Gedanken über unser Bildungssystem :-))

Ich habe mir einmal ein paar Gedanken über das Deutsche Bildungssystem gemacht und würde mich freuen,
mit Euch darüber diskutieren zu können:

Der erste Punkt ist, dass die Allgemeine Hochschulreife als alleinige Qualifizierung für ein Hochschulstudium
besteht. Ist es nicht anochronistisch, dass sich Deutsche Hochschulen, bis auf die Privat Unis, ihre Bewerber nicht selbst
aussuchen dürfen und jeden aufnehmen muß der über die Allgemeine Hochschulreife studiert ?. Sicher, in letzter Zeit wurde dem
ein wenig entgegengewirkt, durch die ZVS Klausel nachder die Unis 20 % ihrer Studenten nach eigenen Kriterien auswählen dürfen. Aber wie sagte der ehemalige Präsident der Max Planck Geselschhaft so schön : „Es gibt in Deutschland nur zwei Institutionen die sich ihrer Kunden nicht selber aussuchen darf : Die Gefängnisse und die Universitäten“.

Aber in der Regel müßen die Hochschulen jeden Studenten ohne Prüfungen auf Studierfähigkeit bzw. Studierfähigkeit für das Fach, bis auf Architektur, aufnehmen. Wäre es nicht für beide Seiten, die Hochschulen und die Studenten besser, wenn es vor Studienbeginn Tests geben würde um die Studenten auf obige Fähigkeien hin zu prüfen ?. Sicher wäre das bei der Anzahl an Studenten ein immenser Arbeitsaufwand, aber andererseits wird dadurch auch viel Arbeit gespart, in dem nämlich die Leute, die für das Studienfach nicht geeignet sind bzw. falsche Vorstelungen von dem Fach haben, wegfallen und nur die Motivierten und Qualifizierten übrig bleiben.

Ich habe selber an einer Hochschule studiert, an der sowohl Schriftliche Tests als auch Mündliche Bewerberauswahl stattfand,
und ich muß sagen dies hat sich durch das spätere Arbeiten mit Hochmotivierten und Qualifzierten Kommilitonnen und Kommilitonninen absolut bezahlt gemacht. Zumal diese Tests z.B. in den USA oder Großbritannien vor allem in den Graduate Studiengängen selbstverständlich sind. Vor allem in den Mündlichen Interviews kann die Hochschule auf die Bewerber zugehen und evtl. auch falsche Vorstellungen über das Studienfach seitens des Bewerbers revidieren.

Der zweite Punkt ist, dass ein Studium in Deutschland immer noch, im Vergleich zu den anderen Ländern, viel zu lange dauert. Der Brite studiert im Durchschnitt lediglich 3 bis 4 Jahre, der Deutsche braucht für sein Diplom 5 bis 6 Jahre. Hier wäre es geboten, das Curriculum an den Unis sowie an den Fachhochschulen zu straffen, die Semesterferien zu kürzen und die Prüfungen zu verstärken. Dann wäre das Diplom auch ohne Probleme
in 3 bis 4 Jahren zu absolvieren und Deutschland würde seine Wettbewerbsfähigkeit im wichtigsten Faktor der Zukunft, Bildung, verstärken.

Der dritte und lezte Punkt wäre das Abitur. Auch hier wäre eine Verkürzung auf 12 Jahre angebracht, da die Deutschen Schüler,
wieder im Vergleich zum Ausland, zu Alt sind wenn sie ihr Abi Zeugniss in der Tasche haben. Das liegt zum einen daran das viele
Eltern ihre Kinder erst mit 7 Jahren einschulen, an der im Vergleich zum Ausland 1 Jahr längere gehenden Schule und, bei den Männlichen Studenten, der Zivil/Wehrdienst der auch wieder 1 Jahr kostet. Hier wären die Abschaffung des Wehr/Zivildienst (ein Relikt des Kalten Krieges) und die Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre, wie bereits im Saarland, Ost-Deutschland und bald auch in Ba-Wü, üblich.

Mit lieben grüßen

Katja

Paar Anmerkungen:
Hi Katja

Punkt 1: Nachdem das Abitur üblicherweise hier zentral durchgeführt wird, halte ich separate Aufnahmeprüfungen für unintressant.
Viel wichtiger wäre eine Verbesserung und Straffung des Unterrichts bereits in der Oberstufe, und zwar hin zu eigenständigem und kreativem Denken. Daran hapert es nämlich ganz gewaltig.

Von so Feinheiten wie grundlegenden Mathekenntnissen will ich ja gar nicht reden, und zum Natwiss- Unterricht sag ich lieber gar nichts, da läuft mir nämlich die Galle über…

Sinnvoll wäre m.E. eine generelle Studienberatung vor Einschreibung. Allerdings wird auch diese nicht alle von ihrem Studienwunsch abbringen können, und einige, die ein Studium nur als „Notlösung“ begannen, wurden dann begeisterte und gute Wissenschaftler.

Pkt 2: Zur Studiendauer:
Die Einführung von Trimestern anstelle von Semestern würde die Studienzeiten natürlich verkürzen. Allerdings ist dabei zu beachten, das die Staatliche oder halbstaatliche Förderung von Studenten in D ein schlechter Witz ist. Meist zahlen die Eltern, und die Studenten müssen hinzuverdienen. Dies findet in den Semesterferien statt…

Ohne eine grundlegende Reform der Studienfinanzierung würde das einen gewaltigen Einschnitt bei den Studenten verursachen, die zum größten Teil eben doch motiviert sind. Aber wenn man, um zu studieren, buchstäblich am Hungertuch nagen muß…

Es gibt dann zwar hochmotivierte Studenten, aber eben nicht genug Absolventen, um den Arbeitsmarkt zu versorgen.

  1. Zu Schulzeitverkürzung:
    Uneingeschränkte Zustimmung.

zusätzlich:

Abschaffung der Wehrpflicht.

Mehr Praxisbezug in der Lehre, die Studenten sollten bereits spätestens nach dem Vorexamen aktiv mit in die Forschung eingebunden werden. Da wird am meisten gelernt.

KEINE weitere Verschulung, ist eh schon schlimm genug. So züchtet man nur Fachidioten (überspitzt ausgedrückt)

Entlastung des Lehr- und Forschungspersonals von überflüssigem Verwaltungsmüll (Das ist für einen Aussenstehenden kaum zu glauben, was da von „oben“ auf einen einfällt)

Gruß
Mike

*derauchimmerwiederüberseinenreisekostenabrechnungenschwitzt*

Hi Michael,

Punkt 1: Nachdem das Abitur üblicherweise hier zentral
durchgeführt wird, halte ich separate Aufnahmeprüfungen für
unintressant.

Aber nur in den Bundesländern zentral, nicht bundesweit. Deshalb will sich z.B. die FU Berlin nicht allein auf die Abitur Prüfung in Saarbrücken verlassen, sondern auch die Kentnisse des Bewerbers selber testen. Es geht auch um Eignungen für Studiengänge. Jemand der ein Physik Studium anstrebt ohne Mathematik Kentnisse bzw. Begabung könnte so nahe gelegt werden, nicht zu letzt aus eigenem Interesse, etwas anderes zu studieren. Genauso erfahren die Studenten in den Interviews mit den Professoren dann, was explizit in dem Studiengang vorkommt und dort können dann manche Ilussionen platzen (oft bei Sprachen der Fall) und die jungen Menschen können sich einen anderen Studiengang suchen.

Viel wichtiger wäre eine Verbesserung und Straffung des
Unterrichts bereits in der Oberstufe, und zwar hin zu
eigenständigem und kreativem Denken. Daran hapert es nämlich
ganz gewaltig.

