Gefährlichkeit von Religionen?

Angeregt durch eine Diskussion mit Harald Zauner
folgende verallgemeinerte Frage an alle:

Für wie gefährlich haltet Ihr die verschiedenen
„Grossen“ Religionen, bzw. deren Absplitterungen?

Ein Shaolin-Mönch, der zwar durch seine Kampfausbildung
wohl hochgradig gefährlich sein könnte, ist es nicht,
weil er gleichzeitig eingebläut kriegt, Kämpfen immer
nur zur Selbstverteidigung.

Was ist gefählricher:
Ein Christ, dessen Kirche vor ein paar hundert Jahren
zum heiligen Krieg aufrief, oder ein Moslem, dessen
Kirche das heute tut?

Aktuellster Fall von Zeugen Jehovas:
Mutter ist nach Geburt verstorben, weil sie
kein Fremdblut annehmen wollte. Da ist die
Gefahr nicht für Religionsfremde, sondern
für die eigenen Anhänger.

Ich bin nicht ganz unparteiisch, deshalb sind die
Fragen wohl schon etwas suggestiv, aber ich bitte
trotzdem um eine Diskussion, die möglichst alle
Aspekte beleuchtet!

Nick

also für mich ist der islam am gefährlichsten. bisher war ich noch nicht einer unmittelbaren lebensgefahr durch wilde katholiken, kämpfende schaolinmönche und blutrünstige zeugen jehovas ausgesetzt :smile: ist aber nur subjektiv!

und ein zusatz noch: ich habe das judentum vergessen. man sollte israelische autofahrer nicht unterschätzen. durch so einen zu sterben ist wahrscheinlicher als durch einen schahiden explodiert zu werden.

*grins*

gruß
dataf0x

Hallo, Nick

in diesem Zusammenhang, ein interessanter Artikel über eine Buchbesprechung:

http://www.faz.net/s/RubA330E54C3C12410780B68403A11F…

(Mark Juergensmeyer: Terror im Namen Gottes. Ein Blick hinter die Kulissen des gewalttätigen Fundamentalismus, Herder Verlag, Freiburg 2004. 384 Seiten, 26,90 [Euro])

"Gut und Böse

  1. September 2004 TERRORISMUS. In einer an sich schon unfriedlichen Welt hat in den vergangenen Jahren der Terrorismus gleichwohl drastisch zugenommen, vor allem jener, der sich auf Gott beruft, und zwar nicht nur im Islam, sondern auch - obwohl insgesamt doch weniger - in anderen Hochreligionen. Wie kommt das?

Predigen die Religionen denn nicht unablässig Friedfertigkeit und Sanftmut? Viele religiöse Menschen geben darauf die Antwort, politische Fanatiker bedienten sich eben ungerechtfertigterweise der Religion, die von den Propagandisten der Tat mißbraucht werde - für außerreligiöse Zwecke.

Mark Juergensmeyer hält diese Erklärung nicht für treffend, jedenfalls für unbefriedigend und unvollständig, wohl auch für verharmlosend.

In seinem Werk „Terror im Namen Gottes“, das erstmals im Jahre 2003 auf englisch erschien und nun in einer erweiterten Fassung auf deutsch vorliegt, wirft der Soziologe von der Universität Santa Barbara in Kalifornien einen Blick hinter die Kulissen des gewalttätigen Fundamentalismus christlicher, islamischer, jüdischer, buddhistischer und Sikh-Provenienz.

Ob Morde an „Abtreibungsärzten“ in Amerika oder Anschläge gegen Israelis (Hamas, Hizbullah) oder Araber (Baruch Goldstein), ob Attacken gegen „die dekadente Gesellschaft“ mit Giftgas, wie in Japan durch die Aum-Sekte, ob Anschläge von Sikhs gegen Hindu-Politiker oder Bombenexplosionen in Nordirland: Was steckt dahinter, wenn religiöse Menschen von durchaus gewinnender Wesensart, die Gewalt „eigentlich“ sogar ablehnen, solche Bluttaten vollbringen, und zwar ohne jedes Unrechtsbewußtsein?

