Gehalt eines Webmasters

Hi,

was mich schon länger interessiert:

welchen Stundenlohn bekommt ein professioneller Webmaster?

Und was könnte ein Laie für eine Internetseite mit momentan ca. 160 Dateien und einigen Programmen (wie Kontaktformular, Suche, …) für einen Stundenlohn verlangen.

Hoffentlich kann mir jemand helfen…

dome

Hallo Dome,

was mich schon länger interessiert:

welchen Stundenlohn bekommt ein professioneller Webmaster?

50 Euro

Und was könnte ein Laie für eine Internetseite mit momentan
ca. 160 Dateien und einigen Programmen (wie Kontaktformular,
Suche, …) für einen Stundenlohn verlangen.

Kommt drauf an:
zwischen 5 und 50 Euro ist alles mgl.
Abhängig ist dies von der Schwierigkeit der Aufgabe, der Konkurrenzsituation, dem allg. Lohnniveau vor Ort…

Hoffentlich kann mir jemand helfen…

Profis verdienen so:
http://www.gehalts-check.de/default.htm

Tschuess Marco.

Moin Dome!

welchen Stundenlohn bekommt ein professioneller Webmaster?

Laut der Zeitschrift „page“ 70 €.
Das bezieht sich aber auf die grossen etablierten Design-Dienstleister und die entsprechenden Kunden.

Und was könnte ein Laie für eine Internetseite mit momentan
ca. 160 Dateien und einigen Programmen (wie Kontaktformular,
Suche, …) für einen Stundenlohn verlangen.

Umfang und eingesetzte Zusätze (eben Formulare usw.) und Serversprachen (z.B. PHP, ASP) spielen eigentlich keine Rolle, wenn Du eh nach Stunden abrechnest statt pauschal.
Wenn mehr gemacht werden soll als reines HTML, dann wird sich das ja automatisch in den Arbeitsstunden widerspiegeln.

Hab mir die Seite angeguckt, die Du in Deiner ViKa angegeben hast - die macht doch einen ganz guten Eindruck.
Ich denke 15-20 € solltest Du verlangen können.

Gruss
Lanzelot

Hallo Lanzelot und Dome,

Hab mir die Seite angeguckt, die Du in Deiner ViKa angegeben
hast - die macht doch einen ganz guten Eindruck.
Ich denke 15-20 € solltest Du verlangen können.

die Homepage von Domes ViKa macht nicht nur einen guten
Eindruck, sondern einen professionellen. Der w3c Validator findet zwar einige Fehler, aber ich habe selten eine Seite gesehen, die auf so vielen Browsern (von Lynx und Links über Netscape 4.7 bis hin zu Opera 6.0 und Mozilla 1.0) so gut aussieht.

Wenn jetzt noch eine ordentliche Arbeitsgeschwindigkeit geleistet wird, dann sehe ich auch, dass für diese Leistung professionelle Preise genommen werden können, und das sind schon eher 50€.

Alles Gute wünscht
…Michael

welchen Stundenlohn bekommt ein professioneller Webmaster?

Wenn Du sagst „Stundenlohn“ dann meinst Du wohl für eine Festanstellung. Das würde ich nicht so hoch ansetzen, dafür gibt es eigentlich zu viele Arbeitslose Webdesigner. Wenn Du eine Firma findest, die wirklich einen fest angestellten Webmaster beschäftigen, wird man dort sicher nicht mehr bezahlen als für einen technischen Angestellten.

Und was könnte ein Laie für eine Internetseite mit momentan
ca. 160 Dateien und einigen Programmen (wie Kontaktformular,
Suche, …) für einen Stundenlohn verlangen.

Das hört sich an, als wenn Du Webdesign Freiberuflich machen wolltest. Dann kannst Du natürlich mit Deinen Kunden verhandeln. Die Preise sind hier ganz unterschiedlich. Ich selbst rechne für HTML-Design und Programmierung (PHP/mySQL und Flash) mit einem internen Stundensatz von 60 Euro.

Wenn der Kunde sich jedoch gut auskennt, kann er für $10 US-Dollar pro Stunde auch einen Dienstleister aus der Urkraine oder für 20-30 Dollar jemand aus den USA beschäftigen. Da Webdesign ja nicht an Orte gebunden ist, klappt das meist recht gut.

Wegen der Konkurrenzsituation kann man also keinen Preis angeben. Ich würde einfach schauen, welchen Beratungsbedarf der Kunde hat und welche Budget zur Verfügung steht. Dann mache ich für einen Webauftritt (z.B. 160 Seiten mit Kontaktformular und interner Suchmaschine) ein Festpreisangebot (z.B. 1200 Euro).