Das ist richtig, aber dafür müßte der ganze Unterricht umgekrempelt werden. Denn Fähigkeiten, die heute im Beruf essentiell wichtig sind, wie Teamfähigkeit, Kreativ, Analystisches Denken werden nicht durch den Frontalunterricht von 1900 geschult, der heute noch praktiziert wird, sondern vom Arbeiten im Team mit den Klassenkamerade und dem Lehrer als eine Art Moderator.

Von so Feinheiten wie grundlegenden Mathekenntnissen will ich
ja gar nicht reden, und zum Natwiss- Unterricht sag ich lieber
gar nichts, da läuft mir nämlich die Galle über…

Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird, und inwiefern obige Fähigkeiten adäquat vermittelt werden, liegt immer im Auge des Betrachters. Schließlich soll der LK Mathe keinen Mathematiker hervorbringen sondern lediglich die jungen Menschen dazu befähigen ein Mathematikstudium an einer Universität absolvieren zu können, bei Chemie und Physik dito.

Sinnvoll wäre m.E. eine generelle Studienberatung vor
Einschreibung. Allerdings wird auch diese nicht alle von ihrem
Studienwunsch abbringen können, und einige, die ein Studium
nur als „Notlösung“ begannen, wurden dann begeisterte und gute
Wissenschaftler.

Das stimme ich Dir zu :smile:

Pkt 2: Zur Studiendauer:
Die Einführung von Trimestern anstelle von Semestern würde die
Studienzeiten natürlich verkürzen. Allerdings ist dabei zu
beachten, das die Staatliche oder halbstaatliche Förderung von
Studenten in D ein schlechter Witz ist. Meist zahlen die
Eltern, und die Studenten müssen hinzuverdienen. Dies findet
in den Semesterferien statt…

Das ist richtig, aber auch dazu gibt es Lösungsmöglichkeiten. Schließlich wird dieses Prinzip in allen anderen Länden auch erfolgreich praktiziert, warum sollte es ausgerechnet bei uns nicht funktionieren ?.

  1. Zu Schulzeitverkürzung:
    Uneingeschränkte Zustimmung.

-)

zusätzlich:

Abschaffung der Wehrpflicht.

Jap, hatte ich aber auch schon geschrieben :smile:.

Gruß

Katja

Aber wie sagte der ehemalige Präsident der Max Planck
Geselschhaft so schön : „Es gibt in Deutschland nur zwei
Institutionen die sich ihrer Kunden nicht selber aussuchen
darf : Die Gefängnisse und die Universitäten“.

Da hat der gute Herr aber einiges vergessen, als da sind
Grundschulen
Haupt-, Realschulen und Gymnasien

Hochschulen sind ein Teil der öffentlichen Bildungseinrichtungen und das ist auch gut so. Also haben sie dne Bildungsauftrag zu erfüllen, ohne ansehen der Person. Wenn die formalen Kriterien erfüllt sind (Allg. Hochschukreife oder ähnliche Qualifikation) darf es kein weiteres Kriterium geben.

Ob und wie besonders begabte Studenten gefördert(!) werden sollten ist eine andere Frage, aber hier darf auch Engagement von Seiten der Profesorenschaft eingefordert werden, was in anderen Ländern üblich ist.
Das gefördert hab ich so betont, weil ich es für Unsinn halte Begabte aus dem „normalen“ Lehrbetrieb völlig herauszunehmen.

Aber in der Regel müßen die Hochschulen jeden Studenten ohne
Prüfungen auf Studierfähigkeit bzw. Studierfähigkeit für das
Fach, bis auf Architektur, aufnehmen.

Da vergißt Du wieder was, nämlich fast alle künstlerischen Fächer, wo z.T. recht schwierige Aufnahmeprüfungen bestanden werden müßen.

Wäre es nicht für beide
Seiten, die Hochschulen und die Studenten besser, wenn es vor
Studienbeginn Tests geben würde um die Studenten auf obige
Fähigkeien hin zu prüfen ?.

Wenn ichmich recht erinnere ist das die Aufgabe des Abiturs!

Sicher wäre das bei der Anzahl an
Studenten ein immenser Arbeitsaufwand, aber andererseits wird
dadurch auch viel Arbeit gespart, in dem nämlich die Leute,
die für das Studienfach nicht geeignet sind bzw. falsche
Vorstelungen von dem Fach haben, wegfallen und nur die
Motivierten und Qualifizierten übrig bleiben.

Da sollte lieber eine ordentliche obligate(!) Studienberatung vorgeschaltet werden, Praktika inclusive.

Ich habe selber an einer Hochschule studiert, an der sowohl
Schriftliche Tests als auch Mündliche Bewerberauswahl
stattfand,
und ich muß sagen dies hat sich durch das spätere Arbeiten mit
Hochmotivierten und Qualifzierten Kommilitonnen und
Kommilitonninen absolut bezahlt gemacht. Zumal diese Tests
z.B. in den USA oder Großbritannien vor allem in den Graduate
Studiengängen selbstverständlich sind. Vor allem in den
Mündlichen Interviews kann die Hochschule auf die Bewerber
zugehen und evtl. auch falsche Vorstellungen über das
Studienfach seitens des Bewerbers revidieren.

Das kann eine gute(!) Studienberatung sicher auch erreichen. Was allerdings nicht in einem Termin von einer Stunde Dauer erledigt werden kann. Die gesamte Oberstufe mit seinem Kurssystem sollte dazu verwendet werden.

Der zweite Punkt ist, dass ein Studium in Deutschland immer
noch, im Vergleich zu den anderen Ländern, viel zu lange
dauert. Der Brite studiert im Durchschnitt lediglich 3 bis 4
Jahre, der Deutsche braucht für sein Diplom 5 bis 6 Jahre.
Hier wäre es geboten, das Curriculum an den Unis sowie an den
Fachhochschulen zu straffen, die Semesterferien zu kürzen und
die Prüfungen zu verstärken. Dann wäre das Diplom auch ohne
Probleme
in 3 bis 4 Jahren zu absolvieren und Deutschland würde seine
Wettbewerbsfähigkeit im wichtigsten Faktor der Zukunft,
Bildung, verstärken.

Ich hab mal in einer hochschulinternen Kommision zur Umarbeitung eines Studienganges gesessen. Ein Sandkasten im Kindergarten ist eine ersthafte Lokalität verglichen mit dem, was da abgeht. Aber es gibt gute Ansätze (was ich allerdings nur von derChemie sagen kann). Leider gibt es da aber auch Tendenzen, mal wieder das Kind mit dme Bade auszugießen, aber schaun wir mal.
Ganz nebenbei: Soooooo schlecht ist das Studium in D nicht (kann hier wieder nur von der Chemie und angrenzende Fächer sprechen). Wenn ich Absolventen vergleiche (was ich kann, weil ich in einem internationalen Konzern arbeite und recht viele Kontakte zu Kollegen quer über die Welt habe) muß ich sagen, das ein Durchschnittschemiker aus D im Durchschnitt im oberen Viertel liegt, was praktisches Können und heoretisches Wissen anbelangt. Gerade die von Dir gelobten Länder USA und GB schneiden im Durchschnitt nicht so toll ab. Hier gibt es eine dünne Elite, dann recht wenig und dann ziemlich viel, nun ja sagen wir Durchschnitt. So was möchte ich in D eigentlich nicht.

Der dritte und lezte Punkt wäre das Abitur.

Darüber wird schon immer lamentiert. Ich hab 1977 die Schule verlassen und mir wurde gesagt, daß wir die übelste Klasse waren… Komischerweise wurde das meinem Vater auch schon gesagt und meine Schwester bekam das zehn Jahre nach mir auch zu hören.
Sicher gibts einiges zu verbessern (12 Jahre wären z.B. OK) aber vom Prinzip her finde ich unser Schulsystem in Ordnung.