Anhand von Fallstudien bekannter politischer Morde und Anschläge der letzten Jahre, der achtziger und neunziger vor allem, eingebettet in Identitäts- und Sinnkonflikte (etwa im Fall des Islams, aber auch innerhalb des Judentums), kommt der Autor zu dem Ergebnis, daß nicht die Religion „an sich“, wohl aber religiöse Kontexte dazu führen können, daß das in allen großen Religionen ausgesprochene oder enthaltene Tötungstabu partiell ausgesetzt wird und Gewalt produziert und provoziert.

Religion kann das einsichtige Weltbild liefern für einen quasikosmisch aufgefaßten Kampf zwischen Gut und Böse, der sich sub specie aeterni abspielt und menschlichen Kategorien der Zeit wie des vernünftigen, einsichtigen Handelns nicht mehr verfügbar ist."

Gruß
karin

Ein Christ, dessen Kirche vor ein paar hundert Jahren
zum heiligen Krieg aufrief, oder ein Moslem, dessen
Kirche das heute tut?

Man sollte vielleicht zunächst einmal soviel wissen, daß ein Moslem keine Kirche hat.

Gruß, Infotalk

also für mich ist der islam am gefährlichsten.

ergibt sich baus dem Wohnort

bisher war ich noch nicht einer unmittelbaren lebensgefahr durch
wilde katholiken,

das liegt an deinen reisezielen: Nordirland bis vor einigen Jahren wöre da ein Tip.

Ciao maxet.

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Keine Kirche bei den Moslems???

Ein Christ, dessen Kirche vor ein paar hundert Jahren
zum heiligen Krieg aufrief, oder ein Moslem, dessen
Kirche das heute tut?

Man sollte vielleicht zunächst einmal soviel wissen, daß ein
Moslem keine Kirche hat.

Blödsinn! Selbstverständlich haben die auch eine
Kirche. Sie heisst nur anders.

Nick

Hallo Nick,

ich finde, daß es hier nicht nur um Worte geht:
Der Christ sagt halt Kirche, der Moslem sagt dazu Moschee und der Jude Synagoge.

Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Das Konzept „Moschee“ bzw. „Synagoge“ ist was anderes als das Konzept „Kirche“. Man könnte zwar in einem sehr weiten Sinn sagen, daß alles Versammlungsorte der jeweiligen Glaubensrichtung sind, aber da hört es dann schon auf.

Viele Mißverständnisse - und daraus Fehlwahrnehmungen und Klischees - entstehen oft dadurch, daß die Inhalte der religiösen Minderheiten verkürzt werden: Da ist dann der Rabbinr - nach dem Verständnis vieler Christen - der Pfarrer von den Juden, Pessach mutiert dann zum jüdischen Osterfest etc.

Ich finde, daß man auf diese Weise den anderen Traditionen nicht gerecht wird. Deshalb denke ich, daß der Einwand von Infotalk sehr berechtigt ist.

Viele Grüße

Iris

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also für mich ist der islam am gefährlichsten.

ergibt sich baus dem Wohnort

nicht mehr! von ein paar jahren hatten meine verwandten um mich angst, da ich im bombengeplagten israel lebte. heute habe ich um meine verwandten angst, die in spanien, england, ägypten, USA urlaub machen! warum? während israel jahrzehntelange erfahrungen mit dem terror hat, haben ländern wie england eben keine. daher ist es heute dort weitaus gefährlicher als in israel.

bisher war ich noch nicht einer unmittelbaren lebensgefahr durch
wilde katholiken,

das liegt an deinen reisezielen: Nordirland bis vor einigen
Jahren wöre da ein Tip.

ja da hast du natürlich recht… ist aber schon eher lokal begrenzt, was beim islam (s.o.) nicht gilt.

gruß
dataf0x

kirche als organisation
hi

daß alles
Versammlungsorte der jeweiligen Glaubensrichtung sind, aber da
hört es dann schon auf.

ja.

dazu kommt noch, daß auch die angesprochene organisation „kirche“ im judentum und im islam kein gegenstück hat.

gruß
dataf0x

Angeregt durch eine Diskussion mit Harald Zauner
folgende verallgemeinerte Frage an alle:

Für wie gefährlich haltet Ihr die verschiedenen
„Grossen“ Religionen, bzw. deren Absplitterungen?

Hallo Nick,
Ich halte Religionen für gefährlich, a)weil sie den Massenhysterien den Weg ebnen und b)für Fanatiker und Fundis einen sicheren Hort bieten.
Gruss: hardy

Moin,

während israel
jahrzehntelange erfahrungen mit dem terror hat, haben ländern
wie england eben keine.

