Gedankengut

Die Diskussion unten ist zum Gruseln!

Schon der bürokratische Ausdruck „Gedankengut“ ist schrecklich und kann seine Herkunft aus dem Untertanenstaat nicht verleugnen. Es kommen Assoziationen zur Sozialistenverfolgung und zur Majestätsbeleidigung auf. Dabei ist nicht anderes gemeint, als dass Menschen verschiedene Einstellungen und Meinungen haben. Und jeder hält seine Einstellungen und Meinungen für richtig und begründet. Und jeder kann dafür auch Belege anführen.

Jeder sollte doch denken können was er will. Egal ob rechts oder links. Das ist nicht nur ein Plädoyer für Toleranz sondern auch die Einsicht, dass man es ohnehin nicht ändern kann.

Ich möchte in einem Land leben, wo jeder „Heil Hitler“ rufen kann – wenn er sich denn lächerlich machen will.

Ich möchte auch in einem Land leben, wo jeder geschichtliche Sachverhalte - auch Fakten - anzweifeln darf. Egal, ob er meint der 30jährige Krieg habe 40 Jahre gedauert, Auschwitz sei ganz anders gewesen, die Japaner hätten Dresden bombardiert oder Hitler sei ein begnadeter Politiker gewesen!

Es ist eine absurde Denkfigur, wenn man uns weiß machen will, damit würde irgend eine Gruppe, ein Volk oder ein Kollektiv beleidigt. Niemand wird beleidigt, wenn man sich Gedanken um Geschichte macht und diese auch laut äußert – und seien sie noch so bizarr.

Eine ebenso absurde Denkfigur ist es, wenn man „Verharmlosung“ für gefährlich hält.

Es ist völlig ungefährlich wenn man der Meinung ist, die eine oder die andere Sache sei gar nicht so gefährlich, wie die Presse oder die Regierung sie uns darstellt. Auch hier gilt in erster Linie das Recht auf die eigene Meinung.

Wer wirklich der Meinung ist, dass die Gegenwart in Deutschland irgendwie vergleichbar sei mit 1933, soll das zwar meinen dürfen, muss sich aber den guten Rat geben lassen, vielleicht doch mal ein Buch zur Hand zu nehmen – um sich nicht gar zu sehr lächerlich zu machen.

Ich möchte in einem Land leben, wo jeder denken und sagen darf was er will – wo aber seinem Handeln Grenzen gesetzt werden, die er nicht übertreten darf.

Wer andere persönlich beleidigt, ihnen schadet, sie bedroht, verletzt oder tötet, verstößt gegen das Gesetz und dies muss bestraft werden – konsequent, schnell und auch hart.

Das gilt für Asylbetrug ebenso wie für „Negerklatschen“!

Dabei ist die Frage, ob er (oder sie) sogenannte „linke“ oder sogenannte „rechte“ Ideen in seinem Kopf hat, ob er sein Zimmer mit Hakenkreuzen oder mit Hammer und Sichel tapeziert, ob er aus Brandenburg, Sachsen oder Anatolien kommt, ob er Asylbewerber oder Parteivorsitzender ist, völlig belanglos. Ebenso wie seine Haarfarbe oder sein Intelligenzquotient.

Und schließlich finde ich es zum Gruseln, wenn Menschen nach Wurzen fahren und dort ein Happening inszenieren, von dem sie vorher genau wissen, wie es ausgeht.

Viel Aufwand, um sich bestätigt zu fühlen – und ein neuer Beitrag um Menschen gegeneinander aufzuwiegeln.

hi bonifatius,
ich gebe dir in allem gesagten völlig recht.

Und schließlich finde ich es zum Gruseln, wenn Menschen nach
Wurzen fahren und dort ein Happening inszenieren, von dem sie
vorher genau wissen, wie es ausgeht.

Viel Aufwand, um sich bestätigt zu fühlen – und ein neuer
Beitrag um Menschen gegeneinander aufzuwiegeln.

bist du dann auch gegen kampagnen wie „keine macht den drogen“, hilfsprojekte für penner&bettler, oder alle anderen arten der sozialen hilfsbereitschaft? denn nichts anderes ist die veranstaltung bzw. die tour gewesen.
nicht hingehen bedeutet die endgültige resignation, und nicht stärke durch akzeptanz! wenn sich der staat(also du und alle anderen) aus solchen krisengebieten zurückzieht, hat er schon verloren.
grüße, rené

Die Frage ist mir zu einfach gestellt. Tatsächlich meine ich, dass die sog. Zivilgesellschaft zu Auswüchsen neigt. Jedes Projekt das dem Zeitgeist entspricht erntet Wohlwollen und manchmal auch Geld – und sei es nur, dass Richter Straftätern Geldbußen auferlegen, um sie solchen Projekten zu spenden.

Die meisten Projekte sind für mich nicht ausreichend legitimiert und nicht transparent genug. Der gute Wille reicht mir nicht.

Ich frage mich auch immer, woher die Leute die Zeit nehmen, um sich so zu engagieren und vermute immer ein zu hohes Maß an Selbstdarstellungsbedürfnis.

Ich finde deine Gleichsetzung der Projekte nicht richtig. Karitative Projekte kann man schlecht kritisieren, wohl aber Projekte, die sich politisch so (naiv) einmischen, wie hier geschehen. Die verschärfen m.E. die Spannungen.

