Hi,
das obige lass ich ml unkommentiert.
Schade.
Das hört man immer wieder, vor allem von deutschen
Verdummungsblättern, wie Focus, BILD und Spiegel.
Ah ja. Du liest dann den Stern und die Bunte oder grundsätzlich nur „Fachzeitschriften“ wie Manager und Wall Street Jurnal?
Wenn die
Produktivität so hoch wäre, warum sind wir dann im
Technologiesektor Schlußlicht?
Wo hast Du denn die Weisheit her? Nein, noch sind wir das nicht. Aber da deutsche Firmen keine nennenswerten Beträge in die Grundlagenforschung stecken, werden wir das in absehbarer Zukunft tatsächlich sein.
(siehe UMTS, wo sind nur die
100 Mrd DM hin?).
Die hat Vater Staat eingesackt, um die Feten der letzen Jahre zu bezahlen (inkl. Expo).
Klar, daß seit Jahrzehnten immer wieder die
Autoindustrie als Musterbeispiel vorgeschoben wird, aber
dieser Sektor bröckelt immer mehr.
Im Gegenteil. Wenn ich richtig verstanden habe, ist die deutsche Automobilindustrie zur Zeit weltweit die einzige, die der allgemeinen Rezession noch nicht zum Opfer gefallen ist. Wenn man man von Daimler/Chrysler/Mitsubishi absieht, die von einem unfähigen und größenwahnsinnigen Manager geführt wird.
Der Output an Fahrzeugen,
gemessen an anderen Firmen, ist winzig. In Japan produziert
man bei weniger Leuten mehr Fahrzeuge.
Das möchte ich jetzt mal irgendwo belegt haben. Kannst Du Quellen angeben? Ich konnte es auch nicht, aber so reden wir ja ewig mit „Bauchgefühl“.
Da nützt es auch nicht,
daß die Produktivität von Auto-Teilen hoch ist, denn wem nützt
es, wenn pro Auto 6 oder 7 Räder hergestell werden. Also
sollte die Produktivität am Endproduukt gemessen werden.
Das Endprodukt wird – dank globalem Logistikwahn – nicht in Deutschland hergestellt, sondern in Grossbritannien. Aber glaube mir: Pro Auto nur vier Räder 
Etwas von Versklavung steht nur in deutschen Blättern. Hier
wird einem ja auch vorgegaukelt, man könne durch kürzere
Arbeitszeit mehr schaffen.
Das kannst Du nicht verstehen, gell? Ist ja auch etwas komplexer. Die Menschen funktionieren nicht streng linear. Nach dem Motto: 10 Maurer brauchen, um ein Haus zu bauen, 5 Monate. Also brauchen 100.000 Maurer 22 Minuten.
Es ist vielmehr so, dass man Menschen ihren Freiraum lassen muss. Pausen und sogar ein Mittagsschläfchen setzen sich immer mehr durch. Auch Urlaub zum „Auftanken“ ist sehr wichtiger Bestandteil der deutschen Arbeitsweise. Top-Managern werden neuerdings sogar „sabaticals“ gewährt (eine Erfindung der Amis, wenn ich nicht irre). Das sind ganze Jahre „auf Urlaub“. In der Zeit sitzen die Menschen ja nicht nur dumm rum und bohren in der Nase, sondern sie beschäftigen sich mit Ausgleichstätigkeiten wie z.B. auch dem Nachdenken.
Außerdem werden zu gut erholte Arbeiter nicht gerade
produktiver. Eine länger gestsndene Maschine läuft auch nicht
auf Anhieb auf vollen Touren. Da muß man sich erst langsam
wieder einarbeiten.
Daher steht die Maschine im Urlaub überhaupt nicht still, sondern arbeitet munter weiter.
Da hast du aber oben nicht richtig gelesen. Wo entscheiden
denn Studiengebühren über die Karriere?
Sie machen ein Studium für Kinder aus der Mittel- oder gar der unteren Schicht noch schwieriger, als es ohnehin schon ist.
Wenn du jetzt die
Armen vorschiebst, stellst du dir ein Armutszeugnis aus. Von
unseren 21.000 Studenten in unserer Stadt hatten mehr als 80%
ein Auto,
Auch dafür hätte ich jetzt gerne einen Beleg. Von meinen Kommilitonen hatten nur sehr wenige ein Auto. Und wir haben wirklich nicht in unmittelbarer Nähe der Uni gewohnt.
der Rest wohnte in unmittelbarer Nähe. Wo kommt wohl
das Geld für die Autos her?
Vom Papi. Oder man jobbt nebenbei und finanziert es sich so. Aber das weisst Du doch selbst.
Heutzuttage kostet ein Auto,
selbst wenn es nicht gefahren wird, ca. 200 DM Pro Monat,
macht 2400 DM Pro Jahr, also ca. 1000 DM pro Semester. Was ist
daran zu teuer?
Alles. Darum habe ich auch gar kein Auto. Ich war selbst erstaunt, dass einige nicht mal einen Führerschein haben!
Zur Zeit kostet ein 9.5 m^2 Wohnheimplatz in einem Betonklotz über 300,- DM/Monat. Das grenzt schon fast an Mietwucher. Über irgendwelche Tricks (Briefkasten und anteilig Platz der Turnhalle und Küche etc. mitgerechnet) kommen sie dann auf 12 m^2/Zimmer.
Das ist wirklich nicht übertriebener Lebensstandard. Ausserdem gibt es natürlich nicht so viele Wohnheimplätze wie Studenten.
Wie dem auch sei. Dazu kommt dann ein Telefon (oder sollen Studenten Deiner Meinung nach auf solchen Luxus verzichten?) mit sagen wir alles in allem DM 50,-/Monat.
Essen, Trinken, Seife etc. noch einmal 400,-/Monat. Dann will man ja vielleicht auch einmal ins Kino oder Theater gehen. Ab und zu eine Kneipe oder ein Tanzschuppen. Sagen wir nochmal 100,-/Monat für Vergnügungen (jaja, Luxus wirst Du sagen … egal).
Bücher, Schreibkram und so weiter … weitere DM 50,-/Monat. Dann
Ab und zu möchte ein Student vielleicht auch mal was anziehen oder zum Frisör gehen. Rechnen wir dafür (wir sind sehr bescheiden) nochmal im Schnitt 50/Monat (Jeans, billige Treter, Haare auch mal länger etc.)
Dann wären da noch fixe Kosten wie Versicherungen und die bereits erhobene Semestergebühr von ca. DM 300,-/Semester (inkl. Studi-Ticket) … sagen wir rund 150,- Monat.
Macht zusammen DM 1100,-/Monat für den bescheidenen Studenten. Aufzubringen von Papi+Mami oder jobben, da die meisten keine Förderung nach BAFöG bekommen (einer meiner Freunde hatte damals DM 60,-/Monat BAFöG! Dafür den ganzen Papierkram. Ein Witz)!
Wenn jetzt noch Semestergebühren dazukommen, erhöht sich die Summe ja um einen entsprechenden Betrag, was klarerweise von den weniger wohlhabenden Familien nicht aufgebracht werden kann. Insbesondere, wenn vielleicht auch mal mehr als ein Kind vorhanden ist. Ich kenne viele Fälle, in denen es nur für einen zum Studium gereicht hat.
Die Leute, die BAFöG bekommen, haben hinterher einen Berg Schulden abzuzahlen. Ich kenne da einige, die richtig dran zu knabbern haben.
Gruß
Fritze