Marian

Moin Michael!

ich habe selten eine Seite
gesehen, die auf so vielen Browsern (von Lynx und Links über
Netscape 4.7 bis hin zu Opera 6.0 und Mozilla 1.0) so gut
aussieht.

Hatte nicht so viel Zeit und dementspechend auch nicht getestet.
Aber wenn das so ist, dann hast Du recht.
Da kann Dome wirklich höher gehen.

Wenn jetzt noch eine ordentliche Arbeitsgeschwindigkeit
geleistet wird

Tja, das ist jetzt natürlich die Frage…
Wobei sich da auch die Frage stellt wie lange ein Profi denn so durchschnittlich für die Erstellung von Seiten verschiedenen Aufbaus (HTML, PHP/MySQL, Formulare) braucht.

Unabhängig davon wie lange ein Profi braucht, bin ich mir eigentlich sicher, dass ich mehr Zeit benötige.

Da Dome selbst schreibt, dass er Laie ist, vermute ich mal, dass er auch länger braucht.

Okay, als Konsens aus Professionalität und erhöhtem Zeitaufwand (vorausgesetzt das trifft zu) wäre dann vielleicht ein Stundensatz von 35 € angemessen. (?)

Gruss
Lanzelot

Frage zum Festpreisbeispiel
Moin Marian!

Dann
mache ich für einen Webauftritt (z.B. 160 Seiten mit
Kontaktformular und interner Suchmaschine) ein
Festpreisangebot (z.B. 1200 Euro).

Aufgrund von Konkurrenzsituation und vermutetem Können lege ich mal die von mir in meiner Antwort auf Michaels Posting genannten 35 € pro Stunde zu Grunde.
Das ergibt dann bei einem Festpreis von 1200 € etwas über 34 Stunden.

Würdest Du das echt in dieser Zeit schaffen?

btw:
Hier mal ein Auszug aus dem, was ein Dienstleister bei uns verlangt (falls es relevant ist: Raum Dortmund/Münster).

Internetauftritt bestehend aus:
-Homepage
-Vorstellung
-Service-Seite
-Kontakt

Leistungsumfang:
-Grundgestaltungskonzept
-Screendesign
-Buttongestaltung
-Seitenaufbau im Photoshop
-inkl. ein Korrekturdurchgang
-jede weitere Autorenkorrektur wird gesondert berechnet.

Dafür verlangen die 1100 € (!!!)

Man achte besonders auf die Formulierung ganz unten in der Liste:
„inkl. ein Korrekturdurchgang, jede weitere Autorenkorrektur wird gesondert berechnet.“!

Der Oberhammer ist dann noch deren Leitspruch:

Dabei bieten wir keine Lösungen „von der Stange“, sondern zeigen kostengünstige Möglichkeiten auf, dem Profil und Anspruch Ihres Unternehmens gerecht zu werden und sich damit von der Konkurrenz abzuheben.

„kostengünstig“ ???

Entweder lassen wir uns mit einem Hungerlohn abspeisen oder die haben einen an der Waffel (ich denke wohl eher das letztere)! :wink:

Gruss
Lanzelot

mache ich für einen Webauftritt (z.B. 160 Seiten mit
Kontaktformular und interner Suchmaschine) ein
Festpreisangebot (z.B. 1200 Euro).

Das ergibt dann bei einem Festpreis von 1200 € etwas über 34
Stunden.
Würdest Du das echt in dieser Zeit schaffen?

Die 1200 Euro waren als Beispiel gedacht. So etwas könnte ich tatsächlich einem Kunden anbieten, wenn in den 160 Seiten nicht viel Arbeit steckt. Das Layout brauche ich ja nur einmal zu machen, die Inhalte werden mit einem eigenen Content-Management-System eingefügt. Die Inhalte müssten dann allerdings schon als Datei vorliegen (z.B. Word oder HTML-Seiten aus einem alten Webauftritt).

Wenn 160 Seiten mit je 4000 Zeichen pro Seite von Hand eingegeben werden müssen, dann wird es „geringfügig“ teurer. Ich würde dann dazu eine freiberufliche Schreibkraft beauftragen. So etwas könnte dann für 10-25 Euro pro Stunde über die Bühne gehen.

Dafür verlangen die 1100 € (!!!)

Für eine professionelle Agentur ist das noch ein guter Preis. Wie gesagt kommt es immer noch auf den Kunden an. Ich hatte neulich für eine öffentliche Schule einen Satz HTML-Templates (10 Seiten und ein Kontaktformular) für deutliche unter 1000 Euro erstellt, mit der Maßgabe, dass ein Werbelink auf den Seiten erscheint. Der zuständige Lehrer wird allerdings mit seinen HTML-Kenntnissen die Seiten selbst mit Inhalten füllen und die Templates ggf. kopieren.

