Ich habe mir einmal ein paar Gedanken über das Deutsche Bildungssystem gemacht und würde mich freuen,
mit Euch darüber diskutieren zu können:
Der erste Punkt ist, dass die Allgemeine Hochschulreife als alleinige Qualifizierung für ein Hochschulstudium
besteht. Ist es nicht anochronistisch, dass sich Deutsche Hochschulen, bis auf die Privat Unis, ihre Bewerber nicht selbst
aussuchen dürfen und jeden aufnehmen muß der über die Allgemeine Hochschulreife studiert ?. Sicher, in letzter Zeit wurde dem
ein wenig entgegengewirkt, durch die ZVS Klausel nachder die Unis 20 % ihrer Studenten nach eigenen Kriterien auswählen dürfen. Aber wie sagte der ehemalige Präsident der Max Planck Geselschhaft so schön : „Es gibt in Deutschland nur zwei Institutionen die sich ihrer Kunden nicht selber aussuchen darf : Die Gefängnisse und die Universitäten“.
Aber in der Regel müßen die Hochschulen jeden Studenten ohne Prüfungen auf Studierfähigkeit bzw. Studierfähigkeit für das Fach, bis auf Architektur, aufnehmen. Wäre es nicht für beide Seiten, die Hochschulen und die Studenten besser, wenn es vor Studienbeginn Tests geben würde um die Studenten auf obige Fähigkeien hin zu prüfen ?. Sicher wäre das bei der Anzahl an Studenten ein immenser Arbeitsaufwand, aber andererseits wird dadurch auch viel Arbeit gespart, in dem nämlich die Leute, die für das Studienfach nicht geeignet sind bzw. falsche Vorstelungen von dem Fach haben, wegfallen und nur die Motivierten und Qualifizierten übrig bleiben.
Ich habe selber an einer Hochschule studiert, an der sowohl Schriftliche Tests als auch Mündliche Bewerberauswahl stattfand,
und ich muß sagen dies hat sich durch das spätere Arbeiten mit Hochmotivierten und Qualifzierten Kommilitonnen und Kommilitonninen absolut bezahlt gemacht. Zumal diese Tests z.B. in den USA oder Großbritannien vor allem in den Graduate Studiengängen selbstverständlich sind. Vor allem in den Mündlichen Interviews kann die Hochschule auf die Bewerber zugehen und evtl. auch falsche Vorstellungen über das Studienfach seitens des Bewerbers revidieren.
Der zweite Punkt ist, dass ein Studium in Deutschland immer noch, im Vergleich zu den anderen Ländern, viel zu lange dauert. Der Brite studiert im Durchschnitt lediglich 3 bis 4 Jahre, der Deutsche braucht für sein Diplom 5 bis 6 Jahre. Hier wäre es geboten, das Curriculum an den Unis sowie an den Fachhochschulen zu straffen, die Semesterferien zu kürzen und die Prüfungen zu verstärken. Dann wäre das Diplom auch ohne Probleme
in 3 bis 4 Jahren zu absolvieren und Deutschland würde seine Wettbewerbsfähigkeit im wichtigsten Faktor der Zukunft, Bildung, verstärken.
Der dritte und lezte Punkt wäre das Abitur. Auch hier wäre eine Verkürzung auf 12 Jahre angebracht, da die Deutschen Schüler,
wieder im Vergleich zum Ausland, zu Alt sind wenn sie ihr Abi Zeugniss in der Tasche haben. Das liegt zum einen daran das viele
Eltern ihre Kinder erst mit 7 Jahren einschulen, an der im Vergleich zum Ausland 1 Jahr längere gehenden Schule und, bei den Männlichen Studenten, der Zivil/Wehrdienst der auch wieder 1 Jahr kostet. Hier wären die Abschaffung des Wehr/Zivildienst (ein Relikt des Kalten Krieges) und die Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre, wie bereits im Saarland, Ost-Deutschland und bald auch in Ba-Wü, üblich.
Mit lieben grüßen
Katja

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