Die Situation ist nach meiner Einschätzung auch nicht so dramatisch wie sie dargestellt wird. Ein gut Teil ist Jugendprotest, den es immer gab und der sich immer Formen sucht, die schockieren und Empörung produzieren. Was eignet sich besser als ein dahingekritzeltes Hakenkreuz? Vielleicht würde ich das auch machen, wenn ich noch 16 wäre – jedenfalls wäre es wirkungsvoll!

Mit Politik hat das nur sehr wenig zu tun, mit Nationalsozialismus schon gar nicht und zur Resignation gibt es keinen Anlass.

Die Zahl der Straftaten ist erstens relativ gering und außerdem ziemlich stabil.

Nach meinem Eindruck würde man die Situation am ehesten entschärfen, wenn die Regierungen auf Bundes- und auf Landesebene aber auch in den Kommunen jeden Eindruck vermeiden würden, die Recht der eigenen Bürger geringer zu achten als die Rechte von legalen und illegalen Einwanderern.

Eben dies wird aber wahrgenommen und jeder mit dem man in diesen Teilen Deutschlands spricht, hat eine Menge Belege dafür.

Hi Boni
Es geht nicht darum, was jemand denkt, sondern wie er handelt!
meinetwegen kann jemand tatsächlich Ausschwitz leugnen, Hitler als Lichtgestalt hinstellen usw usw, er wird sich zwar von mir dann einigens anhören müssen, wenn er es mir erzählt, aber wenn er sich nicht überzeugen lässt, bitte.

ABER wenn gewisse Typen MIR meine Freiheiten, zu sagen was ICH will, mit Gewalt nehmen wollen, dann werd ich pelzig…
Und darum geht es.
ICH will mich bei Nacht in einer ostdeutschen Stadt nicht wg irgendwelcher Glatzen fürchten müssen. Ich habe einfach was dagegen, wenn leute wg ihrer Hautfarbe oder Rasse oder schiefen Nase ermordet werden. Ich habe was dagegen, wenn fleissige Semiausländer vertrieben werden.

Und ich habe vor allem was dagegen, wenn der Staat nichts gegen rechtsfreie Räume unternimmt.
Die situation für Ausländer in den neuen BL ist beängstigend, offener Rassismus ist an der tagesordnung… wie mir mehrere Kollegen berichtet haben. Dies Schadet dem deutschen Ansehen. Und stell dir vor: ES STÖRT MICH!

Es geht nicht an, das in einigen Zonen elementare Rechte verletzt werden.

Die Diskussion unten ist zum Gruseln!

Du sagst es, mir wurde beim Lesen einiger Postings ganz anders.

Eine ebenso absurde Denkfigur ist es, wenn man „Verharmlosung“
für gefährlich hält.

Es ist völlig ungefährlich wenn man der Meinung ist, die eine
oder die andere Sache sei gar nicht so gefährlich, wie die
Presse oder die Regierung sie uns darstellt. Auch hier gilt in
erster Linie das Recht auf die eigene Meinung.

Nun, aber man wird wohl wiedersprechen dürfen, ohne das die eigene Meinung dann lächerlich gemacht wird, oder? Bzw ohne angepöbelt zu werden. Sorry, meiner meinung nach ist verharmlosung eben Gefährlich, und das ist nun ebenfalls durch die Meinungsfreiheit gedeckt… wieso ist das absurd?

Ich möchte in einem Land leben, wo jeder denken und sagen darf
was er will – wo aber seinem Handeln Grenzen gesetzt werden,
die er nicht übertreten darf.

EBEN!!!

Wer andere persönlich beleidigt, ihnen schadet, sie bedroht,
verletzt oder tötet, verstößt gegen das Gesetz und dies muss
bestraft werden – konsequent, schnell und auch hart.

SEHR RICHTIG!!!

Und schließlich finde ich es zum Gruseln, wenn Menschen nach
Wurzen fahren und dort ein Happening inszenieren, von dem sie
vorher genau wissen, wie es ausgeht.

Viel Aufwand, um sich bestätigt zu fühlen – und ein neuer
Beitrag um Menschen gegeneinander aufzuwiegeln.

jetzt widersprichst Du dir selber. Oben forderst Du, das Gesetzesverstösse nicht geduldet werden sollen, wenn aber eine Gruppe eine verfassungsmäßig und gesetzlich unangreifbare Aktion durchführt, und widerrechtlich behindert wird, das ist dann auch nicht OK…
Hm…
Versteh ich nicht…
Ehrlich…
Erbitte Aufklärung

Gruß
Mike

Es geht nicht darum, was jemand denkt, sondern wie er handelt!

Richtig, das war der Sinn meines Beitrags! So hab ich es auch geschrieben!

meinetwegen kann jemand tatsächlich Ausschwitz leugnen, Hitler
als Lichtgestalt hinstellen usw usw, er wird sich zwar von mir
dann einigens anhören müssen, wenn er es mir erzählt, aber
wenn er sich nicht überzeugen lässt, bitte.

ABER wenn gewisse Typen MIR meine Freiheiten, zu sagen was ICH
will, mit Gewalt nehmen wollen, dann werd ich pelzig…
Und darum geht es.

Ich nehme an, genau das ist dir aber noch nicht passiert. Du kennst das wohl nur vom Hörensagen!

ICH will mich bei Nacht in einer ostdeutschen Stadt nicht wg
irgendwelcher Glatzen fürchten müssen.

Mußt du auch nicht. Nachts mußt du in Hamburg, Frankfurt oder Berlin mehr Angst haben - und übrigens nicht nur (aber auch) vor Inländern!

