Re^6: blöde Idee 
[…]
Welches Endprodukt? BMW, VW, Opel, Mercedes? Ich dachte, die
kommen aus D.
Nissan.
In der Zeit sitzen die Menschen ja nicht nur dumm rum und
bohren in der Nase, sondern sie beschäftigen sich mit
Ausgleichstätigkeiten wie z.B. auch dem Nachdenken.Jetzt vrgleichst du Äpfel mit Birnen. Such dir mal
Statistiken raus, die blgn, was die Ds. im Urlaub machen.
Ausgleichstätigkeiten wie Bierdrinken:smile:
Ja, aber bestimmt nicht bei den Akademikern. Die im Urlaub am Ballerman Sangria saufen, werden auch während der Arbeitstage mit der Bierflasche vor dem Ferhseher hocken.
Vermutlich (aber das ist jetzt blosse Spekulation) weil sie eben keine besonders erfüllende Tätigkeit haben und so ihre innere Leere durch Reizüberflutung (TV+Alkohol+Nikotin) übertönen können. Es wäre weit besser, die arbeitsbedingungen zu verbessern und den Menschen eine Perspektive zu bieten.
So verkommt die breite Masse zu blossen Konsumenten, deren einziger Zweck es ist, die Produkte zu kaufen, die sie herstellen.
Aber ich schweife ab.
[…]
Wenn du jetzt die
Armen vorschiebst, stellst du dir ein Armutszeugnis aus. Von
unseren 21.000 Studenten in unserer Stadt hatten mehr als 80%
ein Auto,Auch dafür hätte ich jetzt gerne einen Beleg. Von meinen
Kommilitonen hatten nur sehr wenige ein Auto. Und wir haben
wirklich nicht in unmittelbarer Nähe der Uni gewohnt.
In dieser Studie finde ich, dass rund 45% aller Studenten ein Auto „bezahlen“. Es ist unklar, ob damit nicht vielleicht das Benzin für das von den Eltern ausgeliehene Fahrzeug gemeint ist. Wie dem auch sei, ich halte die Zahl für erstaunlich hoch, sie ist allerdings recht weit von den deinerseits angegebenen 80% entfernt.
Vom Papi. Oder man jobbt nebenbei und finanziert es sich so.
Aber das weisst Du doch selbst.Also doch von den Eltern. Also kann man sich statt des Autos
auch die Studiengeb. leisten, oder?
Klar. Deine Eltern würden bestimmt mit Freuden ihr Haus verpfänden, um Dein Studium zu finanzieren. Meine nicht. So kanns kommen.
[…]
Schon mal überlegt, warum die meisten keine Förderung
bekommen? Weil sie entweder bi den Eltern wohnen, oder die
Eltern genug Geld haben. BaFöG berechnet sich nach dem
Einkommen der Eltern, dem Vermögen der Eltern, den eigenem
Vermögen, ob man elternunabhängig lebt und und.
Die Berechnung, wer wieviel BAFöG bekommt, ist ein Witz! Darum bekommt es so gut wie keiner.
Da möchte ich aber mal ein Beleg haben, von Familien, die es
sich nicht leisten konnten, daß die Kinder studieren. Da
kommen warscheinlich 1 oder 2% zusammen. Aber ich hab dir ja
die Rechnung vorgemacht. 18 Jahre lang, jeden Monat 50 DM
beiseite gelegt und schon geht es.
Es gibt eine Studie des BMBF unter
http://www.bmbf.de/presse01/437.html
Es gibt jedoch Benachteiligungen beim Hochschulzugang je
nach sozialer Herkunft:
Fast ¾ der Kinder, deren Vater Beamter ist, beginnen ein
Studium. Kinder von Selbständigen oder Freiberuflern
studieren zu 60%. Die Bildungsbeteiligung des
Nachwuchses aus Angestelltenhaushalten liegt mit 37%
deutlich darunter. Nur eine Minderheit der Arbeiterkinder
gelangt an eine Hochschule, nämlich nur 12%. Während wir
einen deutlichen Zuwachs seit 1985 bei der
Bildungsbeteiligung der Kinder von Beamten und
Selbstständigen beobachten können, ist die Quote der
Arbeiterkinder auf niedrigem Niveau nur leicht angestiegen,
seit einigen Jahren stagniert sie sogar.
Ausserdem:
Es ist kein Geheimnis: Unter der Vorgängerregierung ist
das BAföG zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Allein im
Zeitraum von 1993 bis 1998 hat sich die Zahl der
BAföG-Empfänger fast halbiert.
Wenn man das offiziell liest, kann man sich ja ausrechnen, wie es wirklich aussieht. Das wäre die erste Ministeriums-Pressemeldung, die nicht geschönt ist.
Frag mal einen Amerikaner, wenn er fertig ist, was er für
Schulden hat. Das ist doch ganz normal und mit Schulden läßt
sich vorzüglich Steuern sparen. Mein Zahnarzt zahlt seine
BaFöG- Schulden in den kleinsten erlaubten Raten zurück,
obwojl er es locker mit einem Schlag erledigen könnte, aber
arum auch?
Super. Schulden als Vorteil hinzustellen. Du solltest in die Werbung gehen oder bei der Telekom anfangen.
Warum sollte ich es toll finden, Schulden zu haben, nur weil die Amerikaner auch welche haben (oder Dein Zahnarzt hihi)
Freunde von mir haben – seit sie mit dem Studium fertig sind – echte Geldprobleme und jammern im einen fort über die Abzahlung von BAFöG-Schulden. So toll kann das nicht sein.
Um es nochmals zu sagen, in anderen Ländern geht es auch. Das
sind auch keine Überlebenskünstler.
Nur weil es das wo anders auch gibt, muss es nicht zwangsläufig hier auch eingeführt werden. Erst recht muss es nicht als erstrebenswert angesehen werden!
Gruß
Fritze
*der sich eigentlich aus der Diskussion langsam mal raushalten wollte*