Auaua, das tut weh.
Schon mal was von der IRA gehört ?
Falls nicht, hier ein Link zur Erhöhung der Allgemeinbildung:

http://de.wikipedia.org/wiki/IRA

Gruß
Marion

Hai, Nick,

ich denke, es hat mit der Interpretationshoheit innerhalb des Glauben/der Glaubensrichtung zu tun.
Je stärker die Betonung auf „Denke selbst, Narr!“ ist, desto geringer ist die Gefahr, daß der jeweilige Glaube mißbraucht wird.

Das ist natürlich kein absoluter Schutz davor, daß eine Religion für weltlichen Machterlang und -erhalt mißbraucht wird.

Gruß
Sibylle

Moin,

des gewalttätigen Fundamentalismus christlicher,
islamischer, jüdischer, buddhistischer und Sikh-Provenienz.

Dass es Terrorismus gibt, der buddhistisch motiviert sein soll, wäre mir absolut neu. Welcher soll denn das sein ?

Gruß
Marion

Ich halte Religionen für gefährlich, a)weil sie den
Massenhysterien den Weg ebnen und b)für Fanatiker und Fundis
einen sicheren Hort bieten.

das gilt für JEDE ideologie, die irgendein „heil“ verspricht. ob darin ein gott vorkommt oder nicht, spielt keine rolle. die unheilvollen auswirkungen von kommunismus und nationalsozialismus - beides keine religionen im eigentlichen sinne - sind beispiele.

gruß
dataf0x

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Hallo, Pendragon

des gewalttätigen Fundamentalismus christlicher,
islamischer, jüdischer, buddhistischer und Sikh-Provenienz.

Dass es Terrorismus gibt, der buddhistisch motiviert sein
soll, wäre mir absolut neu. Welcher soll denn das sein ?

http://www.trimondi.de/deba17.html

"Religionskriege zwischen Buddhisten und Muslimen

Auf der Weltenkarte ist Kaschmir nur eine der Regionen, in denen sich heute Buddhisten und Muslime einander feindlich gegenüberstehen. Ein weiterer Brennpunkt buddhistischer Gewalt befindet sich schon seit Jahren in Sri Lanka. Blutige Konflikte werden dort nicht nur mit den Tamilen ausgefochten, sondern auch mit Muslimen und Christen. 2002 griffen buddhistische Mönche zusammen mit Mitgliedern der chauvinistischen Sinhala Urumaya Partei (SU) islamische Gemeinden des Landes an. Die Polizei sah tatenlos zu, als Autos in Flammen aufgingen, Häuser niedergebrannt und Geschäfte angezündet wurden. In einer einzigen Region sollen von 500 muslimische Wohnungen 300 gewaltsam zerstört worden sein. Ein Flugblatt der aufgeputschten Mönche forderte: „Schreitet vorwärts, um die Geburt eines zweiten Afghanistan zu stoppen, um der Geburt von noch mehr bin Ladens zuvorzukommen, die unsere Buddhastatuen zerstören wollen.“

Auch in verschiedenen Städten Myanmars (Birma), das seit 1962 von einer Militär Junta regiert wird, attackieren radikalisierte Buddhisten zunehmend Minderheiten islamischen Glaubens mit voller Unterstützung der Armee. „Die Muslime sind für fast alle Verbrechen in Myanmar verantwortlich: Opium, Diebstahl Raub. Sie wollen den Buddhastatuen die Köpfe abschlagen, so wie sie es in Afghanistan getan haben.“ – erklärte Win Rathu, ein hochrangiger buddhistischer Kleriker, dem seine führende Rolle in der anti-Muslim Bewegung den Namen „der kämpfende Mönch“ eingebracht hat. Die Buddhisten brannten Wohnhäuser und Geschäftslokale von Muslimen nieder, während Polizei und Feuerwehr zuerst tatenlos zuschauten, bevor sie eingriffen. Auf die Proteste der Muslime gab ein Regierungsbeamter die Antwort: „In Afghanistan haben die Taliban unseren Lord Buddha zerstört, deswegen zerstören wir hier eure Moscheen.“

In Süd-Thailand steht einer radikalisierten muslimischen Minderheit die buddhistische Armee des Königs gegenüber. Im April 2004 kam es zu einem Zusammenstoss, bei dem über Hundert muslimische Aufständische den Tod fanden. Die Liquidierung von 32 spärlich bewaffneten Muslimen in der historischen Krue Se Moschee machte internationale Beobachter auf die exzessive Gewalt und Brutalität aufmerksam, mit der das thailändische Militär in diesem religiösen Konflikt vorgeht. Nach einer jüngsten Meldung wurden über Hundert Muslime, zusammengestaut in Transportwaggons, erstickt. Auf der anderen Seite sind buddhistische Mönche immer wieder Opfer von Messerattacken, die von fanatischen Muslimen „im Namen Allahs“ durchgeführt werden.