Ich habe einfach was

dagegen, wenn leute wg ihrer Hautfarbe oder Rasse oder
schiefen Nase ermordet werden. Ich habe was dagegen, wenn
fleissige Semiausländer vertrieben werden.

Dagegen hab ich auch was. Mich beruhigt nur, dass das in einem 80 Mio Volk doch nur sehr selten passiert. Und sicher seltener als in anderen vergleichbaren Ländern!

Und ich habe vor allem was dagegen, wenn der Staat nichts
gegen rechtsfreie Räume unternimmt.

Macht er aber doch! Nicht jeder Spuk der durch die Presse geistert entspricht absolut der Wahrheit. Und manchmal ist es auch vernünftig, nicht sofort etwas zu tun sondern abzuwarten. Wenn ich so an vietnamesische Zigarettenhändler mit Schmuggelware, kriminelle albanische Hütchenspieler am Alexanderplatz, oder afrikanische Drogenhändler auf Schulhöfen denke.

Die situation für Ausländer in den neuen BL ist beängstigend,
offener Rassismus ist an der tagesordnung… wie mir mehrere
Kollegen berichtet haben. Dies Schadet dem deutschen Ansehen.
Und stell dir vor: ES STÖRT MICH!

Erstens ist es nicht so und zweitens bist du doch weit weg. Über Soho regst du dich doch auch nicht auf!!

Es geht nicht an, das in einigen Zonen elementare Rechte
verletzt werden.

Die Diskussion unten ist zum Gruseln!

Du sagst es, mir wurde beim Lesen einiger Postings ganz
anders.

Eine ebenso absurde Denkfigur ist es, wenn man „Verharmlosung“
für gefährlich hält.

Es ist völlig ungefährlich wenn man der Meinung ist, die eine
oder die andere Sache sei gar nicht so gefährlich, wie die
Presse oder die Regierung sie uns darstellt. Auch hier gilt in
erster Linie das Recht auf die eigene Meinung.

Nun, aber man wird wohl wiedersprechen dürfen, ohne das die
eigene Meinung dann lächerlich gemacht wird, oder?

Widersprechen darfst Du aber du hast keinen Rechtsanspruch darauf, dass man dich nicht lächerlich macht. Das Risiko mußt du schon tragen!
Bzw ohne

angepöbelt zu werden. Sorry, meiner meinung nach ist
verharmlosung eben Gefährlich, und das ist nun ebenfalls durch
die Meinungsfreiheit gedeckt… wieso ist das absurd?

Ich möchte in einem Land leben, wo jeder denken und sagen darf
was er will – wo aber seinem Handeln Grenzen gesetzt werden,
die er nicht übertreten darf.

EBEN!!!

Wer andere persönlich beleidigt, ihnen schadet, sie bedroht,
verletzt oder tötet, verstößt gegen das Gesetz und dies muss
bestraft werden – konsequent, schnell und auch hart.

SEHR RICHTIG!!!

Und schließlich finde ich es zum Gruseln, wenn Menschen nach
Wurzen fahren und dort ein Happening inszenieren, von dem sie
vorher genau wissen, wie es ausgeht.

Viel Aufwand, um sich bestätigt zu fühlen – und ein neuer
Beitrag um Menschen gegeneinander aufzuwiegeln.

jetzt widersprichst Du dir selber. Oben forderst Du, das
Gesetzesverstösse nicht geduldet werden sollen, wenn aber eine
Gruppe eine verfassungsmäßig und gesetzlich unangreifbare
Aktion durchführt, und widerrechtlich behindert wird, das ist
dann auch nicht OK…
Hm…
Versteh ich nicht…
Ehrlich…
Erbitte Aufklärung

Verstehe nicht, dass du das nicht verstehst. Nicht alles was rechtens ist, ist auch vernünftig. Fändest du es etwa vernünftig, wenn die anonymen Alkoholiker in einem Bierzelt auf dem Münchner Oktoberfest lautstark demonstrieren würden und ihre Sprayer Kolonne „No Alk“ auf die Zeltwände sprühen würde?

HI BONIFATIUS

ABER wenn gewisse Typen MIR meine Freiheiten, zu sagen was ICH
will, mit Gewalt nehmen wollen, dann werd ich pelzig…
Und darum geht es.

Ich nehme an, genau das ist dir aber noch nicht passiert. Du
kennst das wohl nur vom Hörensagen!

Tja, das war jetzt daneben…
Stell dir vor, harmloser Wessi geht, gekleidet in Anzug mit Krawatte (da er gerade Vortrag auf Tagung gehalten hat), über den Hauptplatz einer Ostdeutschen Universitätsstadt und unterhält sich mit Kollegen… wir von Rechtsradikalem angegangen, was „der Wessiarsch hier denn wolle“… Noch nie war die Polizei so wertvoll wie zu diesem Zeitpunkt…
Mir ist vieleicht das Herz in die Hose gerutscht.

ICH will mich bei Nacht in einer ostdeutschen Stadt nicht wg
irgendwelcher Glatzen fürchten müssen.

Mußt du auch nicht. Nachts mußt du in Hamburg, Frankfurt oder
Berlin mehr Angst haben - und übrigens nicht nur (aber auch)
vor Inländern!

Ich habe einfach was

dagegen, wenn leute wg ihrer Hautfarbe oder Rasse oder
schiefen Nase ermordet werden. Ich habe was dagegen, wenn
fleissige Semiausländer vertrieben werden.