Das der Kriegsdienst/Zivildienst abgeschafft gehört unterschreibe ich auch sofort. Aber dann gibt in vielen Bereichen der karitativen Arbeit große Probleme, was allerdings nichts mit der Bildung zu tun haben darf.

Gandalf

Kleiner Einspruch

Jemand der ein Physik Studium
anstrebt ohne Mathematik Kentnisse bzw. Begabung könnte so
nahe gelegt werden, nicht zu letzt aus eigenem Interesse,
etwas anderes zu studieren.

Also, hier m"ochte ich mal widersprechen. Ich habe in Hessen Abitur gemacht, wof"ur ich nichts kann, da ich mir das nicht ausgesucht habe, wo meine Eltern leben. Also habe ich bereits einen ersten Nachteil gegen"uber Studenten aus Ba-W"u oder Bayern gehabt. Zweitens habe ich, nachdem ich wusste (mit 13 oder 14 oder so), dass ich Astronomie machen wollte (wozu man Physik studieren muss), Englisch und Deutsch als Leistungskurse gew"ahlt, damit ich in meinem Leben noch etwas anderes lerne als Mathe und Physik. Also bin ich mit einem hessischen Abitur und Mathe und Physik im Grundkurs nach Baden-W"urtemberg zum Physik-Studieren gegangen - und hatte erwartungsgem"ass unglaubliche Schwierigkeiten, irgendetwas zu verstehen (vor allem in Mathe). Eine Aufnahmepr"ufung h"atte ich auf gar keinen Fall geschafft. Ich habe es aber trotzdem geschafft, meine Defizite aufzuholen, habe eine 1.1 im Diplom, und ich denke, dass meine Doktorarbeit auch ganz gut wird. Das sage ich nicht, um damit anzugeben, sondern um zu zeigen, dass die F"ahigkeiten zu Beginn eines Studiums NICHTS "uber die tats"achlichen F"ahigkeiten eines Studenten aussagen. In der Schule lernt man halt nichts, und danach kommt es drauf an, ob man es selbst irgendwie wieder ausb"ugeln kann. Das merkt man aber erst nach vielleicht zwei, drei Semestern.

Da hat der gute Herr aber einiges vergessen, als da sind
Grundschulen

Bei den Grundschulen liegt es wohl in der Natur der Sache, dass diese sich ihre Klientel nicht aussuchen können. Übrigens hast Du in Deiner Aufzählung noch den Kindergarten vergessen, wenn wir schon so penibel sein wollen :smile:.

Haupt-, Realschulen und Gymnasien

Jein. In vielen Bundesländern ist es so, dass nur die Schüler aufs Gymansium dürfen, die auch eine Empfehlung dafür haben. Die die keine haben müßen sich einer Eingangsprüfung unterziehen. Hiermit haben die Gymansien schon einen gewissen Einfluß darauf, wer ihre Schule besucht und wer nicht und durch die Bewertungen in der Grundschule wird schon einmal vorselektiert.

Hochschulen sind ein Teil der öffentlichen
Bildungseinrichtungen und das ist auch gut so. Also haben sie
dne Bildungsauftrag zu erfüllen, ohne ansehen der Person. Wenn
die formalen Kriterien erfüllt sind (Allg. Hochschukreife oder
ähnliche Qualifikation) darf es kein weiteres Kriterium geben.

Warum denn nicht ? Weil es in Deutschland ein über 100 Jahre altes Dogma ist ?. Die meisten anderen Industrieländern praktizieren bereits ein Auswahl und Ausleseverfahren und sind bisher sehr gut damit gefahren. Wir in Deutschland haben immer die Eigenart zu glauben, dass die Welt untergeht sobald wir an scheinbar auf alle ewigkeit feststehenden Dogmen rütteln. Aber andere Länder zeigen uns dass das durchaus möglich ist und auch Vorteile für die Universitäten und die Studenten bringt.

Ob und wie besonders begabte Studenten gefördert(!) werden
sollten ist eine andere Frage, aber hier darf auch Engagement
von Seiten der Profesorenschaft eingefordert werden, was in
anderen Ländern üblich ist.

Das ist absolut richtig, auch die Professoren müßen sich verändern und die Studenten eher als Kunden betrachten und sich selbst als Dienstleister, der die wohl wichtigste Dienstleisung überhaupt anbietet, nämlich die Bildung :smile:.

Da vergißt Du wieder was, nämlich fast alle künstlerischen
Fächer, wo z.T. recht schwierige Aufnahmeprüfungen bestanden
werden müßen.

Das ist schon richtig, aber das ist doch nur ein verschwindend geringer Teil der Studenten der diese Studienrichtungen studiert. Mir ging es um die breite Masse der Studiengänge wo diese Tests eben nicht stattfinden.

Wenn ichmich recht erinnere ist das die Aufgabe des Abiturs!

Das sollte sie sein, aber wir wissen wohl beide, die wir das Abitur gemacht haben ?! das selbiges obige Aufgabe nur unzureichend wahrnimmt. Außerdem ging es mir primär um die Eignung für einen bestimmten Studiengang und das tut das Abitur, abgesehen von den Leistungskursen, nicht.

Da sollte lieber eine ordentliche obligate(!) Studienberatung
vorgeschaltet werden, Praktika inclusive.

Das eine schliesst das andere doch nicht aus oder ?. Ich halte Praktikas schon vor dem Studienbeginn für nicht sehr sinnvoll, weil diese jungen Menschen in der Firma in der Regel nur fürs Kaffe Kochen herangezogen werden. Deshalb wäre es besser mit den Praktikas zu warten bis die Studenten auch schon Wissen und Können in ihrem Bereich haben auf das die Firmen in den Praktikas aufbauen können.

Das kann eine gute(!) Studienberatung sicher auch erreichen.
Was allerdings nicht in einem Termin von einer Stunde Dauer
erledigt werden kann. Die gesamte Oberstufe mit seinem
Kurssystem sollte dazu verwendet werden.

Nein, kann sie nicht alleine. Die Studienberatung kann ja nur dem Studenten Auskunft über das Fach, die Chancen am Arbeitsmarkt etc. geben. Die Qualifikationen des Studenten für das Fachgebiet kann sie nicht prüfen. Außerdem warum nicht beides kombinieren ?. Bei Dir scheint es da nur ein entweder oder zu geben, ich denke da ist auch ein und möglich :smile:.

Ganz nebenbei: Soooooo schlecht ist das Studium in D nicht
(kann hier wieder nur von der Chemie und angrenzende Fächer
sprechen). Wenn ich Absolventen vergleiche (was ich kann, weil
ich in einem internationalen Konzern arbeite und recht viele
Kontakte zu Kollegen quer über die Welt habe) muß ich sagen,
das ein Durchschnittschemiker aus D im Durchschnitt im oberen
Viertel liegt, was praktisches Können und heoretisches Wissen
anbelangt. Gerade die von Dir gelobten Länder USA und GB
schneiden im Durchschnitt nicht so toll ab. Hier gibt es eine
dünne Elite, dann recht wenig und dann ziemlich viel, nun ja
sagen wir Durchschnitt. So was möchte ich in D eigentlich
nicht.

Ich habe auch nie bestritten das Deutsche Akademiker im Vergleich zu Amerikanern oder Briten schlecht wären. Ich sagte lediglich sie sind zu Alt wenn sie in den Beruf eintreten. Dass das Angelsächsische Hochschulsystem aus wenigen Elite Unis und viele Durchschnitts bis Schlechten Unis kein Vorbild für die Deutsche Hochschullandschaft sein sollte ist wohl selbstverständlich.