Das rechnet sich natürlich auf Dauer nicht, hilft aber etwas, sich bei den Leuten bekannt zu machen.

Man achte besonders auf die Formulierung ganz unten in der
Liste:
„inkl. ein Korrekturdurchgang, jede weitere Autorenkorrektur
wird gesondert berechnet.“!

Das ist ganz normal. Stell Dir mal vor, der Kunde kommt jede Woche mit einer kleinen Änderung und das dann für die nächsten 6 Monate. Dann schlagen die 1100 Euro schnell in Verlust um. Auch hier kommt es immer auf den Kunden an, und auf das Verhältnis zum Kunden. Vernünftige Kunden werden so etwas einsehen, auch wenn es nicht explizit im Vertrag steht.

„kostengünstig“ ???

Entweder lassen wir uns mit einem Hungerlohn abspeisen oder
die haben einen an der Waffel (ich denke wohl eher das
letztere)! :wink:

Nein, die werden einfach ein besseres Marketing oder Beziehungen haben. Leider kann sich unsereins keinen PR-Berater und kein Werbebudget für Anzeigenwerbung leisten. Auch wenn die von Dir erwähnten „Hamtec“-Leute selbst ganz schlechtes HTML-Design machen (z.B. Framesets mit „toten“ Frameseiten) profitieren Sie sicher von den Kontakten Ihrer Gesellschafter. Wenn ich in meiner Firma die IHK, Handwerkskammer und drei Banken als Firmeninhaber hätte, könnte ich sicher auch höhere Preise nehmen :smile:

Marian

Hi Lanzelot,

Hier mal ein Auszug aus dem, was ein Dienstleister bei uns
verlangt (falls es relevant ist: Raum Dortmund/Münster).

Internetauftritt bestehend aus:
-Homepage
-Vorstellung
-Service-Seite
-Kontakt

Leistungsumfang:
-Grundgestaltungskonzept
-Screendesign
-Buttongestaltung
-Seitenaufbau im Photoshop
-inkl. ein Korrekturdurchgang
-jede weitere Autorenkorrektur wird gesondert berechnet.

Dafür verlangen die 1100 € (!!!)

Man achte besonders auf die Formulierung ganz unten in der
Liste:
„inkl. ein Korrekturdurchgang, jede weitere Autorenkorrektur
wird gesondert berechnet.“!

Der Oberhammer ist dann noch deren Leitspruch:

Dabei bieten wir keine Lösungen „von der Stange“, sondern
zeigen kostengünstige Möglichkeiten auf, dem Profil und
Anspruch Ihres Unternehmens gerecht zu werden und sich damit
von der Konkurrenz abzuheben.

„kostengünstig“ ???

Entweder lassen wir uns mit einem Hungerlohn abspeisen oder
die haben einen an der Waffel (ich denke wohl eher das
letztere)! :wink:

Nein Lanzelot, die haben die Betriebswirtschaft entdeckt.
Wenn man bestimmte Leistungspakete, die dem Kunden nicht ersichtlich sind, stadardisiert, und diese immerwieder einsetzt, dann ist eigentlich nur noch die „individuelle“ Obefläche zu gestalten, im Hintergrund läuft immer die gleiche „Iso9…“-Software ab.

Wie heißt es so schön: die ISO…-Zertifikate sagen nur , das der Mist, den man produziert immer derselbe ist. Eine Qualitätsaussage oder Qualitätssteigerung erreicht man durch ISO nicht. (offtopic am Rande) aber so einfach geht das.

Und wenn der Kunde sagt: Das blau ist mir zu blau und das rot zu gelb. Dann ist diese Korrektur eine autorenkorrektur. jede weitere nachträgliche Korrektur wird nach zeit berechnet. ich schätze mal so ca. 100 - 150 Euro pro Mannstunde.

du machst hier sehr schön deutlich, was Existenzgründer gerade im Web-Bereich für Fehler machen: Hauptfehler: Ich arbeite 120 Stunden am programm ich brauche 60 Euro die Stunde also kostet das: 7200 Euro!!!

Oder was kann ich verlangen? Der Konkurrent nimmt dafür 1200 euro, ich müßte aber 100 Stunden daran sitzen, ist aber 12 euro die Stunde nicht zuwenig?

die Wahrheit liegt immer in der Mitte.

gruss
winkel

Hallo Dome,

einige Links zum Thema:
http://networker-hh.de/seiten/62faq-2.php?faq_id=3
http://www.ratgeber-e-lancer.de/ (Inhalt -> Punkt 5.2)
Generell sollten „Kleinigkeiten“ wie Versicherung, Administration usw. in Deiner Kalkulation nicht unberücksichtigt bleiben.