Dagegen hab ich auch was. Mich beruhigt nur, dass das in einem
80 Mio Volk doch nur sehr selten passiert. Und sicher seltener
als in anderen vergleichbaren Ländern!

Leider aber öfter als in anderen anderen vergleichbaren ländern… das ist ein Lumpenbeweis, wie wir bei uns so schön sagen… Die andern sind auch nicht besser.

Und ich habe vor allem was dagegen, wenn der Staat nichts
gegen rechtsfreie Räume unternimmt.

Macht er aber doch! Nicht jeder Spuk der durch die Presse
geistert entspricht absolut der Wahrheit.

weiss ich doch auch, aber manchmal frag ich mich halt was das soll…

Die situation für Ausländer in den neuen BL ist beängstigend,
offener Rassismus ist an der tagesordnung… wie mir mehrere
Kollegen berichtet haben. Dies Schadet dem deutschen Ansehen.
Und stell dir vor: ES STÖRT MICH!

Erstens ist es nicht so und zweitens bist du doch weit weg.
Über Soho regst du dich doch auch nicht auf!!

  1. Lumpenbeweis… siehe oben.
  2. Ich bin betroffen! Wenn mich Kollegen im Ausland darauf ansprechen, was da los ist, soll ich dann sagen, „ach, ich komm aus Augsburg, das ist weit weg von mir…“.
    Wir Geowissenschaftler sind ein internationales Völkchen und ein kleiner Haufen, da geht sowas gar nicht. Ich kan nicht sagen, das geht mich nichts an! Wenn ein Kollege bedroht wird, dann geht das alle an, zumindestens bei unserem Job!
    Es ist MEIN Land, in dem diese Arschlöcher aktiv sind…
    HIER kann ich versuchen, etwas zu ändern. In Soho nicht. Kehren wir doch zunächst vor unserer Eigenen Türe.

Und schließlich finde ich es zum Gruseln, wenn Menschen nach
Wurzen fahren und dort ein Happening inszenieren, von dem sie
vorher genau wissen, wie es ausgeht.

Viel Aufwand, um sich bestätigt zu fühlen – und ein neuer
Beitrag um Menschen gegeneinander aufzuwiegeln.

jetzt widersprichst Du dir selber. Oben forderst Du, das
Gesetzesverstösse nicht geduldet werden sollen, wenn aber eine
Gruppe eine verfassungsmäßig und gesetzlich unangreifbare
Aktion durchführt, und widerrechtlich behindert wird, das ist
dann auch nicht OK…
Hm…

Verstehe nicht, dass du das nicht verstehst. Nicht alles was
rechtens ist, ist auch vernünftig. Fändest du es etwa
vernünftig, wenn die anonymen Alkoholiker in einem Bierzelt
auf dem Münchner Oktoberfest lautstark demonstrieren würden
und ihre Sprayer Kolonne „No Alk“ auf die Zeltwände sprühen
würde?

Der Vergleich hinkt, denn dies wäre Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Hier handelt es sich um eine vollkommen legale und einigermaßen harmlose Aktion. Der Staat hat in diesem Falle die verdammte Pflicht, das auch zu ermöglichen. NPD-Demos werden ja auch durchgedrückt, sehr zum Leidwesen der Bullerei (zumindest bei uns in A.)

Nun, wenn ich mich nie hinstelle, um für meine Überzeugungen einzustehen, DANN werden sich die Radikalen von beiden Seiten breitmachen.
Und DAS will ich auf gar keinen Fall.

Oder müssen Rechtsradikale erst eine Bombe auf einem Bahnhof hochgehen löassen, wie damals in Italien, bevor endlich was passiert.
ich sehe die Gefahr, das einige dieser Rechtsradikalen Gruppen in den Untergrund abtauchen und dort mit terroristischen Aktionen beginnen.

Ein Rechtes Netzwerk existiert jedenfalls, der Haupttäter beim Münchner Prozess wg tätlichem Angiffs auf einen Grichen wurde, trotz schwerer Verletzungen, bis in die Niederlande geschafft…
Deutet ja nicht gerade auf mangelhafte Organisation hin, oder.

Gruß
Mike

Leider gibts hier keine Sterne o.T.

STERN
STERN
STERN
STERN
STERN
STERN
STERN
STERN
STERN

Hi Bonifatius

Jeder sollte doch denken können was er will. Egal ob rechts
oder links. Das ist nicht nur ein Plädoyer für Toleranz
sondern auch die Einsicht, dass man es ohnehin nicht ändern
kann.

Jeder darf denken was er will!

Ich möchte in einem Land leben, wo jeder „Heil Hitler“ rufen
kann – wenn er sich denn lächerlich machen will.

Wer andere persönlich beleidigt, ihnen schadet, sie bedroht,
verletzt oder tötet, verstößt gegen das Gesetz und dies muss
bestraft werden – konsequent, schnell und auch hart.

Schon mal daran gedacht, daß Überlebende der Konzentrationslager durchaus auf die Idee kommen könnten sich beleidigt zu fühlen, wenn man in Deutschland Auschwitz leugnet oder „Heil Hitler“ ruft? Aus eben jenem Grund sind solche Dinge hier verboten.

Das Erschreckende ist doch außerdem, daß man sich in manchen Teilen dieses Landes eben nicht lächerlich macht, wenn man „Heil-Hitler“ ruft oder den Holocaust verunglimpft!

Gruß
Tom

Bei so etwas kriege ich Gänsehaut
Hi Bonifatius,

Ich möchte in einem Land leben, wo jeder „Heil Hitler“ rufen
kann – wenn er sich denn lächerlich machen will.