Sicher gibts einiges zu verbessern (12 Jahre wären z.B. OK)
aber vom Prinzip her finde ich unser Schulsystem in Ordnung.

Ein Problem ist, dass in Deutschland schon zu früh die Weichen für den späteren Schulabschluss gestellt werden. Dadurch dass schon nach der Grundschule in 3 Schulzweige gegliedert wird, wird meiner Meinung nach der zukünftige Weg des Schülers schon zu früh eingeschlagen. In Frankreich, USA, GB ehem. DDR besuchen/besuchten alle Schüler bis zum 16. Lebensjahr die gleiche Schule und konnte dann wählen ob sie noch das Abitur/College machen oder direkt in den Beruf gehen. Das ist meiner Meinung nach fairer zumal, wie neueste Studien zeigen, es für Realschüler immer schwerer wird in die Gymansien einzusteigen und der Prozentzsatz derer, die sich dort verbessern immer weiter absinkt.

Das der Kriegsdienst/Zivildienst abgeschafft gehört
unterschreibe ich auch sofort. Aber dann gibt in vielen
Bereichen der karitativen Arbeit große Probleme, was
allerdings nichts mit der Bildung zu tun haben darf.

Das ist richtig. Ich finde es auch eher beschämend wenn man an der Wehrpflicht nur festhält weil man die höheren Koste im Gesundheiswesen fürchtet. Denn damit wird den Deutschen, die sowieso schon länger als andere für ihre Ausbildung benötigen, noch ein Jahr weggenommen.

Gruß

Katja

Übrigens
hast Du in Deiner Aufzählung noch den Kindergarten vergessen,
wenn wir schon so penibel sein wollen :smile:.

Nun es gibt ein Recht auf einen Kindergartenplatz, aber keine Pflicht, die Kinder dorthin zu schicken (korintenkack :wink: )

Warum denn nicht ? Weil es in Deutschland ein über 100 Jahre
altes Dogma ist ?. Die meisten anderen Industrieländern
praktizieren bereits ein Auswahl und Ausleseverfahren und sind
bisher sehr gut damit gefahren. Wir in Deutschland haben immer
die Eigenart zu glauben, dass die Welt untergeht sobald wir an
scheinbar auf alle ewigkeit feststehenden Dogmen rütteln. Aber
andere Länder zeigen uns dass das durchaus möglich ist und
auch Vorteile für die Universitäten und die Studenten bringt.

Wenn die Oberstufe vernünftig geregelt ist, braucht es keine Prüfungen vor dem Studium. Ob eine Selektion nach „Güte“ innerhalb des Srudiums vorgenomen wird, bleibt davon ja unberührt.

auch die Professoren müßen sich
verändern und die Studenten eher als Kunden betrachten und
sich selbst als Dienstleister, der die wohl wichtigste
Dienstleisung überhaupt anbietet, nämlich die Bildung :smile:.

Aber bitte nicht das Pendel in die andere Richtung ausschlagen lassen. Der öffentliche Auftag läßt sich nicht alleine mit einer Dienstleistermentalität erfüllen.

Das eine schliesst das andere doch nicht aus oder ?. Ich halte
Praktikas schon vor dem Studienbeginn für nicht sehr sinnvoll,
weil diese jungen Menschen in der Firma in der Regel nur fürs
Kaffe Kochen herangezogen werden. Deshalb wäre es besser mit
den Praktikas zu warten bis die Studenten auch schon Wissen
und Können in ihrem Bereich haben auf das die Firmen in den
Praktikas aufbauen können.

Da gehören Firmen auch in die Pflicht genommen und einige haben diese Aufgabe schon angenommen (unsere auch). Es gibt gelenkte Praktika, in denen die SchülerInnen in die Labore schnuppern können (wobei die Leute im Labor explizit darauf hingewiesen werden (und sich bei uns auch weitestgehend daran halten), daß sie keine Kaffeekochknechte/mägde sind) und mehr theoretische Teile, wo das Berufbild erläutert wird, Studium exemplarisch erklärt wird, etc. Kostet die Firmen Zeit und Geld, aber wenn sie guten und ausreichenden Nachwuchs haben wollen, muß so etwas sein.

Das kann eine gute(!) Studienberatung sicher auch erreichen.

Außerdem warum nicht
beides kombinieren ?. Bei Dir scheint es da nur ein entweder
oder zu geben, ich denke da ist auch ein und möglich :smile:.

Ähm, da hast Du mich aber falsch verstanden (oder ich mich falsch ausgedrückt). Meine Vision ist eine Kombination aus Schuluntericht, Studienberatung (die schon vor der 13 einsetzen muß) und Firmenpraktika. Allerdings muß vielen Schülern schon frühzeitig klar gemacht werden (bzw. sie sich klar machen) wofür sie sich interessieren, nur so kann eine gute Förderung/Beratung auch greifen.

Ich habe auch nie bestritten das Deutsche Akademiker im
Vergleich zu Amerikanern oder Briten schlecht wären. Ich sagte
lediglich sie sind zu Alt wenn sie in den Beruf eintreten.
Dass das Angelsächsische Hochschulsystem aus wenigen Elite
Unis und viele Durchschnitts bis Schlechten Unis kein Vorbild
für die Deutsche Hochschullandschaft sein sollte ist wohl
selbstverständlich.

Wenn der Kriegsdienst/Zivildienst wegfallen und das Abi schon nach 12 Schuljahren gemacht würde, wären zwei Jahre gewonnen. Am prinzipiellen Aufbau des Studiums (hier möchte ich mich bei meiner Einschätzung wieder auf die chemieverwandten Naturwissenschaften beschränken) möchte ich nicht rütteln, das halte ich für solide und bewährt. Eine Verkürzung um locker ein Jahr ist allerdings sicher drin, wenn hochschulintern die ORganisation effektiver wäre (Praktikumsplätze, Seminare etc.).

Ein Problem ist, dass in Deutschland schon zu früh die
Weichen für den späteren Schulabschluss gestellt werden.
Dadurch dass schon nach der Grundschule in 3 Schulzweige
gegliedert wird, wird meiner Meinung nach der zukünftige Weg
des Schülers schon zu früh eingeschlagen. In Frankreich, USA,
GB ehem. DDR besuchen/besuchten alle Schüler bis zum 16.
Lebensjahr die gleiche Schule und konnte dann wählen ob sie
noch das Abitur/College machen oder direkt in den Beruf gehen.
Das ist meiner Meinung nach fairer zumal, wie neueste Studien
zeigen, es für Realschüler immer schwerer wird in die
Gymansien einzusteigen und der Prozentzsatz derer, die sich
dort verbessern immer weiter absinkt.

Dann bricht aber ganz schnell ein (unionsgeführtes) Gezeter aus, daß gute Schüler durch den schlechten Rest behindert werden etc. Siehe die Diskussionen bei der Einführung der Gesamtschule in einigen Bundesländern.

Aber schaun wir mal, was die Zukunft bringt. Leider halten sich viele Betriebe ziemlich raus, wenns um Bildungsförderung geht (z.B. bei der Berufausbildung und Einstellung von Studienabgängern). Da muß noch einiges passieren.

Gandalf

Nun es gibt ein Recht auf einen Kindergartenplatz, aber keine
Pflicht, die Kinder dorthin zu schicken (korintenkack :wink: )

Es ging mir auch nur darum, dass sich auch der Kindergarten nicht aussuchen kann wer seine „gäste“ sind :smile: *nochmehrkorintenkackt*.

Wenn die Oberstufe vernünftig geregelt ist, braucht es keine
Prüfungen vor dem Studium. Ob eine Selektion nach „Güte“
innerhalb des Srudiums vorgenomen wird, bleibt davon ja
unberührt.

