Hi,
ich bin seit April ohne Job und hab jetzt endlich eine Stelle gefunden, wo sie mich unbedingt haben wollen, aber „Bauchweh“ bzgl. meines vorherigen Verdienstes schon (als Mediengestalter) haben.
Sie fragten mich zwar, was mein Minimum wäre, ich bin 100 Euro runtergegangen (von 2480 Euro bisheriger Verdienst brutto auf 2300 Euro Minimum). Das wollten sie sich bis Ende der Woche überlegen, klangen aber recht positiv, weil sie von meiner Bewerbung total begeistert waren und von meinen Qualifikationen, obwohl ich ihrer Meinung nach für den Job „überqualifiziert“ bin.
Ich bin in einer blöden Position: als Arbeitsloser kann ich schlecht nein zu der Stelle sagen, bloß weil das Gehalt nicht passt, ich bin frob, wenn ich um Hartz IV (für mich ab März) rum komme.
Aber wie verhandelt man denn aus DER Position raus in Sachen Gehalt?
Denn:
der Haken ist, für die damals 2480 Euro gabs noch 95% Weihnachtsgeld dazu, 50% Urlaubsgeld und eine 35 Stunden-Woche. Bin zwar nicht in der Gewerkschaft, aber mein ehemaliger Arbeitgeber (Druckvorstufe) hat weitgehend Tarif bezahlt.
Ob Werbeagenturen (wie die jetzige) an Tarife gebunden sind, weiß ich nicht - ob’s für Werbeagenturen überhaupt Tarifverträge gibt?
Die jetzige Stelle hieße:
sie zahlen prinzipiell KEIN Weihnachtsgeld, nur 50% Urlaubsgeld, statt 35-Stunden-Woche gibts die 40-Stunden-Woche. Überstunden werden auch nicht bezahlt.
Tja, was tun, sprach Zeus?
Wie verhandelt man am besten als Arbeitsloser sein Gehalt?
Sie haben ja immerhin ziemlich rumschwadroniert, dass ich überqualifiziert bin und ach wie toll - aber zahlen wollen sie nur einen „Hungerlohn“?
Chris