Weitere Krisenherde, in denen es im Herbst 2004 zu buddhistisch-islamischen Konfrontationen kam, sind die Kämpfe zwischen chinesischen Chan-Buddhisten und Hui-Hui Muslimen in den Westprovinzen Chinas, ebenso sind in den Grenzgebieten zwischen Indien und Bangladesh, wo bis vor einigen Jahren eine buddhistische Guerillatruppe aktiv war, wieder Kämpfe aufgeflackert."

„Fazit: „Im Osten nichts Neues!“. Auch der Buddhismus (das gilt übrigens für alle seine Schulrichtungen und nicht nur für den Lamaismus) hat „seine Leichen im Keller“, seine Kriegsideologien und seine blutige Geschichte. Deswegen unterscheidet er sich nicht von den anderen Religionen. Insbesondere hat aber das Kalachakra-Tantra eine aggressive, kriegerische, intolerante, inhumane, frauenfeindliche, autokratische und apokalyptische Weltsicht zum Inhalt und verstößt zudem gegen zahlreiche Grundaussagen des historischen Buddhas, die jegliche Legitimation des Tötens und des Krieges verbieten. Es ist deswegen grotesk, dass gerade der Dalai Lama als der unermüdliche Propagandist dieses fundamentalistischen Rituals zu einer leuchtenden Ikone der Toleranz und des Friedens von den westlichen Medien hochstilisiert wird.“

Gruß
karin

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Schon mal was von der IRA gehört ?
Falls nicht, hier ein Link zur Erhöhung der Allgemeinbildung:

wieviele selbstmordattentate gab es denn durch die IRA? du weißt doch genau was ich mit terror gemeint habe, aber hauptsache mir eins reinwürgen und mich als ungebildet hinstellen.

gruß
dataf0x

Schon mal was von der IRA gehört ?
Falls nicht, hier ein Link zur Erhöhung der Allgemeinbildung:

wieviele selbstmordattentate gab es denn durch die IRA?

Es ging um Terrorismus, nicht um Selbstmordattentate.

du
weißt doch genau was ich mit terror gemeint habe,

Meine Kristallkugel ist gerade zur Reparatur.

aber
hauptsache mir eins reinwürgen und mich als ungebildet
hinstellen.

Wer behauptet, England habe keine Erfahrung mit Terror, der stellt sich selbst als ungebildet hin. Mit deinem Versuch, eine sachliche Richtigstellung als „eins reinwürgen“ hinzustellen, machst du im übrigen auch keine sonderlich gute Figur.

Gruß
Marion

Hallo Karin,

http://www.trimondi.de/deba17.html

Nichts für ungut, aber die unter dem Pseudonym „Victor und Victoria Trimondi“ schreibenden Herbert und Mariana Röttgen würde ich nun nicht unbedingt als ernsthafte Quelle bezeichnen. Die beiden sind wegen ihrer Machwerke gegen den Buddhismus und insbesondere den tibetischen Buddhismus berühmt und berüchtigt.

http://www.tantra-info.ch/wiki/index.php/Victor_und_…

2002 griffen
buddhistische Mönche zusammen mit Mitgliedern der
chauvinistischen Sinhala Urumaya Partei (SU) islamische
Gemeinden des Landes an. Die Polizei sah tatenlos zu, als
Autos in Flammen aufgingen, Häuser niedergebrannt und
Geschäfte angezündet wurden. In einer einzigen Region sollen
von 500 muslimische Wohnungen 300 gewaltsam zerstört worden
sein. Ein Flugblatt der aufgeputschten Mönche forderte:
„Schreitet vorwärts, um die Geburt eines zweiten Afghanistan
zu stoppen, um der Geburt von noch mehr bin Ladens
zuvorzukommen, die unsere Buddhastatuen zerstören wollen.“

Hier eine andere Darstellung der Geschehnisse:
http://www.wsws.org/articles/2002/nov2002/sri-n12.shtml

Weder ist dort von Beteilung der Mönche an den Ausschreitungen die Rede, noch stammt das Flugblatt von „aufgeputschten Mönchen“, sondern als Quelle wird hier dem Tempel angegliederte Organisationen genannt, welche auch immer das sein mögen. Auslöser dieser Unruhen war übrigens eine Erweiterung der bereits seit 1999 offensichtlich unbehelligten muslemischen Schule bezüglich Landrecht.