Aber warum dann nicht gleich die Prüfungen vor dem Studium machen ?. Denn die Leute, die dann das Studim abbrechen müßen weil sie nicht Qualifiziert sind, blockieren die, die motiviert, Qualifiziert und Engagiert sind nur im Grundstudium. Wenn man diese schon vor Beginn ausselektieren könnte, wären schon im Grundstudium nur die Qualifizierten unter sich :smile: (klingt utopisch ich weiß, aber ich denke es ist zu schaffen :smile:).

Aber bitte nicht das Pendel in die andere Richtung ausschlagen
lassen. Der öffentliche Auftag läßt sich nicht alleine mit
einer Dienstleistermentalität erfüllen.

Wir müßen ja nicht gleich von einem Etrem ins andere umschlagen, der goldene Mittelweg wäre wohl das richtige :smile:.

Da gehören Firmen auch in die Pflicht genommen und einige
haben diese Aufgabe schon angenommen (unsere auch). Es gibt
gelenkte Praktika, in denen die SchülerInnen in die Labore
schnuppern können (wobei die Leute im Labor explizit darauf
hingewiesen werden (und sich bei uns auch weitestgehend daran
halten), daß sie keine Kaffeekochknechte/mägde sind) und mehr
theoretische Teile, wo das Berufbild erläutert wird, Studium
exemplarisch erklärt wird, etc. Kostet die Firmen Zeit und
Geld, aber wenn sie guten und ausreichenden Nachwuchs haben
wollen, muß so etwas sein.

In den meisten Firmen sieht es aber andes aus dort ist Praktikant = Kaffeekocher.

Ähm, da hast Du mich aber falsch verstanden (oder ich mich
falsch ausgedrückt). Meine Vision ist eine Kombination aus
Schuluntericht, Studienberatung (die schon vor der 13
einsetzen muß) und Firmenpraktika. Allerdings muß vielen
Schülern schon frühzeitig klar gemacht werden (bzw. sie sich
klar machen) wofür sie sich interessieren, nur so kann eine
gute Förderung/Beratung auch greifen.

Und warum nicht Studienberatung, Firmenpraktikum UND Prüfung kombinieren ?. Die Studienberatung kann ja nur Theoretisch sagen was in dem Studium vorkommen wird. Wenn Dir jemand sagt in den Studium kommt z.B. Matrizen Rechnung bringt Dir das recht wenig weil Du Dir unter diesem Abstrakten Begriff wenig vorstellen kannst. Wenn dann allerdings in den Vorprüfungen schon auf diesen Aspekt eingegangen wird und spezielle Mathematische Fähigkeiten gestestet werden würde das dem Studenten meiner Meinung nach mehr bringen.

Wenn der Kriegsdienst/Zivildienst wegfallen und das Abi schon
nach 12 Schuljahren gemacht würde, wären zwei Jahre gewonnen.
Am prinzipiellen Aufbau des Studiums (hier möchte ich mich bei
meiner Einschätzung wieder auf die chemieverwandten
Naturwissenschaften beschränken) möchte ich nicht rütteln, das
halte ich für solide und bewährt. Eine Verkürzung um locker
ein Jahr ist allerdings sicher drin, wenn hochschulintern die
ORganisation effektiver wäre (Praktikumsplätze, Seminare
etc.).

Ich denke 12 Schuljahre + 4 Jahre zum Diplom wären denn doch in Ordnung oder ?. Dann wäre der durchschnittliche Absolvent 22 Jahre alt und Deutschland würde Qualitativ und Quantitativ im Internationalen Vergleich sehr gut da stehen :smile:.

Katja

Betreff Eingangsprüfung
Hi katja

Gerade bei den Naturwissenschaften ist eine spezielle Eingangsprüfung vollkommener Käse.
Wenn darin irgendwelches Grundwissen abgeprüft werden soll, dann wird einfach die ersten 2 Semester auf die Schule abgewälzt…
Ansonsten wäre eine Eingangsprüfung einfach eine Wiederholung des Abiturs… Es wird irgendwelche Allgemeinbildung abgeprüft.

Die Aufnahmeprüfungen in vielen Ländern kommen einfach wegen des dortigen katastrophalen Schulsystems. (unseres ist auch nicht doll, aber in den USA… Brrrrrr)

Wieso sollte jemand, der eben keinen Mathe-LK hatte, kein guter Mathematiker werden.

Ob man für ein Studium wirklich geeignet ist, erkennt man in den ersten 2 Semestern, vorher hat man absolut keine Ahnung, auf was man sich einlässt (Erfahrungswert *g*)

Ich habe mir gerade überlegt, wie eine Eingangsprüfung für Geologie aussehen sollte (das Fach gibt es nicht an der Schule, Erdkunde ist ein schlechter Witz!) Es gibt keine Möglichkeit, das adäquat abzuprüfen, Man kann nicht mal sagen, was die Leute als abprüfbares Grundwissen unbedingt aufweisen sollten. Einer meiner Kollegen hatte Griechisch und Latein als LK, Chemie abgelegt…
Wurde auch kein schlechter Geologe…

Ich war nicht unbedingt ein guter Schüler, aber im Studium eigentlich immer vorne mit dabei…

Allgemeine Eingangsprüfungen sind nichts anders wie ein zusätzlicher Filter, der vieleicht mal einen ungeeigneten eliminieren, aber viele Nullen auch durchlässt, da diese Prüfungen auch nicht wesentlich anders aussehen wie das Abitur.

Gruß
Mike

blöde Idee :frowning:

Aber warum dann nicht gleich die Prüfungen vor dem Studium
machen ?. Denn die Leute, die dann das Studim abbrechen müßen
weil sie nicht Qualifiziert sind, blockieren die, die
motiviert, Qualifiziert und Engagiert sind nur im
Grundstudium. Wenn man diese schon vor Beginn ausselektieren
könnte, wären schon im Grundstudium nur die Qualifizierten
unter sich :smile: (klingt utopisch ich weiß, aber ich denke es
ist zu schaffen :smile:).

Hallo,

du sprichst dauernd davon, daß eher Unqualifizierte die anderen blockieren… kannst mir mal sagen, wie du dir das vorstellst? Jeder studiert doch für sich selbst und mir wärst echt total egal, wenn in meinem Studium Leute wären, die sich nicht „nicht richtig“ für das Fach interessieren. Das stört mich doch nicht.

Davon abgesehen, bin dich der Überzeugung daß Intelligenz oder Fachwissen, daß du so gerne VOR dem Studiunbeginn abgeprüft haben hättest nichts, aber auch gar nichts darüber aussagt, ob die Kanditaten für das Fach geeignet sind oder nicht! Denn das einzigste was dich in dem Studium immer wieder vorantreibt ist nichts als bloßes Interesse und das wirst du wohl schlecht abprüfen können.

Gruß
OLIVER

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Hi Oliver,

Hallo,

du sprichst dauernd davon, daß eher Unqualifizierte die
anderen blockieren… kannst mir mal sagen, wie du dir das
vorstellst? Jeder studiert doch für sich selbst und mir wärst
echt total egal, wenn in meinem Studium Leute wären, die sich
nicht „nicht richtig“ für das Fach interessieren. Das stört
mich doch nicht.

Dann setz Dich mal im Grundstudium wie z.B. an der Uni Köln mit 600 bis 700 Leuten in eine Vorlesung, dann weißt Du was ich meine…

Davon abgesehen, bin dich der Überzeugung daß Intelligenz oder
Fachwissen, daß du so gerne VOR dem Studiunbeginn abgeprüft
haben hättest nichts, aber auch gar nichts darüber aussagt, ob
die Kanditaten für das Fach geeignet sind oder nicht!