Grüße aus Hamburg

Stefan

Moin Marian!

Das Layout brauche ich ja nur einmal
zu machen, die Inhalte werden mit einem eigenen
Content-Management-System eingefügt.

Das mit dem Layout ist klar, mit einem CMS zu arbeiten perfektioniert das Ganze natürlich.

Die Inhalte müssten dann
allerdings schon als Datei vorliegen (z.B. Word oder
HTML-Seiten aus einem alten Webauftritt).

Okay, bei der Voraussetzung kann ich das nachvollziehen.

Ich würde dann dazu eine freiberufliche Schreibkraft
beauftragen.

Auch 'ne Variante.
Soweit hatte ich nicht gedacht.

Das ist ganz normal. Stell Dir mal vor, der Kunde kommt jede
Woche mit einer kleinen Änderung und das dann für die nächsten
6 Monate.

Gut, das ist klar.

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass einige Kunden nach der ersten Änderung bezüglich Farbnuance, Schriftgrösse, Logogrösse o.ä. noch irgendwelche Kleinigkeiten entdecken, die sie zwar so gewünscht hatten.
Beim fertigen Endprodukt erkennen sie dann aber, dass es doch nicht die allerbeste Idee war.

Wie gesagt, das Layout ist nur einmal nötig.
Wenn die Änderung sich darauf bezieht und nicht eine komplette Neugestaltung bedeuten würde, dann berechne ich das auch nicht.

Nein, die werden einfach ein besseres Marketing oder
Beziehungen haben.

Moment, das verstehe ich jetzt nicht so ganz.
Ein potentieller Kunde zahlt doch nicht freiwillig mehr, nur weil der Dienstleister mit irgendwelchen Banken kooperiert, oder?

Gerade „Hamtec“ als Gründerzentrum wird mit solchen Preisen wohl kaum Existenzgründer anziehen können.
Die Konkurrenz hier ist zwar nicht unbedingt professionell, aber auf ungefähr dem gleichen Niveau wie die „Hamtec“-Leute - und günstiger.

Gruss
Lanzelot

Moin Winkel!

ich schätze mal so ca. 100 - 150 Euro pro Mannstunde.

Mit welcher Berechtigung denn bitte?
Was für eine Tätigkeit soll das sein, die einen solchen Stundensatz wert ist?

du machst hier sehr schön deutlich, was Existenzgründer gerade
im Web-Bereich für Fehler machen

Aha…
Wo genau jetzt mein Fehler liegt, habe ich allerdings nicht verstanden.
Kannst Du das bitte genauer definieren.

Um zum Beispiel zurückzukehren:
Für 4 Seiten über 1000 € zu verlangen finde ich einfach extrem hoch.

Du hast eben einen Stundensatz von 60 € erwähnt.
Demnach würden die etwas über 18 Stunden für die Erstellung brauchen.
Ist etwas unrealistisch, oder?

Gruss
Lanzelot

Hallo Lanzelot,

Nein, die werden einfach ein besseres Marketing oder
Beziehungen haben.

Moment, das verstehe ich jetzt nicht so ganz.
Ein potentieller Kunde zahlt doch nicht freiwillig mehr, nur
weil der Dienstleister mit irgendwelchen Banken kooperiert,
oder?

Viele Aufträge gehen nach der Methode weg:
'Und für Ihren Webauftritt kann ich ihnen eine prof. Firma empfehlen, die das ihnen günstig macht. Grüssen Sie Hr. P. herzlich von mir."
Nun sind Banken, Existenzgründerzentrum, … halt Eirichtungen mit hohen Kundenfrequenzen. Wenn nur ein Drittel der Empfehlungen zu Aufträgen führt, hat die Webdesign-Firma einen guten Umsatz.
Nun wirst Du sagen, ich bin aber billiger. Bedenke zweierlei:

  1. Existenzgründer haben 1001 Sache zu erledigen. Da sind sie über jeden Randposten, über den sie nicht nachdenken müssen zufrieden.
  2. Es ist nur in der Theorie so, dass alle Aufträge per Ausschreibung/Angebot rausgehen. Ein nennenswerter Teil (in manchen Bereichen der Grossteil)wird Freihand (über Empfehlung/Bekanntschaft/Beziehung/Pilatus-Verfahren) rausgegeben.

Gerade „Hamtec“ als Gründerzentrum wird mit solchen Preisen
wohl kaum Existenzgründer anziehen können.
Die Konkurrenz hier ist zwar nicht unbedingt professionell,
aber auf ungefähr dem gleichen Niveau wie die „Hamtec“-Leute -
und günstiger.

