Spiegel sehe.

Lieber Gruß - Heike

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sondern?
Hallo Heike

bei mir ist es anders. Wenn ich mir vorstelle einen
Waldspaziergang zu machen, dann sehe ich schon die Bäume des
Waldes, den Weg und auch mich, aber nicht mich, die Person die
ich im Spiegel sehe.

Wie dann?

Gruesse
Elke

Huhu!

Mir hat auch mal jemand gesagt, ich würde mich von mir entfremden, weil ich mich auch von aussen sehe, wenn ich an mich denke.

Ich erinere mich auch aus einer gewissen „Iso-Perspektive“, aber das ist normal für mich … wenn ich mich aus so einer Ego-Shooter-Perspektive erinern würde, käme mir das komisch vor.

Wie dann?

Nun, es ist halt ich … also, meine innerkopfliche Repräsentation von mir.

Ich denke dann hauptsächlich meinen Haarfarbe, meine Kleider sind eher unwichtig(vorhanden, aber sie sind nicht relevant), und als ich noch meine Brille trug, blitzte irgend etwas von vorne.

Und weil ich halt nicht mehr in der Situation bin, sondern darüber nachdenke, sehe ich mich von außen.

Vieleicht ist das einfach eine andere Art sich zu erinnern?

Ich erinnere mich jedenfalls nicht daran, mich jemals anders erinnert zu haben.

Ich habe bestimmt meine Probleme, an denen ich Arbeiten muß … und das die teilweise recht gravierend sind (welche das sind, ist aber gerade eher unwichtig), aber ich bin sicher, das Distanz und aufspaltung von mir in Subjekt und Objekt nicht dazugehören.

Das passt einfach nicht zum Rest von mir.

Ich habe eher ein Problem, das ich mich und die Welt zu stark trenne.

Grüßlis!
Scrabz.

So ist es, Elke…
…Dank Dir für die Konkretion
Gruß, Branden

Hallo Scrabz,

fuer mich nicht nachvollziehbar, vielleicht
bin ich deshalb immer so geschockt, wenn ich
Photos von mir sehe. Vor allen Dingen, wenn
ich dann mit der Realitaet konfrontiert werde,
dass ich keine 22 mehr bin.

Wer von uns da mehr Probleme hat, will ich
nicht entscheiden - bei mir: falsches Selbst-
bild und egozentrisch, wahrscheinlich.

Aber was mich interessiert hat: wenn Heike
nicht die Person sieht, die sie im Spiegel sieht,
wen dann? Du hast das angeschnitten, von wegen
Kleidung nicht so wichtig, sondern so wie du
dich von innen siehst (warum war dann die Brille
aber wichtig?) Aber das ist dann eigentlich
das gleiche, wie ich mich verstehe , aber
nicht in Gedanken sehe.

Mhm… Menschen sind seltsam. Und anders.

Gruesse
Elke

Hallo Elke,

ich sehe mich wie eine Art Schatten. z.B. wenn ich daran Denke - ich gehe im Wald spazieren, dann sehe ich mich, ich weiß, dass ich es bin den ich da durch den Wald laufen sehe, die Person, also ich, ist eher dunkel und ich sehe eher die Umrisse des Körpers, das Gesicht kann ich auch nicht erkennen, das ist verschwommen.

Es ist nicht immer so, dass ich in Bildern denke, ich denke, dazu muss man auch Zeit haben um sich das alles auszumalen.

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Hallo Heike,

ich sehe mich wie eine Art Schatten. z.B. wenn ich daran Denke

  • ich gehe im Wald spazieren, dann sehe ich mich, ich weiß,
    dass ich es bin den ich da durch den Wald laufen sehe, die
    Person, also ich, ist eher dunkel und ich sehe eher die
    Umrisse des Körpers, das Gesicht kann ich auch nicht erkennen,
    das ist verschwommen.

Mich wuerde das sehr irritierend - mich selbst
als Schatten sehen. Wie in meinem anderen Posting er-
waehnt, sehe ich mich vielleicht eher zu positiv, oder
wenigstens positiver als die Realitaet. Ein Schatten
zu sein, wenn auch nur in meinen Gedanken, wuerde
mich sehr verunsichern. Aber wenn du dich
damit wohlfuehlst, ist das okay (nehme ich mal an,
als Laie).

Jedenfalls danke fuer deinen Gedankenanstoss.

Es ist nicht immer so, dass ich in Bildern denke, ich denke,
dazu muss man auch Zeit haben um sich das alles auszumalen.

Das ist eh’ klar. :wink:

Gruesse

Elke

Hallo Elke,

ich denke, für mich ist das ganz normal so zu denken, weil ich schon immer so denke(das denke ich jedenfalls), deshalb hat mich das nie verunsichert. Ich habe mich jetzt erst damit intensiv befasst und wollte wissen ob meine Mitmenschen sich auch so sehen.(nehmen wir mal wieder den Waldspaziergang), wenn sie daran denken, im Wald spazieren gehen zu wollen.

Was ich mich jetzt nach den ganzen Antworten frage, das ist: ob das normal ist wie ich denke oder ich normal bin, ob sich igendetwas problematisches in meinem Inneren verbirgt.

Lieber Gruß - Heike

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Liebe Heike

Nachdem Thor und mercurio jetzt angefangen haben (und Branden schon fertig ist :smile:
Vielleicht ist die Verbindung zwischen dir Mensch und dir „Höheres Selbst“ ja so offen, dass dieses in dir solche Wahrnehmungen erzeugt. Es sieht alles aus einer anderen „Perspektive“ und bedient sich möglicherweise solcher „eingespiegelter“ Bilder, um zu checken, ob zB ein Spaziergang jetzt das adäquate wäre. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang.
Gruß Geris