Das ist aber eine sehr gewagte Aussage. Vor allem bei Fächern wie Mathematik, Physik etc. ist die Intelligenz des Studenten der wichtigste Faktor für den Studienerfolg. Studien unter anderem von Prof. Eysenck haben ergeben, dass die Abschlussnoten proportional zum IQ gestiegen sind, dass heißt die Studenten mit dem höchsten IQ hatten in der Regel auch die besten Noten. Es wurden sogar bestimmte Mindestgrenzen aufgestellt, z.B. mind. 115 für Studium und 125 für Prädikats Examen, dass halte ich allerdings für ein wenig übertrieben :smile:.

Es geht auch nicht darum Fachwissen abzufragen, dass wäre natürlich VOR dem Studium schwachsinn. Aber bei Physik z.B. könnte man die Mathematischen Fähigkeiten und die Mathematische Intelligenz messen und daraus für den Bewerber Rückschlüsse ziehen, dass wäre durchaus möglich. Denn das die Gymnasien perfekt vorbereitete bald Studenten hervorbringen ist eine Chimäre.

Denn das

einzigste was dich in dem Studium immer wieder vorantreibt ist
nichts als bloßes Interesse und das wirst du wohl schlecht
abprüfen können.

Wenn er aber Aufgrund mangelnder Intelligenz den Stoff in Mathe oder Physik nicht mehr versteht wird das Interesse sehr schnell nachlassen :smile:

Liebe Grüße

Katja

Hi Oliver,

Hallo,

du sprichst dauernd davon, daß eher Unqualifizierte die
anderen blockieren… kannst mir mal sagen, wie du dir das
vorstellst? Jeder studiert doch für sich selbst und mir wärst
echt total egal, wenn in meinem Studium Leute wären, die sich
nicht „nicht richtig“ für das Fach interessieren. Das stört
mich doch nicht.

Dann setz Dich mal im Grundstudium wie z.B. an der Uni Köln
mit 600 bis 700 Leuten in eine Vorlesung, dann weißt Du was
ich meine…

Ok, das ist wirklich viel… ich kann mir totzdem nicht vorstellen, wieso man da weniger von der Vorlesung mitkriegen soll.

Davon abgesehen, bin dich der Überzeugung daß Intelligenz oder
Fachwissen, daß du so gerne VOR dem Studiunbeginn abgeprüft
haben hättest nichts, aber auch gar nichts darüber aussagt, ob
die Kanditaten für das Fach geeignet sind oder nicht!

Das ist aber eine sehr gewagte Aussage. Vor allem bei Fächern
wie Mathematik, Physik etc. ist die Intelligenz des Studenten
der wichtigste Faktor für den Studienerfolg. Studien unter
anderem von Prof. Eysenck haben ergeben, dass die
Abschlussnoten proportional zum IQ gestiegen sind, dass heißt
die Studenten mit dem höchsten IQ hatten in der Regel auch die
besten Noten. Es wurden sogar bestimmte Mindestgrenzen
aufgestellt, z.B. mind. 115 für Studium und 125 für Prädikats
Examen, dass halte ich allerdings für ein wenig übertrieben

-).

„Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ Tut mir leid, aber von IQ Tests halt ich nicht besonders viel. Außerdem, woher weißt du denn, daß Abschlußnoten was über die Qualifikation eines Absolventen aussagen? Einstein hatte in der Schule auch nicht die besten Noten, dafür Intuition und Liebe für seine Wissenschaft, aber die werden ja nicht geprüft… Wenns nach dir ging, gäbs heute vielleicht immer noch keine Relativitätstheorie, aber hauptsache die Auswendiglerner werden nicht „belästigt“.

Es geht auch nicht darum Fachwissen abzufragen, dass wäre
natürlich VOR dem Studium schwachsinn. Aber bei Physik z.B.
könnte man die Mathematischen Fähigkeiten und die
Mathematische Intelligenz messen und daraus für den Bewerber
Rückschlüsse ziehen, dass wäre durchaus möglich

Ich sehe da keine Unterschied zum Abitur. Was passt dir denn daran nicht?

Denn das

einzigste was dich in dem Studium immer wieder vorantreibt ist
nichts als bloßes Interesse und das wirst du wohl schlecht
abprüfen können.

Wenn er aber Aufgrund mangelnder Intelligenz den Stoff in
Mathe oder Physik nicht mehr versteht wird das Interesse sehr
schnell nachlassen :smile:

Hoffentlich mach ich mir jetzt keine Feinde, aber ich denke nicht, daß man für Mathe & Physik besonders intelligent sein muß. Wenn man sich nur intensiv genug damit befasst, seh ich da kein Problem - nur interssiert sich fast niemand wirklich ernsthaft dafür und deshalb machen es wenig und man kommt zu dem falschen Schluß, daß man für diese Fächer besonders viel IQ braucht. Ich meine, wenn einem Physik wirklich Spaß macht, wird man den Stoff auch verstehen.

Gruß
OLIVER

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Ok, das ist wirklich viel… ich kann mir totzdem nicht
vorstellen, wieso man da weniger von der Vorlesung mitkriegen
soll.

Auf dem Flur ist schlecht sehen und hören *g*. Hinzukommt das bei so einer Masse an Studenten keinerlei Möglichkeit besteht intensiven Kontakt mit den Professoren aufzunehmen, das Korrigieren der Prüfungen zieht sich in die Länge…

„Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“
Tut mir leid, aber von IQ Tests halt ich nicht besonders viel.

Das ist für die Bedeutung und Anerkennung selbiger in der Wissenschaft eher zweitrangig :smile:

Außerdem, woher weißt du denn, daß Abschlußnoten was über die
Qualifikation eines Absolventen aussagen ?

Sie attestieren ihm überdurchschnittlich gute Fähigkeiten in seinem Wissenschaftsbereich.

Einstein hatte in

der Schule auch nicht die besten Noten, dafür Intuition und
Liebe für seine Wissenschaft, aber die werden ja nicht
geprüft… Wenns nach dir ging, gäbs heute vielleicht immer
noch keine Relativitätstheorie, aber hauptsache die
Auswendiglerner werden nicht „belästigt“.

Das mit Einstein ist eine weit verbreitete Chimäre. Erstens war Einstein kein besonders schlechter Schüler und zweitens wies er einen exorbitanten IQ auf, was für Dich allerdings sekundär sein dürfte weil Du dem eh nicht traust :smile:

Ganz am Rande: Er mußte sich übrigens Jahrelang mit Höherer Mathematik und Physik beschäftigen, um überhaupt seine Formeln aufstellen zu können. Das fiel auch bei ihm nicht vom Himmel und ohne dieses Vorwissen hätte er seine berühmte Theorie nie aufstellen können.

Ich sehe da keine Unterschied zum Abitur. Was passt dir denn
daran nicht?

Wenn jemand z.B. Physik studieren will könnten exakt die Dinge getestet werden die für dieses Studium wichtig sind --> Mathematisches Denken, Logisches Denken etc. Genau das wird beim Abitur eben nicht gemacht, hier wird in gewissen Fächern nur Auswendiggelerntes abgefragt und das sagt wenig über die Qualifkation des Studenten für ein Mathe/Physik Studium.

Hoffentlich mach ich mir jetzt keine Feinde, aber ich denke
nicht, daß man für Mathe & Physik besonders intelligent sein
muß. Wenn man sich nur intensiv genug damit befasst, seh ich
da kein Problem - nur interssiert sich fast niemand wirklich
ernsthaft dafür und deshalb machen es wenig und man kommt zu
dem falschen Schluß, daß man für diese Fächer besonders viel
IQ braucht. Ich meine, wenn einem Physik wirklich Spaß macht,
wird man den Stoff auch verstehen.