Radio Eriwan: im Prinzip ja, aber …

Tschuess Marco.

In der Tat kostengünstig
Hallo Lanzelot,

dieses von Dir zitierte Angebot ist in der Tat kostengünstig. Dass man hier eine Korrekturrunde einräumt und weitere Korrekturen nach Aufwand berechnet, ist absolut üblich.

Grüsse
Anna

Moin Anna!

Sorry, aber ich schnall das immer noch nicht.

Was ist daran günstig für nur 4 Seiten über 1000 € zu verlangen, wenn man überall lesen kann, dass der Stundensatz bei einem professionellen Webdesigner bei 50-70 € liegt?

Das mit dem Korrekturdurchgang habe ich mittlerweile eingesehen, das ist schon okay so.

Selbst wenn man von 70 €/Stunde ausgeht, dann wären das immer noch knapp 18 berechnete Stunden Arbeitszeit für das Komplettpaket.

Komplettpaket bedeutet ja wohl, dass zusätzlich zur reinen Erstellung auch die Gespräche mit dem Kunden (von mir aus auch Fahrtzeit und -kosten, falls man zum Kunden geht und die Anbieter es nicht in ihren eigenen Büros machen) und die Korrektur mit eingerechnet ist.
Dinge wie Bereitstellung und Einrichtung des Webspace/Servers, Domainregistrierung, Hochladen auf den Server kosten nämlich noch extra.

Es ist doch wohl unrealistisch, das die doch als Profis so lange dafür brauchen!

Ich denke eher, dass sie dafür weniger Zeit benötigen.
Das würde dann aber bedeuten, dass sie einen Stundensatz nehmen, der deutlich über den allgemeinen Empfehlungen liegt (müsste ja bei über 100 € liegen)!

Ich selbst bin (noch?) kein Profi und behaupte das auch nicht von mir, ich bemühe mich aber möglichst professionell zu arbeiten und orientiere mich an Seiten, die Profis erstellt wurden (sowohl beim Design, als auch beim Code).

Ausserdem weiss ich, dass ich recht lange brauche, bis da mal entgültig was fertiggestellt habe. Das liegt hauptsächlich daran, dass mir einfach die Erfahrung fehlt, eine Designidee sofort in die entsprechende webtaugliche Form umsetzen zu können (egal ob mit einem WYSIWYG-Editor oder beim direkten Programmieren des Codes) - da muss ich halt immer erst noch etwas rumprobieren, bis es passt.

Vor kurzem habe ich ein Projekt mit 6 Seiten (Startseite, Wir über uns, Service, Produkte, Lageplan, Kontakt) erstellt. Dafür habe ich incl. Grafikbearbeitung (8 Fotos, Titelzeile und Navigation bestehend aus Grafiken), Korrektur (farbe gefiel dem Kunden nicht so ganz, andere Nuance gewählt), Domainregistrierung, Webspacebestellung, hochladen auf den Server und nochmal einen kompletten Funktionstest mit vercshiedenen neuen und alten Browsern 12 Stunden gebraucht.

Sag mir bitte, wenn ich jetzt hier einen dicken Denkfehler einbaut habe und versuche bitte ihn mir zu erklären, ich kann das nämlich wirklich nicht nachvollziehen…

Gruss
Lanzelot

selbst schuld - oder was?
Moin Marco!

Viele Aufträge gehen nach der Methode weg:
'Und für Ihren Webauftritt kann ich ihnen eine prof. Firma
empfehlen, die das ihnen günstig macht. Grüssen Sie Hr. P.
herzlich von mir."

Und darauf fallen echt noch Leute rein?

Sorry, aber meine Eltern, einige Bekannte und ich haben schon mehrere schlechte Erfahrungen mit solchen „Empfehlungen“ gemacht und angeblich günstige und professionell arbeitende Dienstleister kennengelernt.
Empfehlung ist ja gut, aber ohne, dass ich mich selbst im Vorfeld weiter über den entsprechenden Anbieter und Alternativen informiere, läuft bei mir gar nichts mehr!

Ist doch normal, dass man so handelt - oder bin da 'ne Ausnahme (kann ich mir nicht vorstellen)?

Nun sind Banken, Existenzgründerzentrum, … halt Eirichtungen
mit hohen Kundenfrequenzen. Wenn nur ein Drittel der
Empfehlungen zu Aufträgen führt, hat die Webdesign-Firma einen
guten Umsatz.

Okay, aber meinst Du das geht auf die Dauer gut?
Ich denke der Kunde schnallt doch auch irgendwann, wenn er es auch günstiger bei gleicher oder gar besserer Qualität hätte bekommen können - dann sieht man den nie wieder!