Das tust du doch schon, oder? Eine Partei wie die NPD ist (leider) nicht verboten.

Ich möchte auch in einem Land leben, wo jeder geschichtliche
Sachverhalte - auch Fakten - anzweifeln darf. Egal, ob er
meint der 30jährige Krieg habe 40 Jahre gedauert, Auschwitz
sei ganz anders gewesen, die Japaner hätten Dresden
bombardiert oder Hitler sei ein begnadeter Politiker gewesen!

Ich war zwar nicht in Auschwitz, interessiere mich aber sehr lange für das Thema und habe viel darüber gelesen. Vielleicht solltest du es auch tun.
Wenn man liest, was dort passiert ist, möchte man heulen - aus Verzweiflung, daß Manschen zu so etwas fähig sind. Und dies zu negieren ist KRIMINELL. Man sollte so was nicht verdrängen, sondern immer gut vor Augen haben, damit es NIE mehr passiert. Diese rechten Jungs (und Mädels), die die Auschwitz-Lüge verbreiten, sind nichts anderes als armselige, ignorante Menschen, die leider auch nichst gutes anrichten.

Eine ebenso absurde Denkfigur ist es, wenn man „Verharmlosung“
für gefährlich hält.

Absurde Denkfigur?? Verharmlosung ist , wie schon gesagt, eher kriminell als gefählich.

Wer wirklich der Meinung ist, dass die Gegenwart in
Deutschland irgendwie vergleichbar sei mit 1933, soll das zwar
meinen dürfen, muss sich aber den guten Rat geben lassen,
vielleicht doch mal ein Buch zur Hand zu nehmen – um sich
nicht gar zu sehr lächerlich zu machen.

Abgesehen davon, daß ich das nicht denke (es ist Gott sei Dank noch nicht soweit), sagtest du nicht gerade, jeder ist frei, sich lächerlich zu machen? Du widersprichst dich.

Ich möchte in einem Land leben, wo jeder denken und sagen darf
was er will – wo aber seinem Handeln Grenzen gesetzt werden,
die er nicht übertreten darf.

Ahah. Doch.

Wer andere persönlich beleidigt, ihnen schadet, sie bedroht,
verletzt oder tötet, verstößt gegen das Gesetz und dies muss
bestraft werden – konsequent, schnell und auch hart.

Gegen das Gesetz? Was ist mit der Menschlichkeit?

Was willst du uns eigentlich hier sagen???
Daß jeder ein Rassist sein darf, aber bitte nur daheim??
Ich verstehe den Sinn deines Postings nicht ganz.

Jedenfalls: ein Rassist zu sein oder rassistische Gedanken zu haben ist kein Zeichen für individuelle Freiheit, denn gerade solche Gedanken begrenzen die Freiheit der anderen. Und jeder vernünftige Mensch weiß genau, daß Rassismus eine „Denkfigur“ (nettes Wörtchen) ignoranter Menschen ist, die im Grunde Angst vor dem Unbekannten haben.

Grüße
Camilla

Hi,

da Du Dir die Freiheit nimmst anderen Leuten Lektuere zu empfehlen, sei Dir an dieser Stelle die Lektuere von Literatur zum philosophischen Liberalismus empfohlen (z.B. Rawls „A Theory of Justice“).

Gruss

Thorsten

Zwei Fragen an Dich, Mike
Hallo Mike,

ich habe zwei Fragen an Dich.

  1. Wie viele Menschen mit einer anderen Hautfarbe wurde im letzten Jahr in Deutschland nachweisslich von Deutschen bzw. auch mit Vorliebe NeoNazis und Faschisten genannt ermordet, und wie viele Menschen (ohne „rassen“-typische Einschränkungen, weil Mensch Mensch ist) von anderen, gewalttätigen Gruppierungen und Personen angegriffen, verletzt oder gar getötet?

(jetzt sind die Statistiker gefragt…)

  1. Verharmlosung vis. Gefahr

Stellt nicht auch die Dramatisierung (besser auch die bewusste Schürung von Ängsten und Sorgen) eine Gefahr da, ebenso wie eine Verharmlosung?

Schönes WE

Reiko

Warum darf man das nicht verdrängen? Ich identifiziere mich jedenfalls nicht damit. Irgendwann muß Schluß sein und bei mir ist das schon lange. ES IST GESCHICHTE! Dafür sollten sich lediglich die Historiker interessieren. Warum wird heute den Kindern schon in die Wiege gelegt, daß sie als Deutsche potentielle Faschisten sind?

In einigen Jahren ist die Wahrscheinlichkeit=1, daß keiner von den Opfern und Tätern mehr lebt. Und ab dann werden Dinge hinzugedichtet und entfernt, da es keine Augenzeugen mehr gibt. Schon heute gibt es seltsamerweise mehr Opfer als es jemals Opfer gab.

Macht sich heute irgendjemand noch Gedanken, wer der Schuldige am 30 jährigen Krieg war? Macht sich irgendeiner Vorwürfe, seine Vorfahren können das sein?

Ich jedenfalls werde meine Kinder als Deutsche erziehen, die das, was vor über 50 Jahren passiert ist, mal hören, ABER SICH KEINER SCHULD BEWUßT SIND. Das kann man hören und dann sagen, „Aha, so war das“.