Das es auch in von buddhisten Bewohnten Länder Terror und Ausschreitungen gibt, ist nichts neues. Das prominenteste Beispiel dürften in jüngerer Zeit Kambodia sein. Allerdings ging es hier IMHO um religiös motivierten Terror.

Auch in verschiedenen Städten Myanmars (Birma),

Hier eine Darstellung der Geschehnisse in Myanmar:
http://www.geocities.com/WestHollywood/Park/6443/Bur…

auch bezüglich der Teilnahme angeblicher „Mönche“ an Ausschreitungen.

In Süd-Thailand steht einer radikalisierten muslimischen
Minderheit die buddhistische Armee des Königs gegenüber.

Auch hier dürften die Geschehnisse kaum buddhistisch motiviert sein. Hier geht es in erster Linie um separatistische Bestrebungen der muslemischen Mehrheit in Süd-Thailand.

http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag.asp?uid=1…

Weitere Krisenherde, in denen es im Herbst 2004 zu
buddhistisch-islamischen Konfrontationen kam, sind die Kämpfe
zwischen chinesischen Chan-Buddhisten und Hui-Hui Muslimen in
den Westprovinzen Chinas, ebenso sind in den Grenzgebieten
zwischen Indien und Bangladesh, wo bis vor einigen Jahren eine
buddhistische Guerillatruppe aktiv war, wieder Kämpfe
aufgeflackert."

Hier sind die Angaben dermaßen ungenau, dass ein Nachprüfen nicht möglich ist.

Mein

"Fazit:

Wenn irgendwo „Trimondi“ drüber oder drunter steht, dann ist es mit Vorsicht zu genießen.

Gruß
Marion

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Hallo,

Wer behauptet, England habe keine Erfahrung mit Terror, der
stellt sich selbst als ungebildet hin. Mit deinem Versuch,
eine sachliche Richtigstellung als „eins reinwürgen“
hinzustellen, machst du im übrigen auch keine sonderlich gute
Figur.

Meines Erachtens ist der Unterschied zwischen GB und Israel der, dass die Ersteren mit dem Terror umgegangen sind und erkannt haben, dass auf der anderen Seite auch nur Menschen sind, während Israel diesen Schritt nicht machen will. Dazu zählt auch, dass sich Israel (und Israelis wie man hier sehen kann) die Exklusivität „ihres“ Terrors hoch anrechnen lassen.

Gruss, Omar Abo-Namous

Moin Omar,

Meines Erachtens ist der Unterschied zwischen GB und Israel
der, dass die Ersteren mit dem Terror umgegangen sind und
erkannt haben, dass auf der anderen Seite auch nur Menschen
sind, während Israel diesen Schritt nicht machen will. Dazu
zählt auch, dass sich Israel (und Israelis wie man hier sehen
kann) die Exklusivität „ihres“ Terrors hoch anrechnen lassen.

Vielleicht sollte man zur Kenntnis nehmen, dass GB auch mehr als 80 Jahre gebraucht hat, um Frieden im Land herzustellen. Die andere Seite nicht als Menschen wahrzunehmen, dürfte eine der Grundvoraussetzung für das Führen von Kriegen sein. Aus Menschen werden, „Gegner“, „Feinde“ oder gar „Tiere“. Entmenschlichung des Gegners ist ein wichtiger Faktor bei der Kriegsführung. Den Bogen von einem Krieg zu einer tatsächlichen Aussöhnung zwischen einer Besatzungsmacht und den Besetzen hinzukriegen, dürfte daher durch die kriegsführende Generation eine selten anzutreffende Glanzleistung sein. In sofern sollten wir den Israelis (und Palästinensern) vielleicht noch ein paar Generationen einräumen, bevor wir den direkten Vergleich mit GB ziehen.

Gruß
Marion

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