Der Kunde braucht doch nur mal jemanden zu treffen, der sich zumindest etwas damit auskennt oder eben einen Dienstleister kennt, der günstiger und ebenfalls gut ist.

Ein nennenswerter Teil (in
manchen Bereichen der Grossteil)wird Freihand (über
Empfehlung/Bekanntschaft/Beziehung/Pilatus-Verfahren)
rausgegeben.

Eben!
Da spricht es sich doch auch genauso schnell rum, wenn ein Dienstleister total überzogene Preise hat.

Ausserdem läuft es bei uns auch über Empfehlungen:
Hab letztens noch einen neuen Auftrag bekommen, weil ein Kunde, für den ich einen kleinen Webauftritt gemacht hatte, von einem Besucher seines Ladens angesprochen wurde.

„Ach übrigens, sie sind ja jetzt im Internet, sowas hätte ich auch gerne, aber das ist ja so teuer.“
„Danke, warten Sie, ich schreib Ihnen die Telefonnummer auf, der hat mir das gemacht, und es war eigentlich gar nicht so teuer, sonst hätte ich das auch nicht gemacht.“

Letztendlich stellte sich heraus, dass der neue Kunde auch schon bei dem von mir genannten Anbieter geschaut hatte und die ihm einfach viel zu teuer waren.
Er wollte aber auch keine Homepage mit Frontpage Express oder Word selbst erstellen - wenn, dann sollte es schon nach was aussehen.

Ich bin noch nicht fertig, aber ich habe ihm schonmal einen Vorschlag für die Startseite präsentiert.
Ergebnis: Er bekommt nun für unter 500 € seinen kleinen Internetauftritt und ist happy!

Okay, ich muss dazu sagen, dass wir keine grossen Aufträge annehmen können (wegen Zeit und Personalsituation), unsere Kunden sind i.d.R. Kleingewerbetreibende, Ein-Mann-Unternehmen und Existenzgründer.
Aber an die richtet sich dieses „Angebot“ von dem von mir erwähnten Anbieter ja auch!

  1. Existenzgründer haben 1001 Sache zu erledigen. Da sind sie
    über jeden Randposten, über den sie nicht nachdenken müssen
    zufrieden.

Ja gut, das glaube ich wohl.
Aber wenn ich mal eben über 1000 € ausgeben soll, dann fange ich doch automatisch an zu grübeln - egal wieviel ich um die Ohren habe.
Vor allem dann, wenn da noch ebenso überzogene Zusatzkosten auf mich zukommen, und die sind auch nicht ohne, z.B. 25 €/Monat für 5 MB Webspace/1 Domain (vgl. 1&1 Star-Paket: 75 MB Webspace/2 Domains + 1 .info für 5,99 €/Monat)!

Radio Eriwan: im Prinzip ja, aber …

Ist schon komisch:
Über jeden Mist regen sich alle tierisch auf, wenn’s ums Geld geht (z.B. „Verdammt, Benzin kostet heute 1 Cent mehr als gestern!“) - und es wird verzweifelt nach Alternativen gesucht (z.B. sowas paradoxes wie 10 km fahren um eine Tankstelle zu finden, die noch den Preis von gestern hat).
Aber manchmal, wenn’s um höhere Beträge geht, dann nimmt man es einfach hin und sucht keine Alternativen („is’ halt so, kannste nix machen!“).
Mmmh… :wink:

Gruss
Lanzelot

Hallo Lanzelot

ich schätze mal so ca. 100 - 150 Euro pro Mannstunde.

Mit welcher Berechtigung denn bitte?
Was für eine Tätigkeit soll das sein, die einen solchen
Stundensatz wert ist?

darf ich Dich mal fragen, wieviel Du schon so im Geschäftsleben zu tun hattest?

So ein Stundensatz ist in vielen Bereichen absolut normal! Ich kenne mich vielleicht mit Internet-Dienstleistungen noch nicht so aus, aber im meiner Branche sind solche Stundensätze (und weeesentlich mehr) absolut üblich. es liegt einfach auch an den Kosten, die nunmal zu decken sind.

du machst hier sehr schön deutlich, was Existenzgründer gerade
im Web-Bereich für Fehler machen

Aha…
Wo genau jetzt mein Fehler liegt, habe ich allerdings nicht
verstanden.
Kannst Du das bitte genauer definieren.

in der Kalkulation. ein Unternehmen MUSS kostendeckend arbeiten. und dazu sind die sTundensätze eben oft höher, als so ein privat an seinem Rechner sitzender Hobbyprogrammierer denkt.

Grüße
Queedin

Moin Winkel!

ich schätze mal so ca. 100 - 150 Euro pro Mannstunde.