Zahlen

nur zur Info, ohne Kommentar meinerseits:

Von Neonazis getötet:
(seit 1990, Auflistung von „Die Woche“)

BADEN-WÜRTTEMBERG
Friedrichshafen 16.06.1991 - Agostinho (34, Angola) erstochen
Ostfildern-Kemnat 08.07.1992 - Jugoslawischer Arbeiter (55) erschlagen

BERLIN
16.06.1992 - Mete Eksi (19, Türke) erschlagen
29.08.1992 - Vietnamese (29) gequält und erstochen
29.08.1992 - Obdachloser (58) misshandelt, getötet
19.10.1992 - Peruaner (37) geschlagen und erstochen
21.11.1992 - Linker Hausbesetzer (27) erstochen

BAYERN
München 10.12.1991 - Rumäne nach Überfall gestorben
Kolbermoor 15.08.1999 - Mosmabikaner totgeschlagen

BRANDENBURG
Eberswalde 25.11.1990 - Amadeo Antonio (Angola) erschlagen
Hohenselchow 03.12.1991 - 30-Jähriger Türke bei Schlägerei getötet
Senftenburg 14.12.19991 - 27-Jähriger ausgeraubt und erschossen
Gransee 05.01.1992 - 18-Jähriger von 15 Skins erschlagen
Neuruppin 01.07.1992 - Obdachloser (50) misshandelt, erstochen
Zossen 07.11.1992 - Obdachloser (52) angezündet, getötet
Guben 13.02.1999 - Asylbewerber verblutet nach Hetzjagd

MECKLENBURG-VORPOMMERN
Saal 15.03.1992 - Rumäne (18) im Flüchtlingsheim getötet
Greifswald 01.01.1997 - Obdachloser von Jugendlichen erschlagen
Weimar 09.07.2000 - Obdachloser zu Tode getreten
Ahlbeck 24.07.2000 - Obdachloser zu Tode getreten

NIEDERSACHSEN
Göttingen 31.12.1990 - 23-Jähriger Linker erstochen
Hannover 11.01.1992 - Flüchtlingsheim-Bewohner getötet
Gifhorn 04.03.1992 - 23-Jähriger stirbt an Gehirnverletzungen
Buxtehude 18.03.1992 - 53-Jähriger erschlagen, der nicht auf Hitler trinken will
Eschede 09.08.1999 - Obdachloser von zwei Skins erschlagen

NORDRHEIN-WESTFALEN
Hörstel 04.04.1992 - Deutscher stirbt bei Brandstiftung
Wuppertal 13.11.1992 - Angeblicher Jude (53) angezündet
Wülfrath 21.11.1992 - Halbjude (92) von Altnazi (89) getötet
Siegen 15.12.1992 - Behinderter Arbeiter (57) totgetrampelt
Mühlheim/Ruhr 09.03.1993 - Türke (56) erleidet Infarkt nach Scheinhinrichtung
Solingen 20.05.1993 - Türkische Familie im Haus verbrannt
Marl 06.07.1993 - Obdachloser von 18-Jährigem erschlagen
Velbert 05.02.1995 - Obdachloser erstochen
Duisburg 17.03.1999 - 58-Jähriger Rentner zu Tode getreten
Dortmund/ Waltrop 14.06.2000 - Drei Polizisten bei Kontrolle erstochen

RHEINLAND-PFALZ
Hachenburg 28.12.1990 - Nihat Yusufoglu (Kurde) erstochen
Lampertsheim 31.01.1992 - Familie aus Sri Lanka verbrannt
Bad Breisig 01.08.1992 - Obdachloser (49) totgetrampelt
Koblenz 24.08.1992 - Obdachloser (35) bei Feier erschossen

SAARLAND
Saarlouis 19.09.1991 - Ghanaer (Flüchtlingswohnheim) verbrannt

SACHSEN
Leisnig 23.02.1991 - Afghane stirbt nach Überfall auf Flüchtlingsheim
Dresden 31.03.1991 - Jorge Joao Gomondai (28) erschlagen
Leipzig 01.06.1991 - 35-Jähriger aus fahrendem Zug gestürzt
Leipzig 05.07.1998 - Portugisischer Bauarbeiter erschlagen
Meuro 12.12.1991 - LKW-Fahrer bei Raubüberfall erschossen
Hoyerwerda 25.12.1992 - Fahrer einer Heavy-Metal-Band getötet

SACHSEN-ANHALT
Magdeburg 07.02.1997 - 17-jähriger Punk von Skinhead erstochen
Dessau 11.06.2000 - Mosambikaner (39) erschlagen

THÜRINGEN
Stotternheim 03.08.1992 - Polnischer Saisonarbeiter (24) erschlagen
Erfurt 15.01.1992 - 46-jähriger Parkwächter getötet
Arnstadt 22.01.1993 - Zwei Obdachlose im Heim verbrannt

THÜRINGEN
Quelle: Die Woche 11.08.2000

meine Quelle:http://home.t-online.de/home/boa-kuenstlerkooperativ…

Gruß
Uschi

Das sind in 10 Jahren ca. 50 Menschen (sicher 50 zuviel, keine Frage), aber sieht man hier die Relation zu sämtlichen anderen Gewalttaten, die den Tod des Betroffenen nach sich ziehen, eine sehr geringe Zahl. Nun würde mich, da Du offenbar gut recherchiert hast, noch die Zahlen derjenigen Menschen (ohne Differenzierung von Hautfarbe, Herkunft oder soziale Stellung) interessieren, die durch nicht-deutsche Verbrecher jährlich in Deutschland ihr Leben verlieren…zum Vergleich gewissermassen, vielleicht könnte man ja dann wirklich die Panikmache und die Realität miteinander vergleichen…

Thanks

CIAo

Wo bleiben die Zahlen der anderen Seite? o.T.
.