Das ist Deine Meinung, die Wissenschaft sagt etwas anderes :smile:

Gruß

Katja

P.S.: Hast Du dein Abi auch im Saarland gemacht ? :smile:

Auf dem Flur ist schlecht sehen und hören *g*. Hinzukommt das
bei so einer Masse an Studenten keinerlei Möglichkeit besteht
intensiven Kontakt mit den Professoren aufzunehmen, das
Korrigieren der Prüfungen zieht sich in die Länge…

Also das ist dann definitiv Sache der Hochschule! Wenn sie nicht ausreichend Plätze in den Hörsälen anbieten können, sollen sie eben nicht soviele aufnehmen! Bei uns ist übrigens ziemlich Platz in den Hörsälen (nur 4-5 Reihen sind bestzt) und ich kenn trotzdem keinen, der intensiven Kontakt zu den Profs. hat.
Und das Korrigeren der Prüfungen dürfte sich auch nicht so merklich in die Länge ziehen, man muß nur mehr Hiwis einstellen… wo ist das Problem? Und wird dich auch niemand aufhalten, wenn du unbedingt engen Kontakt mit deinem Prof suchst. Per e-Mail wird wohl jeder erreichbar sein…

Außerdem, woher weißt du denn, daß Abschlußnoten was über die
Qualifikation eines Absolventen aussagen ?

Sie attestieren ihm überdurchschnittlich gute Fähigkeiten in
seinem Wissenschaftsbereich.

Sie attestieren gar nichts: denn in den Klauusuren wird schließlich nur ein Bruchteil von dem gefragt, was durchgenommen wurde. Wie will man daraus dann Rückschlüsse auf die tatsächlichen Fähigkeiten machen?!

Einstein hatte in

der Schule auch nicht die besten Noten, dafür Intuition und
Liebe für seine Wissenschaft, aber die werden ja nicht
geprüft… Wenns nach dir ging, gäbs heute vielleicht immer
noch keine Relativitätstheorie, aber hauptsache die
Auswendiglerner werden nicht „belästigt“.

Das mit Einstein ist eine weit verbreitete Chimäre. Erstens
war Einstein kein besonders schlechter Schüler und zweitens
wies er einen exorbitanten IQ auf, was für Dich allerdings
sekundär sein dürfte weil Du dem eh nicht traust :smile:

Minkowsiky nannte Einstein schlicht einen faulen Hund ohne Sinn für Mathematik.

Ganz am Rande: Er mußte sich übrigens Jahrelang mit Höherer
Mathematik und Physik beschäftigen, um überhaupt seine Formeln
aufstellen zu können. Das fiel auch bei ihm nicht vom Himmel
und ohne dieses Vorwissen hätte er seine berühmte Theorie nie
aufstellen können.

Richtig - ABER mit Kenntnissen in Mathematik und Physik alleine hätte er NIE die Thorie aufstellen können. Dazu gehört auch eine exorbitante physikalische Intuition, die nur aus dem Interesse für dieses Gebiet hervorgehen kann.

Ich sehe da keine Unterschied zum Abitur. Was passt dir denn
daran nicht?

Wenn jemand z.B. Physik studieren will könnten exakt die Dinge
getestet werden die für dieses Studium wichtig sind -->
Mathematisches Denken, Logisches Denken etc. Genau das wird
beim Abitur eben nicht gemacht, hier wird in gewissen Fächern
nur Auswendiggelerntes abgefragt und das sagt wenig über die
Qualifkation des Studenten für ein Mathe/Physik Studium.

Bitte? Seit wann wird im Mathe- und Physikabi nur Auswendiggelerntes abgefragt?? Also da kann ich dir versichern, daß dem nicht so ist.

Mal was anderes: irgendwie hat sich die ganz Diskussion auf Mathe und Physik verschoben. Dazu möchte ich sagen, daß in Deutschland händeringend nach Physikern gesucht wird. Auf jeden Absolventen fallen im Durchschnitt zwei offene Stellen. In Paderborn wird sogar jedem Student, der sich entschließt Physik zu studieren ein kompletter Rechner GESCHENKT! In Kaiserslautern werden Wehrpflichtige/Zivis bereits während dem Kriegsdienst mit einem speziellen Fernstudium gelockt, nur um die Nachfrage nach Physikern in den Griff zu bekommen. Und dann kommst du mit deiner Idee, die sowieso wenigen Anfänger noch durch absolut bedeutungslosen und lückenhaften Tests weiter zu dezimieren. Wozu?? In anderen naturwissenschaftl. Fächern ist es wohl nicht anders… und den nicht naturwissenschaftlichen -z.B. sprachlichen - Fächern wird es so einen Test, der die (sprachliche) Qualifikation prüft wohl einfach nicht geben. Es KANN ihn nicht geben.

Hoffentlich mach ich mir jetzt keine Feinde, aber ich denke
nicht, daß man für Mathe & Physik besonders intelligent sein
muß. Wenn man sich nur intensiv genug damit befasst, seh ich
da kein Problem - nur interssiert sich fast niemand wirklich
ernsthaft dafür und deshalb machen es wenig und man kommt zu
dem falschen Schluß, daß man für diese Fächer besonders viel
IQ braucht. Ich meine, wenn einem Physik wirklich Spaß macht,
wird man den Stoff auch verstehen.

Das ist Deine Meinung, die Wissenschaft sagt etwas anderes :smile:

Das ist nicht meine Meinung, sondern meine Erfahrung… aber was man nicht in Test nachprüfen kann, interssiert dich ja nicht.

P.S.: Hast Du dein Abi auch im Saarland gemacht ? :smile:

ja. :smile:

Also das ist dann definitiv Sache der Hochschule! Wenn sie
nicht ausreichend Plätze in den Hörsälen anbieten können,
sollen sie eben nicht soviele aufnehmen!

Ach wie ist das denn damit vereinbar das alle Abiturienten Anrecht auf einen Studienplatz haben ?.

Sie attestieren gar nichts: denn in den Klauusuren wird
schließlich nur ein Bruchteil von dem gefragt, was
durchgenommen wurde. Wie will man daraus dann Rückschlüsse auf
die tatsächlichen Fähigkeiten machen?!

In vielen Wissenschaften gehen die einzelnen Gebiete fließend ineinander über. Das heißt wenn er in einem Bereich sehr gute Kentnisse hat ist es zu erwarten das er sich auch in den anderen übdurchschnittlich gut auskennt.

Minkowsiky nannte Einstein schlicht einen faulen Hund ohne
Sinn für Mathematik.

Und die Meinung von herrn Minkowsiky hat einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit ??.

Richtig - ABER mit Kenntnissen in Mathematik und Physik
alleine hätte er NIE die Thorie aufstellen können. Dazu gehört
auch eine exorbitante physikalische Intuition, die nur aus dem
Interesse für dieses Gebiet hervorgehen kann.

Und was hat das mit dem Studium zu tun ? Hätte er das Interesse ohne ein Studium nicht gehabt ? Oder ist es was besonders weil er dieses Interesse auch ohne Studium aufgebracht hat ? Aber war Einstein nicht Professor ? Das setzt doch in der Regel ein Studium vorraus ?!

Ich sehe da keine Unterschied zum Abitur. Was passt dir denn
daran nicht?

Bitte? Seit wann wird im Mathe- und Physikabi nur
Auswendiggelerntes abgefragt?? Also da kann ich dir
versichern, daß dem nicht so ist.

Wer Lesen kann ist klar im Vorteil :smile:. Die Äußerungen bezogen sich auf das Abitur, was aus meinem Satz auch klar hervorging.