Mit welcher Berechtigung denn bitte?
Was für eine Tätigkeit soll das sein, die einen solchen
Stundensatz wert ist?

Vor ca. 15 jahren kostete eine Programmierstunde bei IBM bereits 280 DM, ich gehe davon aus, daß sich die Preise nciht verringert haben.

Berechtigung und Wert dieser Leistung ergeben sich aus Kostenrechnung und Kalkulation!

du machst hier sehr schön deutlich, was Existenzgründer gerade
im Web-Bereich für Fehler machen

Aha…
Wo genau jetzt mein Fehler liegt, habe ich allerdings nicht
verstanden.
Kannst Du das bitte genauer definieren.

Es ist nicht ausschlaggebend, wieviel man in der Stunde verdient, sondern wie die Kosten sind. Z.B. legt der Handwerksmeister seinen Bulli, den er sich gerade gekauft hat, ja auch nicht auf die Reparatur meines Wasserhahnes um, sondern auf alle Reparaturen, die er in 3 jahren erledigen wird.

Um zum Beispiel zurückzukehren:
Für 4 Seiten über 1000 € zu verlangen finde ich einfach extrem
hoch.

in Relation zu was? Das ist doch die Frage! Viele Existenzgründer scheitern genau hier: Das kann ich viel billiger, ich nehm nur 300 euro. Und wenn er das dann 50 mal machen muss, und Personal, Büro, Ausstattung, Miete und anderes auch vom Ertrag bezahlen muss und dann mal anfängt zu rechnen, sieht er daß diese 1000 euro extrem günstig sind.

Du hast eben einen Stundensatz von 60 € erwähnt.
Demnach würden die etwas über 18 Stunden für die Erstellung
brauchen.
Ist etwas unrealistisch, oder?

Auftragsanbahnung 2 Std.
Konzeptgespräch 3 Std.
Erstellung und Programmierarbeiten 5 Std.
Testläufe auf eigenem und Kundenrechner 2 Std.
Nacharbeiten 2 Std.
Endgültige Installation 1 Std.
Und nen bißchen Puffer 3 Std.
macht 18 Stunden.

Gruss
winkel

Netzwerk-Kosten
Hallo Lanzelot,

Viele Aufträge gehen nach der Methode weg:
'Und für Ihren Webauftritt kann ich ihnen eine prof. Firma
empfehlen, die das ihnen günstig macht. Grüssen Sie Hr. P.
herzlich von mir."

Und darauf fallen echt noch Leute rein?

Sorry, aber meine Eltern, einige Bekannte und ich haben schon
mehrere schlechte Erfahrungen mit solchen „Empfehlungen“
gemacht und angeblich günstige und professionell arbeitende
Dienstleister kennengelernt.
Empfehlung ist ja gut, aber ohne, dass ich mich selbst im
Vorfeld weiter über den entsprechenden Anbieter und
Alternativen informiere, läuft bei mir gar nichts mehr!

Ist doch normal, dass man so handelt - oder bin da 'ne
Ausnahme (kann ich mir nicht vorstellen)?

Meist sind diese Beziehungsgeflechte sehr ausgeprägt:
Existenzgründer A wird vom RA C dem Politker B vorgestellt. B gibt A einen guten Tip (begrenzte Ausschreibung/aktuelles Problem + Nr. der Sachbearbeiterin alles mit Gruss von B). Auf diesen Tip hin bekommt A einen (Referenz-) Auftrag, der sich vermarkten lässt.
Nun stell Dir mal den Existenzgründer A vor: Warum soll er nicht auf die Webdesign-Empfehlung von C hören, da dieser ihm die Chance für den Auftrag verschafft hat. Er kalkuliert die Mehrkosten als ‚Netzwerk-Kosten‘ (=Art von Marketing) ein. Dies kann ganz günstig sein, vor allem wenn die Bekanntschaft mit B (’…als ich beim X-Fest mit B sprach…’) auch Türöffner für weitere Aufträge ist.
Eh Du jetzt auf Korruption schimpfst, lies bitte die Geschichte noch mal genau durch. Es haben alle einen Vorteil und es ist kein Geld geflossen.
Und bevor Du dies als Politiker-Phänomen abtust: Ähnlich geht es im Wissenschaftsbetrieb oder im Wirtschafts-Verbandsleben ähnlich zu. Man kennt jmd. der jmd. kennt und alle haben davon einen Vorteil.

Nun sind Banken, Existenzgründerzentrum, … halt Eirichtungen
mit hohen Kundenfrequenzen. Wenn nur ein Drittel der
Empfehlungen zu Aufträgen führt, hat die Webdesign-Firma einen
guten Umsatz.