Zahlen der anderen Seite?
hi,

die wird es hier nicht geben. Fragen, die in diese Richtung gehen, werden meisst schlichtweg ignoriert oder können gar nicht beantwortet werden. Aber ich bin mal gespannt, ob sich jemand der guten Weltverbesser doch getraut, Zahlen zu veröffentlichen, die nicht seinem Gedünken entsprechen…*fg*

CIAo

Panikmache… Panik
Servus Reiko,

mich wundert das Wort ‚Panikmache‘. Wenn eine Hitlerdemonstration durch meinen Bezirk marschieren würde, wenn jemand von diesen Hitlern in meiner Nachbarschaft einen Menschen ermordet hätte, dann hätte ich Panik. Die braucht mir keiner zu machen. Es ist nicht nur das was diese Hitler in den letzten 10 Jahren angestellt haben: ‚nur‘ 50 Menschen ermordet… man muß auch betrachten, wen sie wie einen Gott verehren. Einen ?Menschen? der Kranke als unnütze Fresser (ca. 100 000) umbringen ließ, der Menschen ermorden ließ, nur weil sie Juden (6 Mill)bzw. Sinti/Roma (ca. 500 000) waren. Jemand der Menschen ermorden ließ, weil sie eine vielleicht nicht ganz gewöhnliche sexuelle Vorliebe hatten. Jemanden der willkürlich die Führungsschicht der Polen und der eroberten UdSSR-Gebiete umbringen ließ. Dazu Himmler: ‚Für die nichtdeutsche Bevölkerung des Ostens darf es keine höhere Schule geben als vierklassige Volksschule… einfaches Rechnen bis höchstens 500… Schreiben des Namens, … lesen können nicht erforderlich… diese Bevölkerung wird als führerloses Arbeitsvolk zur Verfügung stehen…‘ … Massenmorde an russischen Zivilisten: ca. 500 000. Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Quelle: Anmerkungen zu Hitler von Sebastian Haffner.

Ehrlich, wenn ich ein Fan von McVeigh (der Bomber von Oklahoma, der 168 Menschen ermordet hat) wäre, würde man mich für einen gefährlichen Verrückten halten, meine Wohnung nach Sprengstoff durchsuchen und mich in eine geschlossene Anstalt stecken – zu recht.

Servus
Herbert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Alles Panikmache, noch immer
Hallo Herbert,

es geht mir nicht um irgendwelche Demonstrationen (bei den Demos der angesprochenen Leute kann ich mir zu 99 % sicher sein, dass diese von Seiten der Demonstrierenden friedlich verläuft) irgendwelcher politisch mehr oder weniger engagierter Menschen, sondern darum, wie gewisse Leutchen aus dem Fakt, dass es Menschen gibt, die eine eigene politische Denkweise pflegen, ein Szenario an die Wand malen und im Schubladenverfahren alle Menschen abcanceln, die nicht der Meinung einer scheinbaren Mehrheit sind. Die Äusserungen, die hier getätigt werden, sind nichts anderes als Panikmache, Zahlen, die alles andere als die Realität ausdrücken, werden als Beweise hergenommen. Viele scheinen schlichtweg zu ignorieren, dass die wirklich so gefährliche Masse an neonazionalistisch Denkenden eine Minderheit ist, und es weitaus weniger Menschen gibt, die dieser Ideologie folgt, als es immer festgestellt wird. Deutschland ist ganz und gar kein Land, was den Rechtsradikalismus und Neofaschismus fürchten muss, aber diese Furcht wird immer wieder heraufbeschworen.

Die Art und Weise, wie hier versucht wird, Ängste zu schüren und Vorurteile zu festigen erinnert mich enorm an die Zeit vor 89. Man hat im Gleichschritt zu gehen und der Vorgabe einiger Weniger zu folgen, anderweitig ist man ein Störobjekt, was bekämpft werden muss. Ich habe hier grössere Bedenken, das weisst Du ja…

Servus
Reiko

Ein paar Zeilen
Hallo nochmal, Herbert,

u.a. ein Beitrag aus der Seite http://www.netzgegenlinkegewalt.de, dem ich mich vorbehaltlos anschliesse (auch in Betracht der Erklärung zur Antifa eines anderen Users hier). (Wenn jemand jetzt loswettert, diese Seite wäre eine Nazi-Seite, dem empfehle ich dringend einen Arzt)

"Sind die sog. Antifaschisten „Linksfaschisten“???

Denn der Ausruf „Nazi’s Raus!“ ist ziemlich Verwandt mit dem, der den sog. „Rechten“ immer gerne vorgehalten wird, nämlich „Ausländer Raus!“

Warum wird dies nicht als Faschistisch gesehen?
Haben diese Parolen nicht genau den gleichen Hintergrund und das gleiche Ziel?
Nämlich die Unterdrückung und Verfolgung von Minderheiten fremdländischer Herkunft bzw. politischen Gedankengutes?

Diese Seite soll nicht Partei für das sog. „Rechte“ Gedankengut und deren Ziele ergreifen, sondern auch mal die Gewaltbereitschaft der Linksextremen auflisten!
Leider muß ich dies dazuschreiben, da heutzutage alles auch gleich „Rechts“ ist was sich gegen Linksextremismus stellt!

Die PDS hat sich gut herausgewunden aus dem Faschistischen Spruch „Nazi’s Raus!“, indem sie einfach unter dem „Nazi’s Raus“ ein „aus den Köpfen“ setzte!
Doch nun muß man sich fragen wie die sog. Nazi’s aus den Köpfen verschwinden sollen wenn man in den Medien immer deren Taten vor über 60 Jahren sieht. Für die die Firmen heute noch büßen müssen durch Zahlungen für Taten mit denen die nun zahlende Generation nichts zu tun hat!

Wie soll man vergessen wenn nicht vergessen wird?

Es wurde doch auch schon längst die Vertreibung der etwa 20 Millionen Deutschen nach dem 2. Weltkrieg vergessen. Es sind doch auch die ca. 3 Millionen Menschen, die meist Frauen und Kinder waren und auf grausame Weise entleibt, zu Tode geschändet, durch Hunger und Kälte starben vergessen, bzw. wird nicht all zu stark über sie diskutiert, an sie erinnert und gedacht."

Gruss
Reiko

tja, es scheint wohl tatsächlich sehr schwierig zu sein, Zahlenmaterial zu Mordopfern linksextremer oder Antifa-Gruppierungen zu finden…und das war doch die Ausgangsfrage, oder?
der letzte Mord (von insgesamt 67 Todesopfern linksextremistischer Gewalttaten von ca 1968 - 1991) war der an Detlev Karsten Rohwedder 1991.

Hier noch eine kurze journalistische Zusammenfassung des Verfassungsschutzberichtes 2000:
Immer mehr Rechtsextreme neigen zur Gewalt
Frankfurter Rundschau vom 30.03.2001
Teil der Szene bewaffnet sich / Verfassungsschutz sieht Hochburgen
der Skinheads im Osten / NPD erhält Zulauf

von Pitt von Bebenburg
Der Bundesverfassungsschutz hat eine deutliche Zunahme gewaltbereiter
Rechtsextremisten, vor allem in Ostdeutschland, registriert.
Innenminister Otto Schily (SPD) äußerte sich besorgt: Die Bekämpfung
des Rechtsextremismus sei ein Schwerpunkt seiner Politik.

BERLIN, 29. März. Seit fünf Jahren wächst die Zahl von
Rechtsextremisten, die gewalttätig sind oder Gewalt befürworten. Im
Verfassungsschutzbericht 2000, der am Donnerstag in Berlin
vorgestellt wurde, werden dieser Gruppe 9700 Menschen zugerechnet,
acht Prozent mehr als im Vorjahr. Skinheads bildeten mit 85 Prozent
den größten Teil dieser Gruppe. Der Geheimdienst sieht „Schwerpunkte
in Ostdeutschland“. Hochburgen der Skinheads seien in Sachsen und
Thüringen sowie der Osten Berlins.

Mit Sorge beobachtet Bundesinnenminister Otto Schily (SPD), dass sich
ein Teil der rechtsextremistischen Szene bewaffnet. Laut
Verfassungsschutz handeln die Täter neuerdings „nicht aus reiner
Vorliebe zu Waffen“, sondern planen konkret, sie einzusetzen. Die
Funde seien „nicht nur Einzelpersonen zuzurechnen, sondern vielmehr
Kleinstgruppen“. In Neonazi-Gruppen werde vermehrt über die Anwendung
von Gewalt diskutiert, fügte Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm
hinzu.

Der Jahresbericht der Behörde verzeichnet drei Todesopfer
rechtsextremer Gewalt. Fromm sagte auf Nachfrage, dass die Statistik
noch nicht nach den überarbeiteten Kriterien geführt worden sei, nach
der es womöglich weitere Fälle gegeben habe. Die PDS nannte sechs
weitere Tötungsdelikte von Neonazis.

Die NPD hat trotz der Debatte über ein Verbot laut Bericht Mitglieder
gewonnen. Ihre Zahl stieg um 500 auf 6500. Dagegen bröckelt die
Mitgliedschaft der „Republikaner“, die von 14 000 auf 13 000 gesunken
sei. Nach Schilys Einschätzung wird sich nach ihrem Ausscheiden aus
dem Stuttgarter Landtag „ihre Krise verschärfen“. Mitglieder- und
finanzstärkste Partei im rechtsextremen Spektrum bleibe die DVU mit
17 000 Angehörigen.

In der Rubrik Linksextremismus befassen sich die Verfassungsschützer
erneut mit der PDS, die sich nach den Worten Schilys „ambivalent“
darstellt. Teile der Partei strebten eine „Diktatur des Proletariats“
an. Der Grünen-Abgeordnete Cem Özdemir sagte, die geheimdienstliche
Beobachtung der PDS zeige die „Kinderstube des Kalten Krieges“. Die
Auseinandersetzung mit der Bundestags-Partei müsse in den Parlamenten
stattfinden.

„Zunehmende Bedeutung“ gewinnt nach Einschätzung von Minister Schily
in der linksextremistischen Szene der Protest gegen die
Globalisierung. An internationalen Protesten seien auch gewaltbereite
Autonome aus Deutschland beteiligt gewesen.

Einen Anlass zur Sorge geben laut Innenminister Schily des Weiteren
die russischen Geheimdienste. Nach Kenntnis des Verfassungsschutzes
hat sich im vergangenen Jahr mit der personellen Aufstockung der
russischen Botschaft auch die Zahl der als Botschaftsmitarbeiter
getarnten Spione erhöht.

(Quelle: http://www.dir-info.de/nachrichten/infolinks/01/03/0…)

Uschi

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