Mal was anderes: irgendwie hat sich die ganz Diskussion auf
Mathe und Physik verschoben. Dazu möchte ich sagen, daß in
Deutschland händeringend nach Physikern gesucht wird. Auf
jeden Absolventen fallen im Durchschnitt zwei offene Stellen.
In Paderborn wird sogar jedem Student, der sich entschließt
Physik zu studieren ein kompletter Rechner GESCHENKT! In
Kaiserslautern werden Wehrpflichtige/Zivis bereits während dem
Kriegsdienst mit einem speziellen Fernstudium gelockt, nur um
die Nachfrage nach Physikern in den Griff zu bekommen. Und
dann kommst du mit deiner Idee, die sowieso wenigen Anfänger
noch durch absolut bedeutungslosen und lückenhaften Tests
weiter zu dezimieren. Wozu??

Also hast Du statt 10 gut ausgebildeten und hochqualifizierten Physikern lieber 20 mittelmäßige Physiker ?. Ich denke von letzteren Studenten haben wir schon genug in Deutschland es gilt die Talentierten zu fördern.

In anderen naturwissenschaftl.

Fächern ist es wohl nicht anders… und den nicht
naturwissenschaftlichen -z.B. sprachlichen - Fächern wird es
so einen Test, der die (sprachliche) Qualifikation prüft wohl
einfach nicht geben. Es KANN ihn nicht geben.

Warum nicht ???

Das ist nicht meine Meinung, sondern meine Erfahrung… aber
was man nicht in Test nachprüfen kann, interssiert dich ja
nicht.

Exakt

P.S.: Hast Du dein Abi auch im Saarland gemacht ? :smile:

ja. :smile:

Ich auch :smile:

bye

katja

Hallo Katja,

ich könnte jetzt auf deine spitzfindigen Bemerkungen wieder meine loslassen und dann bist du wieder dran und so weiter… aber ich seh schon, daß man dich nicht überzeugen kann, aber zum Glück haben die Leute in den entsprechenden Positionen nicht so komische Ideen.

Gruß
Olli

Hallo Katja!

Aber warum dann nicht gleich die Prüfungen vor dem Studium
machen ?. Denn die Leute, die dann das Studim abbrechen müßen
weil sie nicht Qualifiziert sind, blockieren die, die
motiviert, Qualifiziert und Engagiert sind nur im
Grundstudium. Wenn man diese schon vor Beginn ausselektieren
könnte, wären schon im Grundstudium nur die Qualifizierten
unter sich :smile: (klingt utopisch ich weiß, aber ich denke es
ist zu schaffen :smile:).

Bildung ist also das Privileg der Hochqualifizierten, der „High Potentials“, der Karrieregeier? Menschen die studieren wollen ohne schon vorher ein festes Karriereziel vor Augen zu haben, Menschen die nicht zu den Allerhellsten gehören und vielleicht ein paar Semester länger brauchen, die Unentschlossenen oder die „Spätsünder“ was ist mit denen? Die würden in dem von Dir vorgeschlagenen System entweder total auf der Strecke bleiben oder auf die miesen Unis abgeschoben werden. Gott sei Dank ist es in Deutschland nicht so. Außerdem würde mich mal interresieren wie den die langsamen, gerade im Grundstudium, die Qualifizierten behindern. Wenn es an Deiner Uni so war, daß sich der Lehrstoff an den schlechten Komillitonen orientiert hat, dann war das eine Ausnahme und tut mir leid für Dich. Bei uns war das anders. Nach zwei Semestern hat sich die Spreu vom Weizen getrennt. Ich bin gut durchgekommen, und habe mich zu keinem Zeitpunkt von den „Unmotivierten“ gestört oder gebremst gefühlt.

Gruß
Tom

Scheiß Bildungsdarwinismus!
Hi Katja!

Du stellst hier die Behauptung auf, daß mathematisches Verständnis eine notwendige Vorausstezung für ein erfolgreiches Physikstudium wäre. Bewerbern denen ein solches Verständnis fehlt dürfen dann nicht Physik studieren? Ich kann Dir aus Erfahrung sagen, daß mathematische Methoden erlernt werden können und sich langfristig auch ein Verständnis abstrakter mathematischer Zusammenhänge ausbildet. Es ist absoluter Hochmut zu glauben, man könnte geeignete Bewerber durch ein kurzes Auswahlverfahren auf ihre Studierfähigkeit abklopfen. Und kurz müssen diese Verfahren sein, bei mitunter 1000 Bewerbern für ein Studienfach an einer Uni. Das aktuelle Prinzip funktioniert doch gut. Die Erfahrung lehrt, daß spätestens bis zum Vordiplom die Überforderten abgesprungen sind. Warum sollte daran etwas geändert werden? Denn ob man mit 800 oder nur mit 450 Kommilitonen im Hörsaal sitzt ist doch Jacke wie Hose.

Gruß
Tom

Bildung ist also das Privileg der Hochqualifizierten, der
„High Potentials“, der Karrieregeier?

Nicht nur, aber nach diesen Kräften schreit die Wirtschaft und deshalb müßte seitens der Politik mehr getan werden um diesen Bedarf zu befriedigen.

Menschen die studieren

wollen ohne schon vorher ein festes Karriereziel vor Augen zu
haben, Menschen die nicht zu den Allerhellsten gehören und
vielleicht ein paar Semester länger brauchen, die
Unentschlossenen oder die „Spätsünder“ was ist mit denen? Die
würden in dem von Dir vorgeschlagenen System entweder total
auf der Strecke bleiben oder auf die miesen Unis abgeschoben
werden. Gott sei Dank ist es in Deutschland nicht so.

Was wäre daran denn schlimm ?. Die die weniger Leisten können oder wollen können doch nicht die selben Rechte und Vorrechte einfordern wie die, die können UND wollen ?. In den USA und Großbritannien ist das von Dir als Horrorszenaorie verschriebene Modell gang und gäbe.
Außerdem

würde mich mal interresieren wie den die langsamen, gerade im
Grundstudium, die Qualifizierten behindern. Wenn es an Deiner
Uni so war, daß sich der Lehrstoff an den schlechten
Komillitonen orientiert hat, dann war das eine Ausnahme und
tut mir leid für Dich.

An meiner Uni war es nicht so, im Gegenteil. Ich war an einer Privaten „Elite-Uni“ die sehr harte aber auch sehr gute Aufnahmetests durchführte so dass nur die wirklich Motivierten und Qualifizierten zum Studium zugelassen wurde. Das machte sich im Alltag auch schnel bemerkbar und davon haben sowohl Professoren als auch Studenten partizipiert. Aber ich kenne auch die Berichte von Absolventen von Öffentlichen Unis und denke, dass ich mir darüber auch ein Bild machen kann/konnte.

Bei uns war das anders. Nach zwei:Semestern hat sich die Spreu vom Weizen getrennt. Ich bin gut durchgekommen, und habe mich zu keinem Zeitpunkt von den „Unmotivierten“ gestört oder gebremst gefühlt.

Wenn aber in großen Unis die Vorlesungen aus allen Nätzen platzen und man keinen Sitzplatz mehr kriegt macht sich das schon bemerkbar…

Gruß

Katja

Bildung ist also das Privileg der Hochqualifizierten, der
„High Potentials“, der Karrieregeier?

Nicht nur, aber nach diesen Kräften schreit die Wirtschaft und
deshalb müßte seitens der Politik mehr getan werden um diesen
Bedarf zu befriedigen.

Jetzt erkläre doch mal wie Auswahlverfahren die Zahl der Absolventen steigen lassen?

Gruß
Tom