Okay, aber meinst Du das geht auf die Dauer gut?

s.o.

Ich denke der Kunde schnallt doch auch irgendwann, wenn er es
auch günstiger bei gleicher oder gar besserer Qualität hätte
bekommen können - dann sieht man den nie wieder!

Wenn er 2000 Hochglanzbroschüren verschickt und bei 7 Leuten um jeden Cent feilscht und dann einen Auftrag bekommt
vs.
die 500 Euro ‚Zusatzkosten‘ für das Webdesign
Was ist günstiger ?

Ausserdem läuft es bei uns auch über Empfehlungen:
Hab letztens noch einen neuen Auftrag bekommen, weil ein
Kunde, für den ich einen kleinen Webauftritt gemacht hatte,
von einem Besucher seines Ladens angesprochen wurde.

Das sind ja die Empfehlungen zufriedener Kunden, ich habe oben die Netzwerk-Empfehlungen besprochen.

Vor allem dann, wenn da noch ebenso überzogene Zusatzkosten
auf mich zukommen, und die sind auch nicht ohne, z.B. 25
€/Monat für 5 MB Webspace/1 Domain (vgl. 1&1 Star-Paket: 75 MB
Webspace/2 Domains + 1 .info für 5,99 €/Monat)!

no comment

Ist schon komisch:
Über jeden Mist regen sich alle tierisch auf, wenn’s ums Geld
geht (z.B. „Verdammt, Benzin kostet heute 1 Cent mehr als
gestern!“) - und es wird verzweifelt nach Alternativen gesucht
(z.B. sowas paradoxes wie 10 km fahren um eine Tankstelle zu
finden, die noch den Preis von gestern hat).

Diese Leute drehen selten ein grosses Rad.

Aber manchmal, wenn’s um höhere Beträge geht, dann nimmt man
es einfach hin und sucht keine Alternativen („is’ halt so,
kannste nix machen!“).

Es ist wie mit Aktien: Wer sein Geld an der richtigen Stelle anlegt, kassiert guten Gewinn.

Tschuess Marco.

trifft hier aber nicht zu
Moin Marco!

lies bitte die
Geschichte noch mal genau durch.

Ja, das habe ich getan.

Der Existenzgründer in der Geschichte ist also derjenige, der den Webdesign-Auftrag bekommt (so habe ich das verstanden).
Wenn er gerade anfängt mit Internetdienstleistungen eine eigene Existenz aufzubauen, sollte er natürlich den Aufrag annehmen, das steht ausser Frage!

Aber es ging doch eigentlich um etwas anderes:
Der angesprochene Dienstleister bietet dem Existenzgründer seine Dienste an (Erstellung des Internetauftritts).

Nicht der Webdesign-Dienstleister ist der Existenzgründer, sondern irgendjemand anders, der z.B. gerade seinen Tischlermeister gemacht hat und jetzt seine eigene Tischlerei aufziehen will.

Dann würde doch wieder Geld fliessen!
Der Dienstleister hat schon Rferenzen (auch welche von grösseren Web-Projekten) und hat es nicht mehr nötig so einen Mini-Internetauftritt mit in seine Referenzenliste aufzunehmen und dafür auf die Vergütung zu verzichten.

Wenn er 2000 Hochglanzbroschüren verschickt und bei 7 Leuten
um jeden Cent feilscht und dann einen Auftrag bekommt
vs.
die 500 Euro ‚Zusatzkosten‘ für das Webdesign
Was ist günstiger ?

Das beziehst Du sicher auf die Geschichte mit den Netzwerk-Kosten.
Dann würde er natürlich mit den ‚Zusatzkosten‘ besser fahren, das ist logisch.

Das sind ja die Empfehlungen zufriedener Kunden, ich habe oben
die Netzwerk-Empfehlungen besprochen.

Okay, den Unterschied habe ich geschnallt.

Diese Leute drehen selten ein grosses Rad.

Logisch :wink:

Es ist wie mit Aktien: Wer sein Geld an der richtigen Stelle
anlegt, kassiert guten Gewinn.

Ja, eben!
Dabei hört man auf die Empfehlung eines Fachmannns, z.B. von einem Börsenmakler oder man nutzt diese Angebote von der Bank.

Wenn ich mich als Existenzgründer im Gründerzentrum habe beraten lassen und mir von dem Berater dann gesagt wird „Und für Ihren Webauftritt haben wir hier auch Experten im Haus“, dann ist das zwar der schnellste und einfachste Weg daran zu kommen (nach dem Motto „nächste Tür links rein“), aber eben kein Tipp von einem Fachmann!
Der Berater ist auf andere Dinge spezialisiert.

Gruss
